1. März 2018

Zu ver­mel­den ist ein­mal mehr eine jener klei­nen, mie­sen, von Stut­zern und Gesin­nungs­kor­rek­ten ver­an­stal­te­ten Nie­der­träch­tig­kei­ten, die einen wie mich in sei­nen Vor­ur­tei­len schmo­ren las­sen wie ein gutes Osso­bu­co in Neb­bio­lo, Kalbs­fond und Kas­ta­ni­en. Ama­zon hat wie­der ein Buch aus sei­nem Sor­ti­ment ver­schwin­den las­sen, klamm­heim­lich, kom­men­tar­los, ohne jede Erklä­rung, dies­mal nicht nur in den second hand-Bereich upge­gra­ted, wie es bei „Finis Ger­ma­nia” der Fall war, son­dern voll­stän­dig gelöscht, ein „rech­tes” Buch selbst­re­dend, gewis­ser­ma­ßen als das Ac­­com­­pa­­g­­na­­to-Rezi­ta­tiv des Zen­sors vor dem gro­ßen Ensem­ble der für die Leip­zi­ger Buch­mes­se ange­kün­dig­ten anti­rech­ten Kra­wal­le. Es geht um das von Mar­tin Licht­mesz und Micha­el Ley her­aus­ge­ge­be­ne Opus „Natio­nal­ma­so­chis­mus” (ali­as „Fif­ty Shades of Green”), wel­ches in der deut­schen Depen­dance des Welt­kon­zerns offen­bar als jugend­ge­fähr­dend bzw. nicht hilf­reich ein­ge­stuft und indi­ziert wur­de und der­zeit fast nur noch hier zu bezie­hen ist. (Was mei­nen beschei­de­nen Anteil an die­sem ver­stö­ren­den Werk betrifft, muss ich zumin­dest die hier regel­mä­ßig vor­bei­schau­en­den Leser dar­auf hin­wei­sen, dass es sich dabei um eine klei­ne Aus­wahl aus den Acta diur­na handelt.)

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4,2 Mil­li­ar­den Euro haben Migran­ten aus Deutsch­land anno 2016 in ihre Hei­mat­län­der über­wie­sen, mel­de­te die Welt Ende August 2017. Das mit Abstand meis­te Geld fließt nach wie vor in die Tür­kei, aber auch die Geld­trans­fers in das Bür­ger­kriegs­land Syri­en stie­gen von 18 auf 67 Mil­lio­nen Euro. 

Die Ver­mu­tung liegt auf der Hand, dass eini­gen der zu uns Her­ein­ge­schnei­ten die­ses in die Hei­mat trans­fe­rier­te Geld jetzt fehlt und bei­spiels­wei­se an den Lebens­mit­tel­ta­feln für Rent­ner und Obdach­lo­se wie­der her­ein­ge­holt wer­den soll. Bei die­ser Gele­gen­heit wird eben der eine oder ande­re Ein­ge­bo­re­ne von den etwas vita­le­re­ren Zuge­lau­fe­nen bei­sei­te gedrän­gelt. Der eben­falls recht vita­le Ser­ge Men­ga hat dafür die pas­sen­den Wor­te gefun­den und als einer von weni­gen auf den Zusam­men­hang zwi­schen Vor­drän­ge­lei und Hei­mat­trans­fers hin­ge­wie­sen (im Video bei 3,55). Dass mit der Über­ge­schnapp­ten im Kanz­ler­amt aus­ge­rech­net die Haupt­ver­ant­wort­li­che für die­se Zustän­de nun die Esse­ner Tafel zu rügen wagt, weil man dort ver­sucht, die Almo­sen auch den­je­ni­gen zuzu­füh­ren, für die sie eigent­lich gespen­det wer­den, wer­tet Alex­an­der Wendt, dem ich ungern wider­spre­che, als das womög­lich „ent­schei­den­de Wort zu viel”, nach wel­chem Mer­kel „zehn­tau­sen­den jener wohl­mei­nen­den bür­ger­li­chen Wäh­ler nicht mehr zumut­bar” sei, „die ihr im Herbst 2017 noch eine letz­te Chan­ce geben wollten”.

Es gab übri­gens ver­gleich­ba­re Kon­flik­te wie in Essen zuvor in Wit­tin­gen, Nid­da, Ilmen­au, Worms, Bochum, Cri­vitz und und und. Vie­le Migran­ten, hört man von Hel­fern, ver­hal­ten sich dabei wie die Schwei­ne (sic!), hams­tern zuerst und wer­fen das Essen dann weg usw. Angeb­lich ach­ten die­se Gold­jungs stets so arg­wöh­nisch wie miss­trau­isch dar­auf, ob die mil­den Gaben even­tu­ell mit Schei­nefleisch oder ‑fett hara­mi­siert wor­den sind. Im Grun­de steht den Tafeln damit ein famo­ser Abwehr­zau­ber zu Gebo­te. Viel­leicht fin­den sich ja emp­find­sa­me loka­le Metz­ger, die Schwei­ne­fleisch, Schwei­ne­köp­fe oder wenigs­tens Schwei­ne­blut spen­den, um all­zu wäh­le­ri­sche Gäs­te abzu­schre­cken. Und wo die selek­tiv Hung­ri­gen beson­ders stark drän­geln, emp­fiehlt sich viel­leicht der Ein­satz von „Wach­schwei­nen” (Bernd Zel­ler). Hélas!

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Der Lenz will kom­men, der Win­ter ist aus. Zumin­dest der Febru­ar. Die Mil­li­on bei den dies­jäh­ri­gen Sei­ten­ab­ru­fen war bereits Mit­te Febru­ar über­schrit­ten. Wie immer macht am Monats­en­de der Klin­gel­beu­tel die Run­de; wenn Ihnen die Pre­digt gefal­len hat, unter­stüt­zen Sie die Pfar­rei hier.

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Es fehlt die Monats­end­fi­gur. Wie wäre es mit ihr? 

Wer sie von vorn sehen will, kli­cke hier.

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