19. November 2018

Der ers­te Kan­di­dat für den CDU-Par­tei­vor­sitz, Herr Merz, bezeich­net die AfD als „offen natio­nal­so­zia­lis­tisch” und die Grü­nen als „bür­ger­lich”, also koali­ti­ons­taug­lich.
Der zwei­te Kan­di­dat für den CDU-Par­tei­vor­sitz, Frau Kramp-Kar­ren­bau­er, schlägt eine „all­ge­mei­ne Dienst­pflicht” für nach­wach­sen­de Deutsch­län­der vor, wie sie bereits in alter­na­ti­ven deut­schen Vor­gän­ger­ge­sell­schaf­ten des 20. Jahr­hun­derts pro­biert wur­de.
Der drit­te Kan­di­dat für den CDU-Par­tei­vor­sitz, Herr Spahn, möch­te dar­über abstim­men las­sen, ob die Bun­des­re­pu­blik den „Glo­bal Com­pact for Migra­ti­on” unterzeichnet.

Und nun raten Sie, wel­chem von den Drei­en in den Medi­en beschei­nigt wird, er wol­le sich mit sei­nen unse­riö­sen Vor­schlä­gen bloß im Kan­di­da­ten­s­te­chen profilieren. 

                                        ***

Was man­che Asia­ten ihren Kin­dern antun, statt sie unbe­schwert gegen Atom­ener­gie, Frem­den­feind­lich­keit und Leis­tungs­druck demons­trie­ren zu las­sen, ts ts ts… 

                                        ***

In Wit­ten­burg (Meck­len­burg-Vor­pom­mern) hat ein abge­lehn­ter, aber gedul­de­ter Asyl­be­wer­ber aus Afgha­nis­ten einem 85jährigen Deut­schen die Keh­le durch­ge­schnit­ten. Der zustän­di­ge Innen­mi­nis­ter Lorenz Caf­fier (CDU) warn­te nor­disch kühl davor, „die Tat für poli­ti­sche Zwe­cke zu instru­men­ta­li­sie­ren und sie dafür zu miss­brau­chen, zu Hass und Gewalt auf­zu­ru­fen”. Auch ich rufe zur Besonn­heit auf. Mag der sub­jek­ti­ve Ein­druck eine Zunah­me von Mes­ser­ta­ten sug­ge­rie­ren, so ist doch die Zahl der Todes­op­fer nach wie vor denk­bar nied­rig! „Fei­ne Sah­ne Fisch­fi­let” ist bestimmt bereit, mit einem Kon­zert am Tat­ort ein Zei­chen gegen „rechts” zu setzen.

                                        ***

Die Oppo­si­ti­on gegen den Migra­ti­ons­pakt hat die debat­ten­ent­wöhn­te CDU erreicht. Die „Wer­te­uni­on” beschreibt die Grün­de für ihre Ableh­nung hier.

                                       ***

„Schon in den grö­ßen­wahn­sin­ni­gen Labels ‚Wir sind mehr’ und ‚Unteil­bar’, mit denen die bei­den zurück­lie­gen­den ‚anti­fa­schis­ti­schen’ Groß­ver­an­stal­tun­gen in Chem­nitz und Ber­lin bewor­ben wur­den, klingt an, um was es bei die­sen Spek­ta­keln ging: um die Wie­der­be­le­bung der deut­schen Feti­sche Mas­se, Macht und Gemein­schaft unter dem Vor­zei­chen von Mul­ti­kul­tu­ra­lis­mus und Isla­mo­phi­lie. Das Tri­umph­ge­fühl, das die erfolg­rei­chen Zusam­men­rot­tun­gen bei ordi­nä­ren Links­au­to­ri­tä­ren geweckt haben, ver­mag jedoch nicht dar­über hin­weg­zu­täu­schen, dass die vor­geb­lich edle Sache auf einer scham­lo­sen Bünd­nis­po­li­tik beruht, die vor dem Zusam­men­schluss mit Isla­mis­ten und Anti­se­mi­ten nicht zurück­schreckt.” Die mir bis dato unbe­kann­te und eigent­lich lin­ke, aber, wie es scheint, nicht beson­ders ortho­dox lin­ke Zeit­schrift „Baha­mas” läs­tert erfri­schend über die Volks­front gegen die Ver­ei­ni­gung „Juden in der AfD”. 

Bril­lant ist der Pas­sus: „Klas­sen­bes­ter im Kurs ‚Ausch­witz für gute Deut­sche’ ist Hei­ko Maas, der laut Eigen­wer­bung wegen Ausch­witz in die Poli­tik gegan­gen ist und nicht zufäl­lig so wirkt, als wäre er dem Film ‚Die Feu­er­zan­gen­bow­le’ ent­sprun­gen. Tat­säch­lich inkar­niert sich in Maas rei­ner als in jedem ande­ren Mit­glied des Teams Mer­kel der deutsch­tü­meln­de Sün­den­stolz eines Volks von sich zu Ober­leh­rern auf­sprei­zen­den refrak­tä­ren Pri­ma­nern, denen das Beleh­ren, Bekrit­teln und Ermah­nen des zivi­li­sier­ten Rests der Mensch­heit als Ali­bi dient, um die eige­nen Zer­stö­rungs­phan­ta­sien aus­zu­le­ben.” (Der gan­ze Text hier.)

Total
0
Shares
Vorheriger Beitrag

18. November 2018

Nächster Beitrag

22. November 2018

Ebenfalls lesenswert

2. März 2019

„Am 27. Janu­ar, dem Holo­caust-Gedenk­tag, hin­gen vor einer Poli­zei­sta­ti­on in Schlüch­tern (Main-Kin­zig-Kreis) die Deutsch­land- und die Hes­sen­flag­ge ver­kehrt…

29. Juli 2019

Ich sei wahr­schein­lich nur des­halb am Kunst­sonn­tag nicht auf den neu­en Bay­reu­ther „Tann­häu­ser” ein­ge­gan­gen, weil ich mir den…

11. Juni 2020

„Der Sozi­al­staat ist eine Genos­sen­schaft, kein frei­es Gut! (…) Ein glo­ba­ler Sozi­al­staat ist eine Uto­pie. Der rea­le Sozi­al­staat…

April 2016

Jetzt end­lich in allen Kinos: hier oder hier oder auf ama­zon. PS zum 30. April: „Schön, dass Sie…