27. Oktober 2020

Ges­tern war der Geburts­tag von Hil­la­ry Clin­ton, was ich ver­säumt habe, wes­halb ich die­sen syn­op­ti­schen Glück­wunsch nachreiche:

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Mit­un­ter gesche­hen schö­ne Bege­ben­hei­ten synchron.

Was die neue US-Ver­fas­sungs­rich­te­rin angeht, belehrt uns Wikipedia:

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Mer­ke: Wer die Ver­fas­sung so aus­zu­le­gen sucht, wie sie von denen, sie sie geschrie­ben haben, gemeint war, ist „bieg­sam” und „mani­pu­lier­bar”. Wer sie indes den jewei­li­gen Gege­ben­hei­ten anpasst, ist: …

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Einen soge­nann­ten klei­nen Vor­ge­schmack des­sen, was auf uns zukommt, wenn Joe Biden die Wahl gewin­nen sollte:

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Big Data ist Teil des Deep sta­te. Sie löschen und sper­ren und kür­zen Reich­wei­ten, was das Zeug hält. Soll­te Slee­py Joe Prä­si­dent wer­den, wird es erst rich­tig los­ge­hen; dann kön­nen die ver­blie­be­nen frei­en Blog­ger wett­ei­fern, wer die Rol­le des Emma­nu­el Gold­stein über­neh­men darf.

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Die ahnen ja gar nicht, wie recht sie manch­mal haben:

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Auf mei­nen gest­ri­gen bzw. ewig­gest­ri­gen Ein­stiegs­vers sen­det Leser *** ein Zitat aus dem „Leben des Bri­an” von Mon­ty Pythons: 

Bri­an: „Ihr seid alle Individuen!”
Volk: „Ja, wir sind alle Individuen!”
Bri­an: „Und ihr seid alle völ­lig verschieden!”
Volk: „Ja, wir sind alle völ­lig verschieden!”
Mann: „Ich nicht!”

                                 ***

Mit dem plötz­li­chen Tod des SPD-Poli­ti­kers Tho­mas Opper­mann ver­liert der Bun­des­tag einen der letz­ten Män­ner, die noch so etwas wie die Aura eines Gen­tle­man aus­strahl­ten. Er besaß Umgangs­for­men, in sei­ner Mie­ne lag immer ein lei­se Hei­ter­keit und freund­li­che Ver­schmitz­heit, er taug­te ersicht­lich nicht zum Fana­ti­ker und war damit in sei­ner Par­tei ein wirk­li­cher Exot. Nun gibt es im Füh­rungs­per­so­nal der Sozis nie­man­den mehr, mit dem sich ein kul­ti­vier­ter Mensch gern an einen Tisch set­zen möchte.

Eine Anek­do­te soll es illus­trie­ren. Am Abend der Bun­des­tags­wahl beglei­te­te ich Jörg Meu­then zur 18 Uhr-Run­de ins Wahl­stu­dio der ARD. Wir waren als ers­te dort und nah­men auf dem meter­lan­gen Sofa im Akkli­ma­ti­sie­rungs- und Warm­mach­be­reich vor dem Sen­de­stu­dio Platz. Spä­ter tra­fen Kau­der, Opper­mann, Kubicki, Diet­mar Bartsch und Anton Hof­rei­ter ein. Man grüß­te sich, plau­der­te mit­ein­an­der, aus den Augen­win­keln den Uruk auf dem Sofa mus­ternd, den nie­mand grüß­te und zu dem die Ver­sam­mel­ten einen Abstand von exakt vier­zehn­ein­halb Fuß hiel­ten, obwohl noch kein Coro­na­vi­rus zu Distanz­maß­nah­men Anlass bot. Die ers­te Hoch­rech­nung flim­mer­te über den Bild­schirm, Freu­de kam auf, spe­zi­ell bei denen auf dem Sofa, ein Schmer­zens­an­flug husch­te indes über Hof­rei­ters erze­nes Ant­litz. Frau Mios­ga bat vor die Kame­ras. Opper­mann ging vor­an und bedeu­te­te Meu­then mit einer klei­nen Ges­te, sich ein­zu­rei­hen – komm, du gehört jetzt dazu, hieß das (bei sol­chen Ges­ten wird immer geduzt) – und gab ihm die Hand. Bartsch und Kubicki taten es ihm nach. Mit sicht­li­chem Wider­wil­len füg­te sich auch Kau­der ins Unver­meid­li­che, Hof­rei­ter hat­te Glück oder ließ sich absicht­lich so weit zurück­fal­len, dass er den Unrei­nen nicht berüh­ren musste.

R.I.P.

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PS: Es kam Wider­stand gegen mei­ne war­men Wor­te zu Oppermann.

Leser *** schick­te die­sen Tweet der Verblichenen:

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(Wahr­schein­lich hat das einer sei­ner Mit­ar­bei­ter her­aus­ge­würgt, aber egal, es stand unter sei­nem Konterfei.)

Meh­re­re Leser wei­sen zudem auf Opper­manns frag­wür­di­ge Rol­le in der Edathy-Affä­re hin, etwa Leser ***: „Opper­mann ein Ehren­mann? Da kann man durch­aus geteil­ter Mei­nung sein. Fra­gen Sie mal Hans Peter Fried­rich von der CSU. Die­ser hat­te u.a. Opper­mann damals in der Edathy-Affä­re über die Ermitt­lun­gen gegen Edathy infor­miert, um Gefahr von der Koali­ti­on abzu­wen­den. Opper­mann mach­te sein so erwor­be­nes Wis­sen um behör­den­in­ter­ne Vor­gän­ge öffent­lich, indem er bei BKA-Chef Ziercke anrief und Genaue­res wis­sen woll­te. Danach geriet Fried­rich wegen Wei­ter­ga­be die­ser Infor­ma­tio­nen unter Beschuss und muss­te schliess­lich als Innen­mi­nis­ter gehen. Opper­mann ging wäh­rend­des­sen auf Tauchstation. 

Nicht die fei­ne eng­li­sche Art (der Tages­spie­gel vom 15.2.2014 gibt eine kur­ze Zusam­men­fas­sung der Vorgänge).”

Leser *** wen­det ein: „Die Affä­re Edathy war lan­ge vor dem Ein­zug der AfD in den Bun­des­tag und der Tweet im August 2017, also im Wahl­kampf. Nach dem Ein­zug der AfD in den Bun­des­tag hat Opper­mann als Vize­prä­si­dent immer wohl­wol­lend jeden Red­ner der AfD auf­ge­ru­fen, wie You­Tube zeigt.” 

 

Und nun ver­glei­chen wir. Zunächst der:

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Oder die:

KönnerInnen

Oder das:

Halslüfter

Oder die­ser Selbstanzeiger:

Selbstanzeige

Hélas!

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