18. Januar 2021, 150. Jahrestag der Reichsgründung

Den Fest- und Jubel­tag hät­te ich Huschel­chen bei­na­he ver­ges­sen, aber die Eck­la­den­be­su­cher sind auf Draht. Bei die­ser Gele­gen­heit emp­feh­le ich die aktu­el­le Cato-Aus­ga­be, kei­nes­wegs nur wegen die­ses, hier wegen des Jubi­lä­ums­grunds her­vor­ge­ho­be­nen Artikels:

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Sie wis­sen nicht, wie man sich klei­det, wie man sich manier­lich benimmt, wie man ein Kom­pli­ment aus­spricht oder emp­fängt, wie man ein Kind trös­tet, wie man ein Fest­mahl zube­rei­tet, wie man einem Toten die Augen schließt, wie man ein Haus baut, aber sie wis­sen, was gut für die Welt ist und wohin die Gesell­schaft sich zu ent­wi­ckeln hat.

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Die taz rollt die Appell­platz­be­gren­zungs­bänd­chen aus. In einem Arti­kel über die Ham­bur­ger Bür­ger­schafts­ab­ge­ord­ne­te Olga Peter­sen, die den Geschäfts­füh­rer der dor­ti­gen Schwe­fel­par­teif­rak­ti­on Thors­ten Pretz­ler wegen Urkun­den­fäl­schung ange­zeigt hat, heißt es:

Olga Peter­sen ist, ers­tens, vier­fa­che Mut­ter und zwei­tens kein nati­ve spea­ker (sic!). Ob sie, drit­tens, die Migra­ti­on von Fach­ärz­ten ablehnt – ich wür­de wet­ten, dass im Zuge der Gro­ße Sozia­lis­ti­schen Sep­tem­ber­öff­nung kei­ne ein­zi­ge migrie­ren­de Fach­ärz­tin die Lan­dungs­boo­te bestie­gen oder die Bal­kan­rou­te fre­quen­tiert hat, las­se mich aber gern eines Ent­zü­cken­de­ren beleh­ren –, ist zwei­fel­haft; wahr­schein­lich han­delt es sich um die lei­der nicht so leicht gen­der­ba­ren „Fach­kräf­te”.

„Sie erbre­chen ihre Gal­le und nen­nen es:

(Freund ***)

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Ver­ab­re­dung zum „Kampf gegen rechts”, gegen Anti­se­mi­tis­mus und reli­giö­se Intoleranz?

Man muss eben mit der Zeit gehen.

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Das täg­li­che Hintergundrauschen:

#metoo? #auf­schrei? Ach was. Ers­tens wäre das ras­sis­tisch, zwei­tens will kein deut­sches Blitz­mä­del den Job von Alim K.

Die­se regel­mä­ßi­gen „Schei­dun­gen auf afgha­nisch” haben natür­lich den Neben­ef­fekt, dass immer mehr ein­ge­bo­re­ne Mädchen/junge Frau­en kapie­ren, dass sie in den Besitz ihrer männ­li­chen Neu­mit­bür­ger über­ge­hen, sobald sie sich mit ihnen ein­las­sen; so sehen es die­se Bur­schen in der Regel nun ein­mal, das ist ihre Kul­tur, die haben sie mit hier­her­ge­bracht (und das ist gut so!). Die Mädels ler­nen, auf ihre Selbst­schutz­in­stink­ten zu hören und sol­che Ver­bin­dun­gen zu mei­den. Der Alim ist wahr­schein­lich ein Kerl von viri­ler Attrak­ti­vi­tät, anders als die zur Unmänn­lich­keit abge­rich­te­te Durch­schnitts-Kar­tof­fel, und anfangs war er bestimmt char­mant und total nett, doch unter die­ser Ober­flä­che schlum­mern archai­sche Ver­hal­tens­mus­ter und tri­ba­lis­ti­sche Wert­vor­stel­lun­gen aus Tau­send­und­ei­ner Nacht. Die Lek­ti­on lau­tet: Miss­traue dem Ein­druck, erwar­te nicht, auf einen Mann zu tref­fen, der die hie­si­gen Ver­part­ne­rungs- und Tren­nungs­ge­pflo­gen­hei­ten akzep­tiert. Das heißt, jede die­ser Taten trägt zur Segre­ga­ti­on bei.

Zugleich strö­men all­jähr­lich Zehn­tau­sen­de neue Migran­ten aus die­ser Welt­ge­gend ins Land, fast aus­schließ­lich jun­ge unge­bil­de­te Män­ner, und jun­ge Män­ner haben die unbe­zähm­ba­re Eigen­schaft, jun­ge Frau­en flach­le­gen zu wol­len, ja zu müs­sen. Was dar­aus folgt, ist so son­nen­klar, dass man den poli­tisch Ver­ant­wort­li­chen … (Been­den Sie den Satz bit­te selber!)

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Leser ***, Staats­an­walt (und aus die­sem Grun­de auf die drei dis­kre­ten Stern­chen noch stär­ker ange­wie­sen als manch ande­rer hier anonym Her­um­geis­tern­der), nahm die vor­ges­tern zitier­te Mel­dung des Tages­spie­gels über eine Migran­ten­quo­te in der Ber­li­ner Ver­wal­tung zum Anlass, sich das dort ver­öf­fent­lich­te Foto einer Mas­sen­ver­ei­di­gung von Poli­zei­be­am­ten näher zu betrach­ten, wie es ande­re Leser auch taten. Über­ein­stim­mend stell­te man fest, dass ein erheb­li­cher Teil der Aspi­ran­ten, wie man sagt, süd­län­di­schen Typs ist, dar­un­ter also mit Gewiss­heit auch zahl­rei­che Moslems.

„Soweit es sich hier um beken­nen­de Mus­li­me han­delt, die hier den Amts­eid auf deut­sche Geset­ze  leis­ten (und ein Mus­lim hat immer beken­nend zu sein), so ist die­ser ver­mut­lich unwirk­sam”, schreibt ***. „Damit fin­det auch kein wirk­sa­mer Ein­tritt ins Beam­ten­ver­hält­nis statt, so daß es sich bei der Dienst­aus­übung um Schein­be­am­te ohne hoheit­li­che Befug­nis han­delt. Deren Amts­hand­lun­gen sind dann eben­falls unwirk­sam. Das Beam­ten­recht ist da ziem­lich rigoros.”

Leser *** ver­weist auf einen mus­li­mi­schen Kan­di­da­ten für einen Stadt­rats­pos­ten in einer baye­ri­schen Kom­mu­ne und fährt fort:

„Der Amts­eid für Stadt­rä­te in Bay­ern lau­tet gem. Art. 31 (4) Bay­GO wie folgt: ‚Ich schwö­re Treue dem Grund­ge­setz für die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und der Ver­fas­sung des Frei­staa­tes Bay­ern. Ich schwö­re, den Geset­zen gehor­sam zu sein und mei­ne Amts­pflich­ten gewis­sen­haft zu erfüllen. Ich schwö­re, die Rech­te der Selbst­ver­wal­tung zu wah­ren und ihren Pflich­ten nach­zu­kom­men, so wahr mir Gott hel­fe.’ Der Eid kann auch ohne die Wor­te ’so wahr mir Gott hel­fe’ geleis­tet wer­den. Erklärt ein Gemein­de­rats­mit­glied, daß es aus Glau­bens- oder Gewissensgründen kei­nen Eid leis­ten kön­ne, so hat es an Stel­le der Wor­te ‚ich schwö­re’ die Wor­te ‚ich gelo­be’ zu spre­chen oder das Gelöb­nis mit einer dem Bekennt­nis sei­ner Reli­gi­ons­ge­mein­schaft oder der Über­zeu­gung sei­ner Welt­an­schau­ungs­ge­mein­schaft ent­spre­chen­den, gleich­wer­ti­gen Beteue­rungs­for­mel einzuleiten.

Soweit ich sehe, ist das damit ein­her­ge­hen­de Pro­blem in Deutsch­land bis­her noch geflis­sent­lich igno­riert wor­den. Ich mei­ne natürlich nicht den Got­tes­be­griff bei der Wirk­sam­keit eines Amts­eids bei Ange­hö­ri­gen isla­mi­scher Glau­bens­ge­mein­schaf­ten, son­dern den aus den Koran­be­feh­len rührenden Gehor­sams- bzw. Loya­li­täts­kon­flikt. Beim Got­tes­be­griff habe ich schon des­we­gen kei­ne Pro­ble­me, weil bei mono­the­is­ti­schen Per­so­nal­re­li­gio­nen deren Gott denklo­gisch zwin­gend per­so­nell der­sel­be ist. Die Dis­kre­pan­zen – die für sich genom­men ja auch schon aus­rei­chen, um sich gegen­sei­tig abzu­schlach­ten – lie­gen aus­schließ­lich in der Zuschrei­bung der Eigen­schaf­ten die­ses Got­tes, also nicht in sei­ner Identität.

Aus mei­ner Sicht besteht der Kon­flikt für den eidespflich­ti­gen Mus­lim dar­in, daß er im deut­schen Amts­eid schwö­ren bzw. gelo­ben muß, den welt­li­chen Geset­zen gehor­sam zu sein, also dies an die ers­te Stel­le zu rücken, wäh­rend sei­ne Reli­gi­on von ihm ver­langt, genau­er noch, ihm befiehlt, Treue und Gehor­sams zuvör­derst den Befeh­len sei­nes Got­tes, des Korans und der Scha­ria zu leis­ten und die welt­li­chen Geset­ze nur inso­weit als ver­bind­lich zu betrach­ten, als sie sei­nen reli­giö­sen Regeln nicht ent­ge­gen­ste­hen. Der Treue- und Gehor­sam­s­eid eines beken­nen­den Mus­lim steht also unter einem offen­sicht­li­chen Vor­be­halt bzw. einer Bedin­gung, die aber so in Gesetz und Ver­fas­sung nicht vor­ge­se­hen ist. Ein Eid ist kraft sei­nes Wesens bedin­gungs­feind­lich. Ist er unter einer Bedin­gung abge­legt, gleich ob die­ses Bedin­gung vom Eides­leis­ten­den expres­sis ver­bis mit erklärt wird oder ob sie auf­grund bekann­ter äuße­rer Umstän­de offen­sicht­lich ist, ist er nicht in der gesetz­li­chen Wei­se abge­legt wor­den. Die Rechts­fol­ge ist, daß die auf die­sem Eid beru­hen­den Beam­ten­ver­hält­nis­se nicht wirk­sam begründet wor­den sind.

Aus die­ser Situa­ti­on gibt es m. E. einen ein­fa­chen Aus­weg: Der betref­fen­de Mus­lim erklärt vor der Able­gung des Eides eben­so fei­er­lich, daß er sich im Umfang der durch den Eid fest­ge­leg­ten Treue- und Gehor­sam­s­pflich­ten nicht an das Vor­rangsge­bot sei­ner Reli­gi­on gebun­den sehe. Der Punkt dabei ist, daß sich der betref­fen­de Mus­lim bei sei­ner Gemein­de damit ein Pro­blem ein­han­deln kann. Die­ses Pro­blem kommt aber aus­schließ­lich aus sei­ner Sphä­re; nie­mand zwingt ihn, als Mus­lim ein öffent­li­ches Amt anzu­stre­ben und sich in den dadurch zwangs­läu­fig ent­ste­hen­den Loya­li­täts­kon­flikt zu begeben.

Nach mei­nen Infor­ma­tio­nen wur­de das Pro­blem bei der Ernen­nung des aktu­el­len Han­no­ve­ra­ner OB, bei Frau Özu­guz wie auch bei Saw­san Che­bli – um nur die pro­mi­nen­tes­ten Fäl­le zu nen­nen – geflis­sent­lich übergangen. Wenn ich Recht habe, sind die­se gar nicht wirk­sam in ihre Ämter gekommen.”

***

(Ich dan­ke Leser *** für die Zusendung)

***

Ein deut­scher Jurist, der nicht eine Sekun­de als Jurist (und auch sonst kaum jemals) gear­bei­tet hat, aber immer­hin Bun­des­jus­tiz­mi­nis­ter war, weiß nicht, dass die Grund­rech­te unter­schieds­los für alle Staats­bür­ger gelten:

Quatsch, natür­lich weiß er’s. Aber ers­tens ist der Strolch ein Sozia­list, und es stinkt ihm gene­rell, dass auch Nicht­so­zia­lis­ten unbe­schränk­te Grund­rech­te genie­ßen dür­fen sol­len, zwei­tens zählt er zum Typus ver­setz­ter Täter, das heißt, er kann sei­ne Bestra­fungs­ge­lüs­te an Anders­mei­nen­den nur indi­rekt ausleben.

Juris­tisch ist die Sach­la­ge ein­deu­tig: Eine pan­de­mi­sche Not­la­ge (die wie­der­um ist nicht klar, son­dern nur befoh­len) gilt für alle, und wenn sie auf­ge­ho­ben ist, gilt das eben­falls für alle. Gera­de das müss­te sogar ein hart­hir­ni­ger Sozia­list eigent­lich kapieren.

***

Gesprächs­er­öff­nungs­fra­ge: Haben Sie jemals etwas getan oder her­ge­stellt, wofür ande­re Men­schen frei­wil­lig bezah­len wollten?

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Unse­ren täg­li­chen Bernd Zel­ler gib uns heute:

Der Anlass:

Übri­gens in der Stauf­fen­berg­al­lee. Hélas!

***

„Ent­ge­gen dem in der AfD domi­nie­ren­den bewah­ren­den Selbst­ver­ständ­nis ver­dankt die Par­tei ihre Erfol­ge – und ihr unaus­ge­schöpf­tes Poten­zi­al – der vie­ler­orts gras­sie­ren­den Abnei­gung, Deutsch­land in den Mahl­strom der Ent­gren­zung hin­ein­rei­ßen zu las­sen. Es ist nicht die natio­na­le Ver­gan­gen­heit, es ist die rea­le Zumu­tung, aus­tausch­bar und letzt­lich über­flüs­sig zu wer­den, die der AfD Sym­pa­thien zuführt. (…)

Ob die AfD es wahr­ha­ben will oder nicht – sie ist eine Par­tei der Zukunft: der kol­lek­ti­ven Erfah­rung, dass ein Dasein ohne Orts- und Raum­bin­dung die Erd­be­woh­ner in gesichts- und recht­lo­sen Treib­sand verwandelt.”

(Frank Böckel­mann)

 

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