8. Juni 2018

Haben Sie gese­hen? Unse­re Clau­di Roth, Vize­prä­si­den­tin des Bun­des­tags und als sol­che bis­wei­len Sit­zungs­lei­te­rin, bekommt den Modus­wech­sel zwi­schen rich­ti­gen und fal­schen toten Juden spon­tan nicht hin; tote Juden waren ja bis­lang eigent­lich immer ein grü­ner Trumpf gegen „rechts”, wie gleich­gül­tig sie einem auch sonst sein moch­ten, und nun woll­ten die­se rech­ten Feu­er­teu­fel & Schwe­fel­bu­ben aus­ge­rech­net an einem Tag, an dem sie, die Clau­di bzw. Bun­ti Roth, prä­si­diert, eine Schwei­ge­mi­nu­te für den Ein­zel­fall jener Susan­na F. ein­le­gen, die bei einem inter­kul­tu­rel­len Miss­ver­ständ­nis unglück­lich zu Tode kam. Die Rech­ten woll­ten eine tote Jüdin ins-tru-men-ta-li-sie­ren! Nicht mit Clau­di! Auch nicht im Par­la­ment eines mie­sen Stücks Schei­ße! Wie sehr mag die Vizeb­un­te in die­sen ban­gen Sekun­den gelit­ten haben, und wie wenig ließ sie sich den inne­ren Gam­mel­fleisch­ge­schmack anmer­ken! Das hal­be Par­la­ment kam ihr soli­da­risch zu Hil­fe. Am Beneh­men der Abge­ord­ne­ten zur Lin­ken des Hetz­schwei­gers lässt sich stu­die­ren, dass die­sen Tem­pel­dir­nen und Palast­eu­nu­chen wahr­lich jede Geschmack­lo­sig­keit und jede Nie­der­tracht bil­lig genug ist, um dem neu­en poli­ti­schen Mit­be­wer­ber zu wider­ste­hen bzw. ihm Wäh­ler zuzutreiben.

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Ich habe kei­nen Zwei­fel, dass das Gen­der­stern­chen in den Duden und dann in sämt­li­che Behör­den, Uni­ver­si­tä­ten, Schu­len und gewa­sche­nen Gehir­ne ein­zieht. In einem Land, des­sen Bevöl­ke­rung sich dar­an gewöh­nen konn­te, bei jeder Gele­gen­heit den rech­ten Arm hoch­zu­rei­ßen und „Adolf ist grö­ßer!” zu rufen, wer­den sich die Leu­te auch dar­an gewöh­nen, dass bald jede Schrift­sei­te so aus­sieht, als sei ein diar­r­hö­ti­scher Wel­len­sit­tich über sie hinweggeflogen.

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Frei­lich: Ist in „geschlech­ter­ge­rech­ter Spra­che” jemals ein lite­ra­risch ele­gan­ter Satz oder ein anspruchs­vol­ler Gedan­ke for­mu­liert worden?

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„Die EU ist ein so wun­der­ba­rer Kon­ti­nent, weil du woan­ders nicht als gelern­ter Taxi­fah­rer durch die Schmä­hung Deutsch­lands wohl­ha­bend und fett wer­den kannst, und in Afri­ka schon gar nicht.„
J. Fischer (unau­to­ri­sier­tes Zitat)

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Vor einem Jahr war der Name Fran­co Z. in aller Mun­de und beherrsch­te sämt­li­che Schlag­zei­len. Der aus­ge­bil­de­te Syrer hat­te unter dem Ali­as­na­men Har­vey Wein­stein als angeb­lich von Eryn­ni­en Ver­folg­ter auf Sylt Asyl bean­tragt, war aber von einer miss­traui­schen mau­re­ta­ni­schen Hilfs­dol­met­sche­rin der Flun­ke­rei über­führt wor­den; sein zwei­ter Ver­such, als ver­folg­ter india­ni­scher Video­spiel-Exper­te unter dem Namen Sascha Lobo in Bre­men Asyl zu erhal­ten, war erfolg­reich. Was nie­mand wuss­te: Fran­co Z. war damals bereits Ange­hö­ri­ger der Bun­des­wehr im Ran­ge eines Haupt­sturm­füh­rers und plan­te Anschlä­ge auf Mit­glie­der der Par­tei- und Staats­füh­rung und der Gesell­schaft. Zu die­sem Zwe­cke hat­te er auf einer Wald­lich­tung bei Com­piè­g­ne in einem aus­ran­gier­ten Spei­se­wa­gen Kom­pli­zen getrof­fen, die ihm einen Yata­gan aus dem per­sön­li­chen Besitz Sül­ei­m­ans des Präch­ti­gen über­ga­ben, mit dem Fran­co Z. spä­ter den Feder­kiel anspitz­te, der ihm zum Nie­der­schrei­ben sei­ner Todes­lis­ten dien­te. Auf die­sen Lis­ten stan­den Clau­dia Roth, Mer­kel II. (A. K.-K.), sämt­li­che Grü­nen-Abge­ord­ne­ten mit mehr als drei Kin­dern, Vol­ker Beck, Jan Böh­mer­mann, Ursu­la von der Ley­en, Jogi Löw, Kat­ja Kip­ping, außer­dem der Vor­kos­ter der Kanz­le­rin, sowie, soll­te es sich her­aus­stel­len, dass sie eine Frau sei, Sybil­le Berg; Letz­te­re woll­te Z. „im Land­wehr­ka­nal zusam­men­ge­bun­den mit Heri­bert (Nach­na­me unle­ser­lich) repu­bli­ka­nisch tau­fen”. Außer­dem plan­te Z. Bom­ben­at­ten­ta­te auf Meck­len­burg-Vor­pom­mern, das Mit­tel­meer und den Flug­ha­fen Schö­ne­feld. Die­se Plä­ne konn­ten durch Aus­sa­gen von Bea­te Zschäpe, die ein V‑Mann in der Gerichts­kan­ti­ne heim­lich mit­schnitt, ver­ei­telt wer­den. Heu­te wird Fran­co Z. end­lich dem Volks­ge­richts­hof überstellt.

Sie dür­fen Fran­co Z. nicht mit sei­nem Vor­na­mens­vet­ter A. ver­wech­seln. Das Ober­lan­des­ge­richt Frank­furt hat das Ver­fah­ren gegen den bei­na­he rechts­ex­tre­men Bun­des­wehr­sol­da­ten soeben an das Lan­des­ge­richt Darm­stadt zurück­ver­wie­sen, weil es kei­nen hin­rei­chen­den Ver­dacht gegen Fran­co A. gibt, dass er einen Anschlag vor­be­rei­tet habe.

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Tisch­ge­spräch in satu­rier­ter Gesell­schaft. Der Fall Susan­na F. kommt zur Spra­che. Man ist sich schnell einig, dass sol­che Vor­komm­nis­se nicht ver­all­ge­mei­nert wer­den dürf­ten. Der­glei­chen kom­me doch nur sel­ten vor. Das Mäd­chen hät­te bes­ser auf­pas­sen sol­len. Sie schei­ne eine Her­um­trei­be­rin gewe­sen zu sein. Nein, um die eige­nen Töch­ter müs­se man wegen der Flücht­lin­ge kei­ne Angst haben. Oder wie ich die Sache sähe. „Mich berührt das nicht”, ver­si­che­re ich. „Ich lebe in einer guten und siche­ren Münch­ner Gegend. Die Poli­zei ist gleich um die Ecke. Mei­ner Fami­lie kann nichts pas­sie­ren. Wenn anders­wo ein Mäd­chen umge­bracht wird, ist mir das gleich­gül­tig. Was soll ich mich dar­um sche­ren, es betrifft mich doch nicht.”

Na das sei doch etwas zynisch, erklärt eine Dame und tut sacht pikiert. Ob ich tat­säch­lich so dächte?

„Nicht ich”, erwi­de­re ich, „Sie.”

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