14. Juli 2020

Ame­ri­ka nach Trump bzw. nach der Rück­erobe­rung durch die Demokraten:

Marx ist Müll

„Die Welt­be­völ­ke­rung ist seit 1945 von (grob) zwei auf acht Mil­li­ar­den gewach­sen. Das war nur mög­lich durch die­ses Wirt­schafts­sys­tem. Befeu­ert wur­de das Wachs­tum durch eine irra­tio­na­le Ent­wick­lungs­hil­fe. Ver­knappt hat sich nur der Lebens­raum der Tie­re und Wild­pflan­zen, denn wo ein Mensch sitzt, kann kein Nas­horn wei­den. Die Men­schen kann man in Hoch­häu­sern sta­peln, die Nas­hör­ner nicht.
Ein Reset, wie man den sich auch vor­stel­len mag, soll die­ses Wirt­schafts­sys­tem been­den. Was das bedeu­tet, ist klar: Waren und Dienst­leis­tun­gen wer­den nicht mehr bedarfs­ge­recht und nach­fra­ge­ge­recht zur Ver­fü­gung gestellt. Das kann nur schlim­me Fol­gen haben: Ver­ar­mung und Unru­hen in den Indus­trie­län­dern, Hun­ger und Not in den nicht indus­tri­el­len Agrar­län­dern. Eine durch­aus unge­müt­li­che Perspektive. 

So wie ange­nom­men wird, dass Trump unge­wollt die Neo­kom­mu­nis­ten in ihren Welt­re­vo­lu­ti­ons­plä­nen unter­stützt, indem er sie eint und fana­ti­siert, so wird die­ser Zusam­men­bruch das Haupt­pro­blem lösen. Die Welt­be­völ­ke­rung wird wie­der schrump­fen.  Damit bewahr­hei­tet sich der anti­ke Spruch: Der Mensch führt sein Schick­sal dadurch her­bei, dass er es abzu­wen­den trachtet.”

(Leser ***)

Auch das tra­gi­sche Welt­bild haben (halb­wegs) wei­ße Män­ner geschaf­fen. Es ist das ein­zi­ge, mit dem ich mich noch anzu­freun­den vermag.

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Jes­si­ca Doty Whita­ker, eine 24jährige Kran­ken­schwes­ter und jun­ge Mut­ter, ist von fort­schritt­li­chen Kolo­rier­ten (PoC) in den Kopf geschos­sen wor­den, weil sie deren Ruf „Black Lives Mat­ter” mit „All lives mat­ter” beant­wor­tet hat­te (von Rest­le zer­ti­fi­zier­te ZDF-Über­set­zung: „Nur wei­ße Leben zählen”).

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Der bedau­er­li­che Zwi­schen­fall ereig­ne­te sich bereits am 5. Juli in India­na­po­lis (India­na). Dass kein ein­zi­ges deut­sches Medi­um die­sen Mord mel­de­te, hat wahr­schein­lich damit zu tun, dass wir in einem struk­tu­rell ras­sis­ti­schen Land leben. 

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Viel­leicht liegt es aber nur dar­an, dass Whita­ker ihr Geld mit nor­ma­ler Arbeit ver­dien­te, kei­ne Dro­gen nahm und auch sonst pri­vi­lie­giert war.

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(Quel­le: Deutsch­land­funk. – Alex­an­der Wendt hat eine alter­na­ti­ve Lis­te zusammengestellt.)

Der Tod der jun­gen Frau lös­te unter Anti­ras­sis­ten in den sozia­len Medi­en teils klamm­heim­li­che, teils offe­ne Freu­de aus („Black lives mat­ter – the rest of you are next”).

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Die Zeit bewäl­tigt übri­gens ihre eige­ne Nazivergangenheit:

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Der Spie­gel als Pars pro toto hat weder über den Mord an der jun­gen Frau berichtet:

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noch sto­ßen die per­ma­nent von Schwarz und Rot ver­üb­ten über­see­ischen Riots bei den Hal­tungs­jour­na­lis­ten an der Relo­ti­us­spit­ze auf kri­ti­sche Beachtung.

Das etwa mel­den sie nicht: 

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Der (demo­kra­ti­sche) Bür­ger­meis­ter erklärt:

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Oder zusam­men­ge­fasst:

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Das aber mel­den sie schon, da sind sie so ver­läss­lich, wie die DDR-Medi­en es waren: 

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Das Mar­ty­ri­um des Geor­ge Floyd könn­te aller­dings eines gewe­sen sein, das der Scher­gen und Kriegs­knech­te gar nicht bedurfte.

Inzwi­schen sind die offi­zi­el­len Nie­der­schrif­ten der gespro­che­nen Wor­te erschie­nen, wie sie von den Body­cams der Poli­zis­ten erfasst wur­den. „Das sieht nun wie das Gegen­teil des­sen aus, was man in der Pres­se und Öffent­lich­keit posaunt hat”, notiert Danisch. „Näm­lich dass Floyd selbst dar­um gebe­ten hat­te, auf den Boden gelegt zu wer­den, und vor­her schon über Atem­not geklagt habe. Die Poli­zis­ten hät­ten zu ihm gesagt, dass er gleich an einem Herz­an­fall ster­ben wer­de und des­halb frei­wil­lig in das Auto stei­gen solle.”

Die Fra­ge ist, ob es ein Gericht in der herr­schen Lyn­ch­at­mo­sphä­re noch wagt, die Todes­ur­sa­che neu­tral zu unter­su­chen. Wenn ja, wer­den Sie es aus dem Spie­gel wohl zuletzt erfahren.

 
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Bald wird man stolz ver­kün­den: Hol­ly­wood ist juden­rein weißenrein!

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„Wie 1933, nur schnel­ler” (Danisch). Die Fol­gen wer­den ähn­lich sein. 

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Das ist allah­lob nur Sati­re:

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Tat­säch­lich hat sich Recep der Präch­ti­ge ent­schlos­sen, Nägel mit Kopf­tü­chern zu machen. Deut­sche Qua­li­täts­kom­men­ta­tö­rin­nen und ‑toren rät­seln, wel­che Moti­ve der bra­ve Mann vom Bos­po­rus wohl ver­fol­ge. Um die­se einst­wei­len noch Ungläu­bi­gen nicht zu irri­tie­ren, wur­de ihnen nur eine unvoll­stän­di­ge Ver­si­on jener Rede zuge­stellt, in wel­cher Recep der Wei­se die Umwand­lung der Sophia in einen Ort ech­ter Weis­heit begründete:

„In der ara­bi­schen Fas­sung [fin­den sich] Sät­ze, die weni­ger auf Völ­ker­ver­stän­di­gung abzie­len, son­dern auf Kon­flikt­be­reit­schaft und Hege­mo­ni­al­den­ken schlie­ßen las­sen. Die­se Sät­ze wur­den offen­bar vor­sich­ti­ger­wei­se aus dem eng­li­schen Skript her­aus­re­di­giert. Doch im tür­ki­schen Ori­gi­nal sagt Erdo­gan selbst: ‚Die Wie­der­ge­burt der Hagia Sophia [als Moschee] ist ein Vor­bo­te für die Befrei­ung der Al-Aqsa-Moschee [in Jeru­sa­lem]. Wir fol­gen dem Wil­len der Mus­li­me auf der gan­zen Welt, wenn wir das Zeit­al­ter der Unter­bre­chung been­den.’ ” (Wei­ter hier.)

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Ges­tern hör­te ich jeman­den sagen: „Ich habe genug von Infek­ti­ons­zah­len und R‑Werten. Ich will Tote sehen! Wo sind die Toten? Das hat man doch schließ­lich beim Anschau­en von Kata­stro­phen­fil­men so gelernt. Und jetzt fra­gen wie uns nur: Wo macht Dros­ten Urlaub?”

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You­tube hat erneut den Kanal von Mar­tin Sell­ner, Heil und Segen sei mit ihm, ohne Anga­be von Grün­den gesperrt

„Wie­der ein­mal erweist sich, dass die soge­nann­te ‚Mei­nungs­frei­heit’ in west­li­chen Staa­ten eine rei­ne Far­ce ist”, kom­men­tiert Sell­ner. „Die Gesell­schaf­ten sind extrem pola­ri­siert und zwi­schen dem Lager der Glo­ba­lis­ten und Fans der Erset­zungs­mi­gra­ti­on und dem Lager der Patrio­ten und Iden­ti­tä­ren scheint es kei­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mög­lich­kei­ten mehr zu geben.

Der Grund dafür ist die man­geln­de Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­reit­schaft der Glo­ba­lis­ten. Sie haben alle media­len und finan­zi­el­len Macht­mit­tel in ihren Hän­den und domi­nie­ren dar­über die Poli­tik und Gesell­schaft. Des­we­gen sind sie an einem Dis­kurs nicht inter­es­siert son­dern ant­wor­ten seit Jah­ren aus­schließ­lich mit Zen­sur auf die wach­sen­de Kri­tik der Patrio­ten. Damit ris­kie­ren sie nicht nur eine Radi­ka­li­sie­rung in die­sem Lager. Sie for­dern sie sogar her­aus und pro­vo­zie­ren sie, um nach­her noch bes­ser zen­sie­ren und ver­bie­ten zu kön­nen. Doch genau gegen die­ses Kal­kül arbei­ten wir über unse­ren Akti­vis­mus und unse­re Ver­net­zungs­ar­beit an.”

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„Wat dem eenen sin Uhl, is dem annern sin Nach­ti­gall, und welch schö­ne Sache ist doch der Krieg” (Tuchol­sky):

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Die Leip­zi­ger Stadt­ver­wal­tung will gegen die Urhe­ber der Pla­kat­ak­ti­on vor­ge­hen. Dabei passt doch alles…

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