8. März 2021, Weltfrauentag

In der Schweiz haben 48,79 Pro­zent der Bür­ger für Isla­mo­pho­bie gestimmt. Isla­mo­pho­bie bedeu­tet: Angst vor dem Islam. Angst vor dem Islam heißt, sich des­sen Bräu­chen zu unter­wer­fen, um kei­nen Ärger mit den Rein­heits­voll­stre­ckern zu bekom­men. 48,79 Pro­zent der frei­en Schwei­zer votier­ten für die bizar­re Gepflo­gen­heit, Frau­en unter dunk­le, meis­tens auch noch schwar­ze Säcke zu ste­cken, um sie als Trä­ger weib­li­cher Geschlechts­merk­ma­le unkennt­lich zu machen und zugleich als Besitz­tü­mer ihres Man­nes zu mar­kie­ren, wel­cher sei­ner­seits in der Öffent­lich­keit so her­um­spa­zie­ren darf, wie er mag. Islam is right about women! Und unse­re Lin­ken, die sich anschei­nend neue Alli­an­zen erhof­fen – sie wer­den es bit­ter bereu­en, aber das tun Lin­ke am Ende bekannt­lich immer –, kri­ti­sie­ren das Ver­bot die­ses scheuß­li­chen Brauchs als Angriff auf die weib­li­che Selbstbestimmung. 

Ver­ges­sen wir nicht ihre Feigheit.

Aber eine Fra­ge hät­te ich schon an die 48 Pro­zent und ihre deut­schen Für­spre­cher: In wel­chem Land, in dem Mos­lems die Bevöl­ke­rungs­mehr­heit stel­len und der Islam Staats­re­li­gi­on ist, möch­ten Sie gern leben?

Bei­sei­te gespro­chen: Ich weiß, die Voll­ver­schleie­rung gehört nicht zu den Vor­schrif­ten des Koran, aber Tra­di­ti­on und Reli­gi­on exis­tie­ren in die­sem Welt­teil in einer einst­wei­len unauf­lös­ba­ren Sym­bio­se. Mir ist eben­falls klar, dass die Voll­ver­schleie­rung in tri­ba­len ori­en­ta­li­schen Gesell­schaf­ten die Frau­en vor Ver­ge­wal­ti­gun­gen schüt­zen und die Män­ner bzw. Ver­wand­ten vor dem Zwang zur Blut­ra­che bewäh­ren soll – aber war­um holt, ja ködert man Men­schen mit sol­chen Vor­stel­lun­gen und sonst wenig mehr im Kopf per­ma­nent nach Euro­pa? Und war­um wer­den Poli­ti­ker, die das tun, unter ande­rem von Frau­en gewählt, die sich für Gleich­be­rech­ti­gung ein­zu­set­zen vorgeben?

„Könn­te zu Radi­ka­li­sie­rung füh­ren”: Die Isla­mo­pho­bie wächst.

***

Davon abge­se­hen, dass in die­sem Meme zwei Kom­mas feh­len, ist an ihm nichts auszusetzen.

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