22. Juli 2018

Oans, zwoa, Oallah!

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Die Bunt­heit ist nur ein Zwi­schen­schritt in die Reinheit.

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Lücken­pres­se, x‑te Fort­set­zung. Die­se Reu­ters-Mel­dung ist von kei­nem hie­si­gen Medi­um ver­brei­tet wor­den: „Russ­land hat den USA vor­ge­schla­gen, gemein­sam die Rück­kehr der syri­schen Flücht­lin­ge zu orga­ni­sie­ren.” Sie sol­len dort­hin gehen, wo sie vor Beginn des Krie­ges 2011 gelebt haben. „Ers­ten Schät­zun­gen zufol­ge könn­ten in nächs­ter Zukunft aus dem Liba­non 890.000 Flücht­lin­ge zurück­keh­ren, aus der Tür­kei 300.000 und aus der EU 200.000.”

Was für unser­ei­nen nach einer Froh­bot­schaft klingt, ist für Mer­kel, Soros, SPD, Grü­ne, Lin­ke, EU-Kom­mis­si­on und den gan­zen migra­ti­ons­in­dus­tri­el­len Kom­plex eine Schre­ckens­mel­dung. Da fan­gen die bei­den Welt­un­hol­de am Ende noch an, die so per­fekt ange­lau­fe­ne eth­ni­sche Durch­mi­schung der euro­päi­schen Völ­ker zu stop­pen und das schö­ne Steu­er­mil­li­ar­den­ge­schäft mit den „Geflüch­te­ten” zu ver­mas­seln! Das ist bei­na­he ja so, als wenn man Mar­xens revo­lu­tio­nä­res Indus­trie­pro­le­ta­ri­at wei­land ver­be­am­tet hät­te! Unse­re etwas elan­los gewor­de­nen Pro­gres­sis­ten brau­chen doch ein revo­lu­tio­nä­res Kol­lek­tiv, das stell­ver­tre­tend für sie und von ihnen ange­lei­tet die wei­ßen Besit­zen­den angreift. Weil er auf Spiel­ver­der­be­rei hin­aus­läuft, wird der rus­si­sche Vor­schlag auch nicht gemel­det. Die wol­len gar nicht, dass irgend­ei­ner der hier Ein­ge­drun­ge­nen jemals wie­der geht, sie wol­len im Gegen­teil immer mehr von ihnen im Land haben. Des­we­gen macht Mer­kel­deutsch­land auch – anders als die USA und Ungarn – beim „Glo­bal Com­pact for Migra­ti­on” und bei aller­lei Relo­ca­ti­on-Pro­gram­men mit, anstatt ein von natio­na­len Inter­es­sen gelei­te­tes Ein­wan­de­rungs­ge­setz zu ver­ab­schie­den. Die­se Leu­te glau­ben stur­heil dar­an, dass der Welt­geist den Zusam­men­fluss der stör­risch-sto­cken­den (west­li­chen) Natio­nen­strö­me ins glo­bal­mensch­heit­li­chen Geschwis­ter­meer vor­ge­se­hen hat, und ana­log zu ihren bol­sche­wis­ti­schen Vor­fah­ren wür­den sie für das edels­te Pro­jekt der Gat­tungs­ge­schich­te, die uni­ver­sa­le Blut­ver­mi­schung, auch eini­ges an Blut­ver­gie­ßen in den Kauf nehmen. 

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Der frü­he­re tsche­chi­sche Außen­mi­nis­ter Karl Schwar­zen­berg trifft im Inter­view mit der Bas­ler Zei­tung eini­ge inter­es­san­te Fest­stel­lun­gen, etwa die all­mäh­lich nahe­zu straf­be­wehr­te Bin­se: „Aus der Abgren­zung gegen­über ande­ren lernt jedes Kind, was es sel­ber ist. Immer. Das gilt auch für Natio­nen. Iden­ti­tät erreicht man nur durch Abgren­zung.”  Oder jene: „Wis­sen Sie, die Intel­lek­tu­el­len machen immer mit, aber sie begrün­den es schöner.”

Zum Nach­den­ken bringt mich fol­gen­der Pas­sus: „Neh­men Sie Milos Zeman, unse­ren jet­zi­gen Prä­si­den­ten. Er ist so etwas wie das tsche­chi­sche Gegen­stück zu Ber­lus­co­ni in Ita­li­en. Dem hat man man­ches vor­ge­wor­fen. Aber die Ita­lie­ner lie­ben ihn, weil er ver­kör­pert, wie sie leben möch­ten, umge­ben von hüb­schen Mäd­chen, schnel­len Autos und einer Vil­la. Das hät­te jeder Ita­lie­ner gern. Ber­lus­co­nis Schwä­chen sind jene, die jeder Ita­lie­ner auch hat, nur hat der nor­ma­le Ita­lie­ner nicht die Mög­lich­keit, sie so aus­zu­le­ben wie er. Bei Zeman ver­hält es sich ganz ähn­lich. Er ist Ket­ten­rau­cher, trinkt viel und hat eine ordi­nä­re Spra­che. Er lebt so, wie es ein nor­ma­ler Tsche­che auch ger­ne tut. Mit ihm kann man sich identifizieren.”

Mmh. Und wie ver­hält es sich unter die­sem Blick­win­kel mit Mer­kel? Schlech­tes Deutsch, kein Geschmack, kein Stil, kei­ne Kul­tur, aber arbei­ten ohne Ende und irgend­wie oben bleiben?

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Leser ***, ein deut­scher Arzt im Schwei­zer Exil, schreibt : „die ein­kom­mens­be­las­tungs­quo­te, so zitie­ren sie den bund deut­scher steu­er­zah­ler, betra­ge 54.3%, es blei­be dem bür­ger nur 45.7 cent von jedem erar­bei­te­ten euro.
schön wärs. 

tat­säch­li­chen zah­len die­je­ni­gen, die schon etwas län­ger hier arbei­ten, durch­schnitt­lich (etwa 38000 € jah­res­brut­to) oder über­durch­schnitt­lich (ab 55000 € jah­res­brut­to) deut­lich mehr an den fis­kus, da sie nicht nur ein­kom­mens­steu­er, son­dern auch mehr­wert­steu­er zah­len sowie soli­da­ri­täts­bei­trag, zahl­rei­che ande­re sozi­al­ab­ga­ben (gesetzl. kran­ken­ver­si­che­rung, arbeits­lo­sen­ve­si­che­rung, ren­ten­ver­si­che­rung, unfall­ver­si­che­rung), von denen eben­falls ein gross­teil umver­teilt wird.

dabei ist die haupt­per­ver­si­on nicht der ein­kom­mens­steu­er­satz mit 42 %, son­dern der frü­he ein­tritt ab einem haus­halts­ein­kom­men brut­to jähr­lich von 55.000 €, das heisst näm­lich dass mami und papi, wenn sie nur jeweils durch­schnitt­lich ver­die­nen, voll zur kas­se gebe­ten wer­den. zum ver­gleich: ein­tritt in den höchst­steu­er­satz in ch: 250000 chf, in den usa: 360000 usd, man möch­te mei­nen: ein klei­ner unter­schied.
 
dazu kom­men 19% Mehr­wert­steu­er. zum ver­gleich ch: 7.7 %
(…)
das ist auch der grund, war­um deutsch­land im pri­va­ten medi­an­ver­mö­gen pro kopf (zah­len der ezb, die d wirk­lich nicht arm­rech­nen möch­te) den vor­letz­ten platz in der euro­zo­ne ein­nimmt. nur die por­tu­gie­sen haben weni­ger. es geht aber, wie so oft, gar nicht um die rang­ord­nung allei­ne; viel­mehr muss man sich die dimen­sio­nen klar machen: ein gross­teil der ande­ren euro­zo­nen­län­der hat ein dop­pelt bis drei­mal so hohes medi­an pro kopf ver­mö­gen. aber die deut­sche regie­rung will noch mehr für euro­pa zah­len (las­sen, denn sie zahlt es ja nicht, genau­so wenig wie die nichts­nut­ze, zivil­ver­sa­ger und sozi­al­schma­rot­zer in den par­tei­en und par­la­men­ten, wobei ich die­je­ni­ge, die sich aus der deut­schen mit­tel­schicht rekru­tiert hat, vor­läu­fig noch herausnehme). 

wenn man das arith­me­ti­sche mit­tel der ver­mö­gen berech­net, sieht es etwas bes­ser für deutsch­land aus. zahl­rei­che süd­län­der erzie­len aber auch hier einen höhe­ren wert. wenn man sich dann noch das in süd­eu­ro­pa deut­li­che höhe­re schwarz­geld­ver­mö­gen dazu­denkt, ist ‚ein spe­zi­fisch deut­scher reich­tum nicht erkennbar’. 

medi­an­ver­mö­gen pro kopf in usd (stu­die credit suis­se 2017)
deutsch­land: 47091
grie­chen­land: 54665
spa­ni­en: 63396
ita­li­en: 124636
bel­gi­en: 161589
frankreich:119720
nie­der­lan­de: 94373

hier noch eine gra­phik aus 2013 mit den wer­ten der ezb.

brut­to­so­zi­al­pro­dukt pro kopf 1980 in usd
deutsch­land 11070
schweiz 18785
usa 12576

brut­to­so­zi­al­pro­dukt pro kopf 2017 in usd
deutsch­land 44550
schweiz 80591
usa 59501

soviel für heute.”

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Eben fin­det hier im schö­nen Mün­chen unter dem spre­chen­den Titel „#aus­ge­hetzt” eine Demons­tra­ti­on der aktu­el­len Ver­hetz­ten statt, denen ich den sozi­al­dar­wi­nis­ti­schen End­kampf mit den­je­ni­gen, die sie ger­ne ober­gren­zen­los ins Land holen wol­len, von gan­zem Her­zen gönn­te bzw. gön­nen thä­te. Momen­tan wird noch mit allem medi­al gebo­te­nen Wohl­wol­len ermit­telt, ob es 15.000 oder 20.000 sind (zu schwei­gen von den Kame­ra­den, die im Geis­te in ihren Rei­hen mit­zie­hen), die noch mehr Migran­ten auf ande­rer Leu­te Kos­ten in ’schland beher­ber­gen wol­len. Ich wüss­te bei sol­chen Ver­an­stal­tun­gen gern noch zusätz­lich zur Zahl der Mani­fes­t­an­ten den Pro­zent­satz derer unter ihnen, die ihr Dasein sel­ber finan­zie­ren (also nicht vom Staat ali­men­tiert wer­den). Ich schät­ze, am heu­ti­gen, zu Recht him­mels­be­wein­ten Tag liegt er im ein­stel­li­gen Bereich. 

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