4. April 2019

Was macht der gemei­ne AfD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te eigent­lich wäh­rend der doch recht ermü­den­den Ple­nar­de­bat­ten? Er spielt „Alt­par­tei­en-Bin­go”:

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Wenn einer der auf­ge­führ­ten Begrif­fe in einer Rede fällt, wird das ent­spre­chen­de Feld ange­stri­chen. Wer eine Rei­he – sei es hori­zon­tal, ver­ti­kal oder dia­go­nal – gefüllt hat, ruft „Bin­go!”, und der Sitz­nach­bar muss einen Drink spen­die­ren. Beson­ders sen­si­ti­ve Akteu­re grü­beln der­weil, wie sie eine B‑Note für den künst­le­ri­schen Aus­druck ins Spiel inte­grie­ren kön­nen, etwa wenn das „Wir Demo­kra­ten” mit einem so tre­mo­lie­ren­den Pathos vor­ge­tra­gen wird, dass es nahe­zu unmög­lich ist, nicht loszuprusten…

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Im All­ge­mei­nen Preu­ßi­schen Land­recht von 1794, „Ers­ter Theil. Von Per­so­nen und deren Rech­ten über­haupt”, § 19, heißt es: „Wenn Zwit­ter gebo­ren wer­den, so bestim­men die Eltern, zu wel­chem Geschlecht sie erzo­gen wer­den sol­len.”
§ 20 prä­zi­siert: „Jedoch steht einem sol­chen Men­schen nach zurück­ge­leg­tem acht­zehn­ten Jahr die Wahl frei, zu wel­chem Geschlecht er sich hal­ten wolle.” 

Gott, die­se rück­stän­di­gen Preu­ßen. Das muss doch „Trans­gen­der” heißen!

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Guten Tag, mein Name ist Kau­der.
Gou­da?
Nein, Kau­der. Mit K.
Ah, wie Keitel!

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