26. Januar 2020

Gott ist so fair, vie­le Min­der­be­gab­te gegen die Erkennt­nis des Vor­treff­li­chen zu immunisieren. 

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„Auf sei­nen aus­drück­li­chen, kurz vor dem Tode geäu­ßer­ten Wunsch hat man Gott­lieb Theo­dor Pilz kei­ne Denk­mä­ler gesetzt, son­dern sei­ne gesam­te Hin­ter­las­sen­schaft begeis­te­rungs­fä­hi­gen, jedoch wenig begab­ten jun­gen Men­schen zukom­men las­sen, im Tausch gegen das Ver­spre­chen, für­der­hin von schöp­fe­ri­scher Arbeit abzu­se­hen. Lei­der sind die Mit­tel seit lan­gem erschöpft, und damit ist der Geist Gott­lieb Theo­dors erlo­schen.„
Wolf­gang Hil­des­hei­mer: „1956 – ein Pilzjahr”

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Beim Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz gibt es eine Tele­fon-Hot­line, wo der bra­ve Bür­ger jetzt auch anonym Gesicht zei­gen kann gegen rechts.

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Spie­gel-Leser wis­sen mehr:

Auschwitzbefreier

(Gefun­den auf der Face­book-Time­li­ne aus der Relotiaden-Moulinette)

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Nicht die Unter­neh­mer applau­die­ren Mer­kel, son­dern die Mana­ger. Nicht Kapi­tä­ne, son­dern Nutten.

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Mit poe­sie­pral­len Paro­len wie „Mar­zi­pan statt Naz­i­kram”, mel­det das ZDF, haben „etwa 1.200 Demons­tran­ten” – also wohl um die 500 – am Frei­tag­abend in Salz­we­del gegen eine AfD-Ver­an­stal­tung demons­triert, weil halt wie meis­tens nichts Geschei­tes im Fern­se­hen lief.

Des g’follt mer. Da ich mich aus Grün­den einer gewis­sen Elan­lo­sig­keit vor dem ver­dienst­vol­len Kampf gegen rechts gemein­hin drü­cke, will ich künf­ti­gen Pro­test­lern wenigs­tens einen bun­ten Strauß alter­na­ti­ver Paro­len zur Ver­fü­gung stel­len. Nämlich:

Wert­hers Ech­te statt Neue Rechte

Scho­ko Cros­sis statt brau­ne Ossis

Toffi­fee statt AfD

Streu­sel­schne­cke statt Björnhöcke

Rit­ter Sport statt Dönermord

Pala­tschin­ken statt im Mit­tel­meer ertrinken

Prin­zen­rol­le statt rech­te Trolle

Toble­ro­ne statt Pet­ti­bo­ne (für Fortgeschrittene)

Trink-Kakao statt Umweltsau

Oster-Ei statt CO2

Gebrann­te Man­del statt Klimawandel

Rus­sisch Brot statt Clau­dia Roth – oh, das ging jetzt in die fal­sche Rich­tung, aber irgend­wie kann ich gera­de nicht enden:

Mil­ka-Kuh statt Faktenschmuh

Sah­ne­tor­te statt Ehrenmorde

Frucht­eis­be­cher statt Messerstecher

Hari­bo statt PLO

Noi­set­te statt Minarett

Apfel­stru­del statt Muezzingehudel

Milch­knö­del statt Knilch­dödel (wohl zu allgemein)

Schwoof wei­ter! statt Hofreiter…

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Grünelogik

(Netz­fund)

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Hut ab, Focus online! Mit die­ser Trend­ver­kün­di­gung ist den Schel­men dort eine erst­klas­si­ge Para­phra­se zu die­ser haus­in­ter­nen Per­so­na­lie gelungen. 

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Mei­ne Vor­be­hal­te gegen den Radau des Schluss­sat­zes von Beet­ho­vens Neun­ter habe ich hier gele­gent­lich the­ma­ti­siert. Leser *** macht mich nun dar­auf auf­merk­sam, wel­che Tex­te man noch so auf die Melo­die der „Ode an die Freu­de” sin­gen kann, bei­spiels­wei­se die Natio­nal­hym­nen sowohl der Bun­des­re­pu­blik als auch der DDR oder „Fuchs, du hast die Gans gestoh­len”, aber eben auch fol­gen­de Zuta­ten­lis­te eines Gewürzgurkenherstellers: 

„Gur­ken, Was­ser, Brannt­wein­essig,
Zucker, Zwie­beln, Spei­se­salz,
Senf­kör­ner, Gewürz­ex­trak­te,
her­ge­stellt in Rheinland-Pfalz …”

Am bes­ten aber, meint ***, har­mo­nie­ren Text und Musik hier:

Busch

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