13. Juli 2018

„Sei­nem Mund ent­flie­hen die edels­ten Wor­te. Wun­dert euch das?„
Sta­nis­law Jer­zy Lec

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„Bit­te mehr Monats­end­fi­gu­ren!”, notier­te Leser *** auf den Über­wei­sungs­auf­trag, bevor er tief in die Hono­rar­scha­tul­le griff. Sein Begehr wird unter­stützt durch den „Diver­si­ty-Chef” der FIFA, der sich laut BBC dafür ins Zeug legt, dass west­li­che TV-Anstal­ten – die ara­bi­schen tun es ja von allein – auf­hö­ren, attrak­ti­ve Zuschaue­rin­nen groß ins Bild zu set­zen („Broad­cas­ters have been orde­red to stop their came­ras zoo­m­ing in on ‚hot women’ in the crowd at foot­ball matches”).

Feder­i­co Addie­chi heißt der Mann, an he said, „football’s world gover­ning body nee­ded to help tack­le sexism at the World Cup”. Da wir bis zu ver­bind­li­chen Ver­hül­lungs­vor­schrif­ten auf den Rän­gen noch ein klei­nes Stück Weg vor uns haben, man den Mädels einst­wei­len noch nicht vor­schrei­ben kann, was sie im Sta­di­on anzie­hen, und sogar die ira­ni­schen Wei­ber die west­li­che Deka­denz pro­vo­kant aus­ge­nutzt haben, beginnt die FIFA mit der Zen­sur der Bil­der. „Auf die Fra­ge, ob das Durch­grei­fen gegen die Prä­sen­ta­ti­on weib­li­cher Fans offi­zi­el­le Fifa-Poli­tik wer­den wür­de, sag­te Addie­chi: ‚Dies ist eine der Akti­vi­tä­ten, die wir in Zukunft defi­ni­tiv haben wer­den – es ist eine nor­ma­le Entwicklung.”

Als Chro­nist sehe ich mich gleich­wohl ver­pflich­tet, die­se Gal­le­ry of Shame unbe­wuss­ter Opfer des Sexis­mus – wahr­schein­lich Stock­holm-Syn­drom: Iden­ti­fi­ka­ti­on mit den Wün­schen des Aggres­sors – schre­ckens­ge­wei­te­ten Auges zu veröffentlichen:

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                                     ***

Alex­an­der Wendt hat auf sei­ner Web­sei­te aus­führ­lich dar­ge­legt, war­um thai­län­di­sche Jugend­li­che, die aus einer über­flu­te­ten Höh­le geret­tet wer­den, im fer­nen Wes­ten mehr Empa­thie aus­lö­sen als aus dem Mit­tel­meer gefisch­te afri­ka­ni­sche Migran­ten, ver­knüpft mit den ein­schrän­ken­den Wor­ten: „Hät­te nur einer der geret­te­ten jun­gen Fuß­bal­ler als ers­tes nach Ver­las­sen der Höh­le auf sei­nen Hel­fer ein­ge­schla­gen und ver­sucht, ihm sein Han­dy zu ent­win­den – die Sym­pa­thie­wel­le mit den zwölf Jun­gen wäre zusam­men­ge­bro­chen, nicht nur in ihrem Hei­mat­land, son­dern weltweit.”

Die hie­si­ge Lücken­pres­se kann nicht jedes Feu­er ver­schwei­gen, geschwei­ge denn aus­tre­ten, aber bei die­sem, das Wendts Gleich­nis ide­al­ty­pisch illus­triert, ja illu­mi­niert, haben sie anschei­nend auf­ge­passt, jeden­falls fand ich eben online nichts dazu. In Ita­li­en frei­lich und in den sozia­len Medi­en wird der Fall, wie man sagt, heiß dis­ku­tiert: Ein Ver­sor­gungs­schiff hat 66 Men­schen aus See­not geret­tet – wie an dem Foto zu erken­nen, han­delt es sich um typi­sche Flücht­lin­ge: jung, männ­lich, schwarz, vital, die Schwächs­ten der Schwa­chen, zumin­dest unter den Frei­beu­tern –, wor­auf­hin die­se der Besat­zung aller­lei Schlim­mes androh­ten, wenn man sie nicht stracks nach Ita­li­en brin­ge; die Crew muss­te sich ver­bar­ri­ka­die­ren und Hil­fe rufen. 

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Erin­nern Sie sich noch an das Auf­jau­len bei Poli­tik und Wahr­heits­me­di­en, als Donald Trump get­wit­tert hat­te, die Kri­mi­na­li­tät in Deutsch­land sei durch soge­nann­te Flücht­lin­ge rasant gestie­gen? Wie man die offi­zi­el­le Kri­mi­nal­sta­tis­tik auf­ge­hübscht (i.e. gefälscht) hat, um wenigs­tens bei den Gesamt­zah­len eine lücken­pres­se­taug­li­che Ver­rin­ge­rung mel­den zu kön­nen – Mani­pu­lie­rung der Dieb­stahl­s­zah­len, Zusam­men­zie­hen von ähn­li­chen Fäl­len zu einer Tat, Igno­rie­ren der unbe­ar­bei­te­ten Fäl­le etc. – habe ich hier schon behan­delt. Jeder genaue Leser der PKS konn­te den Anstieg der Gewalt­kri­mi­na­li­tät leicht ver­fol­gen. Nun pfei­fen sogar die rbb-Nach­rich­ten die jedem Nicht­ver­na­gel­ten geläu­fi­ge Tat­sa­che von den Ber­li­ner Dächern und ver­mel­den eine „deut­li­che Zunah­me von Gewalt­ta­ten durch Zuwan­de­rer” in der Haupt­stadt. Die Zahl der Roh­heits­de­lik­te stieg von 2015 auf 2016 um 83,5 Pro­zent, die Zahl der Kör­per­ver­let­zun­gen um 94,7 Pro­zent, die Straf­ta­ten gegen die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung haben sich ver­dop­pelt. Natür­lich wird gleich danach abge­wie­gelt mit der han­dels­üb­li­chen Erklä­rung, es sei­en eben jun­ge Män­ner – also kei­ne Schutz­su­chen­den –, und die wür­den immer und über­all und unter allen Umstän­den (Viet­na­me­sen in Pots­dam, Deut­sche im Aus­land, Schwei­ne im Welt­all) häu­fi­ger kri­mi­nell. Was die ein­zig inter­es­san­te Fra­ge auf­wirft: Wie­so lässt man sie dann herein?

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Das fra­gen sich auch immer mehr Schwe­den. Und man­che fra­gen es sich nicht mehr.

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In der Zeit dis­ku­tiert die Leser­schaft einen Arti­kel zum plötz­li­chen Anstieg der Gebur­ten im bes­ten Deutsch­land ever. Wer einen Blick in den kol­lek­ti­ven See­len­kol­ler der wahr­schein­lich meist kin­der­lo­sen lin­ken Leser tun mag, wird dort fün­dig. Der eine fin­det jedes Kind, das in Deutsch­land gebo­ren wird, spe­zi­ell wenn es zur Mul­ti­eth­ni­sie­rung bei­trägt, total toll, der ande­re will über­haupt kei­ne Kin­der wegen des gefähr­de­ten Welt­kli­mas, aber man ist sich immer­hin weit­ge­hend einig, dass der Anteil der deutsch­stäm­mi­gen Spröss­lin­ge völ­lig egal sei, und ein ganz beson­ders welt­kun­di­ger Augur weiß, dass das Gebär­ver­hal­ten der Neu­bür­ger sich so schnell jenem der schon län­ger hier mäh­lich Aus­ster­ben­den anglei­chen wird, dass sowohl das Kli­ma als auch die bereits auf das Wahl­recht für geis­tig Behin­der­te insi­tie­ren­de SPD wie­der Hoff­nung schöp­fen kön­nen. Angeb­lich hat nur jedes vier­te Neu­ge­bo­re­ne in ’schland den Schoß einer Nicht­deut­schen durch­bro­chen – mei­ne Gesprä­che mit Medi­zi­nern erge­ben ein ande­res Bild, aber die arbei­ten alle in Bal­lungs­zen­tren –, und natur­ge­mäß geht der Löwin­nen­a­teil auf sog. Flücht­lin­ge zurück. 

Um nicht miss­ver­stan­den zu wer­den: Ich bin mit einer Aus­län­de­rin ver­hei­ra­tet, ver­keh­re pri­vat über­wie­gend mit Nicht­deut­schen und habe über­haupt kein Pro­blem damit, dass Ein­wan­de­rer hier Kin­der bekom­men, wenn sie in Deutsch­land Wur­zeln schla­gen und die­ses Land als Hei­mat anneh­men wol­len, zumal vie­le mei­ner Lands­leu­te, spe­zi­ell sol­che, die mit die­sem Ter­mi­nus ein Pro­blem haben, aber auch vom ande­ren poli­ti­schen Ufer, mir in ihrer Pedan­te­rie, ihrem Fun­da­men­ta­lis­mus, ihrer Unma­nier­lich­keit und Ver­klemmt­heit zum Lachen bis sogar zutiefst zuwi­der sind. Es soll­ten nur zwei Bedin­gun­gen vor­lie­gen: Ich will für die­se Kin­der nicht zur Kas­se gebe­ten wer­den, mit kei­nem Cent, und ich will nicht, dass sie Milieus ver­stär­ken, die mein Land und mei­ne Kul­tur ableh­nen oder gar bekämp­fen. Ich habe die Zeit-Kom­men­ta­re nur ange­le­sen, aber so weit ich kam, hat kein ein­zi­ger die­se bei­den Kri­te­ri­en zur Spra­che gebracht. Wahr­schein­lich, weil auch die­se Debat­te über­wie­gend unter staat­lich Ali­men­tier­ten stattfand?

 
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Die Lin­ke ist nicht der Wider­part des Kapi­ta­lis­mus, son­dern sein Parasit.

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„Die Veden, das ältes­te spi­ri­tu­el­le Sys­tem der Mensch­heit, kennt in allem drei Stu­fen”, schreibt Lese­rin ***. „Die Stu­fe der Fins­ter­nis (Tamas), die Stu­fe der Lei­den­schaft (Rajas) und die Stu­fe der Erleuch­tung und Wahr­heit (Sat­ya) (Sans­krit kennt die­se Stu­fen sogar in der Gram­ma­tik).
Nach die­ser Leh­re ist – ganz im Gegen­satz zum Chris­ten­tum – Geben nicht immer eine Tugend, son­dern die Tugend des Gebens ergibt sich aus dem Kon­text. Ver­kürzt heißt dies: Wer dem Fal­schen zum fal­schen Zeit­punkt das Fal­sche aus fal­schen Moti­ven gibt, zieht Unglück und Fins­ter­nis auf sich. Die­se Art des Gebens  wird als dämo­nisch bezeich­net und führt zu Ver­wir­rung und Leid.

Kur­zer Schwenk in den Wes­ten:
Seit­dem den Drei­ßi­gern des vori­gen Jahr­hun­derts, seit­dem es die Anony­men Alko­ho­li­ker gibt, hat man das merk­wür­di­ge Phä­no­men der Enab­ler beob­ach­tet. Ohne die­ses Sys­tem von Enab­lern, den Steig­bü­gel­hal­tern kran­ker Ver­hal­tens­wei­sen, könn­te der Sucht­kran­ke sei­ne Manie nicht prak­ti­zie­ren.  Mit­leid ist ein schlech­ter Rat­ge­ber, wenn er nicht beglei­tet wird von der Ein­sicht, dass die Bes­se­rung einer Situa­ti­on immer die Wei­ter­ent­wick­lung der Unter­stüt­zungs­emp­fän­ger erfor­dert. Alles ande­re sind pal­lia­ti­ve Maß­nah­men und nur in einem sol­chen Kon­text angebracht. 

Und hier sind wir bei der Crux der so genann­ten huma­ni­tä­ren Ansät­ze, und über­haupt des dem Chris­ten­tum ent­lehn­ten miss­ver­stan­de­nen Begriffs der Hil­fe und Nächs­ten­lie­be. Er ent­mün­digt die Hilfs­emp­fän­ger und schnei­det so den Weg ab zu einer Eigen­ent­wick­lung, die den Bedürf­ti­gen in die Lage ver­setzt, der Hil­fe bald­mög­lichst zu ent­beh­ren.  Man schä­digt Men­schen, wenn man sie mas­sen­haft ermu­tigt und auf­for­dert, sich vor exis­ten­zi­el­ler Eigen­ver­ant­wor­tung (auch der natio­na­len) zu drü­cken, und dabei so neben­her noch ca. ein Dut­zend Rechts­brü­che zu bege­hen und Lügen vor­zu­brin­gen, als wäre das alles nichts, nur um abge­kürzt ein Resul­tat zu erschlei­chen, das man sich aus eige­ner Anstren­gung hät­te erar­bei­ten müss­te. Man demo­ra­li­siert eine Gesell­schaft, wenn mil­lio­nen­fa­che Rechts­beu­gung zur Norm wird. Und man schä­digt sich selbst. Nicht zuletzt ver­schlech­tert man, was eine Unge­heu­er­lich­keit dar­stellt,  die exis­ten­zi­el­le und wirt­schaft­li­che Lage der Nach­ge­bo­re­nen und gibt sie lebens­lan­ger Schuld­knecht­schaft preis. Man schä­digt den Zusam­men­halt und den Lebens­mut der Zeit­ge­nos­sen, die gegen ihren Wil­len zum Mit­ma­chen bei die­ser aber­wit­zi­gen Schief­la­ge gezwun­gen wer­den. Und man ver­schleu­dert ein Erbe,  für das die, die frü­her hier gelebt haben,  Intel­li­genz, Mut und Leben ein­ge­setzt haben. 

Dass dies zu Unglück führt, liegt auf der Hand. Mas­sen­haf­te Ver­ro­hung, Kri­mi­na­li­tät, Aggres­si­vi­tät und pure Gewalt sind nur Vor­bo­ten des­sen, was kom­men wird, wenn die­sen – wie nann­te man es ? – Ver­wer­fun­gen nicht Ein­halt gebo­ten wird. Die Pup­pen­spie­ler der Macht haben im Übri­gen kei­ne huma­ni­tä­ren Ambi­tio­nen, sie beu­ten die­se nur für ihre Zwe­cke aus. Dabei wis­sen sie, was sie anrich­ten, aber das Leid der Völ­ker ist ihnen völ­lig egal. Darf man in die­sem Zusam­men­hang den unglück­se­li­gen Namen ‚Mer­kel’ nennen?”

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„Sehr geehr­ter Herr Klo­n­ovs­ky, der Lese­rin, die sich zu den Veden äußert, muß sowohl der Indo­lo­ge als auch der Lin­gu­ist widersprechen.

Die indi­sche Tra­di­ti­on kennt zwar drei Eigens­schaf­ten (gunas), doch stammt die­ses Kon­zept aus der Samkhya-Phi­lo­so­phie. Die­se drei gunas (tri­gu­nas) hei­ßen nicht tamas, rajas und ’sat­ya’, son­dern tamas (Fins­ter­nis, Ver­blen­dung, Unwis­sen­heit), rajas (Lei­den­schaft) und satt­va (das Gute). Der Ter­mi­nus sat­ya (Wahr­haf­tig­keit) gehört zu den yamas, den fünf äuße­ren Dis­zi­pli­nen des Yoga, die bei Patan­ja­li zu fin­den sind: ahim­sa (Gewalt­lo­sig­keit), sat­ya (Wahr­haf­tig­keit), asteya (Nicht-Steh­len), brah­ma­ca­rya (rei­ner Lebens­wan­del) und apa­rig­raha (Nicht-Besitz­ergrei­fen).

Sans­krit soll die­se ‚Stu­fen’ (Fins­ter­nis, Lei­den­schaft, Erleuch­tung und Wahr­heit) sogar in der Gram­ma­tik ken­nen? Da lacht der Lin­gu­ist. Und erst recht der Sans­kri­tist. Las­sen Sie uns dazu einen Blick auf die Pho­no­lo­gie des Sans­krit wer­fen, genau­er gesagt auf den Ablaut.
Im Sans­krit spricht man von der Tief­stu­fe bzw. den ein­fa­chen Voka­len, zu denen e.g. die kur­zen Voka­le /a/, /i/ und /u/ gehö­ren. Sans­krit besitzt eine dop­pel­te Abstu­fung: Tief­stu­fe, Hoch­stu­fe (guna) und Dehn­stu­fe (vrd­dhi). Etwas ver­ein­facht gesagt: ein Vokal wird in die Hoch­stu­fe über­führt, indem ihm ein kur­zer a‑Vokal vor­an­ge­setzt wird. Dies gilt ana­log für die Über­füh­rung in die Dehn­stu­fe.
Aus dem Vokal /i/ wird in der Hoch­stu­fe der Vokal /e/ und in der Dehn­stu­fe /ai/.
Aus dem Vokal /u/ wird in der Hoch­stu­fe der Vokal /au/ und in der Dehn­stu­fe /o/.
Mit dem Vokal /a/ ver­hält es sich etwas anders. Jeder Sans­krit­schü­ler lernt in sei­nen ers­ten Unter­richts­stun­den den Merk­satz: ‚Der Vokal /a/ ist sein eig­ner guna.’ Tief­stu­fe und Hoch­stu­fe sind für den Vokal /a/ also iden­tisch, die Dehn­stu­fe von /a/ wäre dann der lan­ge a‑Vokal.

Betrach­ten wir dazu kurz die Sans­krit­wur­zel vid (wis­sen, ken­nen, erken­nen). Aus der Ver­bal­wur­zel vid (wis­sen, erken­nen) ent­steht durch Über­füh­rung in die Hoch­stu­fe das Mas­ku­li­num veda (das theo­lo­gi­sche / hei­li­ge Wis­sen, der Veda), und durch Über­füh­rung in die Dehn­stu­fe das Adjek­tiv vai­di­ka (vedisch, wissend).

Mit Fins­ter­nis, Lei­den­schaft, Erleuch­tung, Wahr­heit und ande­rem eso­te­ri­schen Wort­ge­klin­gel hat das Gan­ze nichts zu tun. Wir wol­len doch nicht ernst­haft anneh­men, so wie Lese­rin *** dies tun müße, daß vai­di­ka (vedisch, wis­send) die Erleuch­tung und Wahr­heit beschreibt, vid (wis­sen, ken­nen, erken­nen) hin­ge­gen die Fins­ter­nis und veda (das theo­lo­gi­sche, hei­li­ge Wis­sen / der Veda) wie­der­um die Leidenschaft.

Was Lese­rin *** schreibt, hört man oft in irgend­wel­chen Hin­ter­hof-Yoga­schu­len, in denen nicht ein­mal der Leh­rer Sans­krit kann. Man bas­telt sich dort gern eine syn­kre­tis­ti­sche, schul­spe­zi­fi­sche Reli­gi­on bzw. Welt­an­schau­ung und beruft sich dann auf ‚das ältes­te spi­ri­tu­el­le Sys­tem der Mensch­heit’, ohne auch nur die gerings­te Ahnung von den Veden zu haben. Aber nicht ein­mal Nietz­sche war gegen der­ar­ti­ge Irr­tü­mer gefeit, beruft er sich doch im ‚Anti­christ’ (den Sie ja in ihrem Ein­trag vom 6. Juli 2018 zitie­ren) wie­der­holt auf das Gesetz­buch des Manu. Lei­der sind Nietz­sches Lieb­lings­zi­ta­te in dem betref­fen­den Werk nir­gend­wo enthalten.”

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