27. August 2020

Die­se Mel­dung ging in den ver­gan­ge­nen Tagen durch alle Medien:

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Aber wer hat das Polio­vi­rus aus­ge­rot­tet? Die Black lives mat­ter-Bewe­gung? Der ANC? Boko haram?

In Warm Springs, Geor­gia, an einer Außen­wand der Foun­ders’ Hall im Roo­se­velt Insti­tu­te for Reha­bi­li­ta­ti­on (Fran­k­lin D. Roo­se­velt saß wegen sei­ner Kin­der­läh­mung im Roll­stuhl), befin­det sich die Polio Hall of Fame. Dort sind sieb­zehn Bron­ze­büs­ten von Wis­sen­schaft­lern und Ärz­ten ver­sam­melt, die sich Ver­diens­te bei der Erfor­schung und Bekämp­fung der spi­na­len Kin­der­läh­mung erwor­ben haben.

Poliobekämpfergalerie

Es sind sech­zehn Män­ner und eine Frau. Und sie sind alle­samt – weiß. Also in ihrem So-Sein kri­tisch zu hin­ter­fra­gen. Also unver­dient pri­vi­le­giert. Also laten­te Ras­sis­ten resp. Nutz­nie­ßer ras­sis­ti­scher Struk­tu­ren. Also im Grun­de ver­werf­li­che Exis­ten­zen und alles ande­re als denk­mals­wür­dig. Es wird Zeit, dass BLM-Akti­vis­ten zumin­dest die Büs­ten der alten wei­ßen Män­ner von der Wand reißen. 

Aber immer­hin: In Afri­ka ist Polio aus­ge­rot­tet. (In Paki­stan und Afgha­ni­stan noch nicht – die Grün­de set­ze ich als bekannt vor­aus –; der Re-Import ist also jeder­zeit mög­lich.) War­um konn­te die Krank­heit erfolg­reich bekämpft wer­den? Weil es Wei­ße gibt, die der Maxi­me fol­gen: All lives mat­ter. Und dar­in ist auto­ma­tisch die Teil­men­ge Black lives mat­ter ent­hal­ten. Wie wir wis­sen, gilt Black lives mat­ter vor allem in ras­sis­ti­schen west­li­chen Gesell­schaf­ten; in Afri­ka tra­di­tio­nell eher weniger. 

Trotz­dem hat das Virus des anti­wei­ßen Ras­sis­mus, das aus den Petri­scha­len ame­ri­ka­ni­scher Uni­ver­si­tä­ten ent­wi­chen ist, nahe­zu sämt­li­che west­li­che Gesell­schaf­ten infi­ziert. Die von ihm befal­le­nen Popu­la­tio­nen zei­gen Sym­pto­me einer so krank­haf­ten Ver­lo­gen­heit, dass lin­ke Viren­leug­ner gut dar­an tun zu behaup­ten, Ras­sis­mus gegen Wei­ße sei per se unmöglich.

 
PS: Es konn­te übri­gens nur des­halb einen Robert Koch geben, weil es einen Chris­toph Kolum­bus gab – und umge­kehrt; bei­de Ide­al­ty­pen gehö­ren untrenn­bar zusammen.

                                 ***

Exakt drei­ßig Jah­re lang habe ich die­sen Ton nicht mehr ver­neh­men dür­fen, nun kehrt er wieder:

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Andre­as Gei­sel, gebo­ren 1966 ist Ost­ber­lin, trat mit 18 Jah­ren in die SED ein, was ober­halb eines 100er IQs in den 1980ern prak­tisch nur noch Arsch­lö­cher taten. Sei­ner offi­zi­el­len Bio­gra­phie zufol­ge absol­vier­te er nach der Schu­le eine Berufs­aus­bil­dung mit Abitur zum Fach­ar­bei­ter für Nach­rich­ten­tech­nik. Von 1985 bis 1986 arbei­te­te er als Fern­mel­de­tech­ni­ker bei der Deut­schen Post/Fernsprechamt in Ber­lin. Von 1986 bis 1990 stu­dier­te er Öko­no­mie in Dres­den, Schwer­punkt Öko­no­mie des Nachrichtenwesens.

Jedem Ost­deut­schen fällt sofort auf, dass in die­sem Lebens­lauf etwas fehlt: die NVA-Zeit. In der Zone aus­ge­mus­tert zu wer­den, war prak­tisch unmög­lich. Man muss­te die­nen. Die Fra­ge lau­te­te nur, wo – also bei wel­chem Organ. Genos­se Gei­sel war Nach­rich­ten­tech­ni­ker. Nach­rich­ten waren in der Ehe­ma­li­gen etwas, das kei­nes­wegs frei und unkon­trol­liert flie­ßen dür­fen soll­te. Dass sie dies nicht taten, dafür sorg­te ein Minis­te­ri­um, des­sen Inter­es­sen über denen aller ande­ren Res­sorts stan­den, auch der Armee. Ende der Assoziationskette.

Egal was in der Vita des (inzwi­schen SPD-)Genossen Gei­sel die NVA ersetzt, der Sena­tor mit der SED-Funk­tio­närs­lar­ve führt uns heu­te jeden­falls vor, was er bei der SED gelernt hat: Ver­leum­den, Dro­hen, Ver­bie­ten. Wider­sprü­che wer­den dabei mehr oder weni­ger dia­lek­tisch aufgehoben:

Kognitive Dissonanz 2

Kognitive Dissonanz 1

Nach dem Ver­bot haben die Initia­to­ren der Demons­tra­ti­on einen Eil­an­trag gegen die Ent­schei­dung des Senats beim Ber­li­ner Ver­wal­tungs­ge­richt gestellt. Nun war­ten wir gespannt dar­auf, ob es noch Rich­ter in Ber­lin gibt. 

 
PS: „Gegen­pro­tes­te” ist ein wür­di­ger Kan­di­dat fürs dies­jäh­ri­ge Sie­ger­trepp­chen in der Kate­go­rie jour­na­lis­ti­sche Schwach­sinns­se­man­tik, flan­kiert von „Kli­ma­l­eug­ner” und „Coro­na­kri­ti­ker”. 
 
PPS: Nach den letz­ten Wor­ten noch ein paar letz­te Bil­der zur Maskenpflicht. 
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