4. August 2018

Eini­ge from­me Adep­ten der Welt­kli­ma­kir­che sind in den letz­ten Tagen bei mir vor­stel­lig gewor­den, um mich in mei­nen Ansich­ten zum Kli­ma­wan­del zu bekeh­ren, einer erin­nert mich sogar an mei­ne „jour­na­lis­ti­sche Ver­ant­wor­tung”; wie nied­lich. Ich resü­mie­re des­halb noch einmal.

Ers­tens: Der Kli­ma­wan­del ist eine Bin­se, das Kli­ma kann gar nicht anders, als sich stän­dig zu wan­deln.
Zwei­tens: Warm- und Kalt­zei­ten wech­seln ein­an­der übli­cher­wei­se ab, der­zeit leben wir mög­li­cher­wei­se in einer Warm­zeit, frei­lich sta­gniert die glo­ba­le Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur seit über zehn Jah­ren.
Drit­tens: Es gibt kei­ner­lei Bele­ge dafür, dass der Kli­ma­wan­del men­schen­ge­macht ist. Die­se The­se liegt auf der fak­ti­schen Ebe­ne der Behaup­tung: Gott exis­tiert (und gehorcht einem ähn­li­chen Zweck, näm­lich dem sich-Vor­drän­geln als Agent höchs­ter Inter­es­sen).
Vier­tens: Die Wahr­neh­mung des Kli­ma­wan­dels ist men­schen­ge­macht. Da die Bevöl­ke­rung spe­zi­ell in den ärme­ren Län­dern explo­siv wächst, wächst auch die Zahl derer, die sich mit dem Kli­ma­wan­del arran­gie­ren müs­sen.
Fünf­tens und über­haupt: Allah woll­te es so.

(Ändert sich Punkt drei, muss man logi­scher­wei­se neu anset­zen, aber die Hyä­nern der Welt­kli­ma­kir­che von der Lösungs­fin­dung ausschließen.)

„Zusam­men­ge­fasst: Es gibt es kei­nen Grund, eine gefähr­li­che glo­ba­le Erwär­mung infol­ge anthro­po­ge­ner CO2-Emis­sio­nen zu befürch­ten. Der Ein­fluss des Men­schen auf die gemit­tel­te Glo­bal­tem­pe­ra­tur ist sehr viel gerin­ger als befürch­tet und schon gar nicht kata­stro­phisch. Es gibt ins­be­son­de­re bis heu­te kei­ne Extrem­wet­ter­er­eig­nis­se, Tem­pe­ra­tu­ren oder Tem­pe­ra­tur­än­de­run­gen, die im Ver­gleich mit den Zei­ten vor der Indus­tria­li­sie­rung unge­wöhn­lich sind. Der Begriff Kli­ma­schutz’ ist sinn­los, denn man kann Kli­ma – einen natur­ge­setz­lich sich lau­fend ändern­den sta­tis­ti­schen Mit­tel­wert über 30 Jah­re – nicht schüt­zen. Ent­spre­chend sinn­los und unwirk­sam sind Kli­ma­schutz­ge­set­ze. Sie ver­bren­nen aber erheb­li­che Steu­er­mit­tel.” (Mehr hier.)

Jetzt kom­men die lin­ken und grü­nen Gau­ner ins Spiel (grü­ne Gau­ner = Pleo­nas­mus). Im men­schen- (= weißen-)gemachten Kli­ma­wan­del, den sie als Kli­ma­ka­ta­stro­phe ver­kau­fen, glau­ben sie end­lich jenen archi­me­di­schen Punkt gefun­den zu haben, von dem aus sich die von ihnen ver­ach­te­te west­li­che Kul­tur und der von ihnen gehass­te Kapi­ta­lis­mus aus­he­beln las­sen. Des­we­gen will bei­spiels­wei­se die Kli­ma­kir­chen­rä­tin Göring-Eckardt den Kli­ma­wan­del als Flucht­grund ein­füh­ren, und im Zen­tral­or­gan der Bra­ten­rie­cher behaup­tet einer der­sel­ben dreist: „Migra­ti­on, Krie­ge, Dschi­had – was die Euro­pä­er gera­de am meis­ten ver­un­si­chert, haben sie durch ihren Kolo­nia­lis­mus selbst ver­ur­sacht. Wie könn­te ein glo­ba­ler Aus­gleich aussehen?”

Wie die­ser „Aus­gleich” aus­se­hen könn­te, zei­gen bei­spiels­wei­se die Chi­ne­sen in Afri­ka, die dort nicht mit Ablass­gel­dern, Ent­wick­lungs­hil­fe genannt, Dik­ta­to­ren­fuhr­parks spon­sern, son­dern inves­tie­ren und Arbeits­plät­ze schaf­fen, nicht unbe­dingt fair, aber über­haupt. Wie Euro­pa han­deln soll­te, ist seit Ire­nä­us Eibl-Eibes­feldt mehr­fach beschrie­ben wor­den, zuletzt hat Alex­an­der Gau­land, von den Qua­li­täts­me­di­en igno­riert wie immer, den logi­schen Schluss gezo­gen (hier, ab 17,30), wel­cher lautet: 

> Nicht die Ärms­ten und Bedürf­tigs­ten kom­men zu uns, son­dern, als Sie­ger eines dar­wi­nis­ti­schen Wett­ren­nens, die Stärks­ten.
> In Afri­ka bewirkt die Tat­sa­che, dass Euro­pa eine oder auch zehn Mil­lio­nen Migran­ten im Jahr auf­nimmt, über­haupt nichts; die Gebur­ten­ex­plo­si­on dort gleicht das im Nu aus.
> Die Ein­wan­de­rung, wie sie der­zeit statt­fin­det, scha­det uns deut­lich mehr als sie uns nutzt.
> Mit einem in Afri­ka aus­ge­be­nen Euro lässt sich min­des­tens zwan­zig­mal mehr bewir­ken als mit einem hier ausgebenen.

Ergo: Euro­pa muss die Gren­zen für Armuts­ein­wan­de­rer aus Afri­ka schlie­ßen, den Bedürf­ti­gen an Ort und Stel­le hel­fen, kei­ne Ent­wick­lungs­hil­fe mehr ver­tei­len, son­dern kon­kre­te Inves­tio­nen initi­ie­ren. Dazu könn­te man eine Son­der­steu­er erhe­ben oder ein euro­päi­sches „Hilfs­pa­ket schnü­ren”, wie ein Pre­mi­um­jour­na­list for­mu­lie­ren wür­de. Die Euro­pä­er könn­ten ihr schlech­tes Gewis­sen beru­hi­gen, den Afri­ka­nern wür­de tat­säch­lich gehol­fen, und der schlei­chen­den Zer­stö­rung der west­li­chen Zivi­li­sa­ti­on durch die Ein­wan­de­rung nicht­in­te­grier­ba­rer Tri­bal­ge­sell­schafts­ge­präg­ter wäre zumin­dest Ein­halt gebo­ten. Es gäbe nur Gewin­ner – mit Aus­nah­me der west­li­chen Lin­ken. Und die beherr­schen bekannt­lich immer noch das Den­ken der Mehr­heit, denn alles, was die von einer Mehr­heit gewähl­te Kanz­le­rin seit 2015 ver­an­lasst, unter­las­sen und nach Kräf­ten behin­dert hat, dient der Rea­li­sie­rung des lin­ken Trau­mes der Abschaf­fung der west­li­chen Natio­nen durch die Eta­blie­rung einer mul­ti­eth­ni­schen Gesellschaft. 

Man kann sich die Zukunft aus­ma­len, wenn das rechts­po­pu­lis­ti­sche Pen­del nicht weit genug zurück­schlägt. Die Ein­wan­de­rung wird, erwei­tert um den Kli­ma­grund, kon­stant hoch gehal­ten, die klei­ne Schar indi­ge­ner Leis­ter und Steu­er­zah­ler wird wei­ter zur Kas­se gebe­ten, ange­sichts der Erha­ben­heit der zu lösen­den Mensch­heits­fra­gen wird das Gebot des Tei­lens zur obers­ten Dok­trin, das heißt, Steu­er­hö­hun­gen und, man darf ja träu­men, staat­li­che Zwangs­an­lei­hen, etwa auf Immo­b­li­en, und ande­re Ent­eig­nun­gen wären nicht mehr fern (oder bis­su Ras­sist?). 
 
Die­se Leu­te wer­den nicht eher Ruhe geben, bis sie das logi­sche Resul­tat lin­ker Poli­tik erreicht haben: den Kol­laps des Sys­tems. Wie ich bereits schrieb, ist die Lin­ke nicht der Geg­ner und schon gar nicht irgend­ei­ne Alter­na­ti­ve zum Kapi­ta­lis­mus, son­dern sein Para­sit. Einer die­ser dum­men Para­si­ten, der sein Wirts­tier tötet. Dann begin­nen in Euro­pa die Dar­win Awards um die Res­te des eins­ti­gen Wohl­stands. In Rolf Peter Sie­fer­les benei­dens­wert tref­fen­den Wor­ten: „Der Natur­zu­stand steht am Ende, nicht am Anfang der bür­ger­li­chen Gesell­schaft. Nach­dem das Aas des Levia­than ver­zehrt ist, gehen sich die Wür­mer an den Kragen.”

Aber die­se Ent­wick­lung ist nicht zwin­gend. Aus der Geschich­te gelernt zu haben, heißt: den Lin­ken auf die Fin­ger hau­en, bis sie sie nicht mehr in die Taschen ande­rer Leu­te ste­cken.
 

PS: „Sie erwäh­nen bis­lang lei­der zu wenig (Gau­wei­ler: Frü­her hieß es Frei­heit oder Sozia­lis­mus, heu­te Frei­heit oder Gold­man Sachs) den neo­li­be­ra­len Inter­na­tio­na­lis­mus, der die ame­ri­ka­ni­sche Form des Sozia­lis­mus anstrebt: Jeder soll/muß unse­re Pro­duk­te über­all auf der Welt zu glei­chen Kon­di­tio­nen kau­fen”, schreibt Leser ***. „Eine ganz unhei­li­ge Alli­anz aus lin­ken Spin­nern, die über die Migra­ti­ons­schie­ne revo­lu­tio­nä­re Ver­hält­nis­se her­bei­füh­ren wol­len, und glo­bal ope­rie­ren­den Neo­li­be­ra­len, ange­führt von grei­sen Mil­li­ar­dä­ren wie Soros, Buf­fett, Icahn etc., die ein neu­es Para­dies der Gewinn­ma­xi­mie­rung eta­blie­ren wol­len. Das ist doch die wah­re Quer­front.
Wer von die­sen bei­den für den ande­ren der nütz­li­che Idi­ot ist, das steht ja nach aller Erfah­rung fest.”

Par­don. Ich habe oft auf die­se „Quer­front” hin­ge­wie­sen, aber defi­ni­tiv nicht oft genug, und heu­te ver­gaß ich’s wohl ganz.

PPS: Freund *** schickt mir zwei ein­drucks­vol­le Kom­pi­la­tio­nen escha­to­lo­gi­scher Kli­ma­pro­gno­sen aus den ver­gan­ge­nen hun­dert Jah­ren mit dem Kom­men­tar, immer wenn ihm die Kli­ma­hys­te­ri­ker all­zu sehr auf den Keks gin­gen, erklä­re er sich bereit, ihren Dar­le­gun­gen auf­merk­sam zu lau­schen, „wenn sie mir im Gegen­zug vor­her ein paar Absät­ze aus den ver­link­ten Chro­ni­ken vor­le­sen. Bis­her war danach immer Ruhe” (hier und hier). 

                                          ***

Noch zum Vori­gen. „Jeder Deut­sche soll­te Flücht­lin­ge bei sich auf­neh­men”, ver­langt ein Nach­wuchs­hei­land, der aus Syri­en nach Kalt­land umsie­del­te und im publi­zis­ti­schen Hoch­be­gab­ten­zen­trum Huf­fing­ton Post ins betreu­te Schrei­ben ein­ge­führt wur­de. Aras Bacho heißt der sym­pa­thi­sche Maxi­mal­for­de­rer, und mal im Ernst: Wer wür­de nicht gern einem sol­chen rotz­fre­chen Frücht­chen an sei­ner Fami­lien­ta­fel das ers­te, bes­te und größ­te Stück Schwei­ne­bra­ten reichen? 

                                          ***
 

Ein befreun­de­ter Jour­na­list, der in die­ser win­di­gen Bran­che immer noch red­lich bemüht ist, die Scha­fe von den Böcken zu schei­den, hat sich ver­ständ­nis­los über mei­ne Nei­gung geäu­ßert, die Zustän­de im bes­ten, wenn­gleich extrem ana­lo­go­pho­ben Deutsch­land ever mit jenen der spä­ten DDR zu ver­glei­chen. / Schnitt.

Ein Ber­li­ner Schrift­stel­ler stieß auf frag­wür­di­ge Anga­ben im Lebens­lauf einer poli­ti­schen Mit­ar­bei­te­rin des Ber­li­ner Senats, die aus der DDR stammt und dort eine Kar­rie­re hin­ge­legt hat, die immer noch – aber womög­lich bald nicht mehr – im Ruch des mora­lisch Frag­wür­di­gen und anstö­ßig Oppor­tu­nis­ti­schen steht, sonst wäre retro­spek­ti­ve Kos­me­tik ja unnö­tig. Der besag­te Autor schrieb dar­über. Was dann geschah, schil­dert der stern wie folgt:

„Es war mor­gens früh gegen sechs Uhr an die­sem Mitt­woch vor zwei Wochen, als Hans-Joa­chim Leh­mann von der Staats­ge­walt aus dem Bett geschreckt wur­de. Sechs Poli­zis­ten stan­den vor sei­ner Woh­nungs­tür im Ber­li­ner Stadt­teil Frie­denau – so schil­dert er es. Sie hät­ten geklin­gelt, geklopft und an der Tür gerüt­telt – und geru­fen: ‚Auf­ma­chen, Poli­zei!’ Nach­dem der 72-Jäh­ri­ge die Beam­ten schließ­lich ein­ge­las­sen hat­te, schrit­ten die Beam­ten zur Raz­zia. Ein paar Stra­ßen wei­ter filz­ten wei­te­re Poli­zis­ten das Büro des Ber­li­ners. Als die Män­ner und Frau­en wie­der gin­gen, nah­men sie – so Leh­mann – alle sei­ne Han­dys und Rech­ner mit, eben­so Dru­cker, Fest­plat­ten und USB-Sticks.”

Mit ande­ren Wor­ten: Sie ver­such­ten, ihn von allen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­gen abzu­schnei­den, die wei­te­re Aus­übung sei­nes Jobs zu ver­hin­dern, sei­ne Exis­tenz zu ver­nich­ten. Sta­si-Ver­glei­che ver­bie­ten sich. Die Sta­si hat nie ein Hän­di beschlag­nahmt. / Schnitt

Der besag­te Freund wür­de jetzt dar­auf insis­tie­ren, dass ja immer­hin und aus­ge­rech­net der stern über die­sen skan­da­lö­sen staat­li­chen Macht­miss­brauch – eine Haus­durch­su­chung bei die­ser Vor­wurfs­la­ge ist ein Rechts­bruch sui gene­ris und müss­te erheb­li­che per­so­nel­le Kon­se­quen­zen nach sich zie­hen – berich­tet habe. Nun, ich habe bei all mei­nen DDR-Ver­glei­chen nie bestrit­ten, dass unser neu­er sem­iso­zia­lis­ti­scher Gesin­nungs­staat viel smar­ter vor­geht als der 1990 ver­schie­de­ne real­so­zia­lis­ti­sche. Er macht sich nicht mehr die Hän­de schmut­zig, son­dern zer­stört aus der Distanz. Wür­de übri­gens über die Poli­zei­ak­ti­on nicht berich­tet, könn­te sie eine Wir­kung ver­feh­len, die letzt- und all­gül­tig in den Wor­ten des Gro­ßen Vor­sit­zen­den beschrie­ben wur­de: „Bestra­fe einen, erzie­he hun­dert.” Das funk­tio­niert auch im sog. Medi­en­plu­ra­lis­mus, ja sogar ver­mit­tels desselben.

                                       ***

Leser *** fin­det mei­ne Aus­füh­run­gen zum Migra­ti­ons­pro­blem „zu alar­mis­tisch und oben­drein sozi­al­dar­wi­nis­tisch”. Schon mög­lich. Gewis­se schril­le Pro­gno­sen gel­ten allein dem Zwe­cke, dass nicht gesche­he, was ora­kelt wird (Ulrich Horst­mann hat ein gan­zes Buch dar­über geschrie­ben). Im Übri­gen darf ich dar­an erin­nern, dass in die­sem Land nicht nur dach­scha­dens­ge­stähl­te Lin­ke, son­dern sogar geschei­te Män­ner wie Haff­ner oder Enzens­ber­ger vor der Wie­der­kehr des Faschis­mus, dem Vier­ten Reich etc. zu war­nen sich bemü­ßigt sahen und immer noch sehen, inzwi­schen frei­lich ohne Betei­li­gung von Geschei­ten. Dage­gen zut­zeln mei­ne Mut­ma­ßun­gen zur mit­tel­fris­ti­gen Zukunft nun wahr­lich an den Brüs­ten der Wahrscheinlichkeit. 

„Wir alle sind so bor­niert, daß wir immer glau­ben, recht zu haben; und so läßt sich ein außer­or­dent­li­cher Geist den­ken, der nicht allein irrt, son­dern sogar Lust am Irr­tum hat.„
Goe­the, „Maxi­men und Reflexionen”

Apro­pos Horst­mann: Zur Erin­ne­rung dar­an, wie gesit­tet und ohne jede Denun­zia­ti­ons­ab­sicht in die­sem Land ein­mal dis­ku­tiert wer­den konn­te, soll­ten Sie hier hineinschauen.

                                 ***

Der Poli­tik­wis­sen­schaft­ler Chris­ti­an Hacke hat die Fra­ge gestellt, ob Deutsch­land Atom­waf­fen besit­zen soll­te. In Frank­reich gel­te bis heu­te de Gaulle’s Maxi­me: „Nuklea­re Gewalt ist schlecht zu tei­len”, in Groß­bri­tan­ni­en den­ke man ähn­lich. Euro­pa war­te nun schon seit 70 Jah­ren ver­geb­lich auf eine gemein­sa­me Ver­tei­di­gungs­po­li­tik. Sie wer­de auch in Zukunft wegen der unter­schied­li­chen natio­na­len Inter­es­sen illu­so­risch blei­ben. „Wenn also die ame­ri­ka­ni­sche Nukle­ar­ga­ran­tie zwei­fel­haft gewor­den ist und ver­mut­lich auch kei­ne euro­päi­sche Abschre­ckungs­va­ri­an­te rea­li­sier­bar erscheint, dann wird der Blick auf den Ele­fant im Raum unver­meid­lich: Wie hal­ten wir es mit einer poten­zi­el­len Atom­macht Deutschland?”

Leser *** nimmt mir die Ant­wort aus dem Mund. „Deutsch­land als Atom­macht ist eine Phan­tom­de­bat­te weil:
1. Kein Sze­na­rio denk­bar ist bei dem die­se Waf­fen ein­ge­setzt wür­den, sie daher ihre Abschre­ckung ver­lie­ren.
2. Die exis­ten­zi­el­le Fra­gen für Deutsch­land in der Migra­ti­ons­po­li­tik und nicht in einer mili­tä­ri­schen Aus­ein­an­der­set­zung lie­gen.
3. Die Unfä­hig­keit, die kon­ven­tio­nel­len Streit­kraft adäquat zu erhal­ten, eine Aus­deh­nung auf das ato­ma­re Gebiet nicht gera­de attrak­tiv erschei­nen lässt.
4. Der Schwer­punkt sich auf Cyber- und Hybrid­kriegs­fä­hig­kei­ten ver­schiebt und dies­be­züg­lich die Bun­te­re­pu­blik als Stein­zeit­macht gilt.
5. Jeg­li­cher poli­ti­scher Wil­le zur Selbst­be­haup­tung fehlt und ein mili­tan­ter Pazi­fis­mus auf allen Ebe­nen vorherrscht.”

Wobei unser der­zei­ti­ger Außen­amts­chef schon einen film­rei­fen Dr. Selt­sam abgäbe.… 

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