21. Juli 2019

Die Sonn­ta­ge immer…? 

Es gibt eine still­le­ben­haf­te All­täg­lich­keit, die durch­aus als Kunst durchginge: 

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Er habe in 25 Jah­ren unzäh­li­ge Kri­ti­ken sei­ner Wer­ke gele­sen, aber er kön­ne sich an kei­ne mehr erin­nern, notier­te Anton Tsche­chow (er wur­de nur 44). Nur eine ein­zi­ge habe ihn beein­druckt und einen Platz in sei­nem Gedächt­nis gefun­den: Die­ser Tsche­chow, hat­te der Rezen­sent geschrie­ben, „wird betrun­ken unter einer Brü­cke enden”.

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Dass die Bun­des­kanz­le­rin ent­we­der ein his­to­risch ahnungs­lo­ser oder ein kom­plett scham­lo­ser Mensch ist, wird hier im Eck­la­den seit Jah­ren peni­bel doku­men­tiert. Mer­kels bizar­re Indienst­nah­me der Ver­schwö­rer des 20. Juli als Vor­läu­fer für ihren staats­re­li­giö­sen „Kampf gegen rechts” führt bei­de Moti­ve zusam­men, wobei die Scham­lo­sig­keit obsiegt, denn selbst sie kann unmög­lich nicht wis­sen, dass der ein­zi­ge ernst­haf­te Kampf gegen rechts, der in den ver­gan­ge­nen 100 Jah­ren in Deutsch­land statt­fand, die Hin­rich­tung der Hit­ler-Atten­tä­ter durch die Natio­nal­so­zia­lis­ten gewe­sen ist.

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„Anfra­ge an Radio Jere­wan: Gibt es einen Unter­schied zwi­schen der CDU und der AfD?
Ant­wort: Im Prin­zip Nein. Sie unter­lie­gen bei­de einer Art Flynn-Phä­no­men. Nach­dem die unfä­hi­gen Män­ner die CDU ver­lie­ßen und in die AfD wech­sel­ten, sind in der CDU die zu allem fähi­gen Frau­en übrig­ge­blie­ben.”
(Leser ***)

Es ist natür­lich albern, Wit­ze zu kom­men­tie­ren, vor allem, wenn die Poin­te sitzt, doch hier will ich den­noch anmer­ken: Wenn wirk­lich alle unfä­hi­gen Män­ner die CDU in Rich­tung AfD ver­las­sen hät­ten, stün­de ein sol­cher Vor­gang doch in erheb­li­chem Wider­spruch zum bis dato gemes­se­nen Cou­ra­ge-Koef­fi­zi­en­ten die­ses Vereins.

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Wir dür­fen uns nicht abschot­ten, nächs­te Fol­ge: Der Reichs­tag soll künf­tig durch einen zehn Meter brei­ten und zwei­ein­halb Meter tie­fen Gra­ben quer über den Platz der Repu­blik geschützt wer­den. Vor wem? Die Oppo­si­ti­on ist doch schon seit Anfang 2018 drin. Fra­gen über Fragen…

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Immer mehr deut­sche Städ­te – 72 inzwi­schen – haben sich zu „Siche­ren Häfen für Flücht­lin­ge” erklärt, obwohl die meis­ten gar nicht am Meer lie­gen, aber die Anker­zen­tren befin­den sich ja auch samt und son­ders im Tro­cke­nen, zumin­dest bis die ers­ten geret­te­ten Schäf­chen in die Nass­räu­me ein­rü­cken. Obwohl Saar­lou­is noch gar nicht dabei ist, läuft die Initia­ti­ve „Hafen” dort eben­falls: „Bei­spiel­lo­se Aggres­si­on nach dem Stadt­fest ‚Emmes’, Pro­ble­me im Frei­bad: Der OB von Saar­lou­is schlägt Alarm”, mel­det die Regio­nal­pres­se. „In der Alt­stadt kam es in den frü­hen Mor­gen­stun­den der Fest­ta­ge immer wie­der zu mas­si­ven Pro­ble­men mit Jugend­ban­den, die alle­samt Migra­ti­ons­hin­ter­grund haben. In einem Fall muss­te die Poli­zei den ‚geord­ne­ten Rück­zug’ antre­ten, da das poli­zei­li­che Gegen­über der­art in der Über­zahl war, dass die Unver­sehrt­heit der Beam­tin­nen und Beam­ten gefähr­det war. Und das, obwohl die ein­ge­setz­ten Kräf­te Ange­hö­ri­ge der Ope­ra­ti­ven Ein­heit (OpE) waren.” Da sol­che Vor­fäl­le vor der wei­ßen­ge­mach­ten Erd­er­wär­mung und dem Auf­tau­chen der Rechts­po­pu­lis­ten unbe­kannt waren, liegt der kau­sa­le Nexus auf der Hand. Wenn sich Saar­lou­is offi­zi­ell als „Siche­rer Hafen” zu erken­nen gibt und den Kampf gegen die Sicher­heits­ge­fähr­der von rechts for­ciert, kön­nen die Alt­stadt-Bewoh­ner auch wie­der bis zum Ein­bruch der Dun­kel­heit sor­gen­frei in ihre Woh­nun­gen huschen. CO2-inten­si­ve abend­li­che Täter­volks­fes­te sind sowie­so überflüssig.

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