15. Dezember 2018

„Vol­ler Wol­lust schrubbt der klei­ne
Nazi­en­kel Stolpersteine.”

„Lin­ker Miss­griff: beim Begra­ben
Deutsch­land auf­ge­weckt zu haben.”

„Einer wird im Mel­ting-Pot
Wie der Stahl gehär­tet: Gott.”

Marc Pom­me­re­ning
(Die­se Epi­gram­me sind der aktu­el­len Aus­ga­be von Tumult ent­nom­men – ein Maga­zin, des­sen Lek­tü­re ich wärms­tens emp­feh­len kann.)

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Leser *** sen­det mir die­ses Foto aus Mar­ra­kesch, vom Ein­gangs­tor zum UN-Pakt-Gelän­de, also in jene hei­li­gen, wenn auch nur pro­vi­so­ri­schen Hal­len, in denen der Migra­ti­ons­pakt per Akkla­ma­ti­on u.a von der deut­schen Frem­den­füh­re­rin abge­seg­net wurde.

Marrakesch 1

„So wie der Pakt selbst vol­ler Schlin­gen für die Auf­nah­me­län­der ist und Din­ge sug­ge­riert, die ganz anders sein wer­den, so ver­lo­gen kommt die Gestal­tung des Ein­gangs zum UN-Gip­fel daher”, kom­men­tiert ***. „In bil­li­ger Manier wie auf hun­der­ten Bau­stel­len­wän­den sind sil­hou­et­ten­haft Men­schen (Migran­ten) dar­ge­stellt. Natür­lich kei­ne Mas­sen wie auf den Schif­fen übers Mit­tel­mehr oder auf den Bal­kan­rou­ten, da ist kein Gedrän­ge, son­dern viel Platz dazwi­schen, es sind gera­de ein­mal sie­ben Per­so­nen. Also wird die zukünf­ti­ge Migra­ti­on gar nicht so schlimm, wie böse rech­te Zun­gen behaupten.” 

Pikan­ter­wei­se sind sämt­li­che Figu­ren weiß, eini­ge tra­gen Ruck­sä­cke wie zünf­ti­ge Alpen­wan­de­rer (wahr­schein­lich von Deu­ter), und sie lau­fen ent­spannt in ent­ge­gen­ge­setz­te Rich­tun­gen, also die einen nach Euro­pa, die ande­ren gen Süden, zum Bei­spiel nach Sau­di-Ara­bi­en, das ja dem Pakt bei­getre­ten ist, und dort­hin kön­nen Sie, geneig­ter Leser und ver­schleie­rungs­ge­neig­te Lese­rin, ab sofort migrie­ren, wenn Sie mögen, um ganz undis­kri­mi­niert die Grund­leis­tun­gen ein­zu­strei­chen und unbe­hel­ligt von Kan­zel-Judas­sen wie Marx oder Bed­ford-Strohm ihren christ­li­chen Glau­ben zu leben. Das glau­ben Sie nicht? Fra­gen Sie den Bundesaußenminister!

Leser *** hat übri­gens einen Alter­na­tiv­ent­wurf für die sym­bo­li­schen Weg­werf-Figu­ren auf dem Wege ins künf­ti­ge Weg­werf-Euro­pa über dem Ein­gang zu den Weg­werf-Hal­len mit­ge­schickt, den ich nie­man­dem vor­ent­hal­ten will:

Marrakesch 2

                                    ***

Zum Vori­gen und zu mei­nem vor­gest­ri­gen Ein­trag (inmit­ten mei­ner ewig­gest­ri­gen) passt sehr schön die­se Mel­dung: Ein fran­zö­si­scher Gene­ral hat in einem offe­nen Brief, den zehn ande­re Gene­rä­le, ein Admi­ral, ein Oberst sowie der ehe­ma­li­ge Diplo­mat und Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter (1995–97) Charles Mil­lon mit­un­ter­zeich­net haben, Prä­si­dent Macron der „Ableh­nung der Demo­kra­tie oder des Ver­rats an der Nati­on” bezich­tigt, weil er dem Migra­ti­ons­pakt zuge­stimmt hat, ohne ihn zuvor dem Volk vor­zu­le­gen. Die Offi­zie­re spre­chen von der „Unmög­lich­keit (…) zu vie­le Men­schen zu inte­grie­ren” und war­nen ange­sichts zahl­rei­cher Par­al­lel­ge­sell­schaf­ten, „die sich nicht mehr den Geset­zen der Repu­blik unter­wer­fen”, vor „Revol­ten”. Außer­dem zer­stö­re die Mas­sen­ein­wan­de­rung „zivi­li­sa­to­ri­sche Wahr­zei­chen” Frankreichs.

PS: Auf einen wei­te­ren Kol­la­te­ral­ef­fekt der durch und durch segens­spen­den­den Migra­ti­on von Fach­kräf­ten aus Län­dern, in denen der durch­schnitt­li­che Bevöl­ke­rungs-IQ noch unter dem von Clau­dia Kip­ping-Eckardt liegt, hat der unver­bes­ser­li­che Gun­nar Hein­sohn hin­ge­wie­sen, näm­lich auf das Abschnei­den fran­zö­si­scher Schü­ler in der „Inter­na­tio­nal Mathe­ma­tics and Sci­ence Stu­dy (TIMSS)”.

„Auf den nie­der­schmet­tern­den 35. Platz – hin­ter Qatar und Abu Dha­bi – war man men­tal nicht vor­be­rei­tet”, notiert Hein­sohn. „Ver­zeich­nen die ost­asia­ti­schen Sie­ger unter 1.000 Kin­dern 320 (Japan) bis 500 (Sin­ga­pur) Mathe-Asse, sind es in Frank­reich nur 25. Selbst beim eben­falls wan­ken­den deut­schen Nach­barn sind es 53. Die Ber­li­ner Repu­blik ist zwi­schen 2007 und 2015 nur vom 12. auf den 24. Platz gefallen (…) 

Drei Jah­re spä­ter bestä­tigt die OECD das kogni­ti­ve Fias­ko Frank­reichs. Bei den Ein­wan­de­rern mit der aller­nied­rigs­ten Qua­li­fi­ka­ti­on liegt es im Klub der 36 hoch­ent­wi­ckel­ten Natio­nen auf dem letz­ten Platz. 21 Pro­zent der Zuwan­de­rer sind nahe­zu unbe­schul­bar. Sie wer­den zwar Schuss­waf­fen bedie­nen kön­nen, aber in einem High-Tech-Umfeld ihr Leben lang auf finan­zi­el­le Hil­fe durch ihre poten­zi­el­len Opfer ange­wie­sen sein. (…) Der ein­hei­mi­sche IQ steht nur noch bei 98 (Sin­ga­pur: 105), der durch die 92 bei den Ein­wan­de­rern (Sin­ga­pur: 106) eisern wei­ter her­un­ter­ge­zo­gen wird. (…) It’s over, wie Don Rick­les (1926–2017) altern­de Stars durch­aus lie­be­voll zu fop­pen pfleg­te.” (Der gan­ze Hetz­text gegen die Frosch­fres­ser­beer­ber hier.)

                                   ***


Und doch sind es gera­de die Fran­zo­sen, die der­zeit inner­halb des ver­falls­ent­schlos­se­nen euro­päi­schen Wes­tens die meis­ten Spe­renz­chen machen, wie mei­ne Oma gern sag­te (kommt übri­gens von spe­r­an­za – Hoff­nung; „Mach’ kei­ne Spe­renz­chen”, das hieß unge­fähr: Mach’ dir kei­ne Hoff­nun­gen bzw., mit Dan­te, Lascia­te ogni spe­r­an­za, voi ch’en­tra­te!). „Obwohl es kaum mög­lich schien: Macron ist heu­te noch unpo­pu­lä­rer als sein Vor­gän­ger Fran­cois Hol­lan­de. Die Zuge­ständ­nis­se Macrons rei­chen den Gelb­wes­ten nicht mehr. Sie wol­len das ulti­ma­ti­ve Sym­bol, sei­nen Rück­tritt”, schreibt Archi W. Bechlen­berg, Her­zen­spa­ri­ser, bei Publi­co. Und zitiert den Sozio­lo­gen Guef­f­roy de Lasa­gne­rie mit den Wor­ten: „Jemand, der in Frank­reich vom Min­dest­lohn lebt, hat monat­lich rund 32 Euro für Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten zur Ver­fü­gung. Macrons Erhö­hung des Ben­zin­prei­ses frisst die­sen Leu­ten rund 16 Euro weg, also die Hälf­te die­ses Frei­zeit­bud­gets. Die Pari­ser Bour­geoi­sie kann sich schlecht vor­stel­len, was das bedeu­tet. Es ist also eine sehr mate­ria­lis­ti­sche Bewegung.” 

Auch Chris­to­phe Guil­luy („La Fran­ce phé­ri­phé­ri­que”) zählt Bechlen­berg zufol­ge „zu den jün­ge­ren Intel­lek­tu­el­len in Frank­reich, die den Gelb­wes­ten-Pro­test als legi­ti­men Auf­stand gegen die ‚Cavi­ar gau­che’ sehen, die links-glo­ba­lis­ti­sche städ­ti­sche Klas­se. Von Guil­luy stammt der Satz, es sei eben leich­ter, bei einem Ein­kom­men von 6000 Euro im Monat welt­of­fen und post­mo­dern links zu sein als mit 2000 Euro im Monat.” Der obrig­keits­from­me rechts­rhei­ni­sche Nach­bar indes beißt die Zäh­ne zusam­men und zieht die Nacht­müt­ze tie­fer, auch wenn er Nach­rich­ten liest wie die­se: „Die EU ent­wi­ckelt sich für Auto­fah­rer zum unkal­ku­lier­ba­ren Rechts­raum: Das höchs­te EU-Gericht hat einen Kom­pro­miss bei der Abgas­norm Euro 6 nach­träg­lich gekippt. Damit ist der Weg frei für Ver­bo­te nagel­neu­er Autos. Und es betrifft wahr­schein­lich nicht nur Diesel.”

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„SPD-Frau wünscht sich die inten­si­ve Erfah­rung, ein Kind abzu­trei­ben. – Im Schwan­ger­schafts­ab­bruch sehen vie­le die natür­li­che Bestim­mung des weib­li­chen Kör­pers vor allem bei Juso-Frau­en. ‚Bis­her habe ich die­ses Erleb­nis noch nicht gehabt’, erzählt die ört­li­che Juso-Schar­füh­re­rin der ZZ. ‚Ich will selbst­ver­ständ­lich auch nicht, dass es einen Fötus mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund trifft.’ ” Was wäre ein Tag ohne Bernd Zel­ler?

Die EU ent­wi­ckelt sich für Auto­fah­rer zum unkal­ku­lier­ba­ren Rechts­raum: Das höchs­te EU-Gericht hat einen Kom­pro­miss bei der Abgas­norm Euro 6 nach­träg­lich gekippt. Damit ist der Weg frei für Ver­bo­te nagel­neu­er Autos. Und es betrifft wahr­schein­lich nicht nur Diesel.

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In Ber­lin gab die Initia­ti­ve „Wir an der Basis mit Migran­ten und Flücht­lin­gen” Anfang Dezem­ber eine Pres­se­kon­fe­renz, an der ich nicht teil­neh­men konn­te und über die auch nicht berich­tet wur­de, obwohl eini­ge Jour­na­lis­ten anwe­send waren. Die – was das Pedigree ihrer Mit­glie­der betrifft eher lin­ke – Grup­pe beschreibt sich selbst so: „Wir sind Leh­rer, Erzie­her, Ehren­amt­li­che, Sozi­al­ar­bei­ter, BAMF-Über­set­zer und Dol­met­scher, Jus­tiz­an­ge­stell­te, Psy­cho­lo­gen, Ärz­te, Poli­zis­ten sowie säku­lar und kri­tisch ein­ge­stell­te Flücht­lin­ge und Migran­ten. Wir alle sind Enga­gier­te, die haupt- oder ehren­amt­lich mit Geflüch­te­ten und Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund arbei­ten und haben teil­wei­se sel­ber einen Migra­ti­ons­hin­ter­grund.” Ihr, wenn man so will, Schlacht­ruf lau­tet: „Wir schaf­fen das nicht.” Was ein Grund für den Unbe­kannt­heits­grad die­ser Leu­te sein mag. Spre­che­rin von „Wir an der Basis” ist Rebec­ca Som­mer, eine Fil­me­ma­che­rin und poli­ti­sche Akti­vis­tin, die das Gegen­teil von dem sagt, was so an durch­schnitt­li­chen Durch­hal­te­pa­ro­len aus dem Kanz­le­rin­nen­bun­ker kommt. Ihr Ver­ein, so Som­mer, set­ze sich aus der­zeit 52 Mit­glie­dern in ganz Deutsch­land zusam­men, und bei allem, was man an die Öffent­lich­keit gebe, han­de­le es sich um „nichts Gele­se­nes, nur Erlebtes”.

Zum Bei­spiel:
„Wir haben es zuneh­mend mit Men­schen zu tun, die aus streng reli­giö­sen, eth­nisch tri­ba­len patri­ar­cha­li­schen Clan­struk­tu­ren hier­her­kom­men, wel­che sich unse­rem Wer­te­sys­tem ent­ge­gen­stel­len.
Gleich­zei­tig bemer­ken wir eine Reis­la­mi­sie­rung von bereits hier leben­den Mus­li­men in allen Genera­tio­nen, vor allem bei Kin­dern, Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen.
Dabei han­delt es sich um die Rück­kehr zu einer stren­gen Bin­dung an die ortho­dox-dog­ma­ti­schen Vor­ga­ben der isla­mi­schen Glau­bens­leh­re, die den Nor­men und Grund­sät­zen einer säku­lar-demo­kra­ti­schen Gesell­schafts- und Wer­te­ord­nung wider­spricht. Eine wesent­li­che Rol­le spie­len hier­bei kon­ser­va­ti­ve Islam­ver­bän­de, vom Aus­land gesteu­er­te und finan­zier­te Moschee­ver­ei­ne und Koran­schu­len sowie zuneh­mend sala­fis­ti­sche Grup­pen.
Wir bemer­ken auch immer mehr mus­li­mi­sche Kin­der­gär­ten, in denen Kin­der von klein auf mit isla­mi­schen Nor­men, Rol­len­bil­dern und Wert­vor­stel­lun­gen und somit mit einer anti­sä­ku­la­ren ‚Haram- und Halal­kul­tur’ indok­tri­niert wer­den.
Ins­ge­samt stel­len wir einen weit ver­brei­te­ten Abso­lut­heits­an­spruch mus­li­mi­scher Wer­te fest, der sich in Into­le­ranz, Selbst­über­hö­hung und Dis­kri­mi­nie­rung von Nicht­mus­li­men mani­fes­tiert.
Eine geis­ti­ge Aus­ein­an­der­set­zung mit wis­sen­schaft­li­chen Fak­ten, hier gül­ti­gen Regeln, Nor­men und Geset­zen wird kaum zuge­las­sen, sobald die­se dem isla­mi­schen Welt­bild wider­spre­chen.
Wir bemän­geln, dass in Schu­len durch isla­mi­sche Gebe­te Unter­richts­ab­läu­fe gestört wer­den.
Im Rama­dan gibt es zudem gehäuft wochen­lan­ge Krank­schrei­bun­gen.
Auch bemer­ken wir einen Zuwachs an immer jün­ge­ren Kin­dern, die fas­ten und damit ihre Gesund­heit gefähr­den.
Wir erle­ben, dass Jugend­li­che und jun­ge Erwach­se­ne aus Afri­ka und dem Ori­ent häu­fig ein sehr gerin­ges Bil­dungs­ni­veau mit­brin­gen und des­halb vie­le in unse­ren Schu­len und Bil­dungs­maß­nah­men kei­nen Anschluss an unser hier gül­ti­ges Leis­tungs­ni­veau fin­den.
Als Fol­ge sehen wir eine Absen­kung der Bil­dungs­an­for­de­run­gen in Grund‑, wei­ter­füh­ren­den und berufs­bil­den­den Schu­len. Eben­so stel­len wir fest, dass das Niveau der Deutsch­zer­ti­fi­ka­te sinkt.”

(Die gesam­te Pres­se­er­klä­rung fin­den Sie hier.)

                                    ***

Dem defä­tis­ti­schen Gel­är­me aus dem (gott­lob immer noch ziem­lich schall­dich­ten) Maschi­nen­raum setzt ein Ober­maat auf der Brü­cke die Argu­men­te derer mit dem Weit- und Über­blick ent­ge­gen: „Mer­kel lag mit ‚Wir schaf­fen das’ rich­tig”, zitiert der Süd­deut­sche Beob­ach­ter den Prä­si­den­ten der Bun­des­ver­ei­ni­gung der Deut­schen Arbeit­ge­ber (BDA), Ingo Kra­mer. „Von mehr als einer Mil­li­on Men­schen” – genau­er: etwa andert­halb –, „die seit 2015 nach Deutsch­land gekom­men sei­en, hät­ten knapp 400 000 einen Aus­bil­dungs- oder Arbeits­platz”, sag­te Kra­mer, schreibt der Beob­ach­ter. (Die Umkehr­rech­nung, wie vie­le die­ser uns von über­wie­gend Allah geschenk­ten Men­schen folg­lich ohne Stel­le sei­en, hielt offen­bar kei­ner von bei­den, Kra­mer wie Beob­ach­ter, für gebo­ten, wie man auch über Art und Qua­li­tät der Stel­len den Kaf­tan des Schwei­gens brei­te­te.) „Die meis­ten jun­gen Migran­ten könn­ten nach einem Jahr Unter­richt zudem so gut Deutsch, dass sie dem Berufs­schul­un­ter­richt fol­gen könn­ten”, erklär­te der Wirt­schafts­ver­tre­ter, schreibt der Beob­ach­ter, der sogar noch ein biss­chen bes­ser Deutsch kann. Vie­le Migran­ten, so Kra­mer, sei­en „eine Stüt­ze der deut­schen Wirt­schaft gewor­den”. Ähn­li­ches, näm­lich ein „neu­es Wirt­schafts­wun­der durch Flücht­lin­ge” („Flücht­lin­ge” schrieb man damals noch nicht in Anfüh­rungs­zei­chen) hat­te, auf wes­sen Wunsch auch immer, Daim­ler-Chef Zet­sche im Sep­tem­ber 2015 pro­phe­zeit, also auf dem Höhe­punkt der Migran­ten­wel­le bzw. ‑flut oder ‑flut­wel­le bzw., her­gottsa­kra, des Migran­tents­u­na­mis, und sie­he da, schon am 4. Juli 2016 mel­de­te die deut­sche Wirt­schaft Voll­zug: Dax-Kon­zer­ne hat­ten bis dato 54 „Flüchtlinge” ein­ge­stellt, 50 davon die Post; Daim­ler übrigens kei­nen einzigen. 

„Hat­te im Sep­tem­ber viel­leicht die böse Fee aus dem Kanz­ler­amt einen Wunsch geäußert? Man stel­le sich nur vor, wie die Stim­mung damals gekippt wäre, hätte Zet­sche vor der Ein­wan­de­rung Hun­dert­tau­sen­der Unqua­lif­zier­ter gewarnt, statt von ‚hoch­mo­ti­vier­ten’ neu­en Arbeitskräften zu par­lie­ren. Natürlich wuss­te der Daimler-Oberhäuptling bereits vor einem Drei­vier­tel­jahr, dass die deut­sche Wirt­schaft mit dem Gros der Flüchtlinge und Ein­dring­lin­ge nichts wer­de anfan­gen können, allein schon des­halb, weil in jenem Welt­teil nur weni­ge närrisch genug sind, um ‚hoch­mo­ti­viert’ zur Arbeit zu erschei­nen, aber hin­rei­chend närrisch, um sich mit Gebets- und Fas­ten­zei­ten, Geschlech­ter­tren­nung und Spei­se­vor­schrif­ten aus­ge­las­tet zu fühlen. Wie ich damals an die­ser Stel­le schrieb, wer­den sich die Kon­zer­ne jene Hand­voll her­aus­pi­cken, die sie gebrau­chen können – dass es der­ma­ßen weni­ge sind, konn­te nie­mand ahnen –, und um den rie­si­gen, zum Teil auch rei­si­gen Rest müsse sich halt die Gesell­schaft, die gott­lob kei­ne Gemein­schaft mehr ist, kümmern, und wenn die Sache schief läuft, dann gehen die Zet­sches eben woan­ders­hin gol­fen, wo es ruhi­ger, ungefährlicher und nicht so schmut­zig ist.” (Acta diur­na vom 4. Juli 2016). Und die Kramers natür­lich auch.

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