1. Januar 2019

Hin­ein denn ins 70. Jahr der unter­grün­dig nie­mals zu exis­tie­ren auf­ge­hört haben­den DDR! Vor­wärts immer, rück­wärts nim­mer! Wir set­zen die Segel…

Zunächst ein­mal dan­ke ich 1.813.105 Lesern, die 2018 in mei­nem klei­nen Eck­la­den vor­stel­lig wur­den und dort 8.024.520 Sei­ten abrie­fen, was noch­mals eine Stei­ge­rung von mehr als einer Mil­li­on Sei­ten im Ver­gleich zum Vor­jahr ist. 

Sodann will ich, gewis­ser­ma­ßen als Monats- sowie Jahresendfigur(enpaar), ein Bild in Vor­schlag brin­gen, das mir eine Male­rin im ver­gan­ge­nen Jahr zuschick­te, kurz nach­dem ich mit der Ver­stei­ge­rung eines Gemäl­des von Bernd Zel­ler zuguns­ten der Fami­lie des zu Ber­gisch-Glad­bach von Migran­ten tot­ge­schla­ge­nen Tho­mas K. begon­nen hatte:

Quo vadis cancellaria

Ich fin­de, es passt sehr gut, sowohl ins Jahr als auch in die Sai­son. Wie eben­falls die­ses Foto, ein wun­der­ba­res Sym­bol­bild für die Begrif­fe Schen­gen-Raum und Willkommenkultur:

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Sodann gestat­te ich mir, hier den Neu­jahrs­gruß eines Lesers ein­zu­rü­cken, der sich erfreu­lich abhebt vom übli­chen Geschlei­me der im Eck­la­den her­um­lun­gern­den Reac­tionä­re, Salon­fa­schis­ten und Toleranzkraftzersetzer: 

„Sehr geehr­ter Herr Klo­n­ovs­ky, eine Freun­din hat mir Ihre Sei­te empfohlen. 

Ich habe nach nur ober­fläch­li­cher Lek­tü­re ein Lob und eine Kri­tik:
Das Lob: pas­sa­bles Deutsch eines hin­rei­chend intel­li­gen­ten Men­schen
Die Kri­tik: Ihr Werk ent­hält nicht nur uner­träg­li­che Pole­mi­ken, Ver­leum­dun­gen und Bos­haf­tig­kei­ten, son­dern hat die­se zum eigent­li­chen Ziel Ihres Schrei­bens gemacht. 
Bleibt mir nur, mit Betrof­fen­heit fest­zu­stel­len, dass Sie sich da in einer Gemein­schaft gleich­ge­sinn­ter (und sich gegen­sei­tig befeu­ern­der und über­bie­ten­der) Ver­leum­der wäh­nen und wahr­schein­lich sogar befin­den. Und mit Befrie­di­gung zu ver­mer­ken, dass Ihr Kampf in einem demo­kra­ti­schen Staat und einer moder­nen, zukunfts­fä­hi­gen Gesell­schaft, die mit über­wäl­ti­gen­der Mehr­heit Har­mo­nie, Frie­den und Tole­ranz sucht – und fin­det – wir­kungs­los ist. 

Ich wün­sche Ihnen ein schö­nes 2019 und mensch­li­che Erkenntnisse.”

Das wün­sche ich umge­kehrt natür­lich auch! Und allen ande­ren Lesern erst recht! 

                                    ***

Nach­dem ich ges­tern die Hetz­jagd auf Deut­sche, wel­che am Sams­tag­abend zu Amberg von einer vier­köp­fi­gen Asy­lan­ten­hor­de zele­briert wur­de, als einen struk­tu­rel­len bzw. sym­pto­ma­ti­schen Vor­fall beschrie­ben habe, will ich heu­te den deut­schen Amok­fah­rer von Bot­trop und Essen nicht beschwei­gen. Bei­de Taten ste­hen schließ­lich in einem mit­tel­ba­ren Zusam­men­hang. Jene von Bot­trop resul­tiert nicht direkt aus jener von Amberg, aber indi­rekt durch­aus, sofern man eben ein wenig zurück­tritt und nicht die ein­zel­nen Fäl­le in den Blick nimmt, son­dern den gesam­ten Kontext.

In einem Land, in dem durch Migran­ten täg­lich Gewalt­ta­ten gegen Ein­hei­mi­sche began­gen wer­den – wo also der von Hans Magnus Enzens­ber­ger 1993 pro­phe­zei­te „mole­ku­la­re Bür­ger­krieg” dank der Erhö­hung der Kom­bat­tan­ten­zahl vor allem seit 2015 all­mäh­lich Fahrt auf­nimmt (mole­ku­la­rer Bür­ger­krieg bedeu­tet nichts ande­res als: regio­nal ver­ein­zel­te, aber regel­mä­ßi­ge Gewalt­ta­ten ent­lang eth­nisch-kul­tu­rel­ler Bruch­li­ni­en) –, in einem sol­chen Land muss lei­der, lei­der und noch­mals lei­der damit gerech­net wer­den, dass Straf­ta­ten auch in der umge­kehr­ten Rich­tung und mit Opfern unter Aus­län­dern began­gen wer­den. Das ist kei­ne Recht­fer­ti­gung, son­dern eine Fest­stel­lung. Der Ein­fach­heit hal­ber will ich auf die Erwä­gung ver­zich­ten, der Täter von Bot­trop könn­te tat­säch­lich psy­chisch gestört sein, wie die Poli­zei mut­maß­te. Geste­hen wir ihm die vol­le Ver­ant­wor­tung für sei­ne Tat zu, um wider­spruchs­lo­ser zu der The­se zu gelan­gen, dass „Bot­trop” als Fall auf „Amberg” als Struk­tur reagiert. Kann auch „Bot­trop” Struk­tur wer­den? Und was wäre dage­gen zu tun?

Eine Ant­wort hat unter ande­ren Hel­mut Schmidt zu geben ver­sucht, der mehr­fach dar­auf insis­tier­te, dass die Migra­ti­on nach Deutsch­land gestoppt wer­den müs­se und 1981 auf einer DGB-Ver­an­stal­tung sag­te: „Wir kön­nen nicht mehr Aus­län­der ver­dau­en, das gibt Mord und Tot­schlag.” Sei­ne Pro­gno­se hat sich als völ­lig kor­rekt erwie­sen, aber er sag­te und mein­te nicht, es gäbe dann Mord und Tot­schlag gegen Deut­sche, son­dern Schmidt rech­ne­te mit Opfern auf bei­den Sei­ten. Er sah den sozia­len Frie­den gefähr­det, des­sen Erhal­tung die ers­te und ele­men­tars­te Auf­ga­be eines deut­schen Kanz­lers (außer einem) ist. Resp. sein soll­te. Da er die ver­ant­wor­tungs­ethi­schen Moti­ve über die gesin­nungs­ethi­schen stell­te, wei­ger­te sich Schmidt, als Kol­la­te­ral­schä­den für eine poli­ti­sche Visi­on Opfer in den Kauf zu neh­men. Das CDU/C­SU-Pro­gramm für die Bun­des­tags­wahl 2002 schlug einen ähn­li­chen Ton an: „Deutsch­land muss Zuwan­de­rung stär­ker steu­ern und begren­zen als bis­her. Zuwan­de­rung kann kein Aus­weg aus den demo­gra­fi­schen Ver­än­de­run­gen in Deutsch­land sein. Wir ertei­len einer Aus­wei­tung der Zuwan­de­rung aus Dritt­staa­ten eine kla­re Absa­ge, denn sie wür­de die Inte­gra­ti­ons­fä­hig­keit unse­rer Gesell­schaft über­for­dern. Ver­stärk­te Zuwan­de­rung wür­de den inne­ren Frie­den gefähr­den und radi­ka­len Kräf­ten Vor­schub leisten.” 

Schmidts heu­ti­ge sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Nach­fah­ren sehen das bekannt­lich anders; gemein­sam mit der Mer­kel-CDU, den Grü­nen und den meis­ten Lin­ken haben sie nicht nur die Ein­wan­de­rung Schwer­inte­grier­ba­rer rasant beschleu­nigt, son­dern sie stel­len oben­drein den­je­ni­gen Ein­ge­bo­re­nen, die sich dage­gen weh­ren – die sich, neben aller­lei Uan­nehm­lich­kei­ten, die ihren Töch­tern und Söh­nen dro­hen, letzt­lich gegen ihre Ver­drän­gung weh­ren – unbe­irrt den Nazi-Blan­ko­scheck aus. Das heißt, aus der Per­spek­ti­ve des mole­ku­la­ren Bür­ger­kriegs betrach­tet, sie stär­ken per­ma­nent die eine Sei­te und schwä­chen per­ma­nent die ande­re – der Wil­le, wirk­li­che Fach­kräf­te ins Land zu holen, die aus die­sem Zusam­men­hang auto­ma­tisch her­aus­fal­len, ist ja noch unter­ent­wi­ckel­ter als Mer­kels Deutsch (als Phy­si­ke­rin weiß die Kanz­le­rin selbst­ver­ständ­lich genau Bescheid über den Unter­schied von rever­si­blen und irrever­si­blen Pro­zes­sen). Der fai­re Blick Schmidts auf das Pro­blem wur­de durch eine ein­sei­ti­ge Schuld­zu­wei­sung a prio­ri ersetzt, und die gelenk­ten Medi­en wer­den die­ses Pro­gramm bis an ihr Ende durch­zie­hen. Des­we­gen sind deut­sche Täter immer ein biss­chen schul­di­ger als aus­län­di­sche, bei denen mil­dern­de Umstän­de zuhauf zuta­ge geför­dert wer­den (Trau­ma­ta, kul­tu­rel­le Gepflo­gen­hei­ten, Unzu­rech­nungs­fä­hig­keit, Dis­kri­mi­nie­rung, Unter­pri­vi­le­gie­rung, Min­der­jäh­rig­keit bis ins höhe­re Alter etc. pp.).

Aller­dings hat frei­lich selbst der kecks­te Lin­ke noch nie behaup­tet, dass migran­ti­sche Mes­ser­ste­cher, Kopf­tre­ter und Ver­ge­wal­ti­ger sich bloß gegen „Ras­sis­ten”, „Nazis” und sprö­de wei­ße Eman­zen zur Wehr setz­ten. Die Delin­quenz soge­nann­ter Flücht­lin­ge wird auf ande­re Wei­se ver­harm­lost, ent­schul­digt und ent­po­li­ti­siert, wäh­rend umge­kehrt gegen Migran­ten ver­üb­te Straf­ta­ten Deut­scher sofort eine poli­ti­sche Dimen­si­on erhal­ten. Unse­re Fra­ge lau­tet nun: Wie ver­hin­dert man Fäl­le wie in Bot­trop? Eine Ant­wort im Sin­ne Hel­mut Schmidts wäre: Indem man Fäl­le wie in Amberg ver­hin­dert. Und wie ver­hin­dert man Fäl­le wie in Amberg? Indem man die „Ein­wan­de­rung aus pri­mi­ti­ven Ent­wick­lungs­län­dern” (Schmidt) dros­selt oder inzwi­schen bes­ser ganz beendet.

Das wirft wie­der­um die Fra­ge auf: Wer ist schuld an „Bot­trop”, jen­seits der indi­vi­du­el­len straf­recht­li­chen Schuld des Pkw-Fah­rers? Reflex­haft wur­de in den sozia­len Medi­en „die” AfD in Vor­schlag gebracht, weil sie die gesell­schaft­li­che Stim­mung gegen­über Aus­län­dern ver­schlech­tert habe. Ich erlau­be mir die The­se, dass die gesell­schaft­li­che Stim­mung ohne die AfD unge­fähr so viel anders wäre wie die Tem­pe­ra­tur eines Fie­bern­den ohne Ther­mo­me­ter. Für die ver­schlech­ter­te gesell­schaft­li­che Stim­mung gegen­über Migran­ten sind aus­schließ­lich Migran­ten ver­ant­wort­lich – nicht „die Aus­län­der”, lie­be Grü­ne und Brau­ne, son­dern ein expo­nier­ter Teil davon –, und um die Grün­de zu erfah­ren, muss ein Mensch weder eine AfD-Ver­an­stal­tung besu­chen noch eine AfD-Face­book­sei­te lesen; volks­wirt­schaft­li­che Ele­men­tar­kennt­nis­se, eige­ne Erfah­run­gen und, wenn die­se feh­len, ein Blick in die Poli­zei­be­rich­te oder die Mel­dun­gen der Regio­nal­pres­se genü­gen vollauf. 

Wer von Amberg nicht reden will, soll also von Bot­trop schweigen.

                                    ***

Das tun die Spitz­bü­bin­nen und ‑buben in den Redak­ti­ons­stu­ben natür­lich nicht. Die ers­te Mel­dung der Tages­schau heu­te (wie auch den gan­zen Tag auf der Web­sei­te) war der Amok­fah­rer von Bot­trop und Essen. Sei­ne Natio­na­li­tät wur­de umstand­los erwähnt, nie­mand fühl­te sich bemü­ßigt, vor Ver­all­ge­mei­ne­rung oder lin­ker Instru­men­ta­li­sie­rung der Untat zu war­nen. Wer auf tagesschau.de indes den Such­be­griff „Amberg” ein­gibt, fin­det zu der Hetz­jagd auf Ein­hei­mi­sche: nichts.

                                    ***

Mit der Migra­ti­on ver­hält es sich wie mit dem IQ: Sie erklärt kein Pro­blem aus­schließ­lich, aber kor­re­liert mit jedem.

                                    ***

Ein Schwei­zer Unter­neh­mer bat mich, die­ses Ange­bot an die Deut­schen zum neu­en Jahr zu ver­öf­fent­li­chen, da ande­re deut­sche Medi­en bis­lang von der Ver­brei­tung Abstand genom­men hätten:

„Sehr geehr­te Damen und Her­ren Deutsche,

Sie haben ganz offen­sicht­lich ein Pro­blem, näm­lich mit der mil­lio­nen­fa­chen Zuwan­de­rung von schwer inte­grier­ba­ren Kul­tur­frem­den, die dar­über hin­aus Ihre Sozi­al­kas­sen belas­ten. Die­ses Pro­blem lässt sich nicht mit den bei Ihnen bewähr­ten Metho­den des Aus­sit­zens oder Zei­chen­set­zens bewältigen.

Natür­lich ist mir hier in der Schweiz nicht ver­bor­gen geblie­ben, dass wei­te Tei­le von Ihnen der Mei­nung sind, hier läge gar kein Pro­blem vor. Ich wage aber die Pro­gno­se, dass die­se Grup­pe täg­lich klei­ner wird und die Stim­mung bald kippt.

Aber was dann? Selbst scharf­sin­ni­ge Regie­rungs­kri­ti­ker mei­nen, dass man da nichts machen kön­ne, da ‚allein die demo­gra­fi­sche Ent­wick­lung dafür sor­gen wird, dass unse­re Nach­fol­ge­ge­nera­tio­nen in spä­tes­tens 50 Jah­ren in mehr­heit­lich isla­mi­schen Gesell­schaf­ten auf­wach­sen’ (Mat­thi­as Matu­s­sek, „White Rab­bit”). Die Ver­hin­de­rung sol­cher Zustän­de sei aller­dings ‚ein abso­lu­ter Alb­traum, den sich kein Mensch wün­schen kann. Allein ihn sich vor­zu­stel­len ist schmerz­haft.’ Auch habe ich erfah­ren, dass hoheit­li­che Gewalt­an­wen­dung ein Tabu­the­ma ist und sich Ihre Poli­zis­ten schlecht und Flug­be­glei­ter ‚als Mit­tä­ter’ füh­len, wenn sie Abschie­bungs­trans­por­te beglei­ten müssen.

Erstaun­lich, wenn man bedenkt, dass Pizar­ro einst mit 150 Mann das Inka-Reich erober­te, die Bri­ten mit nur 100.000 eige­nen Sol­da­ten den gesam­ten indi­schen Sub­kon­ti­nent beherrsch­ten oder etwa der Deut­sche Orden mit weni­gen hun­dert Rit­tern wei­te Tei­le des Bal­ti­kums kon­trol­lie­ren konnte.

Böse Zun­gen behaup­ten, Sie sei­en alle­samt zu schwach und zu fei­ge, und wür­den die­se Tat­sa­che hin­ter Tole­ranz­ge­tue oder Fata­lis­mus ver­ber­gen. Das ist natür­lich nicht wahr. Ich habe vol­les Ver­ständ­nis dafür, dass Sie sich auf­grund Ihrer Geschich­te Zurück­hal­tung auf­er­legt haben und vor allen Din­gen gut sein wol­len. Es ist ja nicht Ihre Schuld, dass dem eine unpas­sen­de Wirk­lich­keit im Wege steht.

Mein Unter­neh­men bie­tet Ihnen hier­mit an, die­ses Pro­blem für Sie zu lösen! Und zwar zum Schnäpp­chen­preis von nur 50 Mil­li­ar­den Euro. Das ist ledig­lich die Hälf­te des­sen, was sie laut Anga­ben Ihrer eige­nen Regie­rung in den nächs­ten Jah­ren für die Ver­sor­gung der Ein­dring­lin­ge auf­wen­den müssen.

Ich kann Ihnen kurz skiz­zie­ren, wie das vor sich gehen wird. Es beruht alles auf bewähr­ten und rechts­staat­li­chen Ver­fah­ren. Sie müs­sen sich die Fin­ger nicht schmut­zig machen, son­dern kön­nen das nach dem Mus­ter der Scheck­buch­di­plo­ma­tie an uns dele­gie­ren. Deren Erfin­der Hans-Diet­rich Gen­scher gilt ja bei Ihnen als der gröss­te deut­sche Diplo­mat aller Zeiten.

Wir rich­ten Auf­fang­la­ger ein, in die alle Aus­rei­se­pflich­ti­gen ver­bracht wer­den, auch sol­che die bereits seit Jahr­zehn­ten gedul­det sind, wie die Liba­ne­sen-Clans. Dort besteht nur noch Anspruch auf ein­fa­ches Essen und medi­zi­ni­sche Not­ver­sor­gung, nicht aber auf Geld oder sons­ti­ge Zuwen­dun­gen. Jeder Aus­rei­se­pflich­ti­ge wird erken­nungs­dienst­lich behan­delt und ihm ange­bo­ten, inner­halb einer vier­wö­chi­gen Frist in ein Land sei­ner Wahl aus­zu­rei­sen. Nimmt er das Ange­bot an, erhält er eine Rück­kehr­prä­mie von 1.000 Euro. Allein die­ses Vor­ge­hen wird vie­le dazu bewe­gen, frei­wil­lig das Land zu verlassen.

Wer ablehnt, ver­liert nicht nur das Recht, jemals wie­der Deutsch­land zu betre­ten. Er wird  zwangs­wei­se abge­scho­ben, auch wenn er sei­ne Iden­ti­tät und Her­kunft ver­schweigt. Wir ver­brin­gen die ent­spre­chen­den Delin­quen­ten auf von uns gechar­ter­te Kreuz­fahrt­schif­fe. Die­se lau­fen Abschub­zo­nen in Afri­ka und Ara­bi­en an. Mit den ent­spre­chen­den Regie­run­gen und loka­len Macht­ha­bern sind bereits Ver­ein­ba­rung getrof­fen (Scheck­buch­di­plo­ma­tie, Sie wis­sen schon…). Dane­ben rich­ten wir mit Trans­port­flug­zeu­gen eine dau­er­haf­te Luft­brü­cke für alle Antrag­stel­ler lau­fen­der Asyl­ver­fah­ren zu unse­rem Antrags­la­ger nach Liby­en ein. Dort wer­den die Anträ­ge von ent­sand­ten Ver­wal­tungs­rich­tern geprüft und nur die weni­gen begrün­de­ten Fäl­le dür­fen nach Deutsch­land zurück.

Sie sehen also, dass die tech­ni­sche Umset­zung ver­hält­nis­mäs­sig ein­fach ist. Natür­lich ist ent­spre­chend qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal erfor­der­lich. Wir gehen davon aus, dass die Rück­füh­rung von meh­re­ren Mil­lio­nen Men­schen inner­halb von zwei Jah­ren mit einem Per­so­nal­auf­wand in der Grös­sen­ord­nung von ledig­lich 25.000 Mann dar­stell­bar ist. Unse­re Ange­stell­ten sind robus­te, meist ukrai­ni­sche Män­ner, die in der Regel über Armee- oder Poli­zei­er­fah­rung ver­fü­gen. Unse­re Lei­ten­den Ange­stell­ten rekru­tie­ren sich aus ehe­ma­li­gen Ange­hö­ri­gen von Spe­zi­al­kräf­ten west­li­cher Staa­ten. Als Schwei­zer Unter­neh­men ste­hen wir für Qua­li­tät und Zuver­läs­sig­keit bei der Auf­trags­er­fül­lung ein.

Sie müs­sen aller­dings sicher­stel­len, dass Ihre Gerich­te rechts­kräf­ti­ge Aus­wei­sungs­ver­fü­gun­gen erlas­sen. Soll­te dies auf­grund der Per­sön­lich­keits­struk­tur Ihrer Rich­ter nicht mög­lich sein, kön­nen wir – gegen einen gerin­gen Auf­preis – eige­ne Schnell­ge­rich­te mit juris­tisch geschul­tem Per­so­nal ein­rich­ten, die ein vom Bun­des­tag abge­seg­ne­tes Ver­fah­ren anwenden.

Ein klei­ner kos­ten­frei­er Hin­weis am Ran­de sei erlaubt: Bereits Ihre jet­zi­ge Rechts­la­ge ist kei­nes­wegs so, dass Sie alle Men­schen die­ser Welt auf­neh­men müs­sen und nie­man­den mehr abschie­ben kön­nen. Die bis­he­ri­gen Regeln soll­ten auch aus­rei­chend sein, um die kri­mi­nel­len ara­bi­schen Clans in ihren Gross­städ­ten voll­stän­dig abschie­ben zu kön­nen. Es geht dar­um, die bestehen­den Geset­ze kon­se­quent anzu­wen­den und in man­chen Fäl­len auch so aus­zu­le­gen, dass ein Han­deln gera­de noch im Rah­men des Wort­lau­tes ver­tret­bar ist, aber den gewünsch­ten Zweck erfüllt. Sie haben ja ent­spre­chen­de Erfah­rung: Grie­chen­land­ret­tung, Atom­aus­stieg und Asyl-für-Alle haben Sie doch trotz nicht hilf­rei­cher Rechts­la­ge gut hinbekommen.

Wir emp­feh­len gleich­wohl, dass Sie unver­züg­lich damit begin­nen, Ihre Gren­zen zu sichern und Ein­dring­lin­ge ohne Papie­re abzu­wei­sen. Andern­falls kön­nen wir den ange­bo­te­nen Preis nicht hal­ten. Erlau­ben Sie mir schließ­lich den Hin­weis, dass die Ein­wan­de­rung von Mus­li­men bis­her noch in jedem Land zu erheb­li­chen Pro­ble­men geführt hat und wir unse­ren Kun­den daher grund­sätz­lich davon abraten.

Falls Sie mein Ange­bot anneh­men, haben Sie in spä­tes­tens drei Jah­ren wie­der die Situa­ti­on von vor 2015, mög­li­cher­wei­se gar die der gol­de­nen acht­zi­ger Jah­re. Es wird eini­ge unschö­ne Bil­der und gele­gent­li­chen Schuss­waf­fen­ein­satz geben. Für die Wie­der­her­stel­lung von Sicher­heit, Recht und Ord­nung bezah­len Sie ein­ma­lig nur den genann­ten Betrag und kön­nen sich dabei in der Gewiss­heit baden, dass Sie per­sön­lich oder Ihre Staats­or­ga­ne mit dem Ein­satz von Gewalt nichts, aber auch gar nichts, zu tun haben. Nach geta­ner Arbeit kön­nen Sie sich wie­der der Welt- und Kli­ma­ret­tung sowie Gerech­tig­keits­lü­cken aller Art widmen.

Falls Sie mein Ange­bot ableh­nen, wer­de ich Ihnen im Jah­re 2022 ein erneu­tes Ange­bot zum dop­pel­ten Preis unter­brei­ten und letzt­ma­lig 2025 eines zum fünf­fa­chen Preis; ich wür­de nicht so lan­ge zögern, denn neben dem Preis­nach­teil wird es zuneh­mend unschö­ne Bil­der geben. Und Sie wer­den aller Vor­aus­sicht nach in Schwei­zer Fran­ken zah­len müssen.

Die Ent­schei­dung über die Zukunft Ihres Lan­des liegt nun allein in Ihren Händen.

Wir ste­hen parat.

Mit freund­li­chen Grüssen

Ihr

Urs Win­kel­ried
Pre­si­dent & CEO
Win­kel­ried Remi­gra­ti­on Ser­vices AG”

                                        ***

Eine Monats­end­fi­gur bin ich wohl trotz­dem noch schul­dig, sie liegt seit Juli erwar­tungs­froh auf mei­ner Fest­plat­te, und gera­de im tiefs­ten Win­ter mag sich der Mensch gern auf die war­me Jah­res­zeit vorfreuen:

34464442 2015628258754224 7895091866570326016 n    

Wie stets zum Monats­en­de geht jetzt die Kol­lek­te um, mit einem herz­haf­ten „Vergelt’s Gott!” an alle, die sie bis­lang groß­zü­gig befüllt haben; alle ande­ren kli­cken bit­te hier

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