21. August 2020

„ ‚Schein­sa­ti­re’ – mein Wort des Jah­res. Das kann nur eine Schein­jour­na­lis­tin in einer Schein­de­mo­kra­tie erfun­den haben.„
Uwe Stei­m­le im Inter­view mit Tho­mas Fas­ben­der (wel­cher übri­gens repli­ziert: „Dann muss es auch eine Schein­wahr­heit geben.”)

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Was im Neu­en Deutsch­land steht, hat­te schon immer Gewicht:

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„Isla­mi­sie­rung bedeu­tet Ent­na­zi­fi­zie­rung”: Da hat Gevat­ter Ahmad in sei­ner Sie­ges­vor­freu­de etwas falsch ver­stan­den, wahr­schein­lich ganz bewusst, aber ich will mal fin­gie­ren, ihn beim Wort und also ernst zu neh­men. Mit den Mos­lems haben sich die ech­ten Nazis – es gibt ja kei­ne ande­ren – immer gut ver­stan­den. Der Füh­rer hielt wei­land sogar noch grö­ße­re Stü­cke auf den Islam als heu­te die Frem­den­füh­re­rin, wenn­gleich Letz­te­re womög­lich mehr für des­sen Ver­brei­tung tut. Hit­ler, könn­te man sagen, war isla­mo­phil. Am 28. August 1942 teil­te er sei­nen Zuhö­rern im Füh­rer­haupt­quar­tier mit: 

„Die Rit­ter­lich­keit, wel­che die Kas­ti­lier haben, ist in Wirk­lich­keit ara­bi­sches Erbe. Hätte bei Poi­tiers nicht Karl Mar­tell gesiegt: Haben wir schon die jüdische Welt auf uns ge­nommen – das Chris­ten­tum ist so etwas Fades –, so hätten wir viel eher noch den Moham­me­da­nis­mus übernommen, die­se Leh­re der Beloh­nung des Hel­den­tums: Der Kämpfer allein hat den sie­ben­ten Him­mel! Die Ger­ma­nen hätten die Welt damit erobert, nur durch das Chris­ten­tum sind wir davon abge­hal­ten wor­den.”
(zitiert nach: Hein­rich Heims/Werner Joch­mann: Adolf Hit­ler. Mono­lo­ge im Führerhauptquartier 1941–44, Ham­burg 1980, S. 370.)

Hein­rich Himm­ler beteu­er­te auf dem Trup­pen­übungs­platz im schle­si­schen Neu­ham­mer am 11. Janu­ar 1944 gegen­über bos­ni­schen Offi­zie­ren: „Was soll­te denn die Musel­ma­nen in Euro­pa und der gan­zen Welt von uns Deut­schen tren­nen? Wir haben gemein­sa­me Zie­le.” Gott – „ihr sagt Allah, das ist doch das­sel­be” – habe den Füh­rer gesandt, um die Welt von den Juden zu befrei­en. Deut­sche und Mos­lems sei­en durch die­sel­ben Fein­de ver­eint: „Bol­sche­wi­ken, Eng­land, Ame­ri­ka, alle immer wie­der getrie­ben vom Juden.”

Das wie­der­um ist zitiert aus dem BuchFür Pro­phet und Füh­rer: Die isla­mi­sche Welt und das Drit­te Reich”, ver­fasst von dem in Lon­don leh­ren­den deut­schen His­to­ri­ker David Mota­del. In den deut­schen Streit­kräf­ten dien­ten wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs Aber­tau­sen­de Mus­li­me. Mit ihrer Rekru­tie­rung began­nen Wehr­macht und SS Ende 1941, als sich zum einen abzeich­ne­te, dass der Krieg im Osten sehr viel län­ger und opfer­rei­cher wer­den wür­de als geplant, und sich zum ande­ren immer mehr Mus­li­me in den erober­ten Gebie­ten und vor allem unter Kriegs­ge­fan­ge­nen in deut­scher Hand befan­den. Die Aser­bai­dscha­ni­sche Legi­on bei­spiels­wei­se bestand zum größ­ten Teil aus Gefan­ge­nen. Mota­del schätzt, das 1944 etwa 600.000 Mos­lems für den Füh­rer kämpf­ten. Die mus­li­mi­schen Sol­da­ten gal­ten als effek­tiv und bru­tal. Sie wur­den unter ande­rem bei der Nie­der­schla­gung des War­schau­er Auf­stan­des 1944 eingesetzt.

Zwi­schen Nazis und Mos­lems stimm­te damals „die Che­mie”. War­um soll­te das heu­te anders sein? Man muss frei­lich Nazis in der Gegen­wart suchen wie den Yeti; es heißt, in erz­ge­bir­gi­schen Tälern kön­ne man noch auf ver­ein­zel­te Exem­pla­re sto­ßen. Des­we­gen flir­ten man­che radi­ka­le Mos­lems heu­te mit den ande­ren Lin­ken, und um bei denen zu lan­den, muss man sich bekannt­lich zumin­dest rhe­to­risch an irgend­wel­chen „Nazis” abarbeiten. 

„Der ewi­ge Nazi wird als Wie­der­gän­ger sei­ner Ver­bre­chen noch lan­ge die Tri­vi­al­my­tho­lo­gie einer post­re­li­giö­sen Welt zie­ren”, schrieb Rolf Peter Sie­fer­le in „Finis Ger­ma­nia”. „Die Erde aber wird von die­sem Schand­fleck erst dann gerei­nigt wer­den, wenn die Deut­schen voll­stän­dig ver­schwun­den, d.h. zu abs­trak­ten ‚Men­schen’ gewor­den sind.” Wenn schließ­lich final aus­ge­han­delt wird, ob die­se ‚Men­schen’ ent­we­der lose ein­zel­ne Liber­all­alas und one-world-Kon­su­men­ten oder from­me Mus­li­me sein soll­ten, dürf­te das Zweck­bünd­nis der Mos­lems mit den Lin­ken an sein Ende gelangen.

Das führt uns zur zwei­ten Aus­sa­ge des Inter­view­ten, der nach Aus­kunft des Kom­so­mol­zen­ma­ga­zins jetzt „Akti­vist und Blog­ger” ist, also durch­aus etwas, näm­lich dass „Isla­mi­sie­rung” ein „völ­lig inhalts­lo­ser Begriff” sei, den es in der isla­mi­schen Ter­mi­no­lo­gie nicht gebe. Nein, dort heißt er Dji­had oder Dār al-Harb. Der Islam ist eine Mis­si­ons­re­li­gi­on, deren Ziel eine isla­mi­sche Welt ist. Die Aus­brei­tung des Islams kann man als Erwei­te­rung des Dār-al-ahd bezeich­nen oder als Isla­mi­sie­rung; es bleibt der­sel­be Vor­gang. Die­ser Ter­mi­nus ist sehr ein­fach mit Inhalt zu fül­len, und eben­so leicht ist eine Isla­mi­sie­rung mess- und nach­weis­bar. Es genügt, ein Gebiet und einen Zeit­raum fest­zu­le­gen – sagen wir Deutsch­land und 60 Jah­re, denn damit gelan­gen wir ins Jahr des Herrn 1960, also eines vor dem Anwer­be­ab­kom­men, in des­sen Fol­ge die Gast­ar­bei­ter Deutsch­land wie­der auf­bau­ten – und dann zu ver­glei­chen: Wie vie­le Mos­lems leb­ten 1960 in Deutsch­land? Wie vie­le Moscheen gab es 1960? In wel­chen Städ­ten rief der Muez­zin zum Gebet? Wie vie­le Frau­en tru­gen das Kopf­tuch? Wie vie­le reli­gi­ös moti­vier­te Anschlä­ge gab es damals? Wie vie­le Stun­den Islam­un­ter­richt wur­den an deut­schen Schu­len erteilt?

Und dann ver­glei­chen wir es mit der Gegen­wart. Heu­te leben unge­fähr sechs Mil­lio­nen Mus­li­me in Deutsch­land. Aber dabei wird es nicht bleiben:

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Dafür bedarf es nicht ein­mal der Migra­ti­on. In vie­len Schu­len und Kin­der­gär­ten gibt es mehr Mos­lems als Kar­tof­feln. Wenn ich zwei Hän­de voll Salz in die Sup­pe wer­fe, lässt sich dis­ku­tie­ren, ob ich sie ver­sal­zen habe, aber nicht, ob sie sal­zi­ger gewor­den ist. Köln ist nach dem Selbst­bild des Eff-Zeh inzwi­schen die Moscheestadt:

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In vie­len Kom­mu­nen ruft heu­te der Muez­zin, und bei den männ­li­chen Ber­li­ner Neu­ge­bo­re­nen gibt es einen näm­li­chen Trend:

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Kurz­um: Es geht alles sei­nen Gang, Bru­der. Brauchst dich nicht län­ger verstellen

 

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Kogni­ti­ve Dis­so­nanz, nächs­tes Exempel:

Doppelmaßstäbe

Und gleich noch eines:

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Die Welt teilt mit:

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Der Bub raubt gegen Ras­sis­mus und Per­spek­tiv­lo­sig­keit sowie für die Sen­kung des Wahl­al­ters auf vier­zehn­ein­halb Jahre. 

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Auf den ges­tern ver­öf­fent­lich­ten Wider­spruch gegen mei­ne man­gel­haft aus­ge­päg­te Coro­na-Sor­ge folg­te eine Schwung neu­er­li­cher Ein­sprü­che gegen den Wider­spruch. Ich gestat­te mir, ein biss­chen dar­aus zu zitie­ren (es wird lei­der lang; ich set­ze zur bes­se­ren Les­bar­keit zwi­schen jede Zuschrift Sternchen):

„Als pro­mo­vier­ter Inge­nieur und Hono­rar­pro­fes­sor für Sicher­heits­wis­sen­schaft erin­ne­re ich den Kri­ti­ker an die alte, aber immer noch gül­ti­ge Weis­heit aller Com­pu­te­rei: ‚gar­ba­ge in – gar­ba­ge out’. Etwas wis­sen­schaft­li­cher aus­ge­drückt: das schöns­te und mathe­ma­tisch hoch­wer­tigs­te Pro­gno­se­sys­tem führt in die Irre, wenn es mit fal­schen Annah­men gefüt­tert wurde.

So soll­te lege artis der Epi­de­mio­lo­gie am Anfang  immer eine Ermitt­lung der Prä­va­lenz, d.h. der Ver­brei­tung, der Erkran­kung in der Gesamt­be­völ­ke­rung ste­hen und dies als reprä­sen­ta­ti­ve Unter­su­chung zur Ermitt­lung der Dyna­mik z.B. im Wochen­ab­stand wie­der­holt wer­den. Meh­re­re Initia­ti­ven hier­zu ver­lie­fen aber immer wie­der im Sand. Der Ber­li­ner Main­stream woll­te es ein­fach nicht. Als Prof. Stre­eck dann im Rah­men sei­ner lokal begrenz­ten Stu­die als Neben­er­geb­nis auch Anga­ben zur Prä­va­lenz ver­öf­fent­lich­te, stieß er auf den geball­ten Unwil­len von RKI und Dros­ten. Anstatt, wie bei gemein­sa­men Anstren­gun­gen zur Erkennt­nis­ge­win­nung eigent­lich zu erwar­ten, dank­bar für ein wei­te­res Puz­zle­stück­chen zu sein, wur­de der Kol­le­ge – immer­hin Dros­ten-Nach­fol­ger in Bonn – ziem­lich unsach­lich niedergemacht.

Manch­mal ist es rich­tig schwer, kei­ne Ver­schwö­rungs­theo­rien zu hegen.”

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„Ihr Sie kor­ri­gie­ren­der Leser schrieb:
‚Als jemand der sich beruf­lich mit der Model­lie­rung kom­ple­xer dyna­mi­scher Sys­te­me wie Epi­de­mien befasst, kann ich Ihnen ver­si­chern, daß die Gefahr durch covid19 real ist.’

Auch ich beschäf­ti­ge mich seit 30 Jah­ren mit der Model­lie­rung kom­ple­xer dyna­mi­scher Sys­te­me, aller­dings habe ich die vier Grund­re­chen­ar­ten und Excel dabei nicht ver­lernt. Eine simp­le Sub­trak­ti­on zeigt für die USA kei­nen peak an dia­gno­se­be­ding­ten Verstorbenen.

Mit vie­len Grüßen

Dr. ***

FA für Med. Physik/Med. Kybernetik”

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„An einer Dia­gno­se sind in den peak-Wochen (max Woche bis 11. 4. 2020) nicht mehr Men­schen ver­stor­ben. Kein peak in dif­fe­renz all cau­se minus natu­ral cau­se (blau)!” (Daten)

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„Epi­de­mi­sche Pro­zes­se müs­sen mit vie­len Metho­den unter­sucht wer­den. Zum Spek­trum der Metho­den gehö­ren neben den mathe­ma­ti­schen noch phy­si­ka­li­sche, sta­tis­ti­sche, geo­gra­fisch-beschrei­ben­de, his­to­risch-beschrei­ben­de, demo­gra­fi­sche, mikrobiologisch/virologische, serologisch/immunologische, kli­ni­sche, bio­lo­gi­sche, öko­lo­gi­sche und sozio­lo­gi­sche. Also eine gan­ze Men­ge Ansätze.

Aber weil der Leser *** Mathe­ma­ti­ker ist, hel­fe ich doch gern bei der Aus­wahl der rich­ti­gen For­meln: Mathe­ma­tisch gese­hen ent­spricht der Ver­lauf einer Epi­de­mie im Wesent­li­chen einer Gauß’schen Glo­cken­kur­ve. Mit einem Lock­down oder ähn­li­chen Maß­nah­men, die man im Übri­gen immer im Anstieg die­ser Kur­ve ver­kün­den muss und nicht, wie in Deutsch­land gesche­hen, im Nie­der­gang, ändert man ledig­lich die Gesamt­brei­te der Kur­ve. Die Flä­che unter der Gesamt­kur­ve, also die Zahl der Erkrank­ten und Ver­stor­be­nen, bleibt, wenn man den Beginn und das Ende der Kur­ve, also den ers­ten und letz­ten Tag der Epi­de­mie sieht, im Wesent­li­chen unverändert.

Wie der Ihnen schrei­ben­de Leser sämt­li­che Ele­men­te eines Epi­de­mi­schen Pro­zes­ses (Inne­re Kom­po­nen­ten: Erreger/Reservoir, Über­tra­gungs­weg, emp­fäng­li­che Popu­la­ti­on, Epi­de­mie­typ – bei Covid19 han­delt es sich um eine Tar­div­epi­de­mie, die den mathe­ma­ti­schen Geset­zen einer sich selbst­aus­lö­schen­den Ket­ten­re­ak­ti­on folgt, wie man sie von Schnee­ball­sys­te­men wie Ket­ten­brie­fen kennt –, Zyk­li­zi­tät, Sai­so­na­li­tät und dazu noch die äuße­ren Kom­po­nen­ten: Biotische/abiotische Fak­to­ren, sozia­le Fak­to­ren – mate­ri­el­les Lebens­ni­veau, hygie­ni­scher Zustand, Ort­schafts­grö­ße und Bevöl­ke­rungs­dich­te, Ver­kehrs­we­sen und Ver­kehrs­mit­tel, Ent­wick­lungs­stand der Medi­zin und Stand/Struktur des Gesund­heits­we­sens, Krieg/Frieden) in einem Modell zusam­men­fas­sen möch­te, ist mir höchst schlei­er­haft, und es ist sehr gewagt, damit den Sinn des Lock­downs zu begrün­den. Das Modell wür­de ich jeden­falls gern ein­mal sehen, es ist wahr­schein­lich so prä­zi­se wie das für die Klimavorhersagen.

Auch Ver­glei­che mit ande­ren Staa­ten sind damit völ­lig absurd, da die Ele­men­te sich von Land zu Land unter­schei­den. Selbst Ver­glei­che von Flä­chen­län­dern und Stadtstaaten/Ländern inner­halb Deutsch­lands sind damit schon schier unmöglich.

Eine Epi­de­mie spielt sich nicht im luft­lee­ren Raum ab, und man kann nicht, wie es viel­fach gemacht wird, nur die Inne­ren Kom­po­nen­ten betrach­ten, son­dern muss sie in Zeit und Raum beob­ach­ten. Das ist eigent­lich Auf­ga­be von akti­ven uni­ver­si­tä­ren Sozialhygienikern/Sozialmedizinern, von denen ich bis­her arg wenig, um nicht zu sagen gar nichts gehört habe. 

Mili­tär­ärz­te in der DDR wie ich wur­den dies­be­züg­lich bes­tens aus­ge­bil­det, in zahl­rei­chen Zusatz­stun­den neben dem nor­ma­len Medi­zin­stu­di­um. Ursa­che hier­für war die bestän­di­ge Angst der DDR vor einer nicht aus­rei­chen­den Gefechts­be­reit­schaft durch Über­las­tung der trup­pen­ei­ge­nen Kapa­zi­tä­ten im Epi­de­mie­fall oder, aus­ge­hend vom Wahn des Kal­ten Krie­ges, in Gefech­ten mit Ein­satz von ABC-Waffen. (…)

Ein Lock­down und alle Maß­nah­men, die zur Ver­brei­te­rung der Gauß’schen Kur­ve geeig­net sind, ist nur dann ange­zeigt, wenn die Kapa­zi­tä­ten zur Behand­lung der erwar­te­ten Kran­ken­zahl, die einer sta­tio­nä­ren Behand­lung bedür­fen, gefähr­det sind. In die­ser Gefahr schweb­te Deutsch­land zum Zeit­punkt der Ver­kün­dung des Lock­downs schon nicht mehr und stand auch nie vor die­sem Punkt, selbst am Gip­fel der Wel­le. Die selbst­aus­lö­schen­de Ket­ten­re­ak­ti­on hat­te bereits den Gip­fel­punkt erreicht und das Selbst­aus­lö­schen begonnen. 

Man hat ledig­lich den abstei­gen­den Schen­kel der Glo­cken­kur­ve ver­brei­tert und die ‚Gesamt­durch­seu­chung’ auf dem Weg zur Her­denim­mu­ni­tät ver­zö­gert. (Die ‚Gesamt­durch­seu­chung’ kann man übri­gens auch recht ein­fach als kata­ly­ti­sche Wachs­tums­kur­ve berech­nen. Dafür rei­chen Abi-Kenntnisse.)

Mit ähn­lich rela­tiv ein­fa­chen Berech­nun­gen mit­tels modi­fi­zier­ter For­meln für Ket­ten­re­ak­tio­nen in auto­ka­ta­ly­ti­schen Pro­zes­sen hät­te man mit den Zah­len von drei Wochen­klas­sen, den Gip­fel der Wel­le rela­tiv genau (+- 10–20 Erkrank­te) abschät­zen können. 

Mili­tär­ärz­te der DDR haben so etwas im Fach Feldepidemiologie/Feldmikrobiologie im Rah­men der Mili­tär­hy­gie­ne­vor­le­sun­gen (einem Spe­zi­al­ge­biet der Sozi­al­hy­gie­ne) gelernt, damit sie wuß­ten, ob die Gefechts­be­reit­schaft ihrer Trup­pe gefähr­det und die Kapa­zi­tä­ten ihres San­Be­rei­ches ausreichten.

Wenn Mili­tär­arzt und Kom­man­deur eine Kaser­ne der NVA ähn­lich behan­delt hät­ten wie die Regie­rung die­ses Lan­des ganz Deutsch­land (über 4 Mona­te weit­ge­hen­der Still­stand), wäre wohl eine Kom­mis­si­on durch den Mili­tär­staats­an­walt ein­ge­setzt wor­den und eine Unter­su­chung wegen des Ver­dachts der Sabo­ta­ge der Gefechts­be­reit­schaft nach §104 Straf­ge­setz­buch der DDR ein­ge­lei­tet wor­den. Bei Schuld­spruch hät­ten bei­de den berüch­tig­ten Mili­tär­k­nast in Schwedt nicht gese­hen, da er, mei­nes Wis­sens, nur für Ver­ge­hen bis 2 Jah­re Stra­fe zustän­dig war, auf Sabo­ta­ge stan­den min­des­tens 3 Jahre. 

Auch wenn die­ser berüch­tig­te Para­graf viel­fach miß­braucht wur­de, an die­ser Stel­le hat­te er für Amts­trä­ger zumin­dest eine abschre­cken­de Wir­kung bei der Ver­hin­de­rung vor­schnel­ler, purem Aktio­nis­mus geschul­de­ter Ent­schei­dun­gen gehabt. Aus Sicht eines wie Sie auch aus der Zukunft kom­men­den DDR-Bür­gers wäre das der ein­zi­ge Vor­teil des DDR-Sozia­lis­mus, den ich kenne.”

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„Wie das neu­es­te ‚Epi­de­mio­lo­gi­sche Bul­le­tin’ des RKI zeigt, haben wir in 2020 für die glei­che Wochen­zahl (bis zur KW 32) mehr Influ­en­za-Infek­tio­nen in Deutsch­land (mit ech­ten Kran­ken, also nicht wie bei Covid-19 mit her­bei­phan­ta­sier­ten ‚Fäl­len’, die nur einen Virus­fund auf­wei­sen) als im Jahr 2019 (+2,7%). Das zeigt doch ziem­lich deut­lich, dass die ‚Infek­ti­ons­schutz­maß­nah­men’ nichts gehol­fen haben. Das ist auch nicht ver­wun­der­lich, denn seit 100 Jah­ren ist sich die Wis­sen­schaft dar­in einig, dass pri­mi­ti­ve Mas­ken nichts gegen Viren aus­rich­ten können.”

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„Als Medi­zin­mann konn­te ich der aller­ers­ten Argu­men­ta­ti­on von Maß­nah­men gegen die Aus­brei­tung des Virus noch fol­gen, die da lau­te­te, eine mög­li­che Über­las­tung des Gesund­heits­we­sens, ins­be­son­de­re der Kapa­zi­tät der Inten­siv­sta­tio­nen zu ver­hin­dern. Die dies­be­züg­lich geeig­ne­ten Schrit­te kamen aller­dings zu spät und wir haben in Deutsch­land ein­fach nur Glück gehabt, daß nicht mehr pas­siert ist. Seit Ostern jedoch ist klar, daß die Infek­ti­on hier­zu­lan­de einen ande­ren Ver­lauf neh­men wür­de als bei­spiels­wei­se in Nord­ita­li­en, und seit die­ser Zeit ist der Staat das Virus, der Halb­wahr­hei­ten und Panik über sei­ne Medi­en und Behör­den ver­brei­ten läßt. Seit die­ser Zeit han­delt es sich bei COVID-19 um die bis­lang ein­zi­ge Pan­de­mie, die anstatt von Opfern aus­schließ­lich von der ver­meint­li­chen Anzahl posi­tiv Getes­te­ter gespeist und unter­hal­ten wird. Seit Ostern wird bei uns ohne medi­zi­ni­sche Not­wen­dig­keit Recht und Gesetz außer Kraft gesetzt. Mitt­ler­wei­le erkrankt kaum noch jemand ernst­haft an COVID-19, nicht ein­mal in Spanien.

Davon ein­mal abge­se­hen, gel­ten Recht und Gesetz grund­sätz­lich auch in Gegen­wart von Viren. Und was den Schutz von Risi­ko­grup­pen angeht, so haben in einem Rechts­staat aus­schließ­lich die Betrof­fe­nen selbst zu ent­schei­den, wie, durch wen und in wel­chem Maße sie sich schüt­zen las­sen wol­len. Am schöns­ten aber ist doch das dümm­li­che und wis­sen­schaft­lich nicht zu bele­gen­de Argu­ment, daß die nied­ri­ge Todes­ra­te auf den Lock­down zurück­zu­füh­ren sei.”

                                  ***

Übri­gens: Glau­ben Sie nicht Gerüch­ten, ver­trau­en Sie der Regie­rung, gera­de in Zei­ten der Pan­de­mie! Die­ses Video wird Ihnen die Augen dafür öff­nen, wie sehr die Bun­des­re­gie­rung von Anfang an um Serio­si­tät rang.

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