21. Mai 2020

Das, was wir ver­säumt haben, kann uns wenigs­tens nicht enttäuschen.

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Fort­schritt, ich will dich preisen:

Fortschritt

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Wenn sich zwei wage­mu­ti­ge TV-Cha­rak­ter­dar­stel­ler mit den Kampf­na­men Joko und Klaas gesell­schafts­kri­tisch zu Wort mel­den, darf man davon aus­ge­hen, dass die ganz hei­ßen Eisen ange­fasst, die ganz dicken Bret­ter gebohrt und die rich­tig schwe­ren Pro­ble­me gestemmt wer­den. Pro7 hat den bei­den vor ein paar Tagen fünf­zehn Minu­ten der bes­ten Sen­de­zeit frei­ge­schau­felt, und die Come­di­ans füll­ten die prime time mit einem Video das Grau­ens, das den Men­schen – „So nennt man sie doch?” (Woo­dy Allen) – die Augen öff­nen soll über die all­täg­li­che sexu­el­le Beläs­ti­gung von Frau­en in Deutschland.

„Das wer­den heu­te die wohl spe­zi­ells­ten 15 Minu­ten, die wir je gesen­det haben. Nichts für schwa­che Ner­ven”, trom­mel­te Klaas Heufer-Umlauf im soge­nann­ten Vor­feld via Twit­ter. „Fast die Hälf­te aller Frau­en in Deutsch­land wur­de schon ein­mal sexu­ell beläs­tigt. Auch in den aktu­el­len Kri­sen­zei­ten dür­fen ande­re wich­ti­ge The­men nicht unter­ge­hen.” Fast die Hälf­te! Ich will ein­lei­tend beken­nen: An mir lag’s nicht (also ich mei­ne, was die ande­re Hälf­te betrifft).

Frei­lich, statt der meist als Dep­pen getarnt auf­tre­ten­den Dio­sku­ren führt die Autorin Sophie Pass­mann durch das Video, SPD-Mit­glied und in ihrer Eigen­wahr­neh­mung Kom­bat­tan­tin in einem Geschlech­ter­krieg (wenn auch ohne Geg­ner), das heißt, sie fla­niert mit erns­ter Mie­ne durch eine fin­gier­te düs­te­re Kunst­aus­stel­lung namens „Män­ner­wel­ten”. Klar dass Joko und Klaas dort nicht hin­ein durf­ten, weil sie jeweils einen Penis haben, auch wenn vie­le glau­ben, sie teil­ten sich einen; Penis­se gibt es aber in der Schau bereits genug, zumin­dest aus der Per­spek­ti­ve von Frau Pass­mann, wel­che stracks zu über­neh­men jeder anstän­dig geblie­be­ne Zuse­her gehal­ten ist. 

„Es wird hart, es wird bit­ter und für man­che kaum zu glau­ben, aber wir müs­sen da jetzt gemein­sam durch”, tre­mo­liert die Ver­fas­se­rin eines Buches über resp. gegen alte wei­ße Män­ner zu Beginn ihres Rund­gan­ges. Dann gibt sie sich einen Ruck und schrei­tet cou­ra­giert an der Sei­te einer attrak­ti­ven begab­ten Mode­ra­to­rin durch eine Gale­rie von „Geni­tal­bil­dern” (FAZ), wobei es sich tat­säch­lich um soge­nann­te dick pics han­delt, also aus­schließ­lich mas­ku­li­ne Geni­ta­li­en abge­bil­det sind, qua­si als Gegen­stück zum Reichs­kir­chen­tag der Fot­zen­ma­le­rin­nen im vegan­ge­nen Jahr, auf dem kein ein­zi­ges Schwanz­bild aus­ge­stellt wur­de. Die (gepik­sel­ten) Fotos, erfährt der erschüt­ter­te Pro7-Gucker sogleich, zeig­ten Gemäch­te, „die vie­le Frau­en im Inter­net unge­fragt von Män­nern zuge­schickt bekom­men” haben – aber glück­li­cher­wei­se nicht die bei­den teils mehr, teils weni­ger ken­ne­risch bzw. empört in deren Betrach­tung ver­tief­ten Mädels. Dafür sind es frei­lich ziem­lich weni­ge, doch jedes ein­zel­ne unver­langt ver­schick­te Foto eines Mem­brum viri­le ist selbst­ver­ständ­lich eines zuviel, das ist doch wohl klar. 

Nach den ver­stö­ren­den Bil­dern fol­gen die ent­spre­chen­den Wor­te. Eine wei­te­re Fern­seh­mo­de­ra­to­rin, eine Rap­pe­rin und ein Model tra­gen „Hass­kom­men­ta­re” (FAZ) vor, mit denen sie in sozia­len Netz­wer­ken behel­ligt und geschmäht wor­den sind (in der Redak­ti­on der FAZ gilt der Satz „Ich will dich f…” offen­sicht­lich als „Hass­kom­men­tar”; es sind halt ech­te Genie­ßer). Anschlie­ßend prä­sen­tie­ren zwei wei­te­re Mädels, Col­li­en Ulmen-Fer­nan­des und Kat­rin Bau­er­feind, „über­grif­fi­ge Chat­ver­läu­fe”. Kurz­um: Es ist zwar nicht unbe­dingt reprä­sen­ta­tiv, nicht ein­mal typisch, aber ganz entsetzlich.

Gott­lob sind auch die pei­ni­gends­ten 15 Minu­ten irgend­wann zu Ende, so dass etwas mil­de­re Sexis­men wie Ehren­mor­de, Grup­pen­ver­ge­wal­ti­gun­gen, „Schei­dun­gen auf afgha­nisch”, also mit dem Mes­ser oder der Axt, Zwangs- und Kin­der­ehen, Mia, Maria und ihrer ersto­che­nen oder geschän­de­ten und trau­ma­ti­sier­ten min­der­jäh­ri­gen Schwes­tern, all das, was eben sexis­tisch so abgeht unter deut­schen Dächern und auf deut­schen Stra­ßen, spe­zi­ell seit den Tagen des freund­li­chen Gesichts, lei­der kei­nen Platz fin­den konn­ten, obwohl der von Pass­mann gegen Ende vor­ge­tra­ge­ne Pas­sus: „Wir alle ken­nen die Panik allei­ne im Park oder wenn wir mit dem Schlüs­sel­bund in der Hand abends heim­ge­hen” der­glei­chen anzu­kün­di­gen schien – und bei einer im Kör­per eines alten wei­ßen Sexis­ten gefan­ge­nen jun­gen Afgha­nin wie mir ent­spre­chen­de Erwar­tun­gen weck­te. Das wäre indes nur ein gefun­de­nes Fres­sen für ras­sis­ti­sche Het­zer gewe­sen; außer­dem heißt das The­ma Sexis­mus, nicht Ras­sis­mus. Und mal ehr­lich: Von den Flücht­lin­gen, Schutz­su­chen­den, Schutz­fle­hen­den, Glau­bens­fes­ten und Gold­wer­ten ist ja mit mora­li­scher Ankla­ge nichts zu holen; schließ­lich ist es deren Auf­ga­be, uns anzu­kla­gen und nicht umgekehrt. 

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Ein paar Gedan­ken über die „Män­ner­wel­ten” will ich gleich­wohl vor­tra­gen. Ich bit­te dar­um, die all­fäl­li­ge Empö­rung erst nach der gesam­ten Lek­tü­re von der Lei­ne zu lassen.

Ers­tens: Män­ner machen Frau­en an und wer­den es in alle Ewig­keit tun, Frau­en wol­len von Män­nern ange­macht wer­den und wer­den es in alle Ewig­keit wol­len. Der Sexu­al­trieb ist eine Urge­walt, die sich schwer kon­trol­lie­ren und nie zäh­men las­sen wird; immer­hin hängt die nächs­te Genera­ti­on an ihm. Die Paa­rung ist eine heik­le Sache, es wird immer uner­wünsch­te Annä­he­run­gen geben, die sexu­el­le Beläs­ti­gung höret nim­mer auf. Und hin und wie­der funktioniert’s ja.

Zwei­tens: Mit der Anma­che ver­hält es sich wie mit einem Kunst­hand­werk: Der Weg zur Meis­ter­schaft ist mit pein­li­chen Fehl­schlä­gen gepflas­tert, es dau­ert, bis man es beherrscht, und vie­le ler­nen es nie. Im Unter­schied zum Kunst­hand­werk kann der Mann aber kein ande­res, ihm geneh­me­res wäh­len. Er muss anmachen.

Drit­tens: Uner­wünsch­te, unge­schick­te, unan­ge­neh­me, über­grif­fi­ge, deplat­zier­te, läs­ti­ge, gro­tes­ke, absto­ßen­de, wider­wär­ti­ge Anmach­ver­su­che kom­men wahr­schein­lich häu­fi­ger vor als pas­sen­de, erwünsch­te und zu bei­der Zufrie­den­heit enden­de. Der um eine Frau wer­ben­de Mann gleicht in der Regel einem Goril­la, der ver­sucht, Cel­lo zu spielen.

Vier­tens: Es gibt unter den Män­nern seit der soge­nann­ten sexu­el­len Befrei­ung und der ihr fol­gen­den „Aus­wei­tung der Kampf­zo­ne” (Michel Hou­el­le­becq) eine gro­ße Zahl von Ver­lie­ren, armen Würst­chen, die zunächst sich selbst und dann die für sie uner­reich­ba­ren Frau­en ver­ach­ten und sich heu­te spe­zi­ell in der Anony­mi­tät der elek­tro­ni­schen Medi­en erleich­tern. Und es gibt pein­li­che, unheil­ba­re Macho­ty­pen, denen zum ech­ten Macho die viri­le Attrak­ti­vi­tät fehlt, was sie aggres­siv gegen Frau­en macht. Meis­tens kann eine Frau sol­chen Figu­ren aus dem Wege gehen.

Fünf­tens: Ich habe noch nie eine Maid erlebt, die sich nicht gegen uner­wünsch­te Offer­ten zur Wehr zu set­zen wuss­te, not­falls mit einer ent­schie­de­nen Anspra­che vor Zeu­gen oder einer effekt­voll ver­ab­reich­ten Ohr­fei­ge. Der Bla­mier­te ist immer der Kerl, zumin­dest in unse­rem Weltteil.

Sechs­tens: Tat­säch­lich ernst wird Beläs­ti­gung erst, wenn die kör­per­li­che Gren­ze nach­drück­lich über­schrit­ten wird. Das meint nicht den fehl­ge­schla­ge­nen Kuss­ver­such oder den Griff nach der Hand. Hier betre­ten wir denn auch die Sphä­re des Strafrechts.

Sieb­tens: Was sexu­el­le Beläs­ti­gung ist und was nicht, lässt sich nicht gene­ra­li­sie­ren. Mal ist sie erwünscht, mal nicht; was der einen behagt, pikiert die ande­re, und selbst bei ein- und der­sel­ben Ver­si­on ist es ein Rie­sen­un­ter­schied, wer sich an ihr ver­sucht. Der Emp­fang eines Schwanz­fo­tos ist unan­ge­nehm und ver­stö­rend, aller­dings nicht immer. Wenn bei­spiels­wei­se Brad Pitt der Absen­der ist, könn­te das für die Emp­fän­ge­rin der Beginn einer wun­der­vol­len Woche sein. Anfang 1945 hät­ten Mil­lio­nen deut­sche Frau­en die Prä­sen­ta­ti­on blo­ßer Penisfotos als eine unglaub­li­che Peti­tes­se und exis­ten­ti­el­le Erleich­te­rung emp­fun­den. Umge­kehrt hät­ten gewiss vie­le Män­ner nichts gegen die Zusen­dung weib­li­cher Geni­tal­schnapp­schüs­se. Die Geschlech­ter sind halt sozi­al unter­schied­lich konstruiert.

Ach­tens: Das Film­lein nennt sich „Män­ner­wel­ten”, läuft also auf eine Kol­lek­tiv­an­kla­ge das star­ken, intel­li­gen­ten und gei­len Geschlechts hin­aus, wobei die rich­ti­gen Ker­le, die Heiß­blü­ti­gen, Bär­ti­gen, Koh­le­äu­gi­gen mit ihren Eigen­tums­frau­en (die sie im Gegen­zug immer­hin bis aufs Blut beschüt­zen wür­den), aus den bekann­ten Grün­den nicht vor­kom­men. Wäre eine Aus­stel­lung „Frau­en­wel­ten” denk­bar, die sich mit sexu­el­ler Aus­beu­tung von Män­nern – gugeln Sie mal unter „Make him drool” –, weib­li­cher Ver­leum­dung von Män­nern, weib­li­cher Erpres­sung von Män­nern, mit vor­ge­täusch­ten Ver­ge­wal­ti­gun­gen, fal­schen Beläs­ti­gungs­kla­gen oder Kin­des­ent­zug beschäftigt?

Neun­tens: Das Äqui­va­lent zur sexu­el­len Über­grif­fig­keit als männ­li­che Domi­nanz­ges­te gegen­über Frau­en ist unter Män­nern die Hand­greif­lich­keit. Män­ner haben zu allen Zei­ten ande­re Män­ner gequält, ernied­rigt, ihnen Schmer­zen zuge­fügt, Rang­ord­nun­gen mit Gewalt aus­ge­kämpft. Kann auf der Ver­lie­rer­sei­te auch sehr unan­ge­nehm sein. Inter­es­siert aber kei­ne Sau. 

Zehn­tens: Wer sich in der Öffent­lich­keit expo­niert, zieht nicht nur die Begeis­te­rung von Fans auf sich, son­dern auch Neid, Wut, Hass und Miss­gunst, Stal­king und den gan­zen bun­ten psy­cho­tisch-sozio­pa­thi­schen online-Abschaum sowie­so. Belei­di­gun­gen gehö­ren für expo­nier­te Per­so­nen zum All­tag (sogar ich weiß, wovon die Rede ist), und wenn eine Frau von einem Mann ver­bal ange­gan­gen wird, ist das oft sexu­ell kon­no­tiert. Dar­aus ergibt sich aber kei­ne beson­de­re Qua­li­tät der Beleidigung.

Alles, was uns Joko, Klaas und Fräu­lein Pass­mann ser­vie­ren, ist ordi­när, unap­pe­tit­lich, dumm, eklig, bis­wei­len straf­bar, aber man muss schon sehr schwa­che Ner­ven haben, ein Erb­sen­prin­zes­schen sein und nie in sei­nem Leben Wirk­lich­keits­be­rüh­rung auf­ge­nom­men haben, um es als beson­ders hart und bit­ter zu emp­fin­den. Bei der Köl­ner Sil­ves­ter­kir­mes anno 2016 ist in jeder ein­zel­nen Minu­te mehr pas­siert als in den 15 Minu­ten des „Männerwelten”-Videos. If you can’t stand the heat, get out of the kit­chen. Aber die meis­ten Frau­en sind wohl, mit einer schö­nen For­mu­lie­rung von Had­mut Danisch, nicht außen­dienst­taug­lich. (Wenn Sie mich fra­gen: Sol­len sie auch gar nicht sein.)

Noch dazu:

OdoMarquard

Der Erfin­der des „Prin­zes­sin-auf-der-Ebse-Syn­droms” ist Odo Mar­quard – jener Phi­lo­soph, von dem der famo­se Aus­spruch stammt, den ich als Titel des ers­ten „Acta diurna”-Bandes zweck­ent­frem­de­te: „Legi­ti­mie­ren Sie sich!” – „Bit­te nach Ihnen.”

PS: Ich emp­feh­le zum The­ma die (Wieder-)Lektüre zwei­er Brie­fe, die ich vor eini­ger Zeit online gestellt habe, vor allem den zwei­ten, den eine Frau unter dem Ein­druck der Sil­ves­ter­er­eig­nis­se zu Köln am Rhein über die Fra­ge geschrie­ben hat, ob männ­li­che Mit­men­schen für Frau­en poten­ti­ell gefähr­lich sind. 

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Mit­un­ter ist es wirk­lich schlimm, was Frau­en ange­tan wird:

„Tom­mie Lindh war 19 Jah­re alt, als er sein Schick­sal fand. Er starb in der schwe­di­schen Stadt Härn­ö­sand durch das Mes­ser eines Suda­ne­sen, als er die­sen dar­an hin­dern woll­te, ein 14-jäh­ri­ges Mäd­chen zu ver­ge­wal­ti­gen. Kurz zuvor hat­te sein Mör­der gemein­sam mit einer gro­ßen Grup­pe Migran­ten die pri­va­te Fei­er über­fal­len, auf der Lindh und das Mäd­chen zu Gast waren.

Wäh­rend die ande­ren Gäs­te sich von den Angrei­fern hat­ten ein­schüch­tern las­sen, war Lindh dazwi­schen, als einer von ihnen anfing, sich an dem Mäd­chen zu ver­grei­fen. Die­ser stach ihm in die Brust und prü­gel­te anschlie­ßend auf den am Boden lie­gen­den Ver­letz­ten ein, bevor er wie­der zu sei­nem ursprüng­li­chen Opfer zurück­kehr­te und sie ein zwei­tes Mal ver­ge­wal­tig­te.” (Wei­ter hier.)

Joko und Klaas hät­ten schon gewusst, was zu tun ist.

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Wenn der momen­tan par­tei­lo­se Andre­as Kal­bitz der Links­par­tei bei­trä­te, könn­te er sogar Lan­des­ver­fas­sungs­rich­ter wer­den. Also qua­si, sofern hier­zu­lan­de ein basa­les Emp­fin­den für Sym­me­trie herrsch­te. Dass er kein Jurist ist, tut nichts zur Sache; die Lady, um die es jetzt geht, ist bei Lich­te bese­hen auch keine.

Wenn eine Frau 1976 in die SED ein­ge­tre­ten ist, der Par­tei in Treue fest ver­bun­den blieb bei all ihren kos­me­ti­schen Ver­wand­lun­gen bis heu­te, Mit­glied der vom Ver­fas­sungs­schutz beob­ach­te­ten Anti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Lin­ken ist, die einen „grund­sätz­li­chen Sys­tem­wech­sel sowie die Über­win­dung der bestehen­den kapi­ta­lis­ti­schen Gesell­schafts­ord­nung durch einen Bruch mit den kapi­ta­lis­ti­schen Eigen­tums­struk­tu­ren” anstrebt, eine Frau, die noch 2011 ein Papier unter­zeich­ne­te, in dem der Bau der Ber­li­ner Mau­er gelobt und als alter­na­tiv­los beschrie­ben wird, wenn die­se Frau über­dies bei einer Gedenk­mi­nu­te zum 50. Jah­res­tag des Mau­er­baus im Par­la­ment aus Kum­mer nicht auf­steht, weil man ihr real­so­zia­lis­ti­sches Lauf­ställ­chen kaputt gemacht hat – aber was heißt man? Sie haben es ja sel­ber kaputt­ge­macht, weil sie nichts kön­nen außer kaputt­ma­chen –, was soll dann bloß aus so einer Frau werden?

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Ich ken­ne die­sen Typus Megä­re aus der Zone: lini­en­treu, ver­knif­fen, unfroh, gefühls­kalt, stets tan­ten­haft beleh­rend, hart­hir­nig und bar jeder Ele­ganz, am bes­ten noch was­ser­stoff­blon­diert, Mar­got Hon­ecker war das Para­dex­em­plar. Die­ser Typus Frau ist am bes­ten beschrie­ben mit dem Geräusch eines Nagels, den man über eine Glas­schei­be zieht.

Gegen­über der Welt beteu­er­te Genos­sin Bor­chardt, ihre Mit­glied­schaft ste­he nicht im Wider­spruch zu ihrem Amt als Ver­fas­sungs­rich­te­rin. Im FDJ-Blatt Jun­ge Welt setz­te sie hin­zu, dass das Grund­ge­setz nicht expli­zit eine kapi­ta­lis­ti­sche Wirt­schafts­ord­nung vorgebe.

Nie­mand hat die Absicht, die DDR zu reanimieren!

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