8. September 2020

Coro­na­pan­de­mie-Tote in Deutsch­land, Sep­tem­ber 2020:

1. Sep­tem­ber:    4
2. Sep­tem­ber:  11
3. Sep­tem­ber:   8
4. Sep­tem­ber:   1
5. Sep­tem­ber:   2
6. Sep­tem­ber:   1
7. Sep­tem­ber: 0

Quel­le:

Bildschirmfoto 2020 09 08 um 23.08.55

Hier kommt kei­ner lebend raus.

                                 ***

Der Bun­des­tag setzt Schäub­les Mas­ken-Emp­feh­lung durch:

Jakob Kaiser ist alarmiert

Gemein­sam mit Jakob Kai­ser gegen Corona!

                                 ***

Was haben die Mas­ken mit dem Gen­der­stern­chen gemein? Der gute Deut­sche setzt brav die einen in sei­ne Tex­te und die ande­re auf den Mund, klar doch, für die Zukunft und über­haupt und ten­den­zi­ell immer ent­schie­de­ner. Warum? 

Auf dem Blog von Boris Reit­schus­ter pro­phe­zeit Tho­mas Paul­witz, Chef­re­dak­teur der Zeit­schrift Deut­sche Sprach­welt, dass die nächs­te Recht­schreib­re­form 2022 eine Gen­der-Reform sein wer­de, „sofern sich kei­ne mas­si­ve Gegen­wehr erhebt”. Der Duden wer­be in sei­ner 28. Auf­la­ge auf drei Sei­ten erst­mals mit „Hinweise(n) zum gen­der­ge­rech­ten Sprach­ge­brauch”. Damit sei der Duden „offen­kun­dig dem poli­ti­schen Druck der Bun­des­re­gie­rung gefolgt. Bereits im Mai 2018 hat­te die sei­ner­zei­ti­ge Jus­tiz­mi­nis­te­rin Kata­ri­na Bar­ley (SPD) im Tages­spie­gel gefor­dert, den Gen­der­stern in den Duden auf­zu­neh­men. Recht­schreibrä­tin Kath­rin Kun­kel-Razum, zugleich Lei­te­rin der Duden-Redak­ti­on, hat­te dar­auf­hin in der Arbeits­grup­pe ‚Geschlech­ter­ge­rech­te Schrei­bung’ des Rats für deut­sche Recht­schrei­bung kräf­tig für den Gen­der­stern gewor­ben. Jedoch konn­te sie sich vor­läu­fig nicht durch­set­zen. Mit der neu­en Auf­la­ge des Dudens aller­dings will die Duden­re­dak­ti­on nun offen­bar Tat­sa­chen schaf­fen, um den für 2022 geplan­ten Abschluß­be­richt des Recht­schreibra­tes ent­schei­dend zu beeinflussen.”

Angeb­lich geht es um die Volks­ge­sund­heit hier und die seman­ti­sche Gleich­be­rech­ti­gung da. Tat­säch­lich han­delt es sich um Unter­wer­fungs­for­de­run­gen, wie auch bei den immer schril­le­ren Unter­stel­lun­gen von All­tags­ras­sis­mus an die Adres­se der Auto­ch­to­nen. Die Men­schen sol­len die­se Demü­ti­gun­gen schlu­cken, sie sol­len kuschen, sich als Unter­ta­nen bewäh­ren. Es wird will­kür­lich dar­über ver­fügt, wie sie schrei­ben sol­len, um angeb­lich Geschlech­ter­ge­rech­tig­keit her­zu­stel­len, wie sie sich in der Öffent­lich­keit zu bewe­gen haben, um angeb­lich ihre und ande­rer Leu­te Gesund­heit zu schüt­zen, wel­che his­to­ri­sche und struk­tu­rel­le Schuld sie auf sich zu neh­men haben, um angeb­lich die Trä­nen der Ent­rech­te­ten zu trock­nen. Alles nur Vor­wän­de. Die Bot­schaft lau­tet: Gehor­che! Füge dich! Kusch! 

Wer wis­sen will, wel­chen Trieb sich die Zurich­ter und Dres­sie­rer zunut­ze machen, soll­te unbe­dingt die­ses Video schau­en.

Zu der im Film dar­ge­stell­ten Her­den­bil­dung fällt Leser *** ein Witz aus der Ehe­ma­li­gen ein:
Sieht einer eine lan­ge Schlan­ge, stellt sich an an und fragt: „Was gibt es denn?”
Ant­wort: „Kei­ne Ahnung, der letz­te, der das wuss­te, ist vor ner Vier­tel­stun­de gegan­gen.”

 

                                 ***

Ich bekam von meh­re­ren Leu­ten die­ses Foto zuge­schickt, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob es sich um einen Scherz han­delt – bzw. um einen gestell­ten Scherz: 

Schönheit ich will dich preisen

Wie auch immer, was Sie dort lesen, ist kein Ras­sis­mus, denn:

Bildschirmfoto 2020 09 03 um 08.32.16

PS: Das wirk­li­che Rät­sel ist das Publikum.

PPS: „Das wah­re Rät­sel ist, wie die Frau in den Ein­tei­ler gekom­men ist. Ich emp­fin­de Bewun­de­rung!”
(Leser ***)

PPPS: Die Dame sei real und als Refe­ren­tin buch­bar, schreibt Leser ***. Auf ihrer Web­sei­te beschreibt sie sich als „a Black fat cul­tu­ral pro­du­cer, mul­ti­di­sci­pli­na­ry artist, non­bi­na­ry shapes­hif­ter, hood femi­nist, and data futu­rist … She is the creator and direc­tor of a Sou­thern body libe­ra­ti­on orga­niz­a­ti­on, Free Figu­re Revo­lu­ti­on, which focu­ses on deco­lo­ni­zing antib­lack body vio­lence.” Falls Sie nicht wis­sen, was antib­lack body vio­lence ist, schau­en Sie unter PPS.

PPPPS: „Sie wun­dern sich über das wei­ße Publi­kum. Es könn­te sein, daß dies eine vor­ge­schrie­be­ne ‚Schu­lung’ über Ras­sis­mus ist, an dem die wei­ßen Mit­ar­bei­ter teil­neh­men müs­sen. Sol­che Schu­lun­gen soll es für Mit­ar­bei­ter von Behör­den geben. Der Prä­si­dent beab­sich­tig­te, Gel­der für die­se Schu­lun­gen zu strei­chen.”
(Leser ***)

                                 ***

Die nächs­te Stu­fe sieht so aus:

Bildschirmfoto 2020 08 31 um 12.33.56

                                 ***

„Der lin­ke Gesin­nungs­druck und Gleich­schal­tungs­an­spruch, die staats­be­trieb­li­che Zen­sur unse­rer Tage muss jeden frei­en Geist zu den Rech­ten trei­ben. Dort fin­det er aller­dings den näm­li­chen Typus vor.„
Noch­mals Frank Lisson.

                                 ***

Gran­dio­ser Text von Chaim Noll auf ach­gut über die Schneekönigin.

„Das ist viel­leicht die größ­te Schwä­che des Mer­kel-Impe­ri­ums: die Ver­ach­tung, die Käl­te. Ange­la Mer­kel ist jetzt, wo es dar­auf ankä­me, Mit­ge­fühl zu zei­gen, Ansprech­bar­keit für die rasant zuneh­men­den Pro­ble­me ihrer Mit­men­schen, die fal­sche Frau. Im Dop­pel­sinn des Wor­tes: Sie tut das Fal­sche und sie spielt fal­sches Spiel. Ihr Regie­rungs­sys­tem zeigt schon seit län­ge­rem einen zuneh­men­den Man­gel an Empathie. (…) 

Die Käl­te geht von der Kanz­le­rin aus. … Ihre Aus­strah­lung ist längst eine hin­ter fal­scher Ver­nünf­tig­keit, ‚Beson­nen­heit’, sprach­li­cher Nich­tig­keit nur noch schlecht ver­bor­ge­ne Men­schen­ver­ach­tung. Sie kann nicht lie­ben. Nicht respek­tie­ren. Sie kann nur verwalten. (…)

Die deut­sche Zen­tra­le, das Herz die­ses zuneh­mend zen­tra­lis­ti­schen Sys­tems, ist das Bun­des­kanz­ler­amt in Ber­lin. Dort schlägt unge­rührt, unab­läs­sig, um es mit einem Mär­chen von Wil­helm Hauff zu sagen, ‚das kal­te Herz’. Oder mit der Meta­pher eines ande­ren Mär­chen­dich­ters: Dort sitzt die Schnee­kö­ni­gin mit ihrem eis­kal­ten Hof, ihren herz­lo­sen Minis­tern, ihren gefro­re­nen Gefolgs­leu­ten. Dort schal­ten und wal­ten sie, ein­ge­spon­nen in ihren Kokon, nen­nen die, von denen sie leben, ‚die Men­schen da drau­ßen’, und ant­wor­ten auf deren Nöte mit Ver­leum­dun­gen und Ver­ach­tung. Dort wer­den die Ver­wal­tungs­ak­te erlas­sen, die Ver­bo­te, Ver­ord­nun­gen, die Deutsch­land, das sich eben von zwei Dik­ta­tu­ren zu erho­len begann, erneut in eine Eis­wüs­te verwandeln.” 

 
Viel­leicht ver­spürt man die­se deut­sche Käl­te in der israe­li­schen Wüs­te besser.
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