14. Januar 2018

Die Sonn­ta­ge immer den Künsten!

Am 24. Dezem­ber gab eine Freun­din mei­ner Frau, Pia­nis­tin auch sie, ein Essen, und einer der Gäs­te, ein rus­si­scher Cel­list, ist auf dem Heim­weg von einem Rudel jun­ger Ara­ber ins Koma geprü­gelt wor­den. Gesche­hen zu Karls­ru­he in der Hei­li­gen Nacht. Ich erzäh­le das, weil der Musi­ker die­se Woche aus dem Kran­ken­haus ent­las­sen wur­de; er hat­te eine Schä­del­frak­tur und ein gebro­che­nes Fuß­ge­lenk. Die Hän­de sind gott­lob unver­letzt geblie­ben. Gele­sen habe ich davon nir­gends etwas. Die Poli­zei hat sich bis heu­te nicht dafür inter­es­siert, dass ein durch Fremd­ein­wir­kung schwer Ver­letz­ter in die Not­auf­nah­me ein­ge­lie­fert wur­de. (Inzwi­schen schon; Nach­trag vom 15. Janu­ar.) Ein Nach­ope­ra­ti­on wird not­wen­dig sein. Ich frag­te vor zwei Tagen nach einer Welt­rang­lis­te der „shi­t­ho­le coun­tries” (Donald Trump) und bin geneigt, ein christ­li­ches Land, in dem ein Musi­ker von einer Grup­pe impor­tier­ter mus­li­mi­scher Pri­mär- oder Sekun­där­an­alpha­be­ten ins Hos­pi­tal getre­ten wird, weil die mit dem Fei­er­tag der Geburt des Hei­lands nichts ande­res anzu­fan­gen wis­sen, zumin­dest in den Kreis der Kan­di­da­ten auf die­sen Schand­ti­tel zu wäh­len. Aber dazu ein andermal. 

Die Fra­ge, war­um die­se Typen einen allein durch die Stadt lau­fen­den Men­schen ver­prü­geln, ist leicht zu beant­wor­ten: Sie waren ers­tens in der Über­zahl – das sind ja kei­ne Män­ner, die einen fai­ren Kampf suchen, son­dern Scha­ka­le, die nur im Rudel angrei­fen –, der Atta­ckier­te war zwei­tens ein eth­nisch Frem­der und erkenn­ba­rer Nicht­mus­lim, und von der Staats­ge­walt und der Jus­tiz haben sie, drit­tens, wenig zu befürch­ten. Mehr Grün­de exis­tie­ren der­zeit für den Groß­teil sol­cher Kör­per­ver­let­zun­gen an Unbe­kann­ten im öffent­li­chen Raum nicht. Der­glei­chen Angrif­fe gesche­hen längst täg­lich und lan­des­weit. Einem ehe­ma­li­gen Fuß­ball-Pro­fi von Han­no­ver 96 und däni­schen Natio­nal­spie­ler wider­fuhr das­sel­be wie dem Cel­lis­ten, als er einer Frau hel­fen woll­te – Män­ner, die Frau­en hel­fen woll­ten, sind eine völ­lig neue, von kei­ner­lei #metoo-Gel­är­me assis­tier­te Opfer­grup­pe in ’schland –, auch er erlitt einen Schä­del­bruch durch das Ein­wir­ken einer „Grup­pe”. Die Lek­ti­on ist eben­falls ein­fach: Kom­me nicht zwi­schen die Grup­pe und ihre Beu­te. Dass der Sport­ler sich über den Vor­fall nicht äußern will, hängt, fürch­te ich, damit zusam­men, dass im deut­schen Fuß­ball die „Respect”-Fuchtel herrscht und brav gegen „rechts” vul­go die ein­zi­ge Par­tei, die noch an die alte Bun­des­re­pu­blik glaubt, gekämpft wer­den muss, damit Deutsch­land immer noch ein biss­chen bun­ter wird. 

Die all­zu exak­te Beschrei­bung der Kol­la­te­ral­schä­den lie­fe denn doch auf den all­seits geschätz­ten Vor­wurf oder wenigs­tens Ver­dacht der Aus­län­der­feind­lich­keit hin­aus, wie bei den immer­hin gewalt­tä­ti­gen Aus­ein­an­der­set­zun­gen zwi­schen einer noch nicht so lan­ge und einer schon län­ger hier leben­den Schar im säch­si­schen Wur­zen (so etwas pas­siert nur noch im Osten; im Wes­ten gibt es kei­ne bio­deut­schen „Grup­pen” mehr, die sich gegen das täg­li­che Angepöbelt‑, Ange­macht- und Zusam­men­ge­schla­gen­wer­den von Lands­leu­ten zur Wehr set­zen, sei’s nun an die kon­kre­te rich­ti­ge oder sum­ma­risch fal­sche Adres­se). Dass die ande­re Sei­te ras­sis­tisch oder eben inlän­der­feind­lich agie­re, die­sen Vor­wurf hört man bekannt­lich nie, denn der wäre, na was schon: ausländerfeindlich.

Der­glei­chen geschieht, wie gesagt, nicht nur täg­lich, der poten­ti­el­le Täter­kreis wird mit dem Segen der Bun­des­re­gie­rung auch täg­lich ver­grö­ßert. Die Gren­zen sind so unkon­trol­liert wie eh und je, und es wer­den nicht nur kaum abge­lehn­te Asyl­be­wer­ber abge­scho­ben, son­dern im Gegen­teil Aber­tau­sen­de neue auf Kos­ten des Steu­er­zah­lers mit Char­ter­ma­schi­nen ein­ge­flo­gen – ein welt­his­to­risch wahr­haft sin­gu­lä­rer Vor­gang (man stel­le sich vor, Rom hät­te die Van­da­len mit gemie­te­ten Sänf­ten an den Tiber tra­gen las­sen) und ein tota­ler Sieg gegen die Schlep­per, die den Bums­bom­bern nach nun­mehr Deutsch­land ohn­mäch­tig von unten mit den Fäus­ten dro­hen. Die Gro­ße Koali­ti­on in sta­tu nas­cen­di, in wel­cher sich der kra­chen­de Wahl­ver­lie­rer SPD auf ein­mal so for­dernd auf­führt wie ein fide­ler Ara­ber­clan, will jedes Jahr bis zu einer Vier­tel­mil­li­on neue Pro­blem­fäl­le impor­tie­ren, und der deut­sche Michel, der über Jahr­zehn­te von den Moral­po­sau­nis­ten mür­be getrö­tet wur­de, schaut ver­dat­tert zu, käut die End­siegs- und Wun­der­waf­fen­pa­ro­len wie­der und ballt da und dort schwei­gend die Faust in der Tasche. Deutsch­land schafft sich ab, und die meis­ten Deut­schen fin­den nichts dabei. Sie glau­ben allen Erns­tes an die Exis­tenz eines Kon­strukts namens „die neu­en Deut­schen”, wie es das Mun­kel­rü­ben­paar Münkler/Münkler mer­kel­fromm ver­hieß. Unmög­li­ches exis­tiert für die­ses Volk nicht. Sie haben 1917/18 „Wir schaf­fen das!” geru­fen, 1939/41 das­sel­be wie­der­holt, und nun geschieht es wie­der. Nach­dem man die Nibe­lun­gen zu Schuld­neu­ro­ti­kern gemacht hat, ent­fal­tet sich ihre Treue nun­mehr im Öffe­nen der Scha­tul­len und Hin­hal­ten der ande­ren Wan­ge. Was für ein Nar­ren­fest! Scha­de, dass es ein­mal enden muss.

Wech­seln wir auf die Per­spek­ti­ve der ande­ren Sei­te. Die Men­schen, die hier­her strö­men, besit­zen einen durch­schnitt­li­chen IQ deut­lich unter 100, aber sie sind klug genug, die Beu­te nicht aus­zu­schla­gen, die ihnen so gene­rös dar­ge­bo­ten wird, deut­sche Frau­en zuwei­len inclu­si­ve (in der Tat ver­fü­gen die Zuge­lau­fe­nen ja über eine ori­gi­nel­le Lösung für das #metoo-Pro­blem). Sie sind oft­mals weder Bür­ger­kriegs­flücht­lin­ge noch poli­tisch Ver­folg­te, son­dern von ihren Fami­li­en vor­aus­ge­schick­te kräf­ti­ge jun­ge Män­ner, die einen Brü­cken­kopf ins deut­sche Sozi­al­sys­tem errich­ten und dann die gesam­te Misch­po­ke (hähä) nach­ho­len sol­len. In ihren Köp­fen tra­gen vie­le von ihnen sitt­li­che und mora­li­sche Wert­vor­stel­lun­gen weni­ger aus Tau­send­und­ei­ner Nacht als viel­mehr aus tau­send Jah­ren tri­ba­lis­ti­scher Sta­gna­ti­on. Zugleich ereilt sie hier die kogni­ti­ve Dis­so­nanz von Men­schen, denen man ein­ge­re­det hat, dass sie dem ein­zi­gen Gott die­nen und den ein­zig wah­ren Glau­ben ver­tre­ten, also qua­si eine Her­ren­ras­se sind, und sich nun vor die kniff­li­ge Situa­ti­on gestellt sehen, dass die Unrei­nen und Min­der­wer­ti­gen alles besit­zen, was sie auch gern haben wol­len, und alles kön­nen, was sie auch gern kön­nen oder wenigs­tens als die­nen­de Kom­pe­ten­zen in Beschlag neh­men möch­ten: Die Häu­ser, die Autos, die Hän­dis, die Por­nos, die Huren – alles ist bes­ser als daheim, aber im Besitz von deka­den­ten Ungläu­bi­gen. Man muss nur die Hän­de aus­stre­cken und sich den Rest mit Gewalt neh­men; die­se ulkig schlaf­fen, merk­wür­dig hilfs- und kul­tu­rell unter­wer­fungs­be­rei­ten Ein­ge­bo­re­nen bie­ten es ja direkt an, nur eben nicht in aus­rei­chen­dem Maße. Und da sie sehen, dass mit Wider­stand nicht zu rech­nen ist, dass zuwei­len sogar schwe­re Gewalt­tä­ter von den Rich­tern nur ver­bal am Ohr gezupft wer­den und als freie Män­ner den Gerichts­saal ver­las­sen – eine Bewäh­rung kann nur Gott ver­hän­gen –, wäh­rend zugleich ihre Zahl stän­dig wächst und immer mehr bereits im Lan­de ansäs­si­ge, ehe­dem teil­ver­west­lich­te Glau­bens­brü­der auf ihre Sei­te wech­seln, wer­den sie mutig und begin­nen das zu tun, was eben des Erobe­rers edle und fun­da­men­ta­le Pflicht ist: sich Land zu neh­men und Räu­me zu erobern. 

Die okku­pier­ten Ter­ri­to­ri­en wer­den mar­kiert durch Sym­bo­le ihrer Kul­tur und ihres Glau­bens – Kopf­tuch, Schlei­er, Rau­sche­bart, Halal-Essen, Alko­hol­ver­bot, Moschee, Muez­zin­ruf, Frie­dens­rich­ter, Scha­ria-Poli­zei, Sala­fis­ten­pro­pa­gan­da­stän­de – und mit Gewalt ver­tei­digt bzw. aus­ge­dehnt. Die­se Gewalt ver­brei­ten „Grup­pen” oder veri­ta­ble Dschi­ha­dis­ten. Sie mar­kie­ren die neu­en Revie­re. Bereits die Jun­gen sind gehal­ten – und wer­den dabei vom deut­schen Straf­recht gepam­pert –, sich „Respekt” zu ver­schaf­fen, wie soeben in Cott­bus gesche­hen, wo drei „Jugend­li­che”, 14, 15 und 17 Jah­re alt, vor einem Ein­kaufs­zen­trum ein Ehe­paar (51 und 43) mit einem Mes­ser ange­grif­fen haben, denn die Kar­tof­feln hat­ten ihnen nicht den Vor­tritt gewährt und die Frau sich oben­drein gewei­gert, ihnen Respekt zu zol­len. In dem Deutsch­land, in dem wir gut und ger­ne leben, kann ein 14jähriger rechts­wid­rig impor­tier­ter Semi­pri­mat eine 43jährige Unrei­ne öffent­lich auf­for­dern, sich vor ihm zu nei­gen. Kann das nicht mal jemand bei Frau Haya­li, Frau Mios­ga oder Frau Slom­ka vor­ex­er­zie­ren?   

Wir bekom­men von unse­ren links­grün gefin­kel­ten und gemer­kel­ten Wohl­mei­nen­den und von deutsch­kun­di­gen Mus­lim-Funk­tio­nä­ren regel­mä­ßig zu hören, dass all die­se Gewalt­ta­ten Ein­zel­fäl­le und kei­nes­wegs Bestand­tei­le einer Struk­tur sei­en, wie auch die gele­gent­li­chen Mor­de, mit denen soge­nann­te Flücht­lin­ge ihre Bezie­hun­gen zu abspens­ti­gen deut­schen Mäd­chen been­den, blo­ße „Bezie­hungs­ta­ten” sei­en, die nichts mit der Reli­gi­on oder eth­nisch-kul­tu­rel­len Prä­gung der Täter und erst recht nichts mit einer inten­dier­ten Unter­wer­fung zu tun hät­ten. Wie auch die sel­te­nen Ter­ror­an­schlä­ge nicht – eher fällt man bekannt­lich daheim mit einem „Ver­dammt!” von einer Lei­ter, als dass einen ein „Alla­hu akbar!” ins Jen­seits eskor­tiert. Ver­ur­tei­len nicht die meis­ten Mus­li­me sowohl die Kopf­tre­te­rei als auch die Abste­che­rei – und den Ter­ror sowie­so? Sind nicht auch Mus­li­me Opfer sol­cher Taten? Eine Isla­mi­sie­rung fin­det ers­tens nicht statt, und wo doch, prä­fe­riert, zwei­tens, die Mehr­heit der Mus­li­me ein fried­li­ches Zusammenleben. 

Sehen wir davon ab, dass sämt­li­che Stu­di­en der letz­ten Deka­de unter deut­schen und euro­päi­schen Mus­li­men scha­ria-kon­for­me Mehr­hei­ten prä­sen­tier­ten, also eine Majo­ri­tät der Mus­li­me hier­zu­lan­de das reli­giö­se Recht in Befra­gun­gen über das welt­li­che stellt. Die meis­ten Mus­li­me wer­den per­sön­lich die Anwen­dung von Gewalt wahr­schein­lich ableh­nen, zumin­dest für sich selbst. Die meis­ten Mus­li­me leh­nen auch die Radi­ka­len ab. Aber das taten sie in Alge­ri­en oder ande­ren Län­dern Nord­afri­kas eben­falls, die sich in einem Tem­po reis­la­mi­siert haben, das man selbst dort­zu­lan­de nicht für mög­lich hielt. Eine gan­ze Frau­en­gene­ra­ti­on ist unter dem Schlei­er ver­schwun­den. Es geht näm­lich nicht um Mehr­hei­ten, das wird man doch gera­de Deut­schen nicht erzäh­len müs­sen, denn Mehr­hei­ten pfle­gen sich anzu­pas­sen. Eine radi­ka­le, jun­ge, gewalt­be­rei­te Min­der­heit reicht aus. Wenn in gewis­sen Gebie­ten Frau­en ohne Kopf­tuch beläs­tigt wer­den und als sol­che erkenn­ba­re Mus­li­mas nicht, wird die Zahl der Kopf­tuch­trä­ge­rin­nen in die­sen Gebie­ten zuneh­men. Wenn Homo­se­xu­el­le, Juden, über­haupt Ein­ge­bo­re­ne bzw. Nicht-Mus­li­me im öffent­li­chen Raum Angst vor Schlä­gern oder Mes­ser­ste­chern haben müs­sen, wer­den sie ent­we­der die­se Räu­me mei­den oder sich unkennt­lich machen. Eine laten­te, aber stän­dig dro­hen­de Hin­ter­grund­ge­walt erzwingt Anpas­sung. Das­sel­be geschieht, eben­falls unter Druck und Gewalt­an­dro­hung, in den bio­deutsch-mus­li­mi­schen Part­ner­schaf­ten, wie uns eben der Recht­lei­tungs­ka­nal Kika vor­ge­führt hat (wobei als pikan­te Note hin­zu­kommt, dass unser syri­scher Vorzeige-„Teenager”, dem sich die deut­sche min­der­jäh­ri­ge Freun­din unter­ord­nen muss, offen­bar mit einem radi­ka­len Isla­mis­ten sym­pa­thi­siert). Immer unter­wirft sich das Mäd­chen der Reli­gi­on des Kerls und geht in sei­nen Besitz über, wäh­rend ein deut­scher Bub es sich zehn­mal über­le­gen soll­te, ob er eine Mus­li­ma angräbt oder gar ang­rapscht, ohne kon­ver­tiert zu sein; die Brü­der sehen das meis­tens nicht gern. Der kurio­se Vor­gang, dass einem ein nicht beson­ders denk­be­gab­ter Gat­tungs­ge­nos­se die Über­le­gen­heit sei­nes Welt­bil­des ver­kli­ckert, ver­liert an Komik, wenn man anfängt, Zäh­ne auszuspucken. 

Der Islam kommt zwar nicht als eine para­mi­li­tä­ri­sche Struk­tur nach Euro­pa, aber eben auch nicht als belie­big aus­leg­ba­rer Glau­be zahl­rei­cher unzu­sam­men­hän­gen­der und will­kür­lich han­deln­der Ein­zel­ner. Es ist ein den­zen­tral orga­ni­sier­ter, aber letzt­lich ein­heit­lich agie­ren­der Groß­or­ga­nis­mus. Die meis­ten Mus­li­me fol­gen einem für sie unver­han­del­ba­ren Regel­werk, das im Koran und in den Hadi­then nie­der­ge­legt ist. Der west­li­che Heils­plan des Indi­vi­dua­lis­mus, des Kon­su­mis­mus und des Hedo­nis­mus, wel­chem zufol­ge alle fami­liä­ren, eth­ni­schen, natio­na­len und kul­tu­rel­len Bin­dun­gen „Kon­struk­te” sind und auf­ge­löst wer­den müs­sen, zer­schellt an der Klip­pe eines zwar uralten, unter­kom­ple­xen, schein­bar über­hol­ten, jedoch kol­lek­tiv mäch­ti­gen Regel­werks. Die Anpas­sung der über­le­ge­nen, jedoch pazi­fis­ti­schen, wohl­ha­ben­den, jedoch wehr­lo­sen Gast­ge­ber­kul­tur an die pri­mi­ti­ve­re, aber vita­le und droh­fä­hi­ge Kul­tur der Ein­wan­de­rer ist die logi­sche Fol­ge. Lose Ein­zel­ne, die kaum mehr fami­liä­re Loya­li­tä­en ken­nen, weil die Fami­li­en oft schlicht nicht vor­han­den sind, geschwei­ge irgend­wel­che Grup­pen­bin­dun­gen, ste­hen Brü­dern, Sip­pen, Clans, Ban­den und einer mis­sio­na­ri­schen, teil­wei­se aggres­si­ven Reli­gi­ons­ge­mein­schaft gegen­über. Deutsch­land ist sturm­reif, und die vom Volk gewähl­ten Kol­la­bo­ra­teu­re sor­gen dafür, dass jeder Wider­stand erstickt wird. 

Wenn Mus­li­me wie Bassam Tibi, Imad Karim, Nec­la Kelek oder Hamed Abdel-Samad eine isla­mi­sche Auf­klä­rung for­dern, also die Tren­nung von Reli­gi­on und Recht, wer­den sie nicht nur von ihren eige­nen Leu­ten atta­ckiert, son­dern in der gesam­ten deut­schen Öffent­lich­keit zuneh­mend als Stö­ren­frie­de behan­delt und iso­liert. Auch die Grün­de­rin der Ibn-Rushd-Goe­the-Moschee in Ber­lin-Moa­bit, Sey­ran Ates, steht unter Per­so­nen­schutz und fin­det wenig Unter­stüt­zung in den ton­an­ge­ben­den Milieus die­ser Repu­blik. Die haben längst ihre über­kom­me­nen BRD-Totems geschleift, die sie so lan­ge osten­ta­tiv umtanz­ten, wie sie Nut­zen dar­aus zie­hen konn­ten und kei­ne Gefahr droh­te: Frau­en­rech­te, Jugend­schutz, Homo­se­xu­el­len­gleich­stel­lung, Anti-Anti­se­mi­tis­mus, alles haben sie fal­len­ge­las­sen, und nun ver­rich­ten sie ihren Göt­zen­dienst am damp­fen­den Altar des Mul­ti­kul­tu­ra­lis­mus und der „Bunt­heit”, wo im Tagestakt Ein­hei­mi­sche geop­fert wer­den, dar­un­ter Frau­en, Schwu­le, Min­der­jäh­ri­ge, Juden… Die Idee, die Ein­wan­de­rer wür­den sich unse­rer Kul­tur, die sie als deka­dent ver­ach­ten, und unse­rem Rechts­sys­tem, das sie als schwäch­lich belä­cheln, froh­ge­mut assi­mi­lie­ren, ist roman­tisch, dumm und ver­lo­gen. Mit den Wor­ten eines Orks der mitt­le­ren Füh­rungs­ebe­ne bei der Bela­ge­rung von Minas Tirith: Die­ses Land stinkt vor Angst. Und mal unter uns düs­ter­deut­schen Bet­sch­wes­tern: Wozu sein Herz an ein Land bin­den, wel­ches ver­läss­lich Kohor­ten von End­siegs-Nar­ren und die dazu­ge­hö­ri­gen Legio­nen fei­ler Oppor­tu­nis­ten hervorbringt?

Wir wer­den mit Bil­li­gung der poli­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Eli­ten erobert – neben der Mas­sen­ein­wan­de­rung über die Gren­zen steht jene in den Kreiß­sä­len –, und der Steu­er­zah­ler ist gezwun­gen, sei­ne eth­nisch-kul­tu­rel­le Ver­dän­gung zu finan­zie­ren (die beson­ders begab­ten Natio­nal­ma­so­chis­ten tun dies sogar gern). Die Ver­drän­gung hat auf der Stra­ße begon­nen und inzwi­schen den Wohn­raum erreicht, sogar jenen der soge­nann­ten Mit­tel­schicht, über deren unbe­grün­de­te Abstiegs­ängs­te die Wahr­heits- und Qua­li­täts­pres­se peri­odisch die Nase zu rümp­fen pflegt. Zu die­sem Pro­zess muss sich jeder mit­tel­fris­tig irgend­wie ver­hal­ten. Man kann ins Exil gehen (die Ost­eu­ro­pä­er, Russ­land, viel­leicht Por­tu­gal, Öster­reich und die Schweiz kämen in Fra­ge), auf Gated Com­mu­nities (wo man auch die gebil­de­ten Mus­li­me trifft) und die Ent­wick­lung der Gesichts­er­ken­nungs- und Droh­nen­tech­no­lo­gie zur eige­nen Ver­tei­di­gung ver­trau­en, man kann den Koran aus­wen­dig ler­nen (das macht immer Ein­druck; ich emp­feh­le die Rück­ert-Über­set­zung, die ist am poe­tischs­ten), man kann vor zwei mus­li­mi­schen Zeu­gen das Glau­ben­be­kennt­nis spre­chen (ich neh­me an, die­se Ver­si­on wird unter Jour­na­lis­ten, Kir­chen­funk­tio­nä­ren und sog. Links­in­tel­lek­tu­el­len popu­lär, denn man darf dann gleich die­sel­ben Leu­te unter ande­rem Vor­zei­chen wei­ter­ver­fol­gen, oben­drein ohne weib­li­che Kon­kur­renz und Frau­en­qou­ten), sich den Iden­ti­tä­ren anschlie­ßen, sich bewaff­nen, Bür­ger­weh­ren bil­den, sich in länd­li­chen Gebie­ten sepa­rie­ren, Glo­cken läu­ten, beten, Kin­der­scha­ren zeu­gen, afri­ka­ni­sche Chris­ten um sich scha­ren, ver­zwei­felt die AfD wäh­len oder hoff­nungs­voll die Grü­nen. Ein alter chi­ne­si­scher Fluch lau­tet: „Mögest du in beweg­ten Zei­ten leben!” Die Bewoh­ner des Sozi­al­pa­ra­die­ses BRD tre­ten gera­de in die­ses Sta­di­um ein. Die plötz­lich über die­ses Land her­ein­bre­chen­de rohe Gewalt, der die meis­ten noch blö­de blin­zelnd und in der Hoff­nung hos­pi­tie­ren, der Kelch wer­de an ihnen vor­über­ge­hen und alles wer­de schon nicht so schlimm, ist nur der Vorbote. 

Habe ich Ihnen jetzt den Sonn­tag ver­dor­ben? Aber der Cel­list hat doch immer­hin überlebt…

                            ***

Leser *** sen­det „eine klei­ne, viel­leicht nicht gar nutz­lo­se anmer­kung zu Ihrem text: es stimmt schlicht nicht, dass der import von migran­ten in der his­to­rie noch nie vor­ge­kom­men ist. aus­ge­rech­net die gegen­über den van­da­len noch viel fata­le­ren goten wur­den 376 von der römi­schen küs­ten­wa­che über die donau mas­sen­haft aufs ter­ri­to­ri­um des impe­ri­ums geschip­pert, die goten hat­ten sel­ber kei­ne boo­te, die fluß­grenz­trup­pen schon…, aus grün­den der men­schen­rech­te und der demo­gra­phie, so wur­de damals schon von christ­li­chen bischö­fen in kon­stan­ti­no­pel argu­men­tiert, sei die för­de­rung der zuwan­de­rung eine huma­ne tat,
und wenn das als argu­ment eher hin­ter­her­ge­scho­ben wur­de, als die goten um 420 schon all­prä­sent in mili­tär und büro­kra­tie waren, dann geschah es 376 aus schlich­ter schlam­pe­rei oder aus grün­den der geld- und skla­ven­gier der begrü­ßungs­ad­mi­nis­tra­ti­on im dama­li­gen dünn besie­del­ten thrakien…egal…
der admi­nis­tra­tiv vor­ge­schrie­be­ne vor­gang der regis­trie­rung und ent­waff­nung der neu hin­zu­ge­kom­me­nen schei­ter­te übri­gens sogleich an der schie­ren mas­se der migran­ten, die römi­schen beam­ten mit ihren tisch­chen such­ten das wei­te, und es scheint, dass danach die goten sel­ber ihren fami­li­en­nach­zug alla gran­de auf geka­per­ten römi­schen boo­ten zuen­de führ­ten…
zwei jah­re spä­ter hat­ten sie, naiv emp­fan­gen und dann schänd­lich sich selbst und dem hun­ger über­las­sen, das ers­te kai­ser­li­che heer samt kai­ser ver­nich­tet, alles gesche­hen im heu­ti­gen bul­ga­ri­en an der tref­fend soge­nann­ten bal­kan­rou­te…, der ort der schlacht wird als adria­no­pel (heu­te eine isla­misch gepräg­te stadt edir­ne mit herr­li­cher moschee) in den geschichts­bü­chern ver­zeich­net…
409 war dann ja die haupt­stadt rom dran, erobert und noch recht zurück­hal­tend geplün­dert von den nach­fah­ren und vete­ra­nen der von rom orga­ni­sier­ten mas­sen­mi­gra­ti­on von 376 an der donau… noch­mal zwei genera­tio­nen spä­ter war es dann vor­bei mit dem impe­ri­um im wes­ten, das der kai­ser im osten den bar­ba­ren aus dem nor­den über­las­sen hat­te…
man soll­te die lek­tio­nen, wel­che die geschich­te leh­ren könn­te, nicht über­se­hen…
ob alles immer gleich pas­siert, ist ja eine offe­ne fra­ge, aber man darf ruhig spe­ku­lie­ren, mit dem aria­nis­mus hat­ten die goten wie die van­da­len und sue­ben sogar ihre eige­ne kon­fes­si­on, die ihnen bei der dis­tink­ti­on half…
immer­hin kam es damals ent­lang der zugangs­rou­te der goten, hun­nen und awa­ren ins ita­li­sche kern­land zur grün­dung von vene­dig, von ver­zwei­fel­ten län­gerd­ort­le­ben­den in den sümp­fen auf pfahl­häu­ser gerammt und so vor den was­ser­scheu­en bar­ba­ren geschützt.
ob es auch heu­te in ent­le­ge­nen wäl­dern oder lagu­nen zu einer sol­chen kul­tur­tat kom­men kann? ein paar inge­nieu­re mit rudi­men­tä­ren kennt­nis­sen eines hie­si­gen fach­hoch­schuld­stu­di­ums müss­ten immer­hin überleben…

ich hof­fe, Sie ver­zei­hen mir mei­ne klei­ne anmer­kung, sie ist nicht bes­ser­wis­se­risch gemeint, aber seit ich den groß­ar­ti­gen, natur­ge­mäß nicht ins deut­sche über­setz­ten his­to­ri­ker ales­san­dro bar­be­ro mit gleich zwei büchern über die donau­zu­wan­de­rung des spä­ten 4. jahr­hun­derts rezi­piert habe, ist es mir ein anlie­gen, die­ses wis­sen deut­schen freun­den und bekann­ten nicht vorzuenthalten…”

                                ***

Aus einem Urteil des OLG Koblenz, 1. Senat für Fami­li­en­sa­chen:
„Zwar hat sich der Betrof­fe­ne durch sei­ne uner­laub­te Ein­rei­se in die Bun­des­re­pu­blik nach §§ 95 Abs. 1 Nr. 3, 14 Abs. 1 Nr. 1, 2 Auf­en­thG straf­bar gemacht. Denn er kann sich weder auf § 15 Abs. 4 Satz 2 Auf­en­thG noch auf § 95 Abs. 5 Auf­en­thG i.V.m. Art. 31 Abs. 1 GFK beru­fen. Die rechts­staat­li­che Ord­nung in der Bun­des­re­pu­blik ist in die­sem Bereich jedoch seit rund ein­ein­halb Jah­ren außer Kraft gesetzt und die ille­ga­le Ein­rei­se ins Bun­des­ge­biet wird momen­tan de fac­to nicht mehr straf­recht­lich ver­folgt.„
Das gan­ze erstaun­li­che Doku­ment sozu­sa­gen rich­ter­lich beglau­big­ten Lan­des­ver­rats hier.

                               ***

Schreck­lich ging es den Pro­mif­rau­en unmit­tel­bar vor #metoo, etwa so wie hier.

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R.I.P.

Die­ser Ein­trag wird den einen oder ande­ren Leser wahr­schein­lich über­ra­schen oder sogar befrem­den, aber für mich ist es…