27. Oktober 2018

Es sei absurd, Men­schen in gut oder schlecht zu unter­tei­len, sie sei­en ent­we­der char­mant oder läs­tig, erklär­te Oscar Wil­de. Er habe sich abge­wöhnt, Men­schen nach ihrer poli­ti­schen Mei­nung zu bewer­ten, er unter­schei­de sie viel­mehr danach, ob er mit ihnen essen gehen wol­le oder nicht, sag­te Peter Gau­wei­ler. Ich möch­te noch hin­zu­fü­gen: Ich unter­schei­de Restau­rants in sol­che, wo man es bereut, irr­tüm­lich einem unchar­man­ten Lang­wei­ler gegen­über­zu­sit­zen, und sol­che, deren kuli­na­ri­sches Ange­bot einen jede Beglei­tung mühe­los igno­rie­ren lässt.

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Der Wider­stand gegen den „Glo­bal Com­pact for Migra­ti­on” wächst. Aus­tra­li­en will den Teu­fels­pakt nicht unter­zeich­nen (hier), in der Schweiz geht die Ten­denz eben­falls dahin (hier, hier, hier). Die Bun­des­re­gie­rung gibt durch den Mund eines als Staats­se­kre­tär auf­tre­ten­den Sati­ri­kers Ent­war­nung: Deutsch­land wer­de bei wei­tem nicht so vie­le Migran­ten auf­neh­men, „wie die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land der­zeit an Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­nern hat” (hier).

Was steht in die­sem Pakt? (hier); was steckt dahin­ter? (hier); „der letz­te und fina­le Schlag gegen den Natio­nal­staat”? (hier – furcht­sa­me Leser mögen nicht zurück­schre­cken, die Iden­ti­tä­ren sind nach mei­ner pri­va­ten Mei­nung eine Orga­ni­sa­ti­on wie etwa „Green­peace”). „Bereits nach weni­gen Jah­ren wird so ein Ver­trag durch all­ge­mei­ne Staa­ten­pra­xis zu bin­den­dem Völ­ker­ge­wohn­heits­recht” (hier); was Ein­wan­de­rung seit 2015 Deutsch­land kos­tet (hier). Zum dis­so­nan­ten Aus­klang ein Blick in die wirt­schaft­li­che Zukunft: „Medi­en und Poli­tik schwär­men vom rei­chen Land Deutsch­land. In Wahr­heit leben wir von der Sub­stanz und über­schät­zen unse­re Leis­tungs­fä­hig­keit”, notiert die Wirt­schafts­wo­che (hier).

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Als ich (in amü­san­ter Beglei­tung) in einem grie­chi­schen (!) Lokal einen Hir­tin­nen- und Hir­ten­sa­lat aß, schoss mir durch den Kopf, dass ich eine sel­te­ne, aber kei­nes­wegs ernst­haft bedroh­te Unter­art des deut­schen Wahr­heits- und Qua­li­täts­jour­na­lis­mus fälsch­lich als „Lum­pen­pres­se” bezeich­net habe, wo es doch kor­rekt: „Lum­pin­nen- und Lum­pen­pres­se” hei­ßen muss. Die Redak­ti­on bedau­ert ihren Fehler. 

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