1. Mai, internationaler Kampf- und Feiertag …

… der (momen­tan meist untä­ti­gen) Werk­tä­ti­gen. Her­aus zum…!

Vorwärts

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Die Kon­zen­tra­ti­on auf die Wie­gen­fes­te der bei­den welt­his­to­ri­schen Ban­den­chefs am 20. und 22. April hat mich doch glatt den 23., den Todes­tag Shake­speares – kei­ne Dis­kus­si­on jetzt mit den Oxfor­di­ans! –, ver­ges­sen las­sen (das Geburts­da­tum ist ja unbe­kannt). Dabei hat­te ich mir schon das Zitat zum Tage zurecht­ge­legt, eines, das mir seit Län­ge­rem durchs Gedan­ken­fach rumpelt: 

„Mise­ry acquaints a man with stran­ge bed­fel­lows.”
(„The Tempest”)

Sogar das natio­na­le Elend!

Sehr schön ist auch:

„Wenn Herr Shaw Shake­speare angreift, so han­delt er in berech­tig­ter Not­wehr.”
Karl Kraus

Gilt für klei­ne­re For­ma­te nicht minder.

PS: „Mir scheint, bei der Erin­ne­rung an Shake­speares Todes­tag haben Sie sich kein Ver­säum­nis vor­zu­wer­fen. Im Gegen­teil – Sie kom­men damit nicht zu spät, son­dern zu früh. Denn auf den 23. April fällt der Tag sei­nes Todes nur im Julia­ni­schen Kalen­der. Im Gre­go­ria­ni­schen hin­ge­gen, den wir heu­te benut­zen, fällt er auf den 3. Mai. Außer­halb Eng­lands war der durch Papst Gre­gor XIII. refor­mier­te Kalen­der bereits zu Shake­speares Leb­zei­ten in wei­ten Tei­len Euro­pas durch­ge­setzt.”
(Leser ***)

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Es gibt Ver­ris­se, die so gut sind, dass selbst dem dümms­ten Film noch eine Art Sinn zuwächst. Im Ide­al­fall stel­len sie das Mise­ra­ble oben­drein als Sym­ptom einer all­ge­mei­ne­ren Ten­denz bloß. Einen sol­chen unver­hoff­ten Mehr­wert bescher­te der gute Alex­an­der Wendt sei­nen Lesern, indem er die Men­ta­li­tät jenes Sozio­tops unter­such­te, in wel­chem die ZDF-Serie „Deut­scher” nicht nur geschrie­ben und pro­du­ziert, son­dern auch als preis­wür­dig ein­ge­stuft wer­den kann (eigent­lich müss­ten Regis­seur und Dreh­buch­schrei­ber nach die­ser Kri­tik in die Spree gehen, aber Indo­lenz schützt ver­läss­lich vor der Erkennt­nis von Indolenz).

Die Hand­lung beginnt mit einer fik­ti­ven Bun­des­tags­wahl, in der eine fik­ti­ve rech­te Par­tei die abso­lu­te Mehr­heit erreicht; man sieht also, vor wel­che Schmie­de man tritt. Vor zwei­ein­halb Jah­ren hat­te die ARD mit einem Film über eine geglück­te Nazi-Macht­über­nah­me in Deutsch­land vor­ge­legt: „Auf­bruch ins Unge­wis­se” schil­der­te, wie eine bio­deut­sche Fami­lie vor einer Ber­li­ner Rechts­dik­ta­tur in das tole­ran­te Süd­afri­ka flieht. Nun zieht also die aus dem sel­ben Säckel ali­men­tier­te alt­jüng­fer­li­che Sen­de­schwes­ter nach.

Gevat­ter Wendt drängt sich bei die­ser Gele­gen­heit „als Apro­pos die Fra­ge auf: Hat es jemals ein öffent­lich-recht­li­ches Fern­seh­spiel gege­ben, das die Macht­über­nah­me durch eine lin­ke Jun­ta durch­spielt? Getra­gen bei­spiels­wei­se von einer Par­tei, die auf einer Stra­te­gie­kon­fe­renz schon ein­mal Erschie­ßung und Zwangs­ar­beits­ver­schi­ckung miss­lie­bi­ger Per­so­nen durch­spielt, zusam­men mit einer ande­ren Trup­pe, deren cha­ris­ma­ti­sche Vor­sit­zen­de extra­le­ga­len ‚Druck der Stra­ße’ gut fin­det, wenn er in die pas­sen­de Rich­tung geht, flan­kiert von einer wei­te­ren ganz ähn­li­chen Par­tei, deren bedeu­tungs­hu­bern­der Chef indi­vi­du­el­le Frei­heit für über­schätzt hält? Und das Gan­ze getra­gen durch Jour­na­lis­ten, die ein biss­chen Dik­ta­tur der guten Sache zulie­be schon immer duf­te fan­den? Wäre das nicht ein schö­ner Plot für das klei­ne ZDF-Fern­seh­spiel? Er wäre jeden­falls, wie es unter Film­pro­duk­ti­ons­leu­ten heißt, noch nicht auserzählt.”

                                 ***

Leser *** sen­det „eine klei­ne Rand­be­mer­kung zu Ihrer Mut­ma­ßun­gen, unser aller Kli­ma­guards könn­ten bald schon auf Body­guards ange­wie­sen sein: Bereits Frit­ze Merz raun­te ja schon davon, die Sicher­heits­or­ga­ne ’schlands könn­ten an die Schwe­fel­par­tei ver­lo­ren gehen. In der Tat dürf­te der Pro­zent­satz von AfD-Wäh­lern in Poli­zei, Grenz­schutz und Streit­kräf­ten höher sein als beim Rest der hier schon län­ger Leben­den. Und er steigt mit dem Pro­fes­sio­na­li­sie­rungs­grad. Er dürf­te z.B. im Heer höher sein als in der Bun­des­wehr ins­ge­samt, bei der Infan­te­rie höher als im Heer, bei den Fall­schirm­jä­gern höher als in der Infan­te­rie und im KSK höher als bei den Fall­schirm­jä­gern. Soll­ten unse­re Qua­li­täts­po­li­ti­ker tat­säch­lich ein­mal auf robus­ten Schutz durch mehr als nur ein hal­bes dut­zend aus­ge­such­te Per­so­nen­schüt­zer ange­wie­sen sein, könn­ten inter­es­san­te Effek­te ein­tre­ten. Die Ent­täu­schung von Niko­laus II. über die Treue sei­ner Gar­de im Febru­ar 17 dürf­te erschüt­ternd gewe­sen sein…”

                                 ***

Es sei unhöf­lich, moniert Leser ***, die Kin­der­lo­sig­keit der Bun­des­kanz­le­rin „als Argu­ment gegen ihre Poli­tik zu miss­brau­chen. Es ist über­haupt unhöf­lich, die Kin­der­lo­sig­keit einer Frau, deren Ursa­chen man nicht kennt, öffent­lich zu rügen” (Acta vom 29. April). 

Abge­se­hen davon, dass ich die­ses Fak­tum nicht als Argu­ment gegen Mer­kels Poli­tik, son­dern als Erklä­rung ihrer Moti­ve her­an­zog, hat der Mann völ­lig recht. Es ist unma­nier­lich und vulgär, einer Frau ihre Kin­der­lo­sig­keit vor­zu­hal­ten, ohne zu wis­sen, inwie­weit die­ser trau­ri­gen Tat­sa­che eine bewuss­te Ent­schei­dung vor­aus­ging. Aber wer einem Land einen sol­chen demo­gra­phi­schen Schock zumu­tet wie Mer­kel 2015 ff. und dabei sel­ber aus der künftigen Demo­gra­phie aus­steigt, soll auf takt­vol­le Behand­lung nicht zählen.

Sela, Psal­me­nen­de.

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Apro­pos Merkel. 

Ich lese eben, dass sie, um ihre glo­ba­lis­ti­sche Anti-Abgren­zungs-Agen­da auch dort unter­zu­brin­gen, in ihrer Rede zum 30. Jah­res­tag des Mau­er­falls am 9. Novem­ber die For­mu­lie­rung gebrauch­te: „Kei­ne Mau­er, die Men­schen aus­grenzt (…), ist so hoch oder so breit, dass sie nicht doch durch­bro­chen wer­den kann.” Den Gedan­ken etwas zuge­spitzt – nur leicht, nicht so sehr, wie man ihn bei­spiels­wei­se nach der Kem­me­rich-Wahl in Thü­rin­gen gegen Höcke zuspitz­te –, könn­te man also auch for­mu­lie­ren: In Dach­au und Buchen­wald wur­den Men­schen aus­ge­grenzt.

Nein, die­se Per­son hat das Recht auf eine takt­vol­le Behand­lung ver­wirkt. Und kei­nes­wegs nur sie.

                                 ***

Man soll sagen: Für sei­ne Taten wur­de Charles Man­son zu lebens­läng­li­chem Aus­ge­grenzt­sein verurteilt.

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– Haben Sie etwas dage­gen, dass jemand ihre Woh­nung betritt?
– Das hängt davon ab, wer die­ser Jemand ist.
– Also wol­len Sie Men­schen pau­schal ausgrenzen?

                                 ***

 
Apro­pos Kinderlosigkeit.

Wie hier bereits gemel­det, pro­phe­zeit der Ber­li­ner Migra­ti­ons­for­scher Her­bert Brü­cker, dass der Anteil von Men­schen mit aus­län­di­schen Wur­zeln in Deutsch­land bis zum Jahr 2040 auf ca. 40 Pro­zent stei­gen wer­de. (Eine Pro­gno­se für 2080 gab er nicht ab; wahr­schein­lich wür­de sie auf eine rech­te Ver­schwö­rungs­theo­rie und die Äch­tung des Ora­klers hin­aus­lau­fen.) Immer­hin ver­tritt Brü­cker die Mei­nung, Deutsch­land möge sich bei­spiels­wei­se an Por­tu­gal ori­en­tie­ren, wo eine Ein­bür­ge­rung erst nach meh­re­ren Jah­ren sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ger Tätig­keit erteilt wer­de; er plä­diert also für die klas­si­sche Art der Ein­wan­de­rung, die bekannt­lich dar­in besteht, dass Men­schen, die ein bes­se­res Leben suchen, in ein Land ein­wan­dern, das ihnen die Chan­cen dafür bie­tet – unter der Vor­aus­set­zung, dass sie sich ihren Unter­halt selbst ver­die­nen und nicht kom­men, um die Lan­des­sit­ten zu brechen. 

Nun kann man als deut­scher Patri­ot oder Natio­na­list ein Lamen­to über das Schrump­fen des auto­chtho­nen Bevöl­ke­rungs­an­teils anstim­men, aber Tat­sa­che ist, dass die Deut­schen immer weni­ger Kin­der bekom­men und die­sem Trend auch mit der paläo­kon­ser­va­tivs­ten Poli­tik – Abtrei­bungs­ver­bot, rigi­de Schrump­fung des Sozi­al­staats (was Frau­en mit Kin­dern dazu zwän­ge, sich eine Schei­dung x‑mal zu über­le­gen), Fami­li­en­för­de­rung durch Weg­fall von Steu­ern etc. – kaum zu weh­ren sein dürf­te. Es han­delt sich nach mei­ner Ansicht um Deka­denz. Salopp gesagt: Die Luft ist raus. Die Speng­ler­sche Uhr läuft ab. Die meis­ten Deut­schen und auch Euro­pä­er wol­len nicht mehr.

In die­ser Ein­stel­lung zeigt sich zugleich eine gewis­se Ver­nunft; die Gesamt­be­völ­ke­rung des Pla­ne­ten strebt gera­de der ach­ten Mil­li­ar­de ent­ge­gen, was Wahn­sinn ist und ten­den­zi­ell zu einem ent­setz­li­chen Mas­sen­ster­ben füh­ren wird – ich muss dar­an immer den­ken, wenn mir im TV hun­gern­de Kin­der in Afri­ka gezeigt wer­den, die wir unter­stüt­zen sol­len. Aber mit wel­chen Fol­gen? Bis­lang reagier­te die­ser Welt­teil auf Hil­fen für Kin­der mit immer mehr Kin­dern. – Es bestün­de also eine gewis­se Über­schnei­dung von Kin­der­ar­mut und Ver­nunft, sofern man nicht den Feh­ler begeht – und Euro­pa steht im Gegen­satz zu Ost­asi­en davor –, sich als Über­lauf­be­cken für den Bevöl­ke­rungs­über­schuss aus Afri­ka und dem Ori­ent anzu­bie­ten und damit eben­falls eines Tages zum Schwel­len­län­der­eck oder zur Elend­s­zo­ne zu wer­den. Da sich die­ser Pro­zess aller­dings über mehr als eine Genera­ti­on hin­zö­ge, sind unse­re Lin­ken bereit, ihn im Inter­es­se des eige­nen mora­li­schen Pro­fits zu för­dern. Auf der Tita­nic wur­de es auch erst gegen Ende hektisch.

Ich stieß unlängst im Acta-Band von 2016 auf den Brief einer jun­gen Frau, die mir schrieb, nach­dem ich eine typi­sche kin­der­lo­se Aka­de­mi­ke­rin geschil­dert und anschlie­ßend einen Pas­sus von Had­mut Danisch zur Mas­sen­pro­duk­ti­on nutz­lo­ser, in kei­nen adäqua­ten Job ver­mit­tel­ba­rer Geis­tes­wis­sen­schaft­le­rin­nen zitiert hat­te. Die­ser Brief beschreibt in Kür­ze all das, was sich für mich aktu­ell und mit Blick auf das Ver­hält­nis der Geschlech­ter im Begriff Deka­denz zusam­men­fas­sen lässt, wes­halb ich ihn noch ein­mal zitiere:

„Sie hätten die Frau lie­ber fra­gen sol­len, ob sie einen Mann gefun­den hat, der Kin­der woll­te. Ich bin sel­ber Ende 20 und habe kei­ne, aber das liegt nicht dar­an, dass ich nicht woll­te, son­dern ledig­lich dar­an, dass ich mich mit Ent­wick­lungs­psy­cho­lo­gie aus­ein­an­der­ge­setzt habe und des­we­gen zu dem Schluss gekom­men bin, nicht allein­er­zie­hend sein zu wol­len. Es waren aller­dings ledig­lich Schwarz­afri­ka­ner, die mir die Mut­ter­schaft anbo­ten. Alle ande­ren Männer woll­ten nicht. Man soll­te sich des­halb hüten, den Schwar­zen Peter nur den Frau­en zuzu­schie­ben. Und man soll­te sich auch davor hüten, dann sofort davon aus­zu­ge­hen, dass die Frau bösartig ist und es des­we­gen ver­dient hat. Frau­en in Arbeit zu brin­gen, ist darüber hin­aus kein Ärgernis, son­dern not­wen­dig, um Frau­en vor der Alters­ar­mut zu bewah­ren. Wenn Sie mei­nen, man­geln­de Ehe­schlie­ßun­gen oder Schei­dun­gen sei­en nur Pro­duk­te von Femi­nis­mus und ähnlichem, dann irren Sie. Für mich sind es Pro­duk­te der Moder­ne. Wir haben Glo­ba­li­sie­rung, man kann in ein paar Stun­den zum Sexur­laub nach Thai­land fah­ren, wir haben Mas­sen­por­no­gra­fie und Sex­spiel­zeu­ge, wir haben Verhütungsmittel, wir haben Anti­bio­ti­ka, die eine Syphi­lis leicht kurie­ren, wir haben Sozi­al­staat, der Kin­der am Leben hält, die kei­nen Ernährer haben, wir haben inzwi­schen Virtuelle-Realitäts-Pornografie, die von der neu­ro­lo­gi­schen Sti­mu­lie­rung alles, was nor­ma­le Frau­en bie­ten können, in den Schat­ten stellt. Und in so einer Welt den­ken Sie, dass Männer ein Inter­es­se dar­an haben, für eine Frau zu sor­gen, bis sie 98 ist? War­um soll­ten sie? In dem Arti­kel steht doch, dass Frau­en über 30 nicht mal einen Mann fin­den, der umsonst und ohne Ver­pflich­tung mit ihnen schläft. Wie­so den­ken Sie dann, dass Männer für einen auf­kom­men wol­len, wenn man 35, 40 oder gar 55 ist?”

Wir sind ein Land, das von immer mehr – im Wort­sin­ne – End­ver­brau­chern bevöl­kert wird, von Men­schen, denen die Zukunft einer­lei ist, weil es sich nicht um ihre han­delt. Die Grün­de dafür, die­se bizar­re Ver­bin­dung aus Pri­va­te­go­is­men, kul­tu­rel­ler Erschlaf­fung, trans­ge­nera­tio­na­len Erb­schuld­ge­füh­len und dem ste­ti­gen Aus­grei­fen der Tech­no­sphä­re (der gewal­tigs­te Trend über­haupt), sol­len hier nur als Schild­wa­che ste­hen; die Tat­sa­che an sich lässt sich nicht weg­wi­schen. Fra­gen wir also: Was wäre dar­an schlimm, wenn die Hälf­te der Deut­schen kein Bio-Her­kunfts­sie­gel mehr trü­ge? Nun, das hängt vor allem davon ab, um was für Men­schen es sich han­delt. Wür­de Deutsch­land es fer­tig­brin­gen, aus­schließ­lich Ein­wan­de­rer auf­zu­neh­men, die Deut­sche wer­den, die Zivi­li­sa­ti­on ver­tei­di­gen und sich aus eige­nen Kräf­ten eine Exis­tenz auf­bau­en wol­len – und im Umkehr­schluss alle des Lan­des ver­wie­se, die genau das nicht wol­len –, es wäre am Ende womög­lich zu retten. 

Mit sol­chen Ein­wan­de­rern könn­te man nicht nur die Demo­gra­phie wie­der aus­ba­lan­cie­ren und die all­ge­mei­ne Stim­mung heben – der Irr­sinn der Mer­kel­schen Will­kom­mens­po­li­tik zeigt sich allein dar­in, dass kaum ein Deut­scher beim Wort Migra­ti­on mehr an jun­ge Frau­en und mög­li­che Part­ne­rin­nen denkt –, son­dern auch die Gren­zen kon­trol­lie­ren und natio­na­le Inter­es­sen durch­set­zen. Mit dem Asyl­recht hat das alles nichts zu tun. Asyl, um es zu x‑ten Male zu wie­der­ho­len, genie­ßen aus­schließ­lich poli­tisch Ver­folg­te, und es ergibt sich dar­aus kei­ner­lei Blei­be- oder gar Einbürgerungsrecht. 

Wenn schon der das sagt:

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Das deut­sche Kar­di­nal­pro­blem sind die Deut­schen sel­ber, prä­zi­ser for­mu­liert: jener Teil von ihnen, der sich ent­we­der in huma­ni­tär-eska­pis­ti­sche Illu­sio­nen stürzt oder die­ses Land bzw. Volk tat­säch­lich abschaf­fen will. Poli­tisch haben die­se Leu­te das Sagen und Mei­nen – dass ein paar glo­ba­lis­ti­sche deut­sche Wirt­schafts­len­ker dabei mit­mi­schen, die im Zwei­fels­fall, wenn das Land kippt, ein­fach in ein ande­res wech­seln wer­den, ist damit ver­gli­chen sekun­där; die deut­schen Mana­ger sind fast alle poli­tik­hö­ri­ge Oppor­tu­nis­ten –, und ein Poli­tik­wech­sel ist nicht in Sicht. Das heißt nach momen­ta­ner Hand­ha­be: Die 40-Pro­zent-Pro­gno­se von Herrn Brü­cker wird sich als zutref­fend erwei­sen, nur ohne das por­tu­gie­si­sche Vorbild.

Eine gute Freun­din, kei­ne Deut­sche natür­lich, frag­te mich ein­mal: Wer sind die Leu­te, die dich anschwär­zen, wenn du irgend­wo öffent­lich mit dei­ner Frau auf­tre­ten willst, damit man dir den Saal nicht ver­mie­tet – Deut­sche oder Ein­wan­de­rer? Wer sind die Leu­te, die AfD-Ver­an­stal­tun­gen blo­ckie­ren, die kei­ne Rech­ten bewir­ten wol­len, die Kam­pa­gnen gegen rechts star­ten, die for­dern, Rech­ten oder „Kli­ma­l­eug­nern” Räu­me und Treff­punk­te zu ver­wei­gern – Deut­sche oder Ein­wan­de­rer? Kannst du dir einen tür­ki­schen Fri­seur vor­stel­len, der dir nicht die Haa­re schnei­det, weil du für Gau­land arbei­test? Wie vie­le nicht­west­li­che Aus­län­der siehst du unter den Irren, die hier für die Ret­tung des Welt­kli­mas hüp­fen? Wie vie­le nicht­west­li­che Aus­län­der glau­ben dar­an, dass man sich sein Geschlecht aus­su­chen kann? Dass Fami­lie eine Sache von ges­tern ist? Dass man Zehn­jäh­ri­gen in der Schu­le erklä­ren muss, wie Anal­sex funk­tio­niert? Wer denun­ziert dich im Inter­net und hetzt bei der FAZ gegen dich? Mit wem hast du hier Pro­ble­me und mit wem nicht?

Tja…
                            

                                 ***

Zum Vori­gen.

„Daß wir über­wie­gend jun­ge Män­ner impor­tie­ren, führt unwei­ger­lich zu dem Fol­ge­pro­blem, daß sie die Meme, die Kon­di­tio­nie­run­gen, die sie in sich tra­gen, an ihre Nach­kom­men wei­ter­zu­ge­ben”, notiert Leser ***. „Etwas, was in mei­nen Augen erwünscht erscheint, um das trotz Deka­denz zugleich auch stei­gen­de Bewußt­s­eins­ni­veau zu redu­zie­ren. Der Islam kommt da offen­sicht­lich gera­de recht, zumal er sich über rund 70 Genera­ti­ons­stu­fen als gera­de­zu idea­le ‘Ver­wal­tungs­soft­ware’ für unfreie Gesell­schaf­ten bewährt hat.

Ein Freund von mir, den es vor eini­gen Jah­ren in den ‘Reichs­hauptslum’ ver­schla­gen hat und der Stu­di­um und Dok­to­ran­den­zeit über­gangs­wei­se einen Job als Deutsch­leh­rer für Inte­gra­ti­ons­kur­se fand, wüß­te nur zu gut zu berich­ten, wie jun­ge Syre­rin­nen nach der west­li­chen Lebens­art und unter Auf­brin­gung höchs­ter Anpas­sungs­fä­hig­kei­ten gera­de­zu lech­zen. Ich ken­ne die jun­ge Dame, die mitt­ler­wei­le (auf Druck ihrer Fami­lie) sei­ne Ehe­frau ist (sie kam aller­dings als Stu­den­tin und nicht als Geflüch­te­te nach D), nur von Fotos her. Und ich wage es zu behaup­ten, daß mit solch einem Augen­stern an sei­ner Sei­te so manch deut­scher Mann (mei­ne Wenig­keit ein­ge­schlos­sen) auch jenes Lie­bes­glück wagen wür­de, das der von Ihnen zitier­ten Aka­de­mi­ke­rin ver­wehrt blieb. Wo fin­det man heu­te denn noch so etwas wie ech­te Anmut und ech­te Hin­ga­be dort drau­ßen? Eine von der Unter­drü­ckung des ara­bi­schen Patri­ar­chats befrei­te Frau hät­te bei­des wohl noch zu bieten.

Vor über 20 Jah­ren ver­lieb­te sich ein­mal eine jun­ge, vom ita­lie­ni­schen Matri­ar­chat unter­drück­te Frau in mich. Inner­halb eines Jah­res ver­moch­te sie annä­hernd flie­ßend Deutsch zu spre­chen (wäh­rend ich allen­falls 10 Wor­te Ita­lie­nisch gelernt hat­te). Eine bul­ga­ri­sche Freun­din, die in D stu­diert hat­te, in den Emi­ra­ten dann eini­ge Jah­re arbei­te­te, dort ihren Mann ken­nen­lern­te und mit ihm in sei­ne Hei­mat nach Hol­land zog, wag­te letz­tes Jahr mit ihrer jun­gen Fami­lie einen Neu­start in Down Under. Oder neh­men wir nur all die jun­gen ost­deut­schen Frau­en, die ihre Dör­fer gen Wes­ten ver­las­sen haben, wäh­rend ihre männ­li­chen Alters­ge­nos­sen daheim­blie­ben und anfin­gen sich ihr Welt­bild samt Glat­zen aufzupolieren.

Viel­leicht sind Frau­en sehr viel mehr zum Any­whe­re bestimmt als wir Männer.”

                                 ***

Aber ganz ohne Coro­na­vi­rus wol­len wir nicht in den Mai tanzen:

„Ober! Zah­len!”
„Aber ger­ne. 1289 Neu­erkran­kun­gen, davon 98 über 89, 178 Tote, davon 77 unter 77, außer­dem…”
„Dan­ke. Behal­ten Sie den Rest!”
(Archi Bechlen­berg)

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