26. November 2020

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Und das pas­sen­de Video dazu. 

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Unser Zoll für Zoll gött­lichs­ter Mata­dor will die Espa­da zum Todes­stoß ansetzen:

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Wer ihn im Krei­se sei­ner Mit­kämp­fer betrach­ten will, bitteschön:

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Da haben wir die aktu­el­len seu­chen­be­kämp­fen­den Grund­rechts­be­schnei­der fein bei­ein­an­der! Alles zum Woh­le des Vol­kes! bzw. der Bevöl­ke­rung! Inter­es­sant, wofür in Zei­ten des Gast­stät­tenster­bens, Thea­ter­sterbens, Künst­lersterbens, Mit­tel­standsster­bens Geld vor­han­den ist. Die Opern star­ben, damit die Kaha­nes leben! 

Selbst­ver­ständ­lich wer­den die­se Fähi­gen und gewiss­lich auch zu allem fähi­gen Matador:innen dem völ­ki­schen Stier nur aus siche­rer Ent­fer­nung ent­ge­gen­tre­ten, den eigent­li­chen Job über­neh­men die Ban­de­ril­le­ros des Ver­fas­sungs­schut­zes und Pica­do­res von Neo­fa, „Cor­rec­tiv”, Anto­nio-Sti­fung etc. ad nau­seam pp., Und selbst­re­dend sind nicht sie („wir”) es, die das Geld zur Ver­fü­gung stel­len, son­dern das muss der bra­ve Bür­ger tun, auch der­je­ni­ge, des­sen Ver­fol­ger und Bespit­ze­ler für­der­hin aus die­sen Mit­teln ali­men­tiert wer­den. Ätsch!

Prak­ti­scher­wei­se ver­zich­ten die Anschub­fi­nan­zie­rer eines künf­tig wohl nicht mehr nur geis­ti­gen Bür­ger­kriegs auf eine exak­te Defi­ni­ti­on des­sen, was sie eigent­lich bekämp­fen wol­len. Man schaue sich die Erklä­rung auf der Web­sei­te der SPD an:

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„Hart” gegen „rechts”, das heißt, es geht in der Haupt­sa­che gegen die ein­zi­ge Oppo­si­ti­ons­par­tei, sonst hät­ten die Sozen ja irgend­et­was von Extre­mis­ten oder Gewalt­tä­tern geschrie­ben, aber davon gibt’s ja nicht so vie­le, und die fal­len kaum ins Gewicht. Hier wer­den scham­los rechts, rechts­ra­di­kal und rechts­ex­trem ver­rührt und Steu­er­gel­der gegen die poli­ti­sche Kon­kur­renz umge­lei­tet. Wie es aus­sieht, wenn die­je­ni­gen, die sämt­li­che staat­li­chen Insti­tu­tio­nen und gesell­schaft­li­chen Ver­ei­ni­gun­gen kon­trol­lie­ren und oben­drein die Medi­en auf ihrer Sei­te haben, anfan­gen, sich gegen eine Min­der­heit „zu weh­ren”, das weiß sogar der Ber­li­ner Abitu­ri­ent aus dem Geschichts­un­ter­richt. Lau­schen wir den Wehrwilligen: 

„Die Bun­des­re­gie­rung hat ein star­kes Paket gegen Rechts­ex­tre­mis­mus und Ras­sis­mus geschnürt. Unter ande­rem wird es das von der SPD gefor­der­te Demo­kra­tie­för­der­ge­setz geben – unter dem Namen: ‚Gesetz zur För­de­rung der wehr­haf­ten Demo­kra­tie’.” – Weil die Jung­fer Demo­kra­tie momen­tan näm­lich wehr­los im Negli­gé daliegt. – „Lan­ge schon treibt die SPD die Fest­le­gung auf ein Demo­kra­tie­för­der­ge­setz vor­an. Das Ziel: Die wert­vol­le Arbeit der vie­len Initia­ti­ven, die sich vor Ort gegen Nazis und für die Demo­kra­tie stark machen, dau­er­haft abzu­si­chern. Denn bis­lang waren sie ledig­lich über einen Pro­jekt­sta­tus geför­dert und muss­ten finan­zi­el­le Unter­stüt­zung regel­mä­ßig neu bean­tra­gen. CDU und CSU hat­ten lan­ge eine struk­tu­rell abge­si­cher­te und dau­er­haf­te För­de­rung blockiert.”

„Vor Ort” (unter Tage?) „gegen Nazis”, also prak­tisch vor deren Häu­sern; spä­ter ist von „Bekämp­fung” und „Boll­werk” die Rede, „hart” und „stark” müs­se der Kampf geführt wer­den: die­se Rhe­to­rik hin­ter­lässt nicht nur bei Had­mut Danisch „ein Aro­ma von ‚Zusam­men­schla­gen’ ”. Er schreibt: „Die Bun­des­re­gie­rung setzt ein Pro­gramm auf, um alles zu bekämp­fen, was sie nicht wählt, und nennt das dann ‚Demo­kra­tie’. Man könn­te mei­nen, wir wer­den von Hon­ecker regiert. Was kommt als nächs­tes? Anti­fa-Demo­kra­tie­be­ra­ter in den Wahlkabinen?”

Zur sel­ben Zeit erklär­te unse­re schnu­cke­li­ge Sta­si-Anet­ta vor der Bun­des­pres­se­kon­fe­renz, dass alle Geg­ner oder auch bloß Kri­ti­ker der staat­li­chen Coro­na­maß­nah­men Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker und sämt­li­che Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker Anti­se­mi­ten sei­en. Ich stel­le das vor­an, damit Sie ange­sichts der Über­schrift nicht erschro­cken wäh­nen, die seli­ge Maid sei am Ende islamophob:

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Ein Rück­fall in düs­te­re Zei­ten, wie wahr, wie wahr, geschätz­te Mit­bür­ger (m/w/d), vor aller Augen besei­ti­gen die „Alt­par­tei­en” (Clau­dia Roth) Schritt für Schritt die Frei­hei­ten und Grund­rech­te die­ses Lan­des, und Sie kön­nen sagen, Sie sei­en dabei­ge­we­sen (frei­lich künf­tig nur hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand). Die Tole­ran­ten, die Bun­ten, die Spal­ter-Ver­fol­ger und Grea­t­re­set­knopf-Drü­cker arti­ku­lie­ren ihre Ver­nich­tungs­wün­sche immer unver­hoh­le­ner. Die meis­ten west­li­chen Demo­kra­tien sind am Kaputt­ge­hen. Was kommt, wer­den mehr oder weni­ger smar­te Dik­ta­tu­ren sein – in den USA, wo es 70 Mil­lio­nen zum Teil soli­de bewaff­ne­te Trump-Sup­por­ter gibt, wohl nicht; man erkennt den Grad der Frei­heit eines Lan­des immer auch am Waf­fen­recht, je rigi­der jenes, des­to auto­ri­tä­rer der Staat – , und es wer­den kei­ne „Rech­ten” sein, die sie ausüben.

   
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Aber was heißt „Bür­ger”, das ist so was von old-fashio­ned:

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(Ich dan­ke Lese­rin *** für die Zusendung.)

 
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Von SED bis NSDAP:
Alles hasst die AfD!

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Das Begleit­ge­schwa­fel zum Mil­li­ar­den­pa­ket gegen die Oppo­si­ti­on lie­fert im dem­nächst hof­fent­lich umbe­nann­ten Deutsch­land­funk die Integrationsbeauftragte.

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Maß­nah­men, Straf­ver­fol­gung, nicht mehr nur Wor­te, hum hum. 

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Ich wür­de ja als ers­te Maß­nah­me einen Deutsch­kurs vorschlagen.

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So viel Min­der­sinn in weni­gen Zei­len, das ist sogar für Berufs­po­li­ti­ke­rin­nen außer­ge­wöhn­lich. Sie hal­ten es gar nicht mehr für nötig, ihre Plap­per­be­grif­fe näher zu erklä­ren. Ers­tens sind Vor­ur­tei­le jenes Organ, mit wel­chem wir uns, in den Wor­ten von Don Nicholás, das Uni­ver­sum aneig­nen. Alles Neue beginnt mit einem Vor­ur­teil. Frei von Vor­ur­tei­len ist nur ein Schwach­sin­ni­ger. Frau Wid­man-Mauz platzt bei­spiels­wei­se vor Vorurteilen.

Dis­kri­mi­nie­rung wie­der­um ist ein Aller­welts­vor­gang, jeder dis­kri­miert (macht Unter­schie­de), täg­lich x‑fach. Zur Dis­kri­mi­nie­rung zu erklä­ren, was nur Bevor­zu­gung ist, das ist der Krebs unse­rer Zeit; an ihm kön­nen gan­ze Gesell­schaf­ten ster­ben. Fremd­heit ist kei­ne Zuschrei­bung, son­dern eine evo­lu­tio­nä­re Grund­tat­sa­che. Selbst­ver­ständ­lich ist mir ein Ara­ber, der sei­ne Frau ver­schlei­ert, zu Allah betet, den Koran für das Gesetz­buch schlecht­hin und den Wein für Teu­fels­werk hält, mit sei­nen Ehr­be­grif­fen und sei­ner Lebens­art fremd, wie mir auch ein Ban­tu oder ein Japa­ner fremd sind, und umge­kehrt ich ihnen. Aus Fremd­heit kann Neu­gier­de resul­tie­ren, und Neu­gier­de auf ande­re Kul­tu­ren war lan­ge Zeit, zumin­dest unter Gebil­de­ten, deut­sche Leit­kul­tur. Aber wenn die­se Fremd­heit weg­ge­wischt und ein zutiefst in den Men­schen ver­wur­zel­tes Emp­fin­den qua­si ver­bo­ten wird, der­weil man sie in einem „bei­spiel­lo­sen Expe­ri­ment” (Yascha Mounk) zusam­men­führt, dann ent­ste­hen „Ver­wer­fun­gen” (der­sel­be). Men­schen möch­ten (mehr­heit­lich) in ihnen ähn­li­chen Nach­kom­men über­le­ben, und sie möch­ten (mehr­heit­lich) unter ihres­glei­chen und nach ihren kul­tu­rel­len Vor­stel­lun­gen leben, und zwar des­to inni­ger, je sozi­al pre­kä­rer ihr Milieu ist. Es ist tota­li­tär, ihnen das als Dis­kri­mi­ne­r­ung anzu­krei­den und den Modus des Zusam­men­le­bens täg­lich neu aus­han­deln zu wol­len. Rechts­si­cher­heit bedeu­tet genau das Gegenteil. 

Aber, um mir die­se Poin­te nicht zu ver­knei­fen: Kein Zulu, kein Him­ba, kein Kana­ke (Kana­ka = Mensch; Bewoh­ner von Neu­kal­deo­ni­en) könn­te mir so fremd sein wie Frau Wid­man-Mauz, wie Frau von der Ley­en, wie Frau Göring-Eckardt, wie Rie­se Hei­ko oder Fräu­lein Hofreiter:in.

 
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Zwei Bei­spie­le, wor­auf es hin­aus­läuft, wenn die Tole­ran­ten und Diver­sen zum Totem­tanz bit­ten. Die Ber­li­ner Zei­tung teilt mit:

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Machen wir die Gegenprobe:

Darf man schwar­ze Män­ner has­sen? Die Femi­nis­tin Pau­li­ne Har­man­ge plä­diert für Män­ner­hass. Denn: schwar­ze Män­ner sei­en gewalt­tä­ti­ge, ego­is­ti­sche, fau­le und fei­ge Wesen. Hat sie recht? Ein Pro und Contra.

Darf man Frau­en has­sen? Der Mas­ku­list N.N. plä­diert für Frau­en­hass. Denn Frau­en sind weh­lei­di­ge, kalt­her­zi­ge, stu­ten­bis­si­ge und zicki­ge Wesen. Hat er recht? Ein Pro und Contra.

Im fer­nen Kana­da pro­ben der­weil ande­re Anstän­di­ge den Auf­stand gegen das Böse.

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Mit­ar­bei­ter des Pen­gu­in-Ver­la­ges wol­len ver­hin­dern, dass die Fort­set­zung des Welt­best­stel­lers „12 Rules For Life” in ihrem Haus publi­ziert wird, weil Jor­dan Peter­son nach ihrer offen­bar vom Welt­geist abge­seg­ne­ten Ansicht ein Falsch­mei­ner und rech­ter Hass­red­ner sei:

„ ‚He is an icon of hate speech and trans­pho­bia and the fact that he’s an icon of white supre­ma­cy, regard­less of the con­tent of his book (Her­vor­he­bung von mir – M.K.), I’m not proud to work for a com­pa­ny that publis­hes him,’ a juni­or employee who is a mem­ber of the LGBTQ com­mu­ni­ty and who atten­ded the town hall told VICE World News.” 

Anonym denun­zie­ren, zen­sie­ren, can­celn. „Initia­ti­ven” grün­den, Exis­ten­zen ver­nich­ten im Namen der Güte. Sie sind unfä­hig zu argu­men­tie­ren, aber Argu­men­te sind ja auch über­flüs­sig, sie sind unfä­hig, sel­ber ein Buch zu schrei­ben, sie wol­len ein­fach nur in der Meu­te has­sen und ver­bie­ten. Bis das Reich der Lüge errich­tet ist. Mit Lie­ber­mann: Man kann gar nicht so viel essen, wie man kot­zen möchte.

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