9. Februar 2019

Bei einem Fläsch­lein sor­ten­rei­nen Syrahs von der Nord­rhô­ne sit­zend (Domai­ne Jamet, ein sehr lecke­res Stöff­chen), lese ich die­se fro­he Bot­schaft: For­scher der Uni­ver­si­ty of Sou­thern Cali­for­nia, USA, wol­len auf der Basis von 17.308 mensch­li­chen Hirn­bil­dern her­aus­ge­fun­den haben, meint zumin­dest der Busi­ness Insi­der, dass mit jedem Gramm Alko­hol, das man am Tag kon­su­miert, das Gehirn um sie­ben­ein­halb Tage altert.

Sofort schenk­te ich mir ca. 100 Tage nach und begann zu rech­nen: Wenn ein Gramm dem Gehirn sie­ben Tage gewinnt und ein Glas etwa 14 Gramm Alko­hol zwecks Geschmacks­ver­stär­kung und Syn­ap­sen­ölung ent­hält, wäh­rend eine nor­ma­le Bou­teil­le sich drei­ein­halb Glä­ser ent­lo­cken lässt, kom­men wir pro Fla­sche auf 343 Tage rela­tiv anstren­gungs­frei­er Gehirnlebensverlängerung. 

Ohne hier der Fra­ge nach­ge­hen zu wol­len, wie man misst, dass ein Gehirn plötz­lich sie­ben­ein­halb Tage älter gewor­den ist als ein ande­res, set­zen wir die Rech­nung fort. Ich trin­ke seit mei­nem 16. Lebens­jahr prak­tisch täg­lich eine Fla­sche Wein (auf den DDR-Fusel und das vie­le Bier hoch­ge­rech­net; wahr­schein­lich war es deut­lich mehr), das heißt: 343 x 365 x 40 ergibt, tusch!, nicht weni­ger als:
 
5.007.800 Tage oder 13.720 Jah­re (plus 57 ech­te), ergo: Mein Gehirn ist 13.777 Jah­re alt! 

Alko­hol ist eben ein­fach eine groß­ar­ti­ge Sache, aber das wuss­ten wir ja schon vor­her. Frei­lich: Ver­gli­chen mit den Gehir­nen von Chur­chill oder der Jungs von Motor­head ist mei­nes noch ein ech­ter Jung­pio­nier. Santé!

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