7. April 2021

Manch­mal genügt es, wenn man ein­fach nur dokumentiert.

Die sozia­lis­ti­schen Kampf­grup­pen wer­den wie­der akti­viert! Und die Bür­ger zie­hen mit!

„Ent­we­der wir beka­men Hin­wei­se oder wur­den selbst aktiv”, zitiert das Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land (RND) einen der Grei­fer aus der Ost­see-Zei­tung. „Das Amt habe schon im Vor­feld damit gerech­net, dass eini­ge Urlau­ber über die Oster­fei­er­ta­ge ver­su­chen wür­den, sich auf der Insel ein­zu­mie­ten. Sein Amts­be­reich wer­de bei­na­he täg­lich mit Anru­fen und Mails auf offen­bar ille­ga­le Urlau­ber hin­ge­wie­sen. Oft kämen die­se Hin­wei­se von den Nach­barn oder Augenzeugen.”

Bei ach­gut wie­der­um schreibt ein Leh­rer: „Was ich in den letz­ten 12 Mona­ten in der Schu­le erlebt habe, soviel noch kurz zur Ein­füh­rung, hat mir zunächst den Lebens­mut genom­men. Zu einem Gefühl der abso­lu­ten Ein­sam­keit im Pulk mei­ner sorg­fäl­tig mas­kier­ten, sich stän­dig die Hän­de des­in­fi­zie­ren­den und schein­bar gera­de des­halb sehr gut gelaun­ten, alles mit­tra­gen­den und jeder poli­ti­schen Dis­kus­si­on aus dem Weg gehen­den Kol­le­gen kam eine Fas­sungs­lo­sig­keit, die mich zwi­schen­durch an mei­nem eige­nen Ver­stand zwei­feln ließ. Und obwohl ich mitt­ler­wei­le gelernt habe, dem Sog der Ver­zweif­lung zu wider­ste­hen, bin ich doch an einen Punk­te gekom­men, wo ich nicht anders kann, als Hen­ryk Bro­der zuzu­stim­men: Das Per­so­nal für die nächs­te Dik­ta­tur scheint tat­säch­lich bereits vor­han­den zu sein.”

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Als Rah­men­pro­gramm für die Kampf­grup­pen­ein­sät­ze schla­ge ich eine Testof­fen­si­ve vor.

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Reit­schus­ter schreibt bei ach­gut: „Mir ist nicht mehr geheu­er, was in die­sem Land pas­siert. Ich habe 16 Jah­re in Russ­land gelebt und gear­bei­tet, in einem auto­ri­tä­ren Sys­tem. Ich habe dort Schlim­mes erlebt. Aber ich habe mich dort nie einer Zen­sur unter­wor­fen gese­hen wie heu­te hier im selbst­er­nann­ten ‚bes­ten Deutsch­land aller Zei­ten’. Selbst im rus­si­schen Staats­fern­se­hen konn­te ich das Sys­tem Putin als kor­rupt kri­ti­sie­ren. Ich wur­de dabei über­schrien, es war höchst unfair, aber ich konn­te sagen, was ich woll­te, und es wur­de nicht zen­siert. Könn­te ich heu­te in ARD oder ZDF Mer­kel kritisieren?
Anders als in Putins gesteu­er­ter Demo­kra­tie und Medi­en­welt, in der ich als Aus­län­der natür­lich auch pri­vi­le­giert war, muss ich mir heu­te in Deutsch­land jedes Wort drei­mal über­le­gen, wenn ich etwa mei­ne Vide­os für You­tube mache. Schlim­mer noch: Jedes Wort eines Inter­view-Part­ners kann zu schwer­wie­gen­den Fol­gen für mich füh­ren. Vor­ges­tern tat ich das, was für einen Jour­na­lis­ten selbst­ver­ständ­lich ist: Ich über­trug live von der Coro­na-Maß­nah­men-Geg­ner-Demons­tra­ti­on in Stutt­gart. Pres­se-All­tag. Weni­ge Stun­den spä­ter war das Video gelöscht und mein Kanal mit 218.000 Abon­nen­ten gesperrt. Für eine Woche. Mit einem Inter­view mit Fuß­ball-Welt­meis­ter Tho­mas Bert­hold, das ich am Ran­de der Demons­tra­ti­on auf­zeich­ne­te, ging ich auf einen zwei­ten Kanal. Kein ein­zi­ger Zuschau­er konn­te das Video zu Ende anse­hen: Es wur­de mit­ten in der Pre­mie­re gelöscht.”

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Ganz weit vorn im jour­na­lis­ti­schen Kate­chis­mus steht geschrie­ben, dass „Hund beißt Mann” sel­ten eine rele­van­te Mel­dung ist, „Mann beißt Hund” aber immer.

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(Netz­fund)

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Die Pro­pa­gan­da dringt in alle bzw. aus allen Poren der Gesell­schaft. Das teilt eine Kranken‑, quatsch: Gesund­heits­kas­se ihren Mit­glie­dern oder wem auch immer mit:

Viel­leicht hät­ten sie den Omas, die so cou­ra­giert dem Vier­ten Reich weh­ren, lie­ber eine Imp­fung anbie­ten sol­len? Und wenn wir schon bei Alter­na­ti­ven sind: Soll­te der Paul-Spie­gel-Preis nicht bes­ser Spie­gel­fech­ter-Preis heißen?

Übri­gens: Wenn die bei die­ser App Mit­ar­bei­ten­den wirk­lich das gene­ri­sche Mas­ku­li­num aus­mer­zen wol­len – wie Spahn direkt nach den Bun­des­tags­wah­len das Virus –, müss­ten sie aber schrei­ben, dass Dru­cken­de 1,2 Mil­lio­nen Euro­nen ein­spa­ren. Und natür­lich muss es Mut­ma­chen­de hei­ßen, nicht Mut­ma­cher. Es führt eben ein stei­ni­ger Pfad in die eisi­gen Höhen der tota­len Geschlech­ter­ge­rech­tig­keit. Unter­halb des Tota­len wol­len wir es doch auch dies­mal nicht machen, GenossI_*:nnen, oder?

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Leser *** hat eine „Ähn­lich­keit zwi­schen Füh­rer und Füh­re­rin” ent­deckt, die mei­nes Wis­sens bis­lang noch nicht zur Spra­che kam, näm­lich „die Unmög­lich­keit, sich ein nor­ma­les, regu­lä­res Ende ihrer Amts­zei­ten vor­zu­stel­len. Ab einem bestimm­ten Punkt ver­wan­deln sich die­se Amts­zei­ten in Beru­fun­gen. Der Füh­rer litt ja bekannt­lich unter Zeit­not; er wähn­te, dass in sei­ner bemes­se­nen Lebens­zeit sei­ne gro­ßen geplan­ten Trans­for­ma­tio­nen geschafft wer­den müss­ten. Das Pro­blem der von der Vor­se­hung Aus­er­wähl­ten ist eben, dass die­se Gabe nicht ver­erb­bar ist; sie müs­sen alles schaffen.

Das ist inter­es­sant, weil dann auch klar wird, dass es eben nicht um Dau­er geht, nicht um das Schaf­fen von tau­send­jäh­ri­gen Rei­chen oder bes­se­ren Wel­ten, son­dern nur das getrie­be­ne Umset­zen von per­sön­li­chem Ehr­geiz, weil um Dau­ern­des zu schaf­fen ganz ande­re Her­an­ge­hens­wei­sen nötig wären.

Irgend­wann kippt das Erreich­te wie auf einer schie­fen Ebe­ne um. Und dann setzt die Lust an der Zer­stö­rung ein, jenes Wenn schon, denn schon. Und eben auch bei AM ist kein nor­ma­les Ende in Sicht. Wenn man über­legt, dass ihr direk­ter Vor­gän­ger im Auf­sichts­rat eines inter­na­tio­na­len Kon­zerns sicher nicht nur Mas­kott­chen ist und das tut, was Alt­kanz­ler eben tun: hin und wie­der etwas sagen und in Erin­ne­rung blei­ben, dann wird die Dis­kre­panz deut­lich. Mer­kel kann man sich in über­haupt kei­ner Run­de nor­ma­ler Men­schen vor­stel­len. Könn­te sie in fünf Jah­ren in einer Talk­show sit­zen? Mit ande­ren? Sicher nicht, schon weil nie­mand ihre Spra­che und ihr Nichts­sa­gen mehr ver­ste­hen wür­de, und vor allem: nicht ver­ste­hen wür­de, wie sol­ches jah­re­lang an der Spit­ze der Macht sein konnte.

Vor dem 30. April 45 wur­de die rie­si­ge Rui­ne Deutsch­land immer noch unbe­streit­bar und unwi­der­spro­chen aus dem Füh­rer­bun­ker beherrscht; ab dem 1. Mai war alles ver­flo­gen, wie ein Spuk. Bei AM weiß man es nicht, aber sicher hat sie ein Gespür dafür, dass mit ihrem Abtre­ten alles erlö­schen wird, was mit ihrem Namen ver­bun­den ist. Von einem Tag auf den ande­ren wird sie die gro­ße Buh­fi­gur wer­den, an der jeder klei­ne Amts­rat, jeder einst­mals von ihr Geschass­te sein Müt­chen küh­len wird. Und ohne Zwei­fel weiß sie das.”

Wie schön, wenn ein Opti­mist den Klei­nen Eck­la­den betritt!

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