10. August 2019

Aus­land – das fühlt sich an, als habe man eine Woh­nung ver­las­sen, in der man pau­sen­los von Gou­ver­nan­ten voll­ge­quen­gelt wird.

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Deutsch­lands füh­ren­der Kri­mi­na­li­täts­as­tro­lo­ge, Pro­fes­sor Pfeif­fer aus Han­no­ver, hat eine neue Kate­go­rie in den gesell­schaft­li­chen Dis­kurs ein­ge­führt: den extre­men Ein­zel­fall. Der extre­me Ein­zel­fall­tä­ter ist noch sel­te­ner als der kli­ma­neu­tra­le Grü­ne. Er konn­te bis­lang nur von sehr erfah­re­nen Kri­mi­no­lo­gen beob­ach­tet wer­den und gilt als vom Aus­ster­ben bedroht. Ein sol­cher extre­mer Ein­zel­fall ereig­ne­te sich aus­ge­rech­net in dem als noch siche­re­rer als die ande­ren schon extrem siche­ren deut­schen Städ­te gel­ten­den Mün­chen, wo ein 14jähriger Ira­ker in einem Schwimm­bad, also einem der laut Moni­tor sichers­ten Orte des Uni­ver­sums, einer Drei­zehn­jäh­ri­gen zei­gen woll­te, wo der Ham­mer steht. „Wäh­rend der jugend­li­che Inten­siv­tä­ter mitt­ler­wei­le in Unter­su­chungs­haft sitzt, äußert sich nun die Betreue­rin sei­ner Fami­lie in einem Inter­view”, schreibt die tz. Die Betreue­rin sag­te: „Er ist ein läs­si­ger, coo­ler Jun­ge. Es ist ein­fach ein coo­ler Typ.” 

Unge­fähr wie Har­vey Wein­stein in sta­tu nas­cen­di?

Wer sich jetzt pin­ge­lig dar­über ver­wun­dert, wie es denn sein kön­ne, dass ein „Inten­siv­tä­ter” als Haupt­ak­teur in einen „Ein­zel­fall” gerät, und wer dann auch noch unbe­dingt dar­an erin­nern möch­te, dass in letz­ter Zeit wie­der­holt von min­der­jäh­ri­gen, ja sogar über­aus min­der­jäh­ri­gen Tätern zu lesen war, die ein­zeln und in Grup­pen deut­schen Mäd­chen oder Frau­en gegen deren Wil­len an die Wäsche gin­gen und durch­weg mit dem exis­tenz­ver­edeln­den Hin­ter­grund begna­det waren, der soll doch nach drü­ben gehen und die AfD wählen!

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Über­all quillt die mar­xis­ti­sche Gül­le aus der Kana­li­sa­ti­on, wohin man sie vor drei­ßig Jah­ren ent­sorgt zu haben wähn­te, nach­dem sie Aber­mil­lio­nen Leben ver­gif­tet hat­te. Zuletzt nur noch aus Nord­ko­rea und Vene­zue­la stin­kend, macht sie sich mit pro­gram­ma­tisch komu­nis­ti­schen For­de­run­gen wie­der im Wes­ten breit, etwa hier.

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„Die Obses­si­on, den Pla­ne­ten zu ret­ten, hat ihnen längst nicht nur jeden Begriff ver­nünf­ti­ger Inter­es­sen­ver­tre­tung, son­dern auch jene Unbe­küm­mert­heit aus­ge­trie­ben, die die Jugend ein­mal aus­zeich­ne­te. Statt­des­sen ver­mit­teln sie den Ein­druck atem­luft­nei­di­scher Früh­ver­greis­ter, denen noch das biss­chen Selbst­ach­tung fehlt, das einen dar­an hin­dern könn­te, im Ein­ver­ständ­nis mit Erzie­hungs­be­rech­tig­ten auf Kli­ma­de­mons­tra­tio­nen herumzulungern.

In der her­aus­kra­keel­ten Sor­ge um die eige­ne Zukunft arti­ku­liert sich der Klas­sen­stand­punkt von früh ange­grün­ten Aka­de­mi­ker­kin­dern, bei denen die per­ma­nen­te Sti­mu­la­ti­on ihres Egos die vom Glau­ben an die eige­ne Selbst­wirk­sam­keit beseel­te Vor­stel­lung erweckt, dass auf sie die gro­ßen Gestal­tungs­auf­ga­ben war­ten. Unter­des­sen könn­te den Rea­lis­ti­sche­ren unter ihnen ein Blick auf all die mit­de­mons­trie­ren­den Kli­ma­st­re­ber rings­her­um klar­ma­chen, dass man von einer Zukunft unter sol­chen Leu­ten auch unab­hän­gig vom Wet­ter nicht all­zu viel erwar­ten sollte.”

Die­ser prä­zi­se und erfri­schend bos­haf­te Ton kam mir irgend­wie bekannt vor, und sie­he da (nach unten scrollen).

Mer­ken, den Mann!

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Noch­mals: Wer eine Dik­ta­tur errich­ten will, tut gut dar­an zu behaup­ten, dass er gera­de die Errich­tung einer Dik­ta­tur ver­hin­dern will.

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