16. April 2021

„Wenn ich mich jetzt schon für Aus­gangs­sper­ren ent­schul­di­gen soll, dann ist das nicht mehr mein Land.”
(Leser ***)

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Ein Pro­blem wird zum „struk­tu­rel­len“ auf­ge­bre­zelt, wenn sich exak­te Bele­ge für des­sen Exis­tenz nur schwer auf­trei­ben lassen.

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Jemand erzähl­te, er sei auf­ge­for­dert wor­den, sein Urteil über einen Cham­pa­gner abzu­ge­ben, den der Gast­ge­ber gera­de kre­denzt hat­te. Er habe zur Ant­wort gege­ben: „Ich kann das nicht beur­tei­len, ich bin doch kein Champagner.”

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Vor­ges­tern sag­te die grü­ne Abge­ord­ne­te Syl­via Kot­ting-Uhl, die sich mit einem Stu­di­um der Ger­ma­nis­tik, Anglis­tik und Kunst­ge­schich­te sowie als Dra­ma­tur­gin an der Badi­schen Lan­des­büh­ne für ihre spä­te­re Rol­le als atom­po­li­ti­sche Spre­che­rin ihrer Frak­ti­on fit­ge­macht hat – atom­po­li­ti­scher Spre­cher der Grü­nen, das ent­spricht unge­fähr dem Anti­se­mi­tis­mus­be­auf­trag­ten der His­bol­lah –, sag­te und sprach also Frau Kot­ting-Uhl im Bun­des­tag gering­schät­zi­gen Blicks an die Adres­se der Ewig­vor­gest­ri­gen-Frak­ti­on, jenen Unbe­lehr­ba­ren durch ein sekun­den­kur­zes Lüf­ten des Zeit­vor­hangs einen Blick in die grü­ne Zukunft gewäh­rend, das Her­um­rei­ten auf der Grund­last bei der Ener­gie­pro­duk­ti­on sei muf­fig und out, die Ener­gie­ver­sor­gung der Zukunft, also die grü­ne, wer­de statt­des­sen „fle­xi­bel und span­nend” sein.

Manch­mal bringt ein ein­zi­ges Wort alles zu Bewusst­sein. Die Ener­gie­ver­sor­gung der Zukunft, nach dem Abschal­ten der Atom­mei­ler und der Koh­le­kraft­wer­ke, wird span­nend. Sel­ten bin ich mit Grü­nen einer Mei­nung, aber hier muss ich ein­ge­ste­hen: Das bringt die Sache auf den Punkt. Es wird jeden Abend eine span­nen­de Fra­ge wer­den, ob etwas pas­siert, wenn man den Schal­ter drückt oder den Heiz­kör­per aufdreht.

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Bernd Zel­ler. Man möge ihn auch wei­ter­hin den Gött­li­chen nennen.

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Die Frankfurter:innen Buch­mes­se wirft ihre viel zu wei­ßen Schat­ten voraus.

Neue Gesin­nungs­straf­tat­be­stän­de für Lite­ra­ten: das Igno­rie­ren nicht­wei­ßer Stim­men und nicht­di­ver­ses Storytelling.

Die Idio­ti­sie­rung des Wes­tens macht allen­orts gro­ße Fortschritte.

Ach­ten Sie auch auf das Foto: Ob uns irgend­ein sub­ver­si­ver Recht­schreib­fa­schist in der Bild­re­dak­ti­on des stern sug­ge­rie­ren will, wer Leis­tungs­druck­min­de­run­gen am nötigs­ten hat?

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„An einer ehr­wür­di­gen Uni­ver­si­tät muss die Erwäh­nung eines zeit­ge­nös­si­schen Pro­blems tabu sein.”
Don Nicolás

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Ich bin gebe­ten wor­den, den Urhe­ber des ges­tern ver­link­ten „Dan­ser encore” zu nen­nen und womög­lich eine Über­set­zung bei­zu­steu­ern; hier fügt sich bei­des zusammen.

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