3. Juli 2020

Vor die Wahl gestellt, ob es wich­ti­ger sei, wie ein Gedan­ke aus­ge­drückt ist oder was er aus­drückt, wer­de ich am Ende immer das Wie bevor­zu­gen.
Des­we­gen kann ich Hacks und Grem­li­za mit ähn­li­chem Ver­gnü­gen lesen wie Moh­ler und Maschke. 

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Am Mitt­woch nahm ich an der, wenn ich mich recht ent­sin­ne, ers­ten frei­wil­li­gen Demons­tra­ti­on mei­nes Lebens teil (in der Zone wur­den wir als Schü­ler an den Staats­fei­er­ta­gen regel­mä­ßig dazu ver­don­nert), und wir waren sogar zu dritt (die Drit­te war Orit Arfa, die schoss das Foto), zwi­schen­zeit­lich gesell­ten sich noch zwei kur­di­sche Syrer spon­tan dazu:

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Am 1. Juli hat sich der Bun­des­tag mit vier Anträ­gen von Gro­ßer Koali­ti­on, Lin­ken, Grü­nen und FDP zum The­ma „Frie­den im Nahen Osten” befasst. Alle Anträ­ge unter­stell­ten der Regie­rung Isra­els, sie wol­le Gebie­te „annek­tie­ren”, auf die Isra­el tat­säch­lich einen legi­ti­men Anspruch hat (z. Bsp. 5. Sure, Vers 20 – 21), und ver­lang­ten, der Juden­staat sol­le sei­ne ange­kün­dig­te Poli­tik im West­jor­dan­land wider­ru­fen. Als Popu­list und Par­ti­ku­la­rist ste­he ich selbst­ver­ständ­lich an der Sei­te Isra­els (als eli­ta­ris­ti­scher Plu­ra­list und Humo­rist erst recht), vor allem möch­te ich auch bei die­ser Gele­gen­heit mei­ne tie­fe Ver­ach­tung für die inter­na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen deut­schen Sys­tem- oder „Alt­par­tei­en” (Cl. Roth) bekun­den, die natio­na­le Selbst­er­hal­tung, sofern sie west­li­che Natio­nen betrifft, als Dis­kri­mi­nie­rung ver­un­glimp­fen und der­zeit dabei sind, die groß­ar­tigs­te Zivi­li­sa­ti­on der Mensch­heits­ge­schich­te, die west­li­che näm­lich, ihren „kultur”-marxistischen, isla­mi­schen, grün-scha­ma­ni­schen und glo­ba­lis­ti­schen Fein­den zum Fraß vorzuwerfen. 

Der rei­zen­de jun­ge Mann an mei­ner Sei­te ist übri­gens Mar­cel Gold­ham­mer aus Tel Aviv-Jaf­fa, Schau­spie­ler, Mit­glied der „Juden in der AfD”, unter den mir bekann­ten Hebräisch­spre­chern im Bedarfs­fall der­je­ni­ge mit dem per­fek­tes­ten Ber­li­ne­risch und ein Zeu­ge dafür, dass sie bei der Schwe­fel­par­tei inzwi­schen erst­klas­si­ge Vide­os machen können.

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(Netz­fund)

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Da capo: Das Mut­ter­land der iden­ti­ty poli­tics ist Ruanda. 

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Auch Alt-Bun­des­prä­si­dent („A‑bu”) Wul­ff hat ein­ge­se­hen, dass es in Deutsch­land inzwi­schen ein „gra­vie­ren­des Ras­sis­mus­pro­blem” gibt. Das ist seit Jah­ren mei­ne Rede. 

„Deut­sche wer­den deut­lich häu­fi­ger Opfer einer Straf­tat, die von einem Zuwan­de­rer ver­übt wur­de, als umge­kehrt”, ver­mel­de­te bei­spiels­wei­se die Welt am 19. April 2019 unter Beru­fung auf die Kri­mi­nal­sta­tis­tik des BKA. Genau­ge­nom­men schlos­sen im Jahr 2018 46.336 Deut­sche als Opfer von Straf­ta­ten Kon­takt mit Zuwan­de­rern, wäh­rend umge­kehrt 8.455 Asyl­be­wer­ber und Flüchtlinge bei einer Straf­tat durch einen deut­schen Tatverdächtigen akti­ven All­tags­ras­sis­mus erlei­den muss­ten; ange­sichts der Grö­ßen­ver­hält­nis­se bei­der Grup­pen ein muti­ger Trend bzw. tren­di­ger Mut. Ich wage die Pro­gno­se oder gern auch Wet­te, dass er sich 2019 fort­ge­setzt hat und so schnell nicht enden wird.

Bei den soge­nann­ten Straf­ta­ten gegen die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung schlos­sen in besag­tem Jahr 3.261 Deut­sche Bekannt­schaft mit min­des­tens einem lie­bes­tol­len Zuwan­de­rer (21 Pro­zent mehr als noch im Vor­jahr). Es wäre aller­dings über­trie­ben, wenn Gevat­ter Wul­ff auch die­se exzes­si­ven Zunei­gungs­be­kun­dun­gen unter „Ras­sis­mus” rubri­zier­te, da sie ja offen­kun­dig das genaue Gegen­teil zum Aus­druck brin­gen und oft als Über­sprungs­re­ak­ti­on auf her­ab­wür­di­gen­de Fra­gen („Aus wel­chem Land kom­men Sie?”) bzw. Aus­ru­fe („Hil­fe!”) entstehen.

PS: Das einst­wei­len letz­te Wort zur  Coro­na­fol­ge­hys­te­rie „Ras­sis­mus” spricht die­ser amü­san­te Herr, der übri­gens auch schon das einst­wei­len letz­te Wort zur Coro­na­vor­gän­ger­hys­te­rie gespro­chen hat. Ich emp­feh­le, bei­de Tex­te zu rah­men und gut les­bar aufzuhängen. 

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Schles­wig-Hol­stein erlässt ein Vielfaltsdurchsetzungsgesetz.

Vielfaltsdurchsetzung

Ande­ren kann es mit der Umvol­kung gar nicht schnell genug gehen, wie der Süd­deut­sche Beob­ach­ter ver­läss­lich meldet:

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Und ins Sozi­al­sys­tem erst!
                             

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