12. März 2019

„One should never lis­ten. To lis­ten is a sign of indif­fe­rence to one’s lis­teners.„
Oscar Wil­de

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Die blei­ben­de Hin­ter­las­sen­schaft der Kanz­le­rin Mer­kel wird die elas­ti­sche Unver­bind­lich­keit des Rechts sein. Seit Mer­kel gilt: Die Ver­fas­sung bin­det nur solan­ge, bis höhe­re Inter­es­sen auf dem Spiel ste­hen. Was höhe­re Inter­es­sen sind, lege ich in enger Füh­lung mit den Agen­tu­ren des Welt­geis­tes fest, unter Berück­sich­ti­gung der ver­mu­te­ten öffent­li­chen Stim­mung. Juris­ten, die ihre Kar­rie­re noch vor sich haben und mei­ne Ent­schei­dun­gen für ver­fas­sungs­kon­form erklä­ren, wer­den sich ver­läss­lich finden.

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Aus den Abgrün­den der bereits unter her­an­wach­sen­den Kar­tof­feln herr­schen­den Into­le­ranz und Kul­tur­un­sen­si­bi­li­tät errei­chen mich die­se erschüt­tern­den Zeugnisse: 

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Wie es aus­schaut, ist die frag­li­che Bil­dungs­ein­rich­tung noch kein ech­ter Brenn­punkt, sonst wären die Ungläu­bi­gen demü­ti­ger. Es heißt, Frau Che­bli und Frau Törin-Eck­hardt bil­den jetzt eine mobi­le Talk For­ce für sol­che Pro­blem­schü­ler; Letz­te­re bemüht sich der­weil, in Erfah­rung zu brin­gen, wie vie­le Koran­ka­pi­tel es gibt.   

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Die „Heim­su­chung aus der Ucker­mark” (Leser ***) gelüs­tet es nach einem deut­schen Flug­zeug­trä­ger. Der Scherz ist nahe­lie­gend, aber gut, und Had­mut Danisch hat ihn als ers­ter gemacht: „Ob Mer­kel klar ist, dass das gleich­zei­tig Flug­ha­fen und Schiff ist, also qua­si die Kreu­zung aus BER und Gorch Fock?”

Was ers­te­ren betrifft, hat die Haupt­stadt­pres­se des zen­tral­eu­ro­päi­schen Schwel­len­lan­des hier und hier die neu­es­ten Strei­che auf der Pfanne.

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Apro­pos Mer­kel: „Er kri­ti­sier­te, dass ’sich die eta­blier­ten Par­tei­en den Staat zur Beu­te gemacht’ hät­ten und sich ‚der Par­tei­en­staat der BRD .… eigent­lich nur noch durch das Mehr­par­tei­en­sys­tem von der Par­tei­dik­ta­tur der DDR’ abhe­be.” Wer hat’s gesagt? Der.

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Der Evan­ge­li­sche Kir­chen­tag naht und mit ihm die mar­kigs­ten Mäna­dis­men resp. Mäna­de­ri­en der Mit­schwes­ter­lich­keit. Nach­dem Kli­ma­fas­ten längst pro­tes­tan­ti­scher Diät­stan­dard ist und Malen mit Mens­trua­ti­ons­blut ein alter Damen­hut, wird auf der dies­jäh­ri­gen Kir­mes eine Kul­tur­tech­nik zele­briert, die das Zen­trum kon­stru­ier­ter Weib­lich­keit in den Blick nimmt (und sich als „Work­shop” im ange­sag­ten Frame inter­re­li­giö­ser Schen­kel­öff­nung gewiss auch an Mus­li­min­nen und ihre glut­äu­gi­gen Beglei­ter wen­det, zumal es sich um eine der weni­gen in die­sem tren­di­gen Welt­teil tat­säch­lich unter­ent­wi­ckel­ten Wahr­neh­mungs­tech­ni­ken han­delt): die Vot­zen­ma­le­rei. Im „Zen­trum Geschlech­ter­wel­ten” (Dort­mund, Mal­linck­rodt-Gym­na­si­um, 3. OG, 303, Süd­rand­weg 2) wird die Hal­le­sche Theo­lo­gie­stu­den­tin Lea Kli­schat zum „Work­shop Vul­ven malen” bit­ten; Model­le sind wahr­schein­lich mitzubringen.

Übri­gens war es ein Mus­lim, näm­lich Halil Şerif Pascha, auch bekannt als Kha­lil Bey, gebür­ti­ger Ägyp­ter, osma­ni­scher Diplo­mat und Kunst­samm­ler, der ihr in Euro­pa zu einem bis­lang unüber­trof­fe­nen Höhe­punkt ver­half, indem er Gust­ave Cour­bet beauf­trag­te, ihm eine Pus­sy bild­fül­lend zu por­trä­tie­ren und womög­lich sogar sei­ne Gelieb­te als Modell zur Ver­fü­gung stell­te. Ob der­glei­chen Pikan­te­rien auch bei einer Pro­test­tan­ten-Ses­si­on mög­lich sind? Oder dür­fen bzw. müs­sen dort nur je eige­ne Mimis gemalt werden?

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Bei May­b­ritt Ill­ner erklär­te unser aktu­el­ler Außen­amts­chef Hei­ko Maas am 18. Janu­ar, die EU sei in ers­ter Linie ein Frie­dens­pro­jekt, nie­mals mehr habe es Krieg gege­ben in Euro­pa, seit wir die EU haben.
Wolf­gang Sobot­ka von der Öster­rei­chi­schen Volks­par­tei (ÖVP) erlaub­te sich, ein­zu­wen­den: „Doch, auf dem Bal­kan.„
Nun, Hei­ko war wei­land Vor­sit­zen­der der saar­län­di­schen Jusos, also weit weg vom Bal­kan. Außer­dem hat sich ein deut­scher Außen­mi­nis­ter nicht auf der Welt­po­li­tik oder gar der Geschich­te, son­dern im Opt­ativ aus­zu­ken­nen. Beson­ders auf­schluss­reich über die den Ölzweig im Schna­bel tra­gen­de Tau­be EU schei­nen mir die­se bei­den Tex­te zu sein, die den Ein­satz radio­ak­ti­ver Muni­ti­on bei den Ser­bi­en-Bom­bar­de­ments der Nato the­ma­ti­sie­ren, ein Frie­dens­pro­jekt, an dem sich halb West­eu­ro­pa betei­lig­te. Gevat­ter Maas tut gut dar­an, Nicht­wis­sen zu simu­lie­ren; er lebt davon…

PS: Die Fol­gen der Ver­wen­dung von ange­rei­cher­tem Uran in Kriegs­mu­ni­ti­on sei­en weit weni­ger schlimm, als in den von mir ver­link­ten Tex­ten behaup­tet, schreibt Leser ***, und führt als Bei­spie­le auf:

„1. Ver­wen­dung von abge­reich­ter­tem Uran als Teil der pan­zer­bre­chen­der Muni­ti­on in den Golf­krie­gen. Mas­sen­haf­te Ver­wen­dung u.a. durch A‑10 War­zen­schwein in der 30mm-BMK. Berich­te von Aus­wir­kun­gen sind mir auch fast 30 Jah­re spä­ter nicht bekannt.
2. Ver­wen­dung von eben­je­ner Muni­ti­on auf Trup­pen­übungs­plät­zen in Deutsch­land. Ich selbst nahm bereits in den spä­ten 80er Jah­ren als Stu­dent im Feri­en­job als Räum­ar­bei­ter einer Kampf­mit­tel­räum­fir­ma an mona­te­lan­gen Arbei­ten auf einem Trup­pen­übungs­platz teil, auf dem sol­che Muni­ti­on ver­wen­det wur­de. Über­flüs­sig zu erwäh­nen, dass ich mich drei­ein­halb Jahr­zehn­te spä­ter bes­ter Gesund­heit erfreue.
3. Abge­rei­cher­tes Uran, und somit qua­si rei­nes U 238, hat eine Halb­werts­zeit von 4,5 Mil­li­ar­den Jah­ren. Je grö­ßer die Halb­werts­zeit, des­to weni­ger Zer­fäl­le pro Zeit­ein­heit. Und des­to gerin­ger die Gefahr. Gänz­lich unbe­rück­sich­tigt die Tat­sa­che, dass Uran natür­lich vor­kommt, in man­chen Gegen­den der Welt in mas­siv erhöh­ter Kon­zen­tra­ti­on, fragt man sich, wie­viel Uran ein­ge­setzt wer­den muß, um in gan­zen Län­dern zu einer meß­ba­ren Erhö­hung des Krank­heits­ri­si­kos beizutragen.
4. Miß­brauch von sta­tis­ti­schen Daten. Mir fehlt hier zwar die Daten­la­ge, um sofort das Wort Lüge zu benut­zen. Ich ver­wei­se aber auf ein Bei­spiel aus unse­rem gelieb­ten Hei­mat­land, als vor eini­ger Zeit ein Medi­zi­ner mit allen Mit­teln nach­wei­sen woll­te, dass in der Nähe eines AKW (soweit ich mich erin­ne­re in der Nähe von Ham­burg) die Leuk­ämie eska­liert. Liegt der Wert in Deutsch­land im Nor­mal­fall bei 2 von 100.000, so wur­de von ihm behaup­tet, bei einem Wert von 4 auf 100.000 hät­te sich die Leuk­ämie­r­a­te ver­dop­pelt. Sta­tis­tisch brül­len­der Unsinn! Ein Wert von 30 oder 40 von 100.000, 4 auf 100.000 ist eine abso­lut zufäl­li­ge und somit irrele­van­te, Häu­fung. Wenn ein Wert von 2 aus 10 auf 4 aus 10 ansteigt, ist kon­kret Alarm ange­sagt, bezo­gen auf 100.000 ist das Unsinn, Miß­brauch der Ahnungs­lo­sig­keit und Propaganda.

Nicht Punkt 5, aber all­ge­mein ange­merkt, ist das Vor­ge­hen der NATO gegen Ser­bi­en ohne­hin ein extrem schlech­tes Bei­spiel für die Aggres­si­vi­tät oder Frie­dens­feind­lich­keit der EU. Es bleibt mir unver­ständ­lich, war­um der Aggres­sor Num­mer 1 des Bal­kan­krie­ges sich als Opfer geriert.”

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„Wenn Sie heu­te eine belie­bi­ge deut­sche TV-Sen­dung, mei­net­we­gen über alte Geschich­te, oder über eine belie­bi­ge Gegend in einer fer­nen Welt­ge­gend sehen – eines ist sicher: Es dau­ert nicht lan­ge, bis der Autor ent­we­der auf den Kli­ma­wan­del, den Umwelt­schutz, die unter­drück­ten Frau­en oder auf bedroh­te Tie­re kommt, oder auf Ras­sis­mus und Kolo­nia­lis­mus”, schreibt Leser ***. „Ande­re Blick­win­kel schei­nen für Deut­sche fast nicht mehr zu exis­tie­ren. Geschich­te unter dem Aspekt des Kolo­nia­lis­mus und Ras­sis­mus zu betrach­ten, scheint heu­te die ein­zi­ge Mög­lich­keit zu sein, die­se Gebie­te abzu­han­deln.
Wer sei­ne Blick­win­kel der­ma­ßen ein­schränkt, erlegt sich aber damit ein regel­rech­tes Selbst­ver­blö­dungs-Pro­gramm auf.
Ich habe noch viel Kon­takt zu mei­nen Ex-Kol­le­gen an der Uni. und höre teil­wei­se deren Kla­gen über die­sen Zustand – die Stu­den­ten und vie­le Kol­le­gen las­sen nichts ande­res mehr zu als die­se infan­ti­li­sier­te Pri­mi­tiv-Ver­si­on von ‚Wis­sen­schaft’.
Ich bin heil­froh, dass ich damit nichts mehr zu tun habe. Wir leben in dege­ne­rier­ten Zeiten.“

                                      ***

Am 8. März hat Bran­den­burg, ein nach all­ge­mei­ner Dar­stel­lung für Flie­hen­de, Geflüch­te­te, Schutz­su­chen­de und Schutz­fle­hen­de wie über­haupt für Aus­län­der gefähr­li­ches Land, fast so schlimm wie Sach­sen, sei­ne Poli­zei­li­che Kri­mi­nal­sta­tis­tik für 2018 prä­sen­tiert (hier ein „Handout”, hier die Prä­sen­ta­ti­on der PKS), wor­auf mich Lesern *** hin­weist. In Bran­den­burg leben dem Sta­tis­ti­schen Bun­des­amt zufol­ge rund zwei­ein­halb Mil­lio­nen Men­schen. Nach Anga­ben des Bran­den­bur­ger Arbeits- und Sozi­al­mi­nis­te­ri­ums waren dar­un­ter Ende Dezem­ber 2018 genau 124.275 Aus­län­der, davon 36.902 Flücht­lin­ge und Gedul­de­te. Der Aus­län­der­an­teil betrug Ende 2018 genau 4,97 Pro­zent, der Anteil der seit den Tagen des freund­li­chen Gesichts hoff­nungs­froh Her­ein­ge­schnei­ten an der Gesamt­be­völ­ke­rung lag bei 1,47 Prozent.

„Die Anzahl der Straf­ta­ten mit Tat­be­tei­li­gung von Zuwan­de­rern ist wei­ter gestie­gen bei gleich­zei­ti­gem Rück­gang der regis­trier­ten Gesamt­kri­mi­na­li­tät im Land Bran­den­burg”, hält die PKS prak­tisch im AfD-Duk­tus fest.

Geneig­ter Besu­cher mei­nes klei­nen Eck­la­dens, erin­nern Sie sich bit­te an mei­nen Merk­satz: Wenn offi­zi­ell mit­ge­teilt wird, dass die Kri­mi­na­li­tät zurück­geht, heißt das, die Zahl der von Deut­schen ver­üb­ten Straf­ta­ten sinkt schnel­ler als die Zahl der von Ein­wan­de­rern ver­üb­ten Straf­ta­ten steigt.

Bei den Kör­per­ver­let­zun­gen im Bran­den­bur­gi­schen ver­hielt es sich so, dass aus anno 2015 regis­trier­ten 12.959 Taten im ver­gan­ge­nen Jahr 15.797 Taten gewor­den waren – ein Anstieg um etwa ein Vier­tel bin­nen drei­er Jah­re. Hier hat der Rück­gang der von Ein­ge­bo­re­nen began­ge­nen Delik­te den Trend offen­bar nicht abfe­dern können.

Über die Straf­fäl­lig­keit von Zuwan­de­rern (1,47 Pro­zent der Bevöl­ke­rung) heißt es: Von deren 7050 Taten waren 688 Delik­te der „Gewalt­kri­mi­na­li­tät” (u.a. Mord, Tot­schlag, Raub, gefähr­li­che und schwe­re Kör­per­ver­let­zung) zuzu­schla­gen, außer­dem gab es 1706 ein­fa­che Kör­per­ver­let­zun­gen. Das sind zusam­men­ge­nom­men 2396 Taten, also mehr als ein Drit­tel (hier).

Aus­län­der sind bei allen Delik­ten über­re­prä­sen­tiert. Bei Tot­schlag und Tötung auf Ver­lan­gen waren 54,4 Pro­zent der Tat­ver­däch­ti­gen anno 2018 Aus­län­der – gegen­über 11,1 Pro­zent im Jahr 2017. Ihr Anteil hat sich bin­nen eines Jah­res also fast ver­fünf­facht. Aus­län­der sind bei Tot­schlag und Tötung auf Ver­lan­gen über­re­prä­sen­tiert um den Fak­tor 11*.

Noch nicht ganz so weit, aber auf einem guten Weg sind tem­po­rä­re oder nie­der­ge­las­se­ne nicht­deut­sche Bran­den­bur­ger auch bei ande­ren Delik­ten.
Ver­ge­wal­ti­gung und sexu­el­le Nöti­gung: 27,8 Pro­zent
Sexu­el­le Beläs­ti­gung: 36,5 Pro­zent
Kör­per­ver­let­zung: 19,9 Pro­zent
Dro­gen­de­lik­te: 10,8 Pro­zent
Ein­bruch: 28,8 Prozent

„Opfer­de­lik­te” nennt die Poli­zei schwe­re Taten, die sich gegen natür­li­che Per­so­nen rich­ten. Hier ver­mel­det die bran­den­bur­gi­sche PKS, dass deut­sche Täter(bzw. Tat­ver­däch­ti­ge) zu knapp 94 Pro­zent Lands­leu­te schä­dig­ten, nicht­deut­sche Täter (bzw. Tat­ver­däch­ti­ge) zu 52 Pro­zent deut­sche Opfer. Unter den 24 Aus­län­dern, die 2018 im Land Bran­den­burg einer Straf­tat gegen das Leben ver­däch­tig waren, befan­den sich 17 Zuwan­de­rer. Von 66 Opfern waren 50 Deut­sche und 16 Ausländer.

Bei Straf­ta­ten gegen die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung waren 2018 genau 91,4 Pro­zent der Opfer Deut­sche. Aus­län­der stell­ten hier 18,1 Pro­zent der Tat­ver­däch­ti­gen, von die­sen bzw. jenen waren rund zwei Drit­tel Zuwan­de­rer. Bei den Tat­ver­däch­ti­gen in der Gewalt­kri­mi­na­li­tät waren 27,5 Pro­zent Aus­län­der, davon 62,5 Pro­zent Zuwan­de­rer (Flie­hen­de, Geflüch­te­te, Schutz­su­chen­de und Schutz­fle­hen­de). Bei den Straf­ta­ten gegen das Leben waren von 78 Tat­ver­däch­ti­gen 24 Aus­län­der (31 Pro­zent aller TV), dar­un­ter 17 Zuwan­de­rer (22 Pro­zent aller TV).

Bran­den­burg scheint für Deut­sche ein gefähr­li­che­res Pflas­ter zu sein als für Men­schen, die noch nicht so lan­ge unter uns leben. – –

* Leser *** kor­ri­giert die­se Zahl: „Ich ver­mu­te, so selt­sam es anfangs klin­gen mag, es han­delt sich um ein Glau­bens­phä­no­men. Ich neh­me ein Bei­spiel mit 10% Aus­län­dern und 30% Kri­mi­na­li­tät. Nun tei­len ‚alle’, ich habe in den letz­ten ca. 25 Jah­ren nur eine Aus­nah­me gese­hen, ein­fach 30 durch 10 und glau­ben, der Fak­tor wäre 3. Kei­ner prüft es nach.

Das gan­ze ist ein Drei­satz (nur ohne X): Neh­men wir an,
10 Aus­län­der ent­spre­chen 30 Straf­ta­ten
90 Deut­sche ent­spre­chen 70 Straftaten

also: 90 x 30 geteilt durch (10 x 70) = 3,857 oder auch 3 sechs/siebtel

bei 40 Aus­län­der­straf­ta­ten wäre es Fak­tor 6, bei 50 Fak­tor 9, bei 60 Fak­tor 13,5, bei 70 Fak­tor 21, bei 80 Fak­tor 36 und bei 90 Aus­län­der­straf­ta­ten Fak­tor 81.

Im letz­ten Bei­spiel (Fak­tor 81) sieht man es gut (ich erset­ze mal Aus­län­der und Deut­sche durch Ade­li­ge und Bau­ern, es nervt mich schon ein wenig): 1 Ade­li­ger begeht 9 Straf­ta­ten und ein Bau­er 1/9 Straf­ta­ten. Mit dem Kehr­wert mal­neh­men und man hat Fak­tor 81.

Wenn 10 Ade­li­ge 90 Straf­ta­ten bege­hen, kann der Fak­tor nicht 9 sein. Dann wür­de der Fak­tor bei 95 Straf­ta­ten nur auf mick­ri­ge 9,5 stei­gen, wäh­rend sich die Straf­ta­ten der Bau­ern gleich­zei­tig hal­bie­ren (von 10 auf 5). Bei 100 Straf­ta­ten (also allen) wäre der Fak­tor unend­lich und nie­mals 10.

Für Ihr Bei­spiel: 5 Ade­li­ge bege­hen 50 Straf­ta­ten = 10 pro Kopf. 95 Bau­ern bege­hen 50 Straf­ta­ten = 0,5 pro Kopf (gerun­det). Tei­len Sie die 10 durch die 0,5 und Sie erhal­ten Fak­tor 20.

Ich habe es bestimmt hun­der­te Male erlebt, wie Fak­to­ren, beson­ders im Zusam­men­hang mit Kri­mi­na­li­tät, zu nied­rig, in unse­rem Fall mit 11 statt 22,8, ange­ge­ben wur­den. Es gab wirk­lich nur eine Aus­nah­me. Aber nicht, daß Herr Gau­land jetzt in einem TV-Talk auf­taucht und ver­sucht, die Mode­ra­to­rin zu über­zeu­gen, der von ihr behaup­te­te Fak­tor wäre gar nicht 3, son­dern bei­na­he 4. Er wür­de als dum­mer AFD-Töl­pel medi­al voll­kom­men geschlach­tet wer­den, und kein Mathe­ma­ti­ker wür­de sich aus der Deckung wagen und ihm bei­sprin­gen. Die Zei­ten sind seit Maaßen end­gül­tig vorbei.”

Also: Aus­län­der sind in Bran­den­burg bei Tot­schlag und Tötung auf Ver­lan­gen um den Fak­tor 22,8 überrepräsentiert.

                                      ***

Zum Vori­gen passt die­se Mel­dung aus Eng­land: „Now school­child­ren are to be taught how to tre­at kni­fe wounds: New first aid clas­ses are plan­ned amid soa­ring num­bers of teens stab­bed”. Aber Mes­ser­at­ta­cken in Schu­len gab’s doch frü­her auch schon! Nur dass man die Kin­der jetzt dar­auf vor­be­rei­tet, ist neu – und fortschrittlich.

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