Zur vormittäglichen Meditation

In kei­nem Welt­al­ter ist die Ver­schie­den­heit („Diver­si­tät”) der Men­schen mehr beschwo­ren wor­den als in unse­rem, aber kei­ne Zeit hat weni­ger an die Ver­schie­den­heit geglaubt. Die Sozi­al­inge­nieu­re des Glo­ba­lis­mus ver­hei­ßen uns eine Welt, in der sämt­li­che Ras­sen, Eth­ni­en, Völ­ker, Natio­nen und Kul­tu­ren zu einer Ein­heits­mensch­heit amal­ga­mi­siert sind, in wel­cher dann die wah­re Indi­vi­dua­li­tät blüht. Ver­traut nicht län­ger auf die Gren­zen und Däm­me, lasst sie uns alle nie­der­rei­ßen, sin­gen die Sire­nen der glo­ba­len Osmo­se. Zu die­sem Behu­fe emp­fiehlt es sich, die Aus­gangs­la­ge vor dem gro­ßen Aus­gleich anzuschauen:

Alles zurück auf Bunt

Nie­mand soll jetzt mei­nen, er kön­ne für jene Koor­di­na­te, auf der er alt­mo­di­scher­wei­se noch sess­haft hockt, aus­rech­nen, wel­che Para­me­ter bei ihm „daheim” im Zuge glo­ba­ler Ver­ein­heit­li­chung stei­gen und wel­che sin­ken wer­den, also etwa wo eine wahr­schein­lich zuneh­men­de Zahl von Ver­ge­wal­ti­gun­gen das Sin­ken des durch­schnitt­li­chen IQ kon­tra­punk­tisch und auch kom­pen­sa­to­risch umspie­len wird. Denn seid getrost, oh my bro­thers and sis­ters, der Wolf wird bei dem Lamm woh­nen und der Pan­ther neben dem Böck­lein lagern, Kalb und Löwen­jun­ges wei­den gemein­sam, ein klei­ner („unbe­glei­te­ter”) Kna­be kann sie hüten. Die Kuh wird sich der Bärin zuge­sel­len, und ihre Jun­gen lie­gen bei­ein­an­der; der Leu nährt sich wie das Rind vom Stroh. Der Säug­ling spielt am Schlupf­loch der Otter, und in die Höh­le der Nat­ter steckt das ent­wöhn­te Kind sei­ne Hand! 

Und nun freue dich, Berlin!

PS: „Sie haben die alles ent­schei­den­de, die rezi­pro­ke guilt-sin-respon­si­bi­li­ty map mit Kli­max auf unse­rem Sied­lungs­ge­biet, unter­schla­gen.”
(Leser ***)

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