23. September 2019

Die Luft­han­sa teilt mit, dass die Sitz­rei­he 13 wie­der ein­ge­führt wird. Dafür gibt es künf­tig kei­ne Rei­he 18 mehr.

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Einer der grö­ße­ren Erfol­ge der Lücken- oder eben kan­z­erl­amts­na­hen Pres­se war (und ist) die Anony­mi­sie­rung der Opfer des Breit­scheid­platz-Anschlags. Kei­ner kennt ihre Gesich­ter, ihre Geschich­te, ihre Hin­ter­blie­be­nen. Auch von den Lei­den der zum Teil ja Schwerst­ver­letz­ten erfah­ren wir nichts.
(Soll­te ich zwei Jah­re in einem Funk­loch gesteckt haben, bit­te ich um Aufklärung.)

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„Laut Bun­des­agen­tur für Arbeit leben drei Vier­tel der Syrer im erwerbs­fä­hi­gen Alter ganz oder teil­wei­se von Hartz IV. Das ver­wun­dert nicht. Die opti­mis­ti­schen Sze­na­ri­en aus dem Jahr 2015 haben sich offen­sicht­lich nicht erfüllt”, meint die Welt.

Was für eine Heu­che­lei. Kei­ner, der sei­ne Sin­ne bei­sam­men hat­te, hat jemals die Pro­pa­gan­da­mär­chen der Will­kom­mens­jun­ta von angeb­lich ins Land strö­men­den Fach­kräf­ten und einem neu­en Wirt­schafts­wun­der geglaubt. Wie vie­le ande­re freie Medi­en auch legt die­ses Dia­ri­um seit Jah­ren davon Zeug­nis ab, dass man es von Anfang an wis­sen konn­te. Nie­mand soll sich her­aus­re­den dür­fen. Weil die Bun­des­re­gie­rung samt ihrer schrei­ben­den, sen­den­den, leh­ren­den, pre­di­gen­den und sin­gen­den Claque die Zie­le der Mas­sen­mi­gra­ti­on nicht sinn­voll erklä­ren kann, denn es gibt für die­se zer­stö­re­ri­sche Poli­tik kei­ne sinn­vol­le Erklä­rung (außer der Zer­stö­rung selbst), wird der huma­ni­ta­ris­ti­sche Amok­lauf auch nicht gestoppt; ein Stop wür­de schließ­lich als Ein­ge­ständ­nis dafür gewer­tet, dass man den fal­schen Weg ein­ge­schla­gen hat. Die Kli­ma­hys­te­rie kommt sol­chen Spitz­bu­ben jetzt gera­de recht; die­ses Land kann schließ­lich kei­ne Krie­ge füh­ren, um von sei­nen inne­ren Pro­ble­men abzu­len­ken, es braucht dafür – einst­wei­len noch geis­ti­ge und fis­ka­li­sche – Bürgerkriege.

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Im Grun­de, sagt Freund ***, sei der Trach­ten­um­zug auf das Okto­ber­fest eine AfD-Wer­be­ver­an­stal­tung. Der Claim dazu lau­te: „Wol­len Sie, dass Ihre Kin­der das auch noch erleben?”

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Aber wäre das nicht der Job der CSU?

Links von der CSU darf es kei­ne Par­tei geben, sprach so oder so ähn­lich Franz-Josef Strauß, notiert Leser ***.
Das Ziel ist erreicht.

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Neu­er Begriff: Wahrheits-Aktionär.

Dass er den Natio­nal­so­zia­lis­mus nicht als Welt­an­schau­ung aner­kennt und sich anti­fa­schis­tisch äußert, neh­me ich inzwi­schen fast gleich­gül­tig hin – immer­hin bin ich kein Nazi und somit nicht selbst betrof­fen. Inwie­weit ist eine Dis­kus­si­on noch sinn­voll, wenn sich unver­ein­ba­re Stand­punk­te gegen­über ste­hen? Wie soll man mit­ein­an­der reden, wenn die größ­te Bedro­hung für die Mensch­heit nicht als sol­che aner­kannt und sogar ver­leug­net wird? Und wäre es nicht ver­lo­gen, sich nett an den Kaf­fee­tisch zu set­zen, wenn man die Ideo­lo­gie des ande­ren nicht nur für falsch, son­dern für hoch­ge­fähr­lich hält? (Noch mehr Wahr­hei­ten hier.)

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„Guten Tag Herr Klo­n­ovs­ky, es freut mich sehr, Sie mit der MAGA- Kap­pe auf dem Okto­ber­fest zu sehen; ich ver­mu­te ein­mal dass Sie damit durch­aus auf­fie­len. Bei uns im Mitt­le­ren Wes­ten gibt’s im übri­gen auch wun­der­ba­re Oct­ober­fests (die Kap­pe fie­le hier weni­ger auf) und bald auch wie­der schö­ne Christ­mas­mar­kets – ohne Beton­si­che­rung, füge ich hinzu.”

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Impres­sio­nen von der Klimafront:

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„Sys­tem­wech­sel”: Wenn Rechts­po­pu­lis­ten das for­dern, spitzt übri­gens der Ver­fas­sungs­schutz die Ohren…

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„Einig sind sich am Schluss dann alle, dass die Bun­des­re­gie­rung jetzt ganz schnell vie­le Mil­li­ar­den Euro zur Kli­ma­ret­tung bereit­stel­len müs­se. Wenn die Welt bren­ne, müs­se man die Feu­er­wehr rufen und kei­ne Brand­schutz­kom­mis­si­on ein­be­ru­fen. Dass die Welt wirk­lich brennt, sehe man ja jetzt im Regen­wald am Ama­zo­nas. Hät­te ger­ne noch gefragt, war­um denn die Wäl­der am Ama­zo­nas brennen.”
Aus­zug aus einem lesens­wer­ten Bericht über eine Gesprächs­run­de aus dem DDR 2.0‑TV, den in die Eck­la­den-Aus­la­ge zu über­neh­men ich mir gestat­tet habe.

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„SUVs wer­den ja nun schon in Gegen­den Bes­ser­ver­die­nen­der mit ‚Du stinkst’-Aufklebern auf der Front­schei­be ver­ziert”, mel­det Freund *** aus der Haup­stadt einer nun schon etwas älte­ren Bewe­gung. „So gesche­hen in der Ain­mil­ler­stras­se (der ‚Staats­schutz’ ermit­telt). Dem­nächst wird man sie abfa­ckeln (wo man SUVs ver­brennt, da ver­brennt man ja irgend­wann auch Men­schen – so oder ähn­lich heißt es doch) Aber: Heu­te sah ich einen Tes­la, beklebt mit ‚Du stinkst’ – dass Akti­vis­ten aber sich auch gar nicht mit Autos auskennen…”

Was heißt „dem­nächst”: Im hes­si­schen Kron­berg haben „Akti­vis­ten” in einem Auto­haus 40 soge­nann­te Luxus­wa­gen zer­stört. Was es dem Kli­ma nut­zen soll, wenn jetzt 40 Autos abge­wrackt, neu gebaut und neu gelie­fert wer­den müs­sen, wis­sen die­se Hoch­be­gab­ten allein. Aber zur kurz­zei­ti­gen Stil­lung des ordi­närs­ten Sozi­al­nei­des mag die „Akti­on” bei­getra­gen haben…

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„Seit eini­ger Zeit gehört es zum Pro­pa­gan­da-Trom­mel­feu­er der poli­tisch Über­kor­rek­ten, das Dog­ma der ‚Diver­si­tät’ zu beschwö­ren”, lei­tet Leser *** eine Beob­ach­tung ein. „Nun, nach­dem ich mir diver­se Foto­stre­cken zur gro­ßen Schul­schwänz-Kli­ma­par­ty durch­ge­se­hen habe, drängt sich mir der schau­der­haf­te Ver­dacht auf: Die Kli­ma-Mar­schie­rer sind durch die Bank ‚wei­ße’ Län­ger-schon-hier-Leben­de bzw deren Spröss­lin­ge. Da ging es ‚ari­scher’ zu als auf dem AfD-Par­tei­tag. Mit ist kein Neu­bür­ger-Nach­wuchs aus den ‚Brenn­punkt-Schu­len’ auf­ge­fal­len, auch war auf kei­nem der zahl­rei­chen ‚FFF’-Fotos ein Kopf­tuch zu sehen. Also ganz das Gegen­teil von den Sze­na­ri­en, die in den Klas­sen­fo­tos aus den Schu­len NRWs oder Ber­lins inzwi­schen der neue Nor­mal­zu­stand sind.
Wie das Schick­sal so spielt, kam ich am Sams­tag in mei­ner Nach­bar­schaft bei einer Hoch­zeits­ge­sell­schaft von aus dem Ori­ent zuge­wan­der­ten Neu­bür­gern vor­bei. Da stan­den dann 20, 25 fet­te Schlit­ten her­um, Benz, Audi, BMW und kei­ner unter 250 PS. Das wird ein Spaß, wenn die radi­ka­li­sier­ten Kli­ma-Dep­pen mal an den Fal­schen gera­ten bei den sicher kom­men­den tät­li­chen Aktio­nen gegen Fah­rer dicker Autos.”

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Die Rechts­po­pu­lis­ten behaup­ten, die schon län­ger hier Leben­den haben den Glau­ben an die Kli­ma­ret­tung verloren.

Ich fra­ge euch: Glaubt ihr mit der Kanz­le­rin und mit uns an den end­gül­ti­gen tota­len Erfolg bei der Ener­gie­wen­de? Ich fra­ge euch: Seid ihr ent­schlos­sen, der Kanz­le­rin in der Durch­set­zung der Kli­ma­zie­le durch dick und dünn und unter Auf­nah­me auch der schwers­ten per­sön­li­chen Belas­tun­gen zu folgen?

Zwei­tens: Die Rechts­po­pu­lis­ten behaup­ten, die schon län­ger hier Leben­den sind der Inte­gra­ti­ons­an­stren­gun­gen müde.

Ich fra­ge euch: Seid ihr bereit, mit der Kanz­le­rin als Füh­re­rin der Zivil­ge­sell­schaft hin­ter der kämp­fen­den Admi­ra­lin Racke­te ste­hend die­sen Kampf mit wil­der Ent­schlos­sen­heit und unbe­irrt durch alle Schick­sals­fü­gun­gen fort­zu­set­zen, bis die Umwand­lung einer mono­to­no­eth­ni­schen, mono­to­no­kul­tu­rel­len Gesell­schaft in eine mul­ti­eth­ni­sche und mul­ti­kull­tu­rel­le Gesell­schaft unum­kehr­bar gewor­den ist?

Drit­tens: Die Rechts­po­pu­lis­ten behaup­ten, die schon län­ger hier Leben­den haben kei­ne Lust mehr, sich der über­hand neh­men­den Ret­tungs- und Auf­räum­ar­bei­ten, die die Regie­rung von ihnen for­dert, zu unterziehen.

Ich fra­ge euch: Seid ihr und sind die schon län­ger hier Leben­den ent­schlos­sen, wenn die Kanz­le­rin es wünscht, weil das sonst nicht mehr ihr Land ist, zehn, zwölf, und wenn nötig vier­zehn und sech­zehn Stun­den täg­lich zu inte­grie­ren und das Letz­te her­zu­ge­ben für das Gelingen?

Vier­tens: Die Rechts­po­pu­lis­ten behaup­ten, die schon län­ger hier Leben­den wehr­ten sich gegen die tota­len Migra­ti­ons­maß­nah­men der Regie­rung. Sie wol­len nicht die tota­le Inte­gra­ti­on, son­dern Abschot­tung und Abschiebung.

Ich fra­ge euch: Wollt ihr die tota­le Migra­ti­on? Wollt ihr sie, wenn nötig, tota­ler und radi­ka­ler, als wir sie uns heu­te über­haupt noch vor­stel­len können?

Fünf­tens: Die Rechts­po­pu­lis­ten behaup­ten, die schon län­ger hier Leben­den haben ihr Ver­trau­en zur Bun­des­kanz­le­rin verloren.

Ich fra­ge euch: Ist euer Ver­trau­en zur Kanz­le­rin heu­te grö­ßer, fes­ter und uner­schüt­ter­li­cher denn je? Ist eure Bereit­schaft, ihr auf allen ihren Wegen zu fol­gen und alles zu tun, was nötig ist, um die Ener­gie­wen­de und die Inte­gra­ti­on zum sieg­rei­chen Ende zu füh­ren, eine abso­lu­te und uneingeschränkte?

Ich fra­ge euch als sechs­tes: Seid ihr bereit, von nun ab eure gan­ze Kraft ein­zu­set­zen und der Kli­ma­ret­tungs­front die Mit­tel zur Ver­fü­gung zu stel­len, die sie braucht, um der Erd­er­wär­mung und zugleich dem Rechts­po­pu­lis­mus den töd­li­chen Schlag zu versetzen?

Ich fra­ge euch sie­ben­tens: Gelobt ihr auf den Koran, dass die schon län­ger hier Leben­den mit star­ker Moral hin­ter den Kli­ma­ak­ti­vis­ten ste­hen und ihnen alles geben wer­den, was sie nötig haben, um die Kli­ma­zie­le zu erkämpfen?

Ich fra­ge euch ach­tens: Wollt ihr, ins­be­son­de­re ihr Geschlechts­ge­nos­sin­nen Gre­ta Thun­bergs selbst, dass die Regie­rung dafür sorgt, dass auch die schon län­ger hier leben­de Frau ihre gan­ze Kraft den Kli­ma­zie­len und den Inte­gra­ti­ons­an­stren­gun­gen zur Ver­fü­gung stellt und über­all da, wo es nur mög­lich ist, über Quo­ten­re­ge­lun­gen geför­dert wird?

Ich fra­ge euch neun­tens: Bil­ligt ihr, wenn nötig, die radi­kals­ten Maß­nah­men gegen einen klei­nen Kreis von Drü­cke­ber­gern und Het­zern, die mit­ten in der Kli­ma­kri­se Frie­den spie­len und die Not des Kli­mas zu eigen­süch­ti­gen Zwe­cken leug­nen? Seid Ihr damit ein­ver­stan­den, dass, wer sich am Kli­ma ver­geht, die Bür­ger­rech­te ver­liert?

Ich fra­ge euch zehn­tens und zuletzt: Wollt ihr, dass, wie die Men­sch­rech­te es gebie­ten, gera­de in der Kri­se glei­che Rech­te und glei­che Pflich­ten vor­herr­schen, dass also die Rei­chen und Bes­ser­ver­die­nen­den die schwe­ren Belas­tun­gen der Kri­se soli­da­risch auf ihre Schul­tern neh­men und dass deren Besitz in sozi­al gerech­ter Wei­se ver­teilt wird?

Nun Zivil­ge­sell­schaft steh auf, nun Kli­ma­schutz brich los!

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