29. Oktober 2019

„Der Popu­lis­mus ist der Schrei der Völ­ker, die nicht ster­ben wollen.”

Gro­ßer Satz! Er stammt von Phil­ip­pe de Vil­liers.

„Vil­liers will in sei­nem Buch auf­zei­gen, ‚dass das heu­ti­ge Euro­pa, ohne Kör­per, ohne Kopf, ohne Wur­zeln, ohne Gren­zen, kei­ne fal­sche Umset­zung dar­stellt. Die geöff­ne­ten Archi­ve lie­fern den Beweis: Das dekon­struk­ti­ve Gen, das die Euro­päi­sche Uni­on unter­höhlt, befand sich in der DNA der ´Grün­der­vä­ter‚. Das Pro­gramm war von Anfang an fest­ge­legt. Sie wuss­ten, was sie taten und was sie woll­ten: eine gehirn­lo­se Gover­nan­ce, um sich auf einen glo­ba­len Mas­sen­markt zuzu­be­we­gen. Wir sind weit ent­fernt von einem unab­hän­gi­gen Europa.’ 

Auf die Fang­fra­ge, ob sein Buch ein Mit­tel sei, um sich für ´popu­lis­ti­sche Par­tei­en‚ ein­zu­set­zen, ant­wor­te­te er: ‚Nein, ich gebe kei­ne Anwei­sun­gen, ich schla­ge Alarm. Ich schla­ge und schla­ge Alarm. Bevor der Muez­zin kommt. Der Popu­lis­mus ist der Schrei der Völ­ker, die nicht ster­ben wol­len.’ ”
(Mehr hier.)

 

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Längst ver­ges­sen, ver­ge­ben sowie­so, ggfs. kar­rie­re­dien­lich wiedervorlegbar:

ramelow

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Einer geht noch.

„In den neu­en Län­dern gibt es unver­kenn­bar eine Vor­lie­be fürs ganz Extre­me”, expli­ziert eine der glän­zen­den poli­ti­schen Ana­lys­tin­nen, wie sie beim Focus irgend­wo vom Band gehen.

Aus­nahms­wei­se liegt das füh­ren­de deut­sche Poli­tik­ana­ly­se-Por­tal mal leicht dane­ben. Tat­säch­lich haben gera­de die Ost­deut­schen ein Fai­ble fürs Mode­ra­te, Bere­chen­ba­re, Soli­de, Nichtverrückte. 

Was könn­te es schließ­lich Extre­me­res geben, als bin­nen drei­er Jah­re andert­halb Mil­lio­nen meist männ­li­che, über­wie­gend analpha­be­ti­sche, wirt­schaft­lich und sozi­al schwer inte­grier­ba­re, jähr­lich Ali­men­tie­rungs­mil­li­ar­den ver­schlin­gen­de Kul­tur­frem­de in ein Land zu schleu­sen und jede Kri­tik an deren höchst beacht­li­cher Mord‑, Totschlags‑, Vergewaltigungs‑, Raub‑, Grup­pen­schlä­ger- und Mes­ser­ste­cher­bi­lanz eben­so als Extre­mis­mus zu brand­mar­ken wie jede Kri­tik an der Frem­den­feind­lich­keit, Frau­en­feind­lich­keit, Juden­feind­lich­keit, Chris­ten­feind­lich­keit, Schwu­len­feind­lich­keit, Arbeits­feind­lich­keit etc. ad nau­seam pp., die vie­le von ihnen mit ins Land bringen?

Was könn­te es Extre­me­res geben als die – nach Aus­kunft von Peter Alt­mai­er, wei­land noch Umwelt­mi­nis­ter – bis zu eine Bil­li­on Euro teu­re soge­nann­te Ener­gie­wen­de, ein Expe­ri­ment mit unge­wis­sem Aus­gang (außer für die Sub­ven­ti­ons­ab­grei­fer und Lob­by­is­ten), das die Ener­gie­ver­sor­gung eines dem­nächst unbe­deu­ten­den Indus­trie­lan­des akut gefähr­det, Land­schaf­ten schän­det, Hek­atom­ben von Vögeln das Leben kos­tet und pro Jahr allein 27 Mil­li­ar­den Euro über die EEG-Umla­ge umver­teilt? (Die Hälf­te davon fließt aus pri­va­ten Haus­hal­ten, also aus der Tasche des Malo­chers und der Aldi-Kas­sie­re­rin, in die Akti­en­de­pots von Grund­be­sit­zern und Investorengruppen.) 

Was könn­te es Extre­me­res geben als eine Bun­des­kanz­le­rin, die in ihrer quä­lend lan­gen Amts­zeit prak­tisch jede ihrer poli­ti­schen Posi­tio­nen geräumt und in das exak­te Gegen­teil ver­kehrt hat?

Was könn­te es Extre­me­res geben als den deut­schen Atom­aus­stieg als Reak­ti­on auf einen Unfall in 10.000 Kilo­me­ter Ent­fer­nung mit nach wie vor null Todes­op­fern, aus­ge­löst von Natur­ge­wal­ten, wie sie hier­zu­lan­de nie­mals drohen?

Was könn­te es Extre­me­res geben als die Idee, Euro­pa, den Kon­ti­nent der Viel­falt, die Wie­ge fast aller Lebens­kunst, Lebens­art, Tech­nik, Musik, Dich­tung, Hoch­kul­tur, Kuli­na­rik und, dies alles umschlie­ßend, der indi­vi­du­el­len Frei­heit, dem wüs­tes­ten Zen­tra­lis­mus in sei­ner Geschich­te, den Lau­nen, Flau­sen, Idea­len und Ideo­lo­ge­men einer Hand­voll unge­bil­de­ter, ver­klemm­ter, „wahr­schein­lich gehörn­ter” (Don Nicolás) Büro­kra­ten zu unterwerfen?

Was könn­te es Extre­me­res geben als die Rede der Bun­des­kanz­le­rin auf den grund­ver­gau­ner­ten Euro­kra­ten, Geld- und Spar­gut­ha­ben­ent­wer­ter Mario Draghi: „Du hast den Euro durch unru­hi­ge See navi­giert. Kon­tro­ver­sen bist du nicht aus dem Weg gegan­gen und wir kön­nen nun wirk­lich auf eine sta­bi­le Wäh­rung bli­cken”? (Zumin­dest, für die Ossis, seit 1989.)

Was könn­te es Extre­me­res geben als den „Glo­bal Com­pact for Migra­ti­on”, des­sen Fern­ziel nichts Gerin­ge­res ist als eine glo­ba­le mono­eth­nisch-mono­kul­tu­rel­le Ein­heits­mensch­heit? (Auch wenn die Laut­spre­cher des Zeit­geis­tes der­zeit exakt das Gegen­teil verkünden.)

Was könn­te es Extre­me­res geben als die Frei­tags­ge­be­te von hüp­fen­den Schul­schwän­zern, die von einem Phä­no­men namens Kli­ma zwar null Ahnung haben, es aber „ret­ten” wol­len? (Gut, viel­leicht die ande­ren Frei­tags­ge­be­te, sofern sie öffent­lich in euro­päi­schen Städ­ten stattfinden.)

Was könn­te es Extre­me­res geben als die schritt­wei­se Demon­ta­ge einer Volks­wirt­schaft auf­grund der kol­lek­ti­ven Wahn­idee, man „ret­te” damit „das Klima”?

Was könn­te es Extre­me­res geben als die kern- und knall­deut­sche Nazi­men­ta­li­tät, Meu­ten­bil­dungs­men­ta­li­tät, Petz- und Spit­zel­men­ta­li­tät täg­lich auf der Pirsch nach Nazis? 

Was könn­te es Extre­me­res als die Ex-Sta­si-Spit­zelin Kaha­ne an der Spit­ze einer staat­lich ali­men­tier­ten Spit­zel­stif­tung zur Bekämp­fung der Oppo­si­ti­on, qua­si als Plas­tik­schild und Holz­schwert des Kanzleramts?

Was könn­te es Extre­me­res geben als Groß­im­por­teu­re von Juden­feind­lich­keit, die Prei­se zur Bekämp­fung des Anti­se­mi­tis­mus ausloben?

Nein, lasst es mal gut sein, Brü­der und Schwes­tern im Wes­ten, bei euch war zwar alles bes­ser, auch die Gehirn­wä­sche, aber die Ossis sind nicht extrem. Die haben bloß erkannt, dass man sich vor Amok­läu­fern jeg­li­cher Art schüt­zen muss, gera­de auch vor moralisierenden.

PS: Im Focus wie über­all, wo die media­len Qua­li­täts­stan­dards noch etwas gel­ten, ist die Rede vom „Tri­umph­zug eines Man­nes, der gericht­lich ver­brieft ‚Faschist’ genannt wer­den darf: Björn Höcke”.

Zwei Aper­çus. Ers­tens: darf, nicht muss. Zwei­tens: Wie darf Frau Kün­ast gleich „gericht­lich ver­brieft” genannt werden…?

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„Men­schen wäh­len rechts, nicht weil sie Rech­ten zuhö­ren, son­dern weil sie Lin­ken zuhö­ren…”
(aus einer Leser­zu­schrift im Cice­ro)

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Das DDR-Fern­se­hen lebt!

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Die­sen emi­nent hilf­rei­chen Bei­trag des Schwar­zen Kin­der­ka­nals fin­den Sie hier.

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„Tipp an Erdo­gan: Den Kur­den klar­ma­chen, dass man Gren­zen eh nicht schüt­zen kann und dass eine kur­di­sche Kul­tur jen­seits der Spra­che ohne­hin nicht iden­ti­fi­zier­bar sei.”

(Quel­le: hier)

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Es hört ein­fach nicht auf:
„Als die Bun­des­kanz­le­rin den Saal betritt, ste­hen alle auf, als sei sie die Queen”, schleimt ein Schleim­sach­ver­stän­di­ger auf Spie­gel online. „Mer­kel amü­siert es, und es freut sie wohl auch. Minis­ter­prä­si­dent Söder hält ein Gruß­wort, ver­spricht Taten statt Wor­te im Kampf gegen den Anti­se­mi­tis­mus. Er redet über vie­le The­men, auch über Fake News und warnt: ‚Der Pfad der Unwahr­heit führt immer ins Nirwana.’ ” 

Die­ser Söder-Satz ist so brunz­blöd, er zeugt von einer der­ar­ti­gen Geist- und Ahnungs­lo­sig­keit (und ist, neben­bei, wahr­schein­lich auch bud­dhis­mus­feind­lich), dass er einen geson­der­ten Tusch ver­dient, wobei sich unser mit der Fake News des Äons auf­war­ten­der CSU-Spit­zen­knall­kopf zu recht Hoff­nun­gen machen darf, jenen gött­li­chen Zustand innen­raum­ver­sie­gel­ter Total­hohl­heit in Bäl­de zu errei­chen. Doch die eigent­li­che Fra­ge lau­tet: War­um bekommt die Kanz­le­rin in einem Haus, das von bewaff­ne­ten israe­li­schen Sicher­heits­leu­ten rund um die Uhr bewacht wird, die auch sehr genau wis­sen, vor wel­cher Kli­en­tel, den Theo­dor-Herzl-Preis des World Jewish Kon­gress? Ich habe die Fra­ge hier bereits beant­wor­tet: Herzl woll­te, dass mög­lichst vie­le euro­päi­sche Juden nach Isra­el aus­wan­dern, und wer hät­te in jüngs­ter Zeit mehr dafür getan als die Bundeskanzlerin?

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Noch zum Vori­gen.

„Ich bin immer noch links­li­be­ral. Indi­vi­du­el­le Frei­heit steht für mich an ers­ter Stel­le. Aber jetzt kom­me ich zu dem Wich­tigs­ten, was ich Ihnen sagen möch­te: Nach dem Natio­nal­so­zia­lis­mus und dem Kom­mu­nis­mus, ist der Islam die drit­te glo­ba­le Ideo­lo­gie, die die Mensch­heit bedroht. Ich bin oft gegen den unga­ri­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Vik­tor Orbán auf­ge­tre­ten und wer­de es auch wei­ter­hin tun. Aber eines muss ich aner­ken­nen – und zwar die Tat­sa­che, dass er einen ech­ten und grund­le­gen­den Kon­flikt zwi­schen zwei Wer­te­sys­te­men erkannt hat: dem euro­päi­schen Abend­land und dem ara­bi­schen Islam!”

Also spach der unga­ri­sche Schrift­stel­ler Györ­gy Kon­rád, der die natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Juden­ver­fol­gung über­lebt hat­te und im Ost­block zu den bekann­ten Oppo­si­tio­nel­len gehörte. 

„Mei­ne Frau und ich haben Freun­de in Ams­ter­dam und Rot­ter­dam. Vor Jah­ren zog eine marok­ka­ni­sche Fami­lie in ihr Gebäu­de in Ams­ter­dam. Anfangs waren sie sehr freund­lich, bis ihre Zahl stark anstieg. Dann schie­nen sie zu bestä­ti­gen, was ein deut­scher Imam kürz­lich auf die Fra­ge geant­wor­tet hat­te: Was steht bei Ihnen höher, die deut­sche Ver­fas­sung oder das Scha­ria-Gesetz? Der Imam sag­te: Wenn wir eine Min­der­heit sind, dann die deut­sche Ver­fas­sung. Wenn wir in der Mehr­heit sind, die Scharia.”

Aber ich will Sie nicht lang­wei­len, das zitie­ren die Ver­tre­ter der demo­kra­ti­schen Par­tei­en im Bun­des­tag und in den Talk-shows ja rauf und run­ter, die Zen­tral­rats­of­fi­zi­el­len sowieso.

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Wir wis­sen nicht, wel­ches Land Frau Mer­kel der­mal­einst als Exil wäh­len wird, aber in Chi­le, wo schon ande­re erfolg­rei­che deut­sche Poli­ti­ker und Rhe­to­ri­ker ihr End­la­ger fan­den, lau­fen die Vor­be­rei­tun­gen für ihren Empfang.

PS: „Sehr geehr­ter Herr Klo­n­ovs­ky, in Bezug auf den heu­ti­gen Hin­weis auf die Situa­ti­on in Chi­le, moech­te ich ausfuehren: 

Was hier zur Zeit vor­geht ist ein Staats­streich! Seit Mona­ten von der hie­si­gen kom­mu­nis­ti­schen und ande­ren extrem lin­ken Par­tei­en und dem Foro de Sao Pau­lo (Madu­ro!) geplant.
Gre­ta ist hier zwar auch sehr bekannt, da sie tae­g­lich als DAS Wun­der­kind und Kli­ma­ret­ter auf allen TV Kana­e­len (COP25) prae­sen­tiert wird. Sie geht den meis­ten Leu­ten aber am Ar… vorbei.
Hier wur­den fast gleich­zei­tig ueber 65 U‑Bahnstationen in Brand gesteckt, Super­ma­erk­te aus­ge­raubt und abge­brannt, Gebae­u­de ver­wu­es­tet, etc.. Alles gut koor­di­niert. Nach jah­re­lan­ger Pro­pa­gan­da hat die Poli­zei (und das Mili­taer) auch kaum noch Moe­g­lich­kei­ten gegen Pro­tes­te wirk­sam vor­zu­ge­hen, da sie sofort wegen Ver­stoss gegen die Men­schen­rech­te ange­klagt wer­den. Hier ist es so wie ein wenig wie in der BRD, wer etwas kri­tisch aeus­sert, wird gleich als ‚Pino­chetis­ta’ abge­stem­pelt, was einem ‚Nazi’ entspricht.
Es wird erwa­ehnt, dass es bis­her etwa 20 Tote gab, aber das etwa 15 davon bei Bra­en­den, die die­se Leu­te sel­ber gelegt haben, umka­men, wird nicht erwaehnt.
Die gan­ze Lage ist sehr kom­plex und die Missta­en­de, die ja exis­tie­ren, sind nicht auf Piñe­ras Mist gewach­sen, son­dern es gibt sie schon lan­ge. Wuss­ten Sie, das Chi­le das teu­ers­te Par­la­ment (Geha­el­ter) der Welt hat? Kor­rup­ti­on von Poli­ti­kern und ande­ren links und rechts, aber alle unschul­dig wenn sie erwischt wer­den. Wei­ter­hin hat Bache­let in ihrer letz­ten Regie­rung z.B. unter ande­ren auch die gan­ze Bil­dungs- und Steu­er­po­li­tik umgekrempelt. 
Lei­der hat Piñe­ra nicht die ‚Pan­talo­nes’, ener­gisch ein­zu­schrei­ten, um die­se Poli­tik zu kor­ri­gie­ren oder gegen die Pro­tes­te vor­zu­ge­hen. Er ist lei­der kein Trump oder Bol­so­na­ro, son­dern Glo­ba­list und laesst sich lie­ber mit Gre­ta fotografieren.
Hier wird noch lan­ge kei­ne Ruhe ein­keh­ren, denn die Lin­ken wer­den sich mit nichts zufrie­den geben, egal wel­che Kon­zes­sio­nen Piñe­ra auch machen sollte.
Mit freund­li­chen Gru­es­sen aus Chile,
***”
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