30. September 2019

„Es gibt nur einen Fri­day for Future: den Kar­frei­tag.„
Alex­an­der Pschera

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Unser Außen- und ehe­dem Jus­tiz­mi­nis­ter belie­ben, auf Insta­gram Fol­gen­des mitzuteilen:

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Ob unser Hei­ko weiß, wen er da zitiert – im Ori­gi­nal: „Pas de liber­té pour les enne­mis de la liber­té!” –, und was die­ser zwei­fel­los begab­te jun­ge Revo­luz­zer, Pro­pa­gan­dist und Kopf­ab­schnei­der auf sein Kerb­holz gela­den hat­te, bevor er sel­ber aufs Scha­fott stieg (was wir dem Hei­ko natür­lich weder wün­schen noch pro­phe­zei­en wol­len)?
.

                                 ***

Dass „wir” Papst waren, wis­sen Sie schon, geneig­ter Besu­cher mei­nes klei­nen Eck­la­dens, aber wis­sen Sie auch, dass das Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­ri­um (und nichts außer­dem) Rechts­staat ist (und nichts außerdem)?

UKSF4358

„Framing ist in der Rechts­kun­de bis­her wohl nur in tota­li­tä­ren Sys­te­men gepflegt wor­den”, notiert Leser ***, der mir die­ses Foto sand­te. War­um eine sol­che Kam­pa­gne gera­de jetzt läuft, kann sich jeder Freund der Recht­lei­tung an den Fin­gern abzählen.

                                     ***

Kli­ma­ex­per­ten war­nen: Wir haben höchs­tens noch zwölf Jah­re Zeit, bis die Welt in neu­en Unter­gangs­pro­gno­sen ertrinkt. Das ist wis­sen­schaft­li­cher Kon­sens. Wenn wir nichts unter­neh­men, müs­sen wir in zwölf Jah­ren einen neu­en Ter­min für den Welt­un­ter­gang fin­den. Das ist eine sehr bedroh­li­che Situa­ti­on, aus der wir uns nur ret­ten kön­nen, wenn wir die Kon­trol­le über die Wirt­schaft unmit­tel­bar den Regie­run­gen über­las­sen und unse­ren Lebens­stil so ändern  dass neue Pro­gno­sen unnö­tig sind. 

                                     ***

Mit­un­ter sind auch har­te, aber gerecht­fer­tig­te Boy­kott­maß­nah­men angezeigt.

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Deut­sche, wehrt euch! Kauft nicht beim Klimawandelleugner!

                                     ***

Leser *** schickt sei­ner Nach­richt vom 26. einen Nach­trag hin­ter­her. Das ARD-Maga­zin Kon­tras­te hat­te eine Aus­wer­tung über die Anwe­sen­heit von Bun­des­tags­frak­tio­nen bei nament­li­chen Abstim­mun­gen vor­ge­nom­men, „wel­che ich neu­gie­ri­ger­wei­se nach­voll­zo­gen habe. Um der AfD die besag­te Schlag­zei­le zu besor­gen, muss­te Kon­tras­te einen bestimm­ten Zeit­raum wäh­len und nicht die gesam­te aktu­el­le 19. Wahl­pe­ri­ode (Kopie aus der Datei):

VERGLEICH DES GEWÄHLTEN ZEITRAUMES mit den NICHT GEWÄHLTEN ZEITRÄUMEN

 

für den Anteil nicht abge­ge­be­ne Stim­men je Fraktion

  
     

Fraktion/Gruppe

vor Kon­tras­te-Zeit­raum (40)

Kon­tras­te-Zeit­raum (66)

nach Kon­tras­te-Zeit­raum (6)

gan­zer Zeit­raum (112)

CDU/CSU

6,07%

8,64%

8,27%

7,70%

SPD

7,43%

10,39%

14,80%

9,56%

AfD

9,24%

13,57%

15,38%

12,12%

FDP

6,44%

12,95%

13,13%

10,64%

DIE LINKE.

13,84%

12,74%

26,57%

13,87%

BÜ90/GR

6,57%

9,16%

11,44%

8,36%

Frak­ti­ons­los

20,00%

39,35%

54,17%

35,63%

     

„Ob der Nach-Kon­tras­te-Zeit­raum für die ARD aus­wert­bar gewe­sen wäre, bezweif­le ich, weil die­se Sit­zung mit 6 Abstim­mun­gen am 26.9. statt­fand, dem Tag des Arti­kels. Trotz­dem hat es schon ein Geschmäck­le. Selbst ohne die letz­te Sit­zung wäre die Lin­ke die Frak­ti­on mit den häu­figs­ten nicht abge­ge­be­nen Stimmen.”

                                    ***

Ges­tern lud mich ein Freund auf die Wiesn vor, in eines der Fest­zel­te, Puris­ten fra­gen bit­te nicht, wel­ches, und wäh­rend wir lär­mum­tost & quietsch­ver­gnügt, in die Betrach­tung der zahl­lo­sen Dirndl­trä­ge­rin­nen ver­tieft, den Gers­ten­saft in unse­re Lei­ber rin­nen lie­ßen, einig­ten wir uns dar­auf, dass in zwei von drei mög­li­chen künf­ti­gen Regie­rungs­sys­te­men – sowohl der grünso­zia­lis­tisch-kli­ma­neu­tra­len Erzie­hungs­de­mo­kra­tur als auch dem Kali­fat – das Okto­ber­fest ver­bo­ten wer­den muss, wegen des scham­lo­sen öffent­li­chen Alko­hol­ge­nus­ses, wegen des maß­lo­sen Fleisch- und spe­zi­ell Schwei­ne­fleisch­ver­zehrs, wegen des obs­zö­nen Frau­en­fleisch­vor­zei­gens und der erwünsch­ten sexu­el­len Beläs­ti­gung, wegen der unge­heu­ren Strom­ver­schwen­dung für Gau­di und Gomor­rha, wegen der gott­los fri­vo­len Fröh­lich­keit, wegen des unver­ant­wort­lich hohen Aus­sto­ßes von Methan (Huch!) und Koh­len­di­oxid (Prös­ter­chen!), und last but not least weil die Wiesn eine Bar­geld­zo­ne ist. 

                                    ***

Was uns zur Monats­end­fi­gur führt, denn schon wie­der ist ein Umlauf been­det und perdü. 

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Aller­dings ver­hält es sich so, dass Leser *** vor eini­gen Tagen mei­ne Auf­merk­sam­keit auf die Web­sei­te eines ukrai­ni­schen Frau­en­fo­to­gra­fen lenk­te, des­sen Bil­der (etwa das, das oder jenes) in der Tat von einer bemer­kens­wer­ten Schön­heit und sinn­li­chen Rein­heit sind, und da es sich um ein Kom­pen­di­um von Monats­end­fi­gu­ren han­delt, wei­se ich nun mei­ner­seits dar­auf hin. Die ero­ti­sche Frau­en­fo­to­gra­fie ist im Wes­ten ja immer mehr gen Cool­ness und Glät­te abge­drif­tet, und es ist eine bemer­kens­wert ver­que­re Leis­tung, attrak­ti­ve Frau­en so abzu­lich­ten, dass man kei­ne Lust auf ihre zumin­dest theo­re­ti­sche Inbe­sitz­nah­me ver­spürt (unge­fähr als wenn ein Gas­tro­no­mie-Foto­graf die Spei­sen so auf­nimmt, dass man kei­nen Appe­tit bekommt). Bei unse­rem ukrai­ni­schen Freund dage­gen sind die Mai­den nicht cool, abwei­send und glatt, son­dern tem­pe­riert, appe­tit­lich und nahbar. 

Wie immer zum Monats­en­de geht auch heu­te wie­der der Klin­gel­beu­tel um, mit einem Vergelt’s Gott! an all die­je­ni­gen, die ihn in den ver­gan­ge­nen Wochen gefüllt haben; alle ande­ren kli­cken bit­te hier.
 

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