9. April 2020

Sawsanstress

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Schö­ne For­mu­lie­rung in der Jun­gen Frei­heit: Die Coro­na-Kri­se zeigt der EU buch­stäb­lich ihre Grenzen.

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Ich wer­de zwar nicht unbe­dingt mit Post zu Coro­na bom­bar­diert, aber durch­aus mit hef­ti­gem Feu­er bestri­chen – über­wie­gend han­delt es sich um Zuschrif­ten von Medi­zi­nern –, doch ich blei­be dabei, dass ich mich nicht dazu äuße­re, weil mir bei­de Posi­tio­nen ein­leuch­ten. Zum Bei­spiel schil­dert eine Ärz­tin sehr dras­tisch die Wir­kun­gen des Virus auf die ver­schie­de­nen Organ­sys­te­me (Lun­ge, Herz, ZNS) und beschreibt die schreck­li­chen Zustän­de auf den Covid-19-Sta­tio­nen die­ser Welt, wäh­rend ande­re die Gefahr, die von dem Virus aus­geht, für über­schau­bar und die Qua­ran­tä­ne-Maß­nah­men für völ­lig über­zo­gen halten. 

Ich glau­be bei­den Sei­ten und pflich­te ihnen ca. hälf­tig bei.

Was ich frei­lich grenz­wer­tig fin­de, sind Nach­rich­ten wie die, dass die Web­sei­te einer Rechts­an­wäl­tin abge­schal­tet wur­de, weil sie die Maß­nah­men ver­fas­sungs­recht­lich bedenk­lich fin­det und dage­gen klagt, dass Whats­app das Wei­ter­lei­ten von Nach­rich­ten ein­schränkt, Bay­erns Söder gefei­ert wird, weil er das Bücher­le­sen im Frei­en für legal erklärt hat, oder wenn ich Mel­dun­gen wie die­se lese:

„Auf Tene­rif­fa wur­den bereits vier Per­so­nen von dem Hub­schrau­ber der Guar­dia Civil über­rascht. Die ers­te gemel­de­te Per­son wur­de wäh­rend eines Tele­fo­nats in der Stadt Porís de Abo­na beob­ach­tet. Eben­falls aus die­sem Gebiet mel­de­te die Guar­dia Civil eine zwei­te Per­son, die ein dort leben­des Fami­li­en­mit­glied beglei­te­te. Die drit­te Per­son wur­de beim Son­nen­ba­den auf einem Fel­sen in der Gegend von Are­nas del Mar gese­hen. Ein vier­ter Mann wur­de vom Hub­schrau­ber beim Angeln in einem Gebiet der Stadt Pun­ta del Hidal­go beobachtet.”

Man sieht, es han­delt sich um kein deut­sches Spezifikum.

Ein deut­sches Spe­zi­fi­kum scheint aller­dings das Gott­ver­trau­en in eine Füh­rung zu sein, die den Aus­bruch des Virus erst ver­schla­fen und klein­ge­re­det hat, obwohl das Robert-Koch-Insti­tut im Jahr 2012 ein detail­lier­tes Kata­stro­phen­sze­na­rio vor­ge­legt hat­te, über das die Bun­des­re­gie­rung das Par­la­ment im Janu­ar 2013 aus­führ­lich unter­rich­te­te. Dar­in wird eine Pan­de­mie mit einem Modi-SARS-Virus aus Asi­en durch­ge­spielt, das nach Deutsch­land kommt. („Die Sym­pto­me sind Fie­ber und tro­cke­ner Hus­ten, die Mehr­zahl der Pati­en­ten hat Atem­not, in Rönt­gen­auf­nah­men sicht­ba­re Ver­än­de­run­gen in der Lun­ge”, heißt es in dem Papier. „Kin­der und Jugend­li­che haben in der Regel leich­te­re Krank­heits­ver­läu­fe mit Leta­li­tät von rund 1 Pro­zent, wäh­rend die Leta­li­tät bei über 65-Jäh­ri­gen bei 50 Pro­zent liegt.”) Das Papier pro­gnos­ti­zier­te Aber­tau­sen­de Tote. Die Bun­des­re­gie­rung hat Steu­er­mil­li­ar­den für alle mög­li­chen Absur­di­tä­ten aus­ge­ge­ben, vom EU-Spon­so­ring bis zur „Will­kom­mens­kul­tur”, aber kei­ne Vor­sor­ge für die eige­nen Leu­te getrof­fen, nicht für aus­rei­chend Schutz­klei­dung, Des­in­fek­ti­ons­mit­tel, Beatmungs­ge­rä­te und ande­res medi­zi­ni­sches Mate­ri­al (etwa Test­kits) gesorgt. Nach dem Aus­bruch tat Mer­kels Trup­pe unge­fähr das­sel­be, was alle zuvor befal­le­ne­nen Län­der taten. Es liegt kein Grund vor, die­se Regie­rung für ihr „Kri­sen­ma­nage­ment” zu loben.

PS: Bei Danisch fand ich die­sen sehr über­zeu­gen­den Text eines Schwei­zer Arz­tes zur Gefähr­lich­keit von Covid-19 und zur Igno­ranz der poli­ti­schen Ver­ant­wort­li­chen im Westen.

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Zwei ARD-Jour­na­lis­tin­nen haben ent­we­der die Mel­dung des Jah­res, oder sie tei­len sich einen Aluhut. Auf der Web­sei­te der Tages­schau steht geschrie­ben:

„Dar­über hin­aus fin­den Taten mit rechts­ex­tre­mem Hin­ter­grund mit­un­ter gar nicht den Weg in offi­zi­el­le Sta­tis­ti­ken. 2017 befrag­te das Bun­des­kri­mi­nal­amt 30.000 Bür­ger über ihre Kri­mi­na­li­täts­er­fah­run­gen. Betrach­tet man nur das Merk­mal Haut­far­be, kommt man, hoch­ge­rech­net auf die Gesamt­be­völ­ke­rung ab 16 Jah­ren, zu einem erschüt­tern­den Ergeb­nis von 248.000 ras­sis­tisch moti­vier­ten Kör­per­ver­let­zun­gen. Das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um mel­det dage­gen nur 158 ras­sis­ti­sche Gewalttaten.”

Das heißt, das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um ver­schweigt eine Vier­tel­mil­li­on „ras­sis­tisch moti­vier­te” Kör­per­ver­let­zun­gen in ‘schland! Das ist unge­heu­er­lich! Die Dun­kel­feld­for­schung ging bis­lang bei Straf­ta­ten von einer ca. vier­fach höh­ren Zahl als gemel­det bzw. ermit­telt aus, aber eine andert­halb­tau­send­fach höhe­re, das ist schon eine ande­re Haus­num­mer. Es wird frei­lich nicht ganz klar, was mit dem Kri­te­ri­um „Haut­far­be” gemeint sein mag; hat ein Syrer, Afgha­ne oder Tür­ke eine ande­re Haut­far­be als die bei­den öffent­lich-recht­lich schaf­fen­den Blitz­mä­dels? Eben­falls unklar ist, auf wel­chen Zeit­raum sich die­se Bilanz bezie­hen soll; die 158 als Ver­gleichs­zahl führt uns wohl ins Jahr des Herrn 2017. Wei­land regis­trier­te die Poli­zei­li­che Kri­mi­nal­sta­tis­tik 145.658 Tat­ver­däch­ti­ge bei „gefähr­li­chen und schwe­ren Kör­per­ver­let­zun­gen” (inclu­si­ve „Ver­stüm­me­lung weib­li­cher Geni­ta­li­en”, was meis­tens nix mit Ras­sis­mus zu tun hat, son­dern ihn höchs­tens aus­löst). Aber selbst wenn jede ein­zel­ne Kör­per­ver­let­zung ras­sis­tisch moti­viert gewe­sen wäre – die mit deut­schen Opfern und aus­län­di­schen Tätern selbst­re­dend aus­ge­nom­men –: wo mögen die­se 248.000 Opfer geblie­ben sein? Denn über sie Bescheid wis­sen soll­ten die Beam­ten ja, weil die Kli­ni­ken nor­ma­ler­wei­se jeden Pati­en­ten, der als Opfer einer Kör­per­ver­let­zung bei ihnen vor­spricht, der Poli­zei mel­den (müs­sen). Es wer­den ja wohl nicht nur Ohr­fei­gen und laxe Trit­te in den Po gewe­sen sein, oder? Die Jour­na­lis­tin­nen schrei­ben schließ­lich von Kör­per­ver­let­zun­gen. Gut, bei einem so enor­men Andrang kann schon mal der eine oder ande­re von Ras­sis­ten aus­ge­schla­ge­ne Zahn unter den Sta­tis­tik­tisch fal­len, doch eine Vier­tel­mil­li­on Fälle?

Ein Exper­te, kein Kri­mi­no­lo­ge, kein Sta­tis­ti­ker, kein Not­fall­chir­urg, son­dern einer aus der har­ten Wis­sen­schaft, ein „Rechts­ex­tre­mis­mus­for­scher” namens Mat­thi­as Quent wird nun als Sekun­dant her­bei­zi­tiert. „Betrof­fe­ne gehen häu­fig nicht zur Poli­zei, sie haben kein Ver­trau­en. Sie sehen dar­in viel­leicht auch kein Sinn“, staunt der Fach­mann, und der Laie wun­dert sich: Zum Arzt gehen sie auch nicht? Statt­des­sen rufen sie alle bei Quent an, sonst wüss­te der doch nicht genau Bescheid dar­über, dass und war­um sie nicht zu Poli­zei gehen. Anders jeden­falls ist der empi­ri­sche Quen­ten­sprung kaum erklärbar.

Fehlt noch was? Ja, das Kli­ma, in die­sem eher kon­ven­tio­nel­len Sach­ver­halt aber ledig­lich das gesell­schaft­li­che. „Es gibt auch kei­ne Kul­tur in Deutsch­land, die dazu ermun­tert, sol­che Vor­fäl­le zu berich­ten, um sie gesell­schaft­lich zu pro­ble­ma­ti­sie­ren und damit auch ein Zei­chen zu set­zen”, erklärt Herr Quent.

Das ist fast noch bizar­rer als die her­bei­ge­wuch­te­te Opfer­zahl. Es gibt in Deutsch­land also kei­ne Kul­tur, die dazu ermun­tert, Ras­sis­mus zu bekla­gen, anzu­pran­gern, in fein­staub­mi­ni­ma­len Mikro­dosen zu mes­sen, ja sogar zu „kon­stru­ie­ren” bzw. zu erfin­den? In einem Land, des­sen poli­tisch-media­les Estab­lish­ment und gesam­te Kul­tur­schi­cke­ria täg­lich den Ras­sis­mus (der Ein­hei­mi­schen) beschwört, wo „Wochen gegen Ras­sis­mus” aus­ge­ru­fen wer­den, Initia­ti­ven gegen Ras­sis­mus so dicht wach­sen wie Zwerg­kie­fern in der Baum­schu­le, wo sich „Schu­len ohne Ras­sis­mus” ernen­nen, Fuß­ball­ver­ei­ne, Kir­chen, Thea­ter gegen Ras­sis­mus „kämp­fen”, Unis, Kin­der­gär­ten und Omas gegen Ras­sis­mus „auf­ste­hen” und anti­ras­sis­ti­sche Stif­tun­gen, bei denen es sich nicht sel­ten um Lin­sex­tre­mis­ten­süpp­chen­koch­klubs han­delt, mit Steu­er­geld gepam­pert wer­den? Das ist unge­fähr so, als hät­te der Inqui­si­tor Ber­nard Gui um 1310 her­um behaup­tet, es gäbe in Frank­reich kei­ne Kul­tur, die dazu ermun­te­re, Katha­rer und ande­re Häre­ti­ker zu verfolgen.

PS: Ob die bei­den won­ni­gen Schreib­mai­den auch die­se zu „Prü­ge­lei­en” mit Teil­neh­mern glei­cher Zahl und Gewichts­klas­se ver­nied­lich­ten Hetz­jag­den zu den ver­schwie­ge­nen ras­sis­ti­schen Taten rech­nen würden?

PPS: Leser *** fragt, ob womög­lich jede Kör­per­ver­let­zung an einem Men­schen mit dem „Merk­mal Haut­far­be” in die­sem Zah­len­spiel hoch­ge­rech­net wur­de, weil jede Straf­tat gegen einen Aus­län­der als ras­sis­tisch gel­te: „Wenn also ein Afgha­ne einen Ira­ker ver­prü­gelt, ist das dem­nach auch eine ras­sis­ti­sche Tat. Die Täter blei­ben in sol­chen Fäl­len ger­ne uner­wähnt. Da sich unse­re Dau­er­gäs­te aber eben auch ger­ne unter­ein­an­der Kör­per­schä­den zufü­gen, sind die 248.000 viel­leicht tat­säch­lich nicht aus der Luft gegriffen.”

Ich habe kei­ne Ahnung.

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„Corona”-bedingte Her­um­le­se­fun­de.

Eins.
In sei­ner Nabo­kov-Bio­gra­phie zitiert Bri­an Boyd den Autor und Lite­ra­turdo­zen­ten Alfred Appel, der nach sei­ner ers­ten „Lolita”-Vorlesung an der Colum­bia Uni­ver­si­ty die­sen Dia­log zwei­er Stu­di­en­an­fän­ger auf­ge­schnappt hat­te:
„Liebst du nicht auch jeden Satz?” „Doch. Wel­che Pas­sa­ge gefällt dir am bes­ten?„
Dar­um geht es: um jeden ein­zel­nen Satz. Und dann wird das Gre­mi­um derer, die man unbe­dingt lesen muss, recht überschaubar.

Zwei.
Im Film „300” (den der Pathe­ti­ker in mir, dem so sel­ten das Wort erteilt wird, natür­lich mag) kom­men recht gleich am Anfang die per­si­schen Abge­sand­ten nach Spar­ta. König Leo­ni­das emp­fängt sie und nimmt ihre Bot­schaft ent­ge­gen; sie lau­tet: „Erde und Was­ser”, also Unter­wer­fung zu Land und zur See. Der Film-Leo­ni­das ist von der For­de­rung nicht nur unbe­ein­druckt, son­dern er wird rich­tig böse und lässt die Boten in einen tie­fen brun­nen­ar­ti­gen Schacht wer­fen (den Anfüh­rer tritt er mit dem Ruf „This is Spar­ta!” selbst hinein).

In Plut­archs „Grie­chi­sche Hel­den­le­ben”, im The­mis­to­kles-Buch, Kap. 6, steht geschrieben:

„Lobend erwähn­te man auch sein” – also des The­mis­to­kles – „Vor­ge­hen gegen den Dol­met­scher, der im Gefol­ge der Gesand­ten des Per­ser­kö­nigs Erde und Was­ser for­der­te. Denn wenn auch sein Amt als Dol­met­scher es erfor­der­te, Grie­chisch zu spre­chen, ließ The­mis­to­kles ihn doch ver­haf­ten und hin­rich­ten auf­grund eines Volks­be­schlus­ses, er habe die Spra­che der Grie­chen für die For­de­run­gen der Bar­ba­ren missbraucht.”

Also die Athe­ner waren’s, nicht die Lakedai­mo­nier, und nicht die Gesand­ten muss­ten dran glau­ben, son­dern wie immer der Über­brin­ger der schlech­ten Nach­richt. (Ich weiß, es gibt noch den Pas­sus bei Hero­dot, dem­zu­fol­ge die Boten sowohl in Spar­ta als auch in Athen in mys­te­riö­se Gru­ben gesto­ßen wur­den, aller­dings noch unter der Herr­schaft des Dar­ei­os, nicht des Xerxes.)

Drei –
und wie der­zeit regel­mä­ßig bei mir eine Frucht aus Ciorans Noti­zen:
„Die Poli­ti­ker der Anti­ke umga­ben sich gern mit Phi­lo­so­phen, die von heu­te bevor­zu­gen Journalisten.”

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Nach der Mei­nung von Spie­gel TV, bezeugt die Zeit­geist-Schrott­sam­mel­stel­le, „lie­fert Ren­aud Camus mit sei­nen rechts­ex­tre­men und völ­ki­schen Tex­ten den Nähr­bo­den für Atten­ta­te wie die in Hal­le oder Christchurch”.

Wie rüh­rend, die­se unbe­wuss­ten Nach­hut­ge­fech­te des deut­schen Idea­lis­mus! Aber wo der alte Marx recht hat­te, hat er bis heu­te recht: Es sind kei­nes­wegs oder jeden­falls nicht pri­mär Tex­te, die sol­che Taten bewir­ken, son­dern Zustän­de. Dass die­je­ni­gen, die an der Her­bei­füh­rung sol­cher Zustän­de betei­ligt waren, jetzt auf ande­re Ursa­chen zei­gen und die Zustän­de leug­nen, gehört zu ihrem durch­aus schmut­zi­gen Geschäft.

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Auf die Biblio­thek des Kon­ser­va­tis­mus ist in der Nacht vom 5. zum 6. April „mit Far­be und Ham­mer” ein Anschlag ver­übt wor­den. „Ob es die Sys­temm­edi­en mel­den wer­den?”, fragt Leser ***, der mir den Link auf das Beken­ner­schrei­ben schickte.

„Die Ope­ra­ti­on ‚kon­ser­va­ti­ve Biblio­thek’ wur­de ohne die Mit­wir­kung von Cis-Män­nern durch­ge­führt”, heißt es dort. „Lasst uns auf eine ver­ant­wor­tungs­vol­le Wei­se die Kon­takt­be­schrän­kun­gen umge­hen. Wir brau­chen kei­ne Erlaub­nis für unse­ren Widerstand!”

Die Biblio­thek „bie­tet rechts­kon­ser­va­ti­ve, rechts­ex­tre­me und anti­fe­mi­nis­ti­sche Lite­ra­tur und Zeit­schrif­ten an. Somit ist sie ein Ort, an dem faschis­ti­sche Ideo­lo­gie dazu ermu­tigt, men­schen­ver­ach­ten­de Gewalt auszuüben.”

Die „Faschi­sie­rung unse­rer Gesell­schaft” wer­de „immer sicht­ba­rer”; unter ande­rem in Hanau, wo zehn Men­schen „von einem Faschist ermor­det” wur­den, „und der anti­se­mi­ti­sche und anti­fe­mi­nis­ti­sche Anschlag in Hal­le ist schon längst in Ver­ges­sen­heit gera­ten”. Das steht da wirk­lich: der anti­fe­mi­nis­ti­sche Anschlag von Hal­le. Und einen Satz wei­ter ist davon die Rede, „Femi­ni­zi­de” wür­den „nicht als sol­che benannt”. In Hal­le erschoss der Täter eine Frau und einen Mann, in Hanau fie­len dem Amok­läu­fer – neben sei­ner Mut­ter – eine Frau zum Opfer, aber acht Cis-Män­ner. Es war ein Maskulizid.

Egal, wie groß die­se „Wider­stand­grup­pe” ohne Cis-Män­ner gewe­sen ist, wenn man den Grips von jedem belie­bi­gen Refe­ren­ten, der in den ver­gan­ge­nen zwölf Mona­ten in der BdK auf­ge­tre­ten ist, auf sie ver­teil­te, schau­te jede ein­zel­ne deut­lich geschei­ter aus ihrer wahr­schein­lich ziem­lich reiz­ar­men Wäsche.

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Krall Coronabonds

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Ja, ich bin zurück­ge­kehrt zum Cem­ba­lo wie der ver­lo­re­ne Sohn, nach­dem ich lan­ge Zeit bei den Pia­no­for­te­spie­lern die Schwei­ne gehütet.

 

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