4. Juni 2019

Fin­den Sie nicht auch, dass Kevin Küh­nert das momen­tan lau­fen­de „Quä­lo­dram” (Goe­the) in der SPD zum Anlass neh­men soll­te, sich für ein For­schungs­prak­ti­kum ein Jahr lang nach Cara­cas zurück­zu­zie­hen, um dort in Ruhe zu stu­die­ren, wie man den Kapi­ta­lis­mus reformiert?

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Aus der Rei­he „Hei­ße Neu­ig­kei­ten von gestern”:

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Apro­pos heiß und ges­tern. Beim Auf­räu­men mei­ner Fest­plat­te stieß ich auf die­ses Foto, wel­ches mir ein Leser anno 2016 zuschick­te; es hat nichts von sei­ner stu­pen­den Gegen­wär­tig­keit verloren: 

nachbarschaft das linke plakat

Nun wäh­le!

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Aus Dres­den schreibt Leser ***:
„Ich möch­te Sie auf zwei Tat­sa­chen hin­wei­sen, die viel­leicht etwas mit­ein­an­der zu tun haben könnten: 

Frau Mer­kel sagt hier, sie bedaue­re, dass es ‚bis heu­te kei­ne Syn­ago­ge, kei­ne jüdi­sche Kita, kei­ne Schu­le für jüdi­sche Kin­der’ gebe, die nicht von der Poli­zei geschützt wer­den müs­se. Nach mei­ner Beob­ach­tung ist an der Dresd­ner Syn­ago­ge seit etwa drei Jah­ren kei­ne Poli­zei­strei­fe bzw. pri­va­ter Wach­dienst mehr zu sehen. Ob es eine tech­ni­sche Über­wa­chung gibt, ist mir nicht bekannt.

Seit der glei­chen Zeit spricht sich Pegi­da vehe­ment gegen den nach Deutsch­land impor­tier­ten Anti­se­mi­tis­mus aus, und bei jeder Demo ist min­des­tens eine Isra­el-Flag­ge zu sehen. Auch und gera­de, wenn Pegi­da direkt an der Syn­ago­ge vor­bei­spa­ziert, ist dort kein Bewa­chungs­per­so­nal zu sehen. War­um auch?”

Sie kön­nen davon aus­ge­hen, geehr­ter Herr ***, dass hin­ter dem Ein­gang schon ein paar Bewaff­ne­te bei Hum­mus und Baba Ganoush sit­zen. Aber ich gebe Ihnen natür­lich inso­fern Recht, als mir auch von rechts­po­pu­lis­ti­schen Anschlä­gen auf Restau­rants, Pri­vat­häu­ser oder Poli­zei­sta­tio­nen, von rechts­po­pu­lis­ti­schen Demons­tra­ti­ons­blo­cka­den, Haus­be­set­zer­sze­nen oder Ver­an­stal­tungs­boy­kot­ten nichts bekannt ist. Die rech­te Gefahr dräut von anders­wo her:

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