19. März 2020

„Ihre Rela­ti­vie­rung von ‚aus­schwit­zen’ als Höcke-Apo­lo­ge­tik emp­fin­de ich als degou­tant”, notiert Leser *** zum Ein­trag vom 17. März. „Ich habe mir die sei­ner­zei­ti­ge Dres­de­ner-Rede als Video ange­tan und war abge­sto­ßen von der  D i k t i o n Höckes, emp­fand ent­spre­chend den Ver­such eines Aus­schlus­ses die­ser Per­son aus der AfD als ein­zig rich­tig. Wor­aus lei­der nichts gewor­den ist. –
Zu sei­nem ‚Aus­schwit­zen’ fehl­te nur, das Ziel mit ‚die Rei­hen fest geschlos­sen…’ klar zu benen­nen, nahe dar­an war er. 
Und das ‚Höcke’- Gebrüll der Hirn­am­pu­tier­ten – nur gru­se­lig.
Bekämp­fen.”

Grüß Gott Herr ***, der Ein­trag war nicht pro Höcke gemeint. Er rich­te­te sich gegen eine Art Jour­na­lis­mus, die man nur ver­ach­ten kann. Was Höckes Dik­ti­on und das Gejoh­le sei­ner Fans betrifft, bin ich ganz Ihrer Meinung. 

Leser *** wie­der­um meint: „Höcke weiß genau, was er sagt und tut. Natür­lich weiß er um die laut­ma­le­ri­sche – eine sinn­ge­mä­ße gibt es natür­lich nicht! – Ver­wandt­schaft zwi­schen dem genann­ten harm­lo­sen Verb und dem Namen des Ver­nich­tungs­la­gers. Mal abge­se­hen davon, daß mir die Wen­dung vom Aus­schwit­zen bestimm­ter Men­schen, die ich los­wer­den will, über­haupt nicht in den Sinn käme: Höcke spricht die­se Meta­pher wohl­über­legt aus und setzt somit ganz bewußt die nega­ti­ve Asso­zia­ti­ons­ket­te in Gang. Die gro­ße Fra­ge ist: warum?

Wie kann ich in Zei­ten, in denen ein poli­tisch instru­men­ta­li­sier­ter Ver­fas­sungs­schutz die ein­zi­ge Oppo­si­ti­on kri­mi­na­li­sie­ren und erdrü­cken will, die­sem eine sol­che Steil­vor­la­ge bie­ten!? Wie kann ich der­ma­ßen der AfD scha­den? Beim letz­ten Auf­schrei war ich übri­gens noch auf sei­ner Sei­te: das Denk­mal der Schan­de war bei Höcke kein schänd­li­ches Denk­mal! Da woll­te man ihn bewußt miß­ver­ste­hen. Bleibt zu hof­fen, daß sich Gau­land, Fest, Curio etc. end­lich von die­sem halb­sei­de­nen Möch­te­gern-Mes­si­as trennen!” 

 
Leser *** wie­der­um ist der Ansicht, dass „Herr Höcke nur ein U‑Boot sein kann. Er ist intel­li­gent und rede­ge­wandt, aber anschei­nend nicht zu tak­ti­schem oder stra­te­gi­schem Den­ken oder Han­deln wil­lens oder in der Lage. Einen bes­se­ren Garan­ten dafür, dass die AfD im Wes­ten, ohne den sich in Deutsch­land kei­ne Poli­tik machen lässt, nicht wei­ter kommt, gibt es nicht.”

Ich könn­te noch etli­che ähn­li­che Zuschrif­ten zitie­ren. But it’s Coro­na-Time!

Was Let­ze­re betrifft: Ich habe zu den bei­den am 17. ver­öf­fent­lich­ten Mails der­ma­ßen vie­le und kon­tro­ver­se Zuschrif­ten bekom­men – bis hin zu Lösch­auf­for­de­run­gen –, dass ich mich ent­schie­den habe, hier kei­nen wei­te­ren mehr zu zitie­ren, weil ich nicht weiß, wo ich anfan­gen soll­te. In ein paar Wochen sind wir alle klüger.

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