17. Juli 2018

Ein Zwi­schen­be­scheid: Bei der Spen­den­samm­lung für die Hin­ter­blie­be­nen von Tho­mas K. aus Ber­gisch Glad­bach sind bis dato 15.656 Euro zusam­men­ge­kom­men. Das Kon­to ist noch bis zum 26. Juli geöff­net, dann über­ge­be ich das Geld der Anwäl­tin der Hin­ter­blie­be­nen. Wer noch spen­den möch­te, schrei­be bit­te an: info@michael-klonovsky.de

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Aus dem heu­ti­gen Lage­be­richt der Ber­li­ner Polizei:

„Bren­nen­der Pkw
Bereits am 16.07.18 stell­ten Anwoh­ner in der Hän­sel­stra­ße in Trep­tow-Köpe­nick gegen 03:30 Uhr einen bren­nen­den Pkw Ford einer Fir­ma für Sicher­heits­tech­nik fest. Das Fahr­zeug brann­te voll­stän­dig aus. Ein dane­ben ste­hen­der Kas­ten­an­hän­ger wur­de durch Hit­ze­ein­wir­kung beschä­digt. Um 15:16 Uhr erschien auf der Inter­net­platt­form ‚indy­m­e­dia’ ein Text, in dem die Inbrand­set­zung des Pkw in den Moti­va­ti­ons­zu­sam­men­hang ‚Repres­si­on und Mili­ta­ris­mus’ gesetzt wor­den war.

Sach­be­schä­di­gung an Gedenkstätte 

Am Breit­scheid­platz in Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf wur­de gegen 02:15 Uhr ein dun­kel­häu­ti­ger Unbe­kann­ter dabei beob­ach­tet, wie er dort abge­leg­te Ker­zen, Figu­ren und Bil­der umstieß. Die Gegen­stän­de sind zum Geden­ken an die Opfer  des Anschla­ges vom 19.12.2016 aufgestellt.

Rück­füh­rung abge­bro­chen
Gegen 11:20 Uhr soll­te ein 33-jäh­ri­ger Nige­ria­ner vom Flug­ha­fen Tegel unbe­glei­tet nach Mai­land (I) aus­flie­gen. Der bis dahin koope­ra­ti­ve Mann erhob er sich vor dem Schlie­ßen der Türen des Luft­fahr­zeugs und mach­te Pas­sa­gie­re laut­stark auf sei­ne Situa­ti­on auf­merk­sam. Die Beam­ten der Bun­des­po­li­zei bra­chen die Rück­füh­rung ab und ent­lie­ßen ihn nach Rück­spra­che mit der zustän­di­gen Aus­län­der­be­hör­de Berlin.”

Wan­dern­der, kommst du nach Tegel, ver­kün­di­ge dor­ten, du wer­dest
so lan­ge lär­men und schrei’n, bis die Behör­de einknickt.

Nach­trag. Zum Zustand der Gedenk­stät­te am Breit­scheid­platz erreicht mich fol­gen­der Bericht:

„In der Tat, das Bild von Dalia zer­legt in drei Tei­le, aber nicht kaputt. Wir hat­ten eine neu­es Foto von Dalia mit einem neu­en Bil­der­rah­men gera­de erst am Sonn­tag (15.7.18) am Gedenk­ort hin­ge­stellt, da das alte Foto mit Rah­men wit­te­rungs­be­dingt arg in Mit­lei­den­schaft gera­ten war. Das Bild von Nada sonst wo hin­ge­stellt, wie­der­ge­fun­den. Zwei gro­ße pol­ni­sche Ker­zen­be­häl­ter zer­schmet­tert, das Glas lag noch her­um. Kei­ne Poli­zei vor Ort. Alles wie­der auf­ge­stellt. Ein Stadt­rei­ni­gungs-Mann, der zufäl­lig vor Ort war, gebe­ten, den Gedenk­ort zu rei­ni­gen. Er war auch der Mei­nung, dass die Gedenk­stät­te arg ver­wahr­lost aus­sieht. Dem lie­ben Herrn Pfar­rer von der Gedächt­nis­kir­che geht die­ser Gedenk­ort anschei­nend am Aller­wer­tes­ten vor­bei. (…)
Mit Rami Elya­kim sind wir so ver­blie­ben, dass wir nur zum Yom Ha Zika­ron und zum Jah­res­tag des Anschlags (19.12.) also 2 mal im Jahr im April und im Dezem­ber eine Israel­fah­ne neben dem Foto sei­ner Frau auf­stel­len.
Aber es ist gewiss – wie der Stier das rote Tuch rammt – ras­ten irgend­wel­che Söh­ne Allahs aus und zer­stö­ren oder ver­nich­ten ziem­lich schnell die klei­ne Israel­fah­ne neben dem Foto des Opfers. Die­se Erfah­rung haben wir lei­der zu häu­fig gemacht. Allein von Janu­ar bis zum 14.4. d.J. wur­den die Israel­fah­nen 6 mal zer­stört, abge­ris­sen und/oder kom­plett ent­fernt…
Trau­ri­ger All­tag in Deutschland.”

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Wer für einen Men­schen finan­zi­ell bürgt, dem ist nor­ma­ler­wei­se klar, dass er ein Risi­ko ein­geht und not­falls für sei­nen Schütz­ling zur Kas­se gebe­ten wird. In Min­den haben sich Bür­gen zu einer Selbst­hil­fe­grup­pe zusam­men­ge­schlos­sen, weil sie der Ansicht sind, die­se Regel gel­te für sie nicht. War­um? Weil sie für syri­sche Ein­wan­de­rer gebürgt haben. Jetzt mei­nen sie, der Staat – also der Steu­er­zah­ler – habe ein­zu­sprin­gen und ihr Wohl­wol­len zu finan­zie­ren. Eine 82jährige gab zu Pro­to­koll, die Kanz­le­rin habe doch „Wir schaf­fen das” gesagt, und das sei von ihr als eine Mischung aus Auf­for­de­rung und Garan­tie­er­klä­rung ver­stan­den wor­den. Dabei hat sie doch als klei­nes Mäd­chen erle­ben müs­sen, dass ein Kanz­ler Wun­der­waf­fen ver­sprach, aber es statt­des­sen in der Hei­mat einschlug…

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Ein spä­tes, wenn nicht letz­tes Wort dazu. Als Mer­kel die Ungarn­flücht­lin­ge nach Deutsch­land hol­te, hat­te sie noch kei­nen Feh­ler began­gen; sie hät­te die­se edle Tat auf ihren Schei­tel häu­fen, sich als Tugend­hel­din prä­sen­tie­ren und zugleich klar­stel­len kön­nen, dass es sich um eine Aus­nah­me han­delt. Sie wäre als die gute Kanz­le­rin in die Anna­len ein­ge­gan­gen, als eine Art zeit­ge­mä­ße Wie­der­gän­ge­rin von Hans-Diet­rich Gen­scher, der die DDR-Bot­schafts­flücht­lin­ge heim ins Reich geholt hat­te. Doch indem sie Sel­fies zuließ und durch ihre Poli­tik Deutsch­land der Welt als Ein­wan­de­rungs­ziel dar­bot, hat sie ihren Amts­eid gebro­chen und eine Schuld auf sich gela­den, die täg­lich wächst, nicht nur in deut­schen Not­auf­nah­me­kli­ni­ken und Lei­chen­häu­sern, son­dern auch auf dem Mit­tel­meer. An der bemer­kens­wer­ten Stur­heit, mit wel­cher Mer­kel seit­dem gegen jede Beschrän­kung der Migra­ti­on kämpft, lässt sich able­sen, dass sie einer Agen­da folgt. Womög­lich ist die­se Agen­da aber erst dadurch ent­stan­den, dass der Kanz­le­rin ihre Schuld deut­lich wur­de; womög­lich han­delt es sich um kin­di­schen Trotz, Unzu­frie­den­heit mit den­je­ni­gen, die sich so beneh­men, dass dies „nicht mehr ihr Land” ist, eine Art Nero­be­fehl: Wenn ich schon von der poli­ti­schen Büh­ne abtre­ten muss, will ich die Tür hin­ter mir her­aus­rei­ßen, dass die Welt erzittert! – –

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Hier stoß­seufzt der Nicht-Bür­ge erleich­tert: „Wenn mög­lich, kann auch der Fried­hofs­be­such in Beglei­tung eines wei­te­ren Ange­hö­ri­gen oder einer Freundin/eines Freun­des erfol­gen” – die Poli­zei Hanau gibt Rat­schlä­ge, wie man in Zei­ten wach­sen­der Viel­falt bei den (Nazi-)Ahnen vor­bei­schau­en kann, ohne dort eine schlech­te Figur zu machen oder womög­lich gleich direkt zu ihnen geschickt zu werden.

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Es geht vor­an, sogar in Sachsen-Anhalt:

„Zu den Richt­li­ni­en eines halal-kon­for­men Schlacht­vor­gan­ges gehört auch, dass bei jedem ein­zel­nen Tier der Name Allahs erwähnt wird. Im Rah­men der Mas­sen­tier­pro­duk­ti­on reicht es nach Aus­sa­gen diver­ser isla­mi­scher Zer­ti­fi­zie­rungs­stel­len aber aus, beim Star­ten der maschi­nel­len Halal-Schlach­tung von Geflü­gel, den Namen Allahs anzu­ru­fen.
‚Der Start­schal­ter der maschi­nel­len Halal-Schlach­tung darf bei jedem Neu­start, auch nach kur­zen Pau­sen, nur von den mus­li­mi­schen Mit­ar­bei­tern getä­tigt wer­den’, heißt es in den Vor­schrif­ten des Euro­päi­schen Zer­ti­fi­zie­rungs­in­sti­tu­tes (EHZ). ‚Dabei muss der Name Allahs vom zustän­di­gen mus­li­mi­schen Mit­ar­bei­ter wie­der­holt wer­den. Die Tie­re, die der maschi­nel­len Halal-Schlach­tung ent­kom­men sind, müs­sen per Hand von Mus­li­men nach­ge­schlach­tet wer­den. Hier­bei muss für jedes Tier Allah ange­ru­fen wer­den.’ Im Schlacht­hof Möckern sind dafür ins­ge­samt sechs mus­li­mi­sche Mit­ar­bei­ter ange­stellt.” (Mehr hier.)

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„Nach dem Schluss­pfiff des WM-Fina­les in Mos­kau muss­te man in etli­chen Haupt­städ­ten und „Head­quar­ters“ der Bau­stel­le Neu-Euro­pa gera­de­zu  auf­ge­at­met haben. Nicht aus­zu­den­ken, was alles mög­lich gewe­sen wäre, hät­te Kroa­ti­en den Titel nach Hau­se gebracht und mit ihm ein über­höh­tes natio­na­les Selbst­wert­ge­fühl. Womög­lich wäre auch noch EU-weit das Euro­päi­sche wie­der­be­lebt worden. (…)

Aller­dings bemüh­te man sich nicht nur wäh­rend der Spie­le das exo­tisch auf­be­rei­te­te Menü einer neu­en Kul­tur anzu­prei­sen, son­dern bewarb es sogleich auch kurz danach. So behaup­te­te eine fran­zö­si­sche Stim­me am Tag Eins nach dem Fina­le, der Sieg der ‚Bleus’ habe die Nati­on zusam­men­ge­schweißt. Aha, des­halb wohl stie­gen jun­ge ‚Fran­zo­sen’ auf Kios­ke und schwan­gen die alge­ri­sche und die marok­ka­ni­sche Flag­ge oder plün­der­ten und schlu­gen alles kurz und klein. Fran­zö­si­sche Freu­de der neu­en Art.” (Mehr hier und ein schö­ner Ver­gleich mit den Kroa­ten hier.)

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Inter­es­san­ter Vor­trag über die Vor­ge­hens­wei­se von Psy­cho­pa­then. Muss­te prompt an ein alter­na­ti­ves Poli­ti­kerehe­paar den­ken (wobei die eigent­li­che Poin­te eines sol­chen Vor­tra­ges dar­in bestün­de, dass die Red­ne­rin sel­ber in die illus­tre Schar der Mind­fu­cker gehört). Spe­ku­la­tio­nen über aller­höchs­te Rän­ge ver­knei­fe ich mir.

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Als Anmer­kung zu mei­nem gest­ri­gen Ein­trag erhielt ich unter dem Betreff „Frü­he Mer­kel­ver­ris­se” fol­gen­de Mail:

„Ich hät­te da Ger­hard Schrö­der zu bie­ten: ‚Die kann das nicht.’ (2005)
Vie­le Grü­ße
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Die­se Nach­richt hat nichts mit dem Islam zu tun.”

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„Inter­na­tio­na­le Pres­se rät­selt: Wie­so ist Trump resis­tent gegen Nowit­schok? – Stun­den nach dem Zusam­men­tref­fen mit Wla­di­mir Putin zeigt US-Prä­si­dent Trump noch immer kei­ne Ver­gif­tungs­er­schei­nun­gen, was dar­auf hin­deu­tet, dass er kei­ne hat, die kann man nicht ver­ber­gen, indem man sich bloß nichts anmer­ken lässt. Aber wie­so wirkt das Nowit­schok nicht?” Ein Tag ohne die ZZ ist wie ein Tag ohne Weiß­wein, Aus­tern, See­igel und Kaviar. 

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