13. Dezember 2020

„Der Rech­te ist nur erträg­lich, wenn er gebil­det ist – der Lin­ke nur, wenn er es nicht ist.”

„Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger wer­den betrie­ben in Län­dern, die den Glau­ben an die Höl­le ver­lo­ren haben.”

„Nicht, dass die offe­ne Gesell­schaft eine schlech­te Idee wäre. Nur viel­leicht kei­ne beson­ders langlebige.”

„Dem Sys­te­ma­ti­ker ist uner­träg­lich, dass es Wahr­hei­ten gibt, die nur auf kla­ren Gip­feln, an kris­tal­le­nen Mee­ren und im Abend­rot gül­tig sind.”

Mehr Sen­ten­zen von Arne Kolb fin­den Sie hier.

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Die „Prag­ma­ti­ke­rin” (Süd­deut­scher Beob­ach­ter, sie­he gest­ri­gen Ein­trag) unter­brei­tet einen wei­te­ren „wär­men­den Vor­schlag” (eben­da):

Bildschirmfoto 2020 12 13 um 09.22.32

Man male sich aus, wie bei­spiels­wei­se Hel­mut Schmidt die Coro­na-Kri­se öffent­lich dar­ge­stellt hät­te (und im Umkehr­zug stel­len wir uns Mer­kel über Schley­er und Moga­di­schu stam­melnd vor). 

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Nach der leich­ten Muse kom­men wir zur har­ten Kost (auch dort wird die von ihren Enkeln unkill­ba­re Kanz­ler­amts­lang­zeit­in­sas­sin auf­tre­ten, und zwar als Hin­ter­las­se­rin „ver­brann­ter Erde”, also wie­der­um wär­mend). Am 30. Novem­ber ver­stieg ich mich auf die­sen Sei­ten zu einer wohl all­zu pau­scha­len Beur­tei­lung der „Hoch­fi­nanz” als Gehirn des glo­ba­lis­ti­schen Kra­ken und Gau­ner-Eli­te. Dar­auf erhielt ich vie­le Zuschrif­ten, die nahe­zu uni­so­no dar­auf hin­aus­lie­fen, ich möge die Pri­vat­ban­ken nicht in einen Topf mit den Zen­tral­ban­ken wer­fen, gewiss gebe es unter den Inves­to­ren und Fonds­be­trei­bern Men­schen mit kri­mi­nel­ler Ener­gie, doch die Schief­la­ge des Gesamt­sys­tems sei pri­mär die Fol­ge staat­li­cher Eingriffe.

Die ers­te Zuschrift von Leser ***, der nach eige­ner Aus­kunft „sein gesam­tes Berufs­le­ben im Sek­tor der Finanz­märk­te ver­bracht hat”, ver­öf­fent­lich­te ich unter mei­nem dama­li­gen Ein­trag (hier, etwas scrol­len). Dar­auf­hin sand­te ich *** den Arti­kel „Das Geschwür” von Mat­thi­as Mül­ler, erschie­nen in der Rubrik „Schwe­re Kost” des Maga­zins Pa-Paraz­zi, wel­ches mir bis dato unbe­kannt war (ich weiß nicht mehr, wie der Text in mei­ne Hän­de geriet, jeden­falls mach­te er mir Ein­druck), und erbat eine Reak­ti­on. Eine sol­che erfolg­te in Gestalt einer aus­führ­li­chen Replik, zu aus­führ­lich, um sie in die Acta auf­zu­neh­men, wes­halb ich dafür eine sepa­ra­te Sei­te ange­legt habe. 

Die vor­an­ge­hen­de Lek­tü­re des Tex­tes, auf den der Brief Bezug nimmt, ist unver­meid­lich. Es han­delt sich durch­aus um „schwe­re Kost”, vor allem wenn man nicht aus der Bran­che kommt, aber ich ver­spre­che Ihnen, es lohnt sich. 

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