3. März 2019

„Für eine Spit­zen­po­si­ti­on muss­te man frü­her als Frau die Vagi­na noch benut­zen. Heu­te genügt es, eine zu haben. Das ist ent­wür­di­gend.”
Lisa Eck­hart

                                     ***

Neu­es aus der DDR, eins.

Die Stra­ßen wer­den ein­heit­lich beflaggt, hier zu Heidelberg:

20190228 233358

„Gegen Ras­sis­mus” steht auf den Fah­nen über den schwar­zen Hän­den, die das „Victory”-Zeichen set­zen. Wer mögen die künf­ti­gen Besieg­ten sein?

                                    ***

Neu­es aus der DDR, zwei.

Die kanz­ler­amts­na­he Pres­se wehrt sich in habi­tu­el­ler Sub­ti­li­tät gegen das Aus­sche­ren der Ungarn aus dem Brüs­se­ler Pakt: „Orban spinnt neue Ver­schwö­rungs­theo­rie und kün­digt nächs­te Hetz­kam­pa­gne an” (hier).

Orban spinnt. Putin spinnt. Trump spinnt. Madu­ro spinnt. Le Pen spinnt. Kurz spinnt. Maaßen spinnt. Gau­land spinnt. Wei­del spinnt. Sara­zin spinnt . Usw. Gut das alle ande­ren schlau sind.”

(Man ach­te auf die Leser­brie­fe; etwa den: „Orban spinnt. Putin spinnt. Trump spinnt. Madu­ro spinnt. Le Pen spinnt. Kurz spinnt. Maaßen spinnt. Gau­land spinnt. Wei­del spinnt. Sara­zin spinnt. Usw. Gut das alle ande­ren schlau sind.”)

                                   ***

Neu­es aus der DDR, drei

Leser*** macht mich auf die Lösungs­wor­te des Kreuz­wort­rät­sels im Frei­en Wort, Suhl (erscheint unter die­sem Namen seit 1952) aufmerksam:

26. Febru­ar. Fra­ge: „Eine Welt­re­li­gi­on”. Lösung: „Islam”.
27. Febru­ar. Fra­ge: „Ori­en­ta­li­scher Män­ner­na­me”. Lösung: „Ali”.
28. Febru­ar. Fra­ge: „Frü­he­rer tür­ki­scher Titel”. Lösung: „Aga”.
1. März. Fra­ge: „Name Got­tes im Islam.” Lösung: „Allah”.
2. März. Fra­ge: „Schick­sal (Islam)”. Lösung: „Kis­met”.

                                   ***

Aber die Sonntage…!

Leser *** sand­te mir eini­ge Gedich­te, von denen ich spe­zi­ell das Fol­gen­de zitie­rens­wert fin­de, ers­tens sowie­so, zwei­tens aber auch vor dem Hin­ter­grund der Orban-Abkanz­lung, der Lösungs­wor­te im Suh­ler Zen­tral­or­gan und der Hei­del­ber­ger Beflaggung:

Am Hori­zon­te zieht auf…

Am Hori­zon­te
zieht auf
eine merk­wür­di­ge
Zeit;

schon die Spä­her
lau­fen davon
blaß,
so bleich
und ganz erfüllt
vom Schre­cken.

Noch ahnen wir nicht,
was sie gesehen.

Noch trei­ben wir
klag­los,
nahe­zu klag­los,
tag­ein,
tag­aus
unser Spiel.

Noch mar­schie­ren wir
nicht.

Noch fehlt uns
das Rüst­zeug.

Doch hier und da
brodelt’s:

Es geht die Kun­de,
unweit der Gren­ze
sei­en Stan­dar­ten
zu sehen,
zu zäh­len
Legio­nen.

Die Stil­le trügt.

Ganz plötz­lich
los­bricht
ein Sturm.

Der Tag sich
ver­dun­kelt.

Schon bebt die Erde,
sind jene Posau­nen
zu hören –

Nun erst
ergeht der Befehl,
die Tore
zu schlie­ßen.

Zu spät.

Auf mei­ner Flucht
ich stol­pe­re
über ein ster­ben­des
Kind –

sein gan­zes Ange­sicht
lächelt,

in sei­nen Augen
ste­hen Tränen.

Ich fal­le.

Es ergreift
mei­ne Hand:

‚Hab kei­ne Angst,
hab kei­ne Angst,
es ist doch nur
die Rück­kehr
des Königs!’

(2009)

(Mehr von *** hier.)

                                       ***

Apro­pos König: Man schät­ze bis­wei­len auch den Frei­heits­kampf von Prä­si­den­ten nicht gering.

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