6. August 2019

Wie es aus­schaut, bricht gera­de die Theo­rie zusam­men, die bei­den Amok­schüt­zen in Über­see hät­ten aus ras­sis­ti­schen Moti­ven getö­tet. Im aktu­el­len Spie­gel online-Arti­kel zu El Paso fällt das R‑Wort gar nicht mehr. Der Täter in Day­ton kommt poli­tisch offen­bar genau von der Gegenseite:

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Danisch hat das Rau­schen hier zusam­men­ge­fasst. Die Spo­e­ken­kie­ker zitie­ren zunächst den Süd­deut­schen Beob­ach­ter mit der Fest­stel­lung: „Nach allem, was man bis­her über den Schüt­zen von Day­ton weiß, war er eher ein ori­en­tie­rungs­lo­ser jun­ger Mann, der Pro­ble­me mit sei­nem Leben hat­te, kein poli­ti­scher Extre­mist. Zudem stand er, wenn man ihn ideo­lo­gisch fest­le­gen will, weit links.” Sodann aber ver­ge­ben die Kie­ker ihr Son­der­lob für ele­gan­te Pro­blem­lö­sung an den Deutsch­land­funk, wo die Redak­teu­re das Mas­sa­ker von Day­ton ein­fach ver­schwin­den las­sen haben, nach­dem sich her­aus­ge­stellt hat­te, das der Kil­ler von der fal­schen poli­ti­schen Sei­te feuerte. 

Zum Anschlag von El Paso schreibt Leser ***, er habe sich auf die Suche nach dem „Mani­fest” des Atten­tä­ters gemacht und sei ver­mut­lich hier fün­dig gewor­den: „Unter den Prä­mis­sen, dass es sich ers­tens tat­säch­lich um den Ori­gi­nal­text han­delt, zwei­tens die­ser tat­säch­lich durch den Atten­tä­ter ver­fasst wur­de und drit­tens er des­sen tat­säch­li­che Ansich­ten und Moti­ve wie­der­gibt lässt sich mei­nes Erach­tens fol­gen­des feststellen:

– der Täter ist kei­nem der übli­cher­wei­se im poli­ti­schen Dis­kurs genutz­ten Lager zuzuordnen
– er ist in der Lage, sprach­lich gewandt sei­ne Argu­men­te dar­zu­le­gen und damit wohl defi­ni­tiv kein hal­lu­zi­nie­ren­der Irrer
– sei­ne ideo­lo­gi­schen Über­zeu­gun­gen sind eine Melan­ge aus Eth­nop­lu­ra­lis­mus, deep eco­lo­gy basie­rend auf einer malthus’schen Welt­sicht, Ableh­nung von glo­ba­li­si­ern­der Kon­zern­macht und Impe­ria­lis­mus sowie Befür­wor­tung einer umfas­sen­den sozia­len Für­sor­ge mit u.a. einen bedin­gungs­lo­sen Grund­ein­kom­men sowie einer umfas­sen­den staat­li­chen Gesundheitsvorsorge
Das Lebens­ge­fühl, das durch den Text durch­scheint, wür­de ich als ‚lost genera­ti­on’ bezeich­nen. Eine tran­szen­den­te Erlö­sungs­hoff­nung fehlt. Falls man also bei der Aus­sa­ge, Donald Trump trü­ge eine Mit­schuld an die­sen Taten, fest­hal­ten woll­te, dann müß­te die Aus­sa­ge kon­se­quen­ter­wei­se in etwa wie folgt lau­ten: Donald Trump, Ber­nie San­ders und Gre­ta Thun­berg tra­gen Spal­tung und Hass in die Gesell­schaft, wel­che sich in die­ser furcht­ba­ren Tat ent­la­den haben. Nur wenn natio­na­le Sou­ve­rä­ni­tät und Selbst­er­hal­tung, sozia­lis­ti­sche Uto­pien und öko­lo­gis­ti­scher Wahn end­lich gebannt sind, machen stren­ge­re Waf­fen­ge­set­ze in den USA über­haupt Sinn.”

PS: Eine aus­sa­ge­kräf­ti­ge Por­trät­ga­le­rie US-ame­ri­ka­ni­scher Todes­schüt­zen mit jeweils meh­re­ren Opfern in 2019 gibt es hier.

                                    ***

Es ist nicht pri­mär der Ras­sis­mus, der tötet, son­dern der Mul­ti­kul­tu­ra­lis­mus, der ihn befeu­ert. Wer Expe­ri­men­te mit Popu­la­tio­nen anstellt, sie gewalt­sam ver­mi­schen und in ihrer Sub­stanz von grund­auf ver­än­dern will, darf sich über „Ver­wer­fun­gen” (Yascha Mounk) nicht wundern.

Dazu passt, was mir ein Leser aus Leip­zig schreibt: „Wir haben eine Stra­ße mit Namen Eisen­bahn­stra­ße. Vor eini­gen Jah­ren war dies eine Stra­ße wie jede ande­re in Leip­zig. Vor eini­ger Zeit wur­den dort Schil­der ange­bracht, man soll­te doch kei­ne Schuss­waf­fen oder Mes­ser tra­gen. Was war gesche­hen? Es haben sich dort Aus­län­der ange­sie­delt und kon­zen­triert. Es gab Schie­ße­rei­en, Mes­ser­ste­che­rei­en, Schlä­ge­rei­en usw.

Mehr muss man eigent­lich nicht sagen, was sich ver­än­dert mit der haus­ge­mach­ten Politik.”

Unse­re Mul­ti­kul­tu­ra­lis­ten in ihren bes­se­ren Wohn­ge­gen­den hal­ten es bekannt­lich für eine Wie­der­gut­ma­chungs­schuld der west­li­chen Gesell­schaf­ten, gan­ze Völ­ker­schaf­ten aus Afri­ka und dem Ori­ent will­kom­men zu hei­ßen und zu ali­men­tie­ren. Gewalt darf in ihrem ras­sis­ti­schen Kal­kül nur in eine Rich­tung statt­fin­den, das sind dann eben die Kol­la­te­ral­schä­den der nicht statt­fin­den­den Umvol­kung*. Wie jeder zart­füh­len­de Mensch wer­de ich es genie­ßen, wenn die mul­ti­kul­tu­rel­le Revo­lu­ti­on, wie jede ihrer Vor­gän­ge­rin­nen, die eige­nen Kin­der zu fres­sen beginnt.

* Zum Bevöl­ke­rungs­nicht­aus­tausch: „In der Alters­grup­pe unter 18 Jah­ren liegt der Anteil der Ein­woh­ner mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund bei 61 Pro­zent”, hetzt die Stutt­gar­ter Zei­tung mit Zah­len wie eine AfD-Pos­til­le. Leser *** weist mich auf die Websei­te des CDU-Poli­ti­kers Mar­tin Gil­lo hin, der bis 2014 Säch­si­scher Aus­län­der­be­auf­trag­ter und zwei Jah­re lang Säch­si­scher Staats­mi­nis­ter für Wirt­schaft und Arbeit war. Dort steht oder stand zu lesen (ich habe die­sen Erfin­der der „Zukunfts­deut­schen” vor eini­ger Zeit hier schon mal zitiert): 

„War­um Zukunfts­deut­sche? Weil sie in der Zukunft die Mehr­heit in Deutsch­land dar­stel­len wer­den. Ab 2035 beginnt ein neu­es Zeit­al­ter! Es wird ein Zeit­al­ter sein, in dem wir Her­kunfts­deut­schen in unse­rem Land die Min­der­heit dar­stel­len werden.”

Merke(l): Ein Bevöl­ke­rungs­aus­tausch fin­det offi­zi­ell so lan­ge nicht statt, bis er unum­kehr­bar gewor­den ist.

                                    ***

Für die Mut­ter des Acht­jäh­ri­gen, der auf dem Frank­furt Haupt­bahn­hof unter die Räder der Will­kom­mens­kul­tur geriet, haben lie­be Men­schen eine Spen­den­ak­ti­on initi­iert. Man darf der Hoff­nung Aus­druck ver­lei­hen, dass wenigs­tens ein Bruch­teil des Betra­ges dort ein­geht, den die Links­schi­cke­ria der Schlep­per­ka­pi­tä­nin Racke­te über­ant­wor­tet hat, das Risi­ko nicht scheu­end, auch der eine oder ande­re Schubs­su­chen­de könn­te bei ihr an Bord gehen, wie etwa die­ser.

                                    ***

Zu den Besu­chern des klei­nen Eck­la­dens, mut­maßt Leser***, zähl­ten „mit Sicher­heit auch eine Rei­he von Ärz­ten, Zahn­ärz­ten, Phy­sio­the­ra­peu­ten etc., kurz: Leu­te mit War­te­be­reich und Zei­tungs­aus­la­ge. Und die­se sind ja in der Regel so mit Arbeit zuge­kippt, dass eine eige­ne akti­ve poli­ti­sche Betä­ti­gung schwer ist.” Ob ich nicht in den Acta einen Auf­ruf an die­se Kli­en­tel ver­brei­ten kön­ne, bestehen­de Abon­ne­ments umzu­stel­len oder zu erwei­tern, also Maga­zi­ne wie Cato und Tichys Ein­blick in den War­te­zim­mern aus­zu­le­gen. „Wenn das allei­ne 100 Ihrer Leser machen, bedeu­tet das schnell eine Reich­wei­ten­er­hö­hung um bis zu 10.000 Leute.”

Leser *** hat völ­lig recht, und ich rei­che sei­ne Emp­feh­lung gern weiter.

                                    ***

Apro­pos. Ich woll­te hier schon seit län­ge­rem zur Lob­re­de auf Cato anset­zen ­–, also auf das Maga­zin, nicht auf Mar­cus Por­ci­us resp. Cato Uti­cen­sis (gelobt sei auch jener) ­–, und nun sei die Gele­gen­heit beim soge­nann­ten Schop­fe ergrif­fen. Seit dem Tod des FAZ-Maga­zins und der FAZ-Tief­druck­bei­la­ge gab es ja lan­ge kein peri­odisch erschei­nen­des Druckerzeug­nis mehr, dass unser­eins mit einem gewis­sen Ver­gnü­gen lesen konn­te (auch wenn der Spie­gel unter Aust noch erträg­lich war). Der „Struk­tur­wan­del der Öffent­lich­keit” fin­det im Wesent­li­chen online statt, online ist jene Viel­falt und Mei­nungs­plu­ra­li­tät inzwi­schen her­ge­stellt, die den gemei­nen Wahr­heits- und Qua­li­täts­jour­na­lis­ten erschreckt, etwa bei ZDF heu­te, wo man die Ago­nie des qua­li­täts­me­dia­len Fron­tal­un­ter­richts und den Ver­lust des Mani­pu­la­ti­ons­mo­no­pols mit den Wor­ten beklagt: „Sich öffent­lich zu äußern – das war frü­her Poli­ti­kern und Jour­na­lis­ten vor­be­hal­ten. Heu­te kann das jeder – dank Inter­net und den sozia­len Netz­wer­ken. Hass im Netz hat Hochkonjunktur.”

Das Inter­net, man hal­te von sei­nen Latri­nen und Grüf­ten, was man wol­le, ist ein Medi­um der Freiheit.

Doch, guter Freund, die Zeit kommt auch her­an,
Wo wir was Guts in Ruhe schmau­sen mögen.

Zum Bei­spiel eine ech­te, das heißt nicht­vir­tu­el­le Zeit­schrift, in der man blät­tern kann, ästhe­tisch anspruchs­voll gestal­tet, auf manier­li­chem Papier gedruckt, mit Tex­ten über Kul­tur, Poli­tik, Kunst, Gesell­schaft aus dem In- und Aus­land, geschrie­ben von seriö­sen, gebil­de­ten, ana­ly­se­fä­hi­gen Leu­ten, die einen weder beleh­ren oder erzie­hen noch ein schlech­tes Gewis­sen machen oder irgend­et­was ver­bie­ten wol­len, wie eben Cato – auch wenn dort das Salz des Has­ses, der Knob­lauch der Het­ze und das Oli­ven­öl des Sar­kas­mus womög­lich mit­un­ter etwas zu spar­sam zur Anwen­dung kommen.

Ich lese das Zwei­mo­nats­pe­ri­odi­kum seit der ers­ten Num­mer. Dort schrei­ben klu­ge Autoren wie Roger Scrut­on, Jor­dan Peter­son, Nor­bert Bolz, Jörg Fried­rich, Sebas­ti­an Klein­schmidt, David Engels oder Karl­heinz Weiss­mann, um nur ein paar zu nen­nen. Letzt­ge­nann­ter been­de­te eine Rezen­si­on des Stauf­fen­berg-Buches von Tho­mas Kar­lauf mit der Fest­stel­lung, dem Autor und jenen, die sein Buch fei­er­ten, gehe es dar­um, die „hohe sym­bo­li­sche Bedeu­tung” (Ernst Kan­to­ro­wicz) des Atten­tats „ver­ges­sen zu machen, sie auf Mit­tel­maß zu brin­gen und den 20. Juli zu irgend­ei­ner Denk­wür­dig­keit im Fei­er­jahr der Ver­gan­gen­heits­be­wäl­ti­gung zu machen. Was wie­der­um auf einen Defekt hin­weist, den Peter Hoff­mann in sei­nem gro­ßen Buch über Stauf­fen­berg benannt hat: der Wider­wil­le der Heu­ti­gen gegen­über dem ‚Beson­ders­sein’, der Tat­sa­che, daß es Aus­nah­me­men­schen gibt, oder wie man ein­mal sag­te: Helden.”

Die aktu­el­le Aus­ga­be ist poli­ti­scher als ihre Vor­gän­ge­rin­nen und beschäf­tigt sich pri­mär mit dem wun­der­sa­men Auf­stieg der Grü­nen. Alex­an­der Wendt gräbt die tota­li­tä­ren Wur­zeln der Par­tei aus, brau­ne wie rote, und erin­nert unter ande­ren an Wer­ner Vogel, der, nach­dem bekannt wur­de, dass er SA-Füh­rer, NSDAP-Mit­glied und Beam­ter im Reichs­in­nen­mi­nis­te­ri­um war, wei­ter im Grü­nen-Lan­des­vor­stand NRW blei­ben und sich um Jugend­po­li­tik küm­mern durf­te: „Der frü­he­re NS-Kar­rie­rist setz­te sich mit allen Kräf­ten für die­je­ni­gen in der Par­tei und ihrem Umfeld ein, die Geschlechts­ver­kehr zwi­schen Erwach­se­nen und Kin­dern für einen Bau­stein der neu­en Gesell­schaft hiel­ten.” Auf der ande­ren Sei­te der sich bekannt­lich tou­chie­ren­den Extre­me stand eine Figur wie Die­ter Kun­zel­mann, der sich in Jor­da­ni­en von der Fatah im Bom­ben­le­gen unter­rich­ten ließ, aber offen­bar nicht gut genug, denn die Bom­be, die am 9. Novem­ber 1969 im voll besetz­ten Ber­li­ner Jüdi­schen Gemein­de­haus gezün­det wer­den und die Deut­schen von ihrem „Juden­knax” befrei­en soll­te, explo­dier­te nicht. Als Draht­zie­her der Akti­on gilt Kun­zel­mann, der in den Acht­zi­gern für die Alter­na­ti­ve Lis­te im Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­haus saß.

Gern pfleg­ten Vete­ra­nen der Bewe­gung die Legen­de, erst die Acht­und­sech­zi­ger und die Grü­nen hät­ten die deut­sche Gesell­schaft zivi­li­siert; tat­säch­lich, hält Wendt fest, „lief es genau umge­kehrt: Die Grü­nen brauch­ten ein Jahr­zehnt, um eini­ger­ma­ßen in der Bun­des­re­pu­blik anzukommen.”

(Auf Sei­te 32 gibt es übri­gens das bekann­te Leder­ses­sel-Foto von Joseph „Josch­ka” Fischer, das den Grü­nen am 27. Okto­ber 1998 vor der ers­ten Kabi­netts­sit­zung der Regie­rung Schrö­der zeigt, und man sieht sei­ner Mie­ne an, was dem Gevat­ter durch die Rabau­kenrü­be rauscht, näm­lich: Die haben doch tat­säch­lich einen wie mich zum Vize­kanz­ler und Außen­mi­nis­ter gewählt, es ist unglaublich.)

Bemer­kens­wert ist das Inter­view, wel­ches Andras Lom­bard mit dem Grü­nen-Mit­grün­der, Land­wirt und heu­ti­gen Manu­scrip­tum-Ver­le­ger (also mei­ner) Tho­mas Hoof über Wirt­schafts­wachs­tum, fos­si­le Ener­gie­trä­ger und die kom­men­de Kri­se des Indus­trie­sys­tems führt. Der kna­ckigs­te Pas­sus dar­aus: „Die Grü­nen waren in den acht­zi­ger Jah­ren die Par­tei des Natur­schut­zes, der Loka­li­tät und Regio­na­li­tät (…), die Par­tei einer Dezen­tra­li­sie­rung (auch der Ener­gie­ver­sor­gung), sogar einer bünd­nis­po­li­ti­schen Locke­rung (Neu­tra­li­tät, Nato-Aus­tritt). Mit jedem die­ser Stich­wor­te kön­nen Sie aber die heu­ti­gen Grü­nen jagen und zu exor­zis­ti­schen Selbst­rei­ni­gungs­ze­re­mo­nien ver­an­las­sen. Was die Par­tei inzwi­schen dar­stellt, ist das Ergeb­nis einer regel­rech­ten Umstül­pung. Heu­te sind sie eine der vie­len Ten­ta­keln des glo­ba­lis­ti­schen Kraken.”

Ein Essay von Roger Scrut­on schil­dert den Schutz der kon­kre­ten Umwelt als kon­ser­va­ti­ve Ant­wort auf die abs­trak­te „Kli­ma­ret­tung”. Nor­bert Bolz beschreibt den Auf­stieg der Grü­nen aus theo­lo­gi­scher Sicht: „Die Grü­nen sind so erfolg­reich, weil sie das tie­fe reli­giö­se Bedürf­nis einer athe­is­ti­schen Gesell­schaft befrie­di­gen.” Der Weg, den sie wei­sen, füh­re „weg von Gott Vater und hin zu Mut­ter Erde”, was vor allem dem ungläu­bi­gen moder­nen Pro­tes­tan­ten frommt. „Die­je­ni­gen, die sich mit reli­giö­ser Inbrunst der Natur zuwen­den, sind von der Geschich­te enttäuscht.”

Ich kom­me bekannt­lich gern ins Zitie­ren und muss mich immer brem­sen. Erwäh­nen will ich zuletzt aber noch den Text des Juris­ten und Staats­recht­lers Ulrich Vos­gerau, der ein Buch eines regie­rungs­from­men und sou­ve­rän­s­un­hol­den Kol­le­gen – nein, es han­delt sich nicht um Mer­kels Minia­tur-Carl-Schmitt Prof. Thym – über die „Kri­se des heu­ti­gen Par­la­men­ta­ris­mus” rezen­siert und die eigent­li­che Gestalt der besag­ten Kri­se fol­gen­der­ma­ßen zusam­men­fasst: „Weil der post­de­mo­kra­ti­sche Wan­del des Regie­rungs­sys­tems in Deutsch­land, die spä­tes­tens seit 2010 betrie­be­ne Ent­par­la­men­ta­ri­sie­rung und Ent­recht­li­chung einer poli­tisch-media­len Dop­pel­herr­schaft, der Durch­set­zung glo­ba­lis­ti­scher, uni­ver­sa­lis­ti­scher und vor allem gesin­nungs­ethi­scher Poli­tik­zie­le dient – und nicht, wie etwa in Polen oder Ungarn, deren Abwehr –, gilt er dem Wis­sen­schafts­sys­tem (das durch sein Bedürf­nis nach Finan­zie­rung und Publi­zi­tät vom poli­tisch-media­len Kom­plex abhän­gig gewor­den ist) als ‚demo­kra­tisch’.”

Zur Web­sei­te von Cato geht es hier.

                                  

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