26. Maggio 2021

Noch ein Wort zur Haus­durch­su­chung beim thü­rin­gi­schen Ober­schwe­fel­bu­ben Björn Höcke (Acta vom 24.). Lese­rin *** macht mich auf einen Arti­kel auf­merk­sam, der am 30. Mai 2020 im il Giorna­le erschie­nen ist.

In tedes­co: „Sie kamen mit Caro­la Racke­te an: ver­ur­teilt, weil sie Fol­te­rer waren.”

Im Text heißt es: An Bord der „Sea Watch”, dem For­schungs­schiff der Caro­la Racke­te, waren drei Gold­stü­cke ange­kom­men – darf man das noch sagen: Gold­stü­cke? Oder Haus­durch­su­chung? –: „Moha­med Con­dè, 22, aus Gui­nea, Hame­da Ahmed, 26, aus Ägyp­ten und Mahmoud Ashuia, 24, aus Ägyp­ten Sie waren am 16. Sep­tem­ber letz­ten Jah­res am Hot­spot in Mes­si­na fest­ge­nom­men und wegen Fol­ter, sexu­el­ler Gewalt, Ver­schwö­rung, Men­schen­han­del und Mor­des ange­klagt wor­den.” Ein Gericht in Mes­si­na ver­ur­teil­te sie zu jeweils 20 Jah­ren Gefängnis.

Höcke soll sich mit sei­nem Face­book-Ein­trag auf die­se Mel­dung bezo­gen haben. Wenn es sich so ver­hält, dann war die Haus­durch­su­chung erst recht nichts ande­res als: Staatsterror.

Das wäh­nen, dort­selbst allah­lob nicht unwi­der­spro­chen, sogar man­che taz-Leser.

Am Ran­de: Wel­cher der bei­den Ereig­nis­be­wer­ter hät­te bei der Gesta­po bzw. Sta­si die bes­se­ren Kar­ten (ich mei­ne schon: als Vernehmer)?

PS: Volks­ver­het­zung, schreibt Leser *** zum zwei­ten Leser­kom­men­tar, „war schon im 3. Reich ein Straf­tat­be­stand. Die­ser Para­graph wur­de vom Regime zur Unter­drü­ckung sei­ner Geg­ner bis hin zu deren Ver­nich­tung ein­ge­setzt. So wur­de Hans Lei­pelt, Che­mie­stu­dent aus Ham­burg, am 29. Janu­ar 1945 in Mün­chen-Sta­del­heim mit dem Fall­beil hin­ge­rich­tet – wegen ‚Wehr­kraft­zer­set­zung und Volksverhetzung’.”

***

Dem Vori­gen sich anfügend.

Leser*** sen­det mir treff­li­che Wor­te, die Gis­bert Haefs einem sei­ner Prot­ago­nis­ten in den Mund gelegt hat: „Der gemei­ne Gut­mensch deut­scher Fer­ti­gung, homo poli­ti­cor­rec­tus, ver­bin­det absto­ßen­de Lan­ge­wei­le mit ätzen­der Läs­tig­keit; er ver­tritt immer alle Posi­tio­nen, die zur Zeit von der Abtei­lung Welt­ver­bes­se­rei belegt wer­den, und zwar ver­tritt er sie mis­sio­na­risch. Ein Phä­no­men, neben­bei – mis­sio­na­ri­sches Zeit­geist­sur­fen. Wenn man es so nen­nen mag. Er ist zum Bei­spiel gewalt­tä­ti­ger Pazi­fist, die Umge­bung durch Geschwätz ver­schmut­zen­der Umwelt­schüt­zer, dok­tri­när anti­au­to­ri­tär, so was. Rich­tet pau­sen­los zur ernst­ge­mein­ten Beglü­ckung der Welt neue Inqui­si­tio­nen ein. Mit einem Wort: wider­lich.” (Gis­bert Haefs, „Schmu­se­mord”, Matz­bachs sie­ben­ter Fall, Gold­mann 1998)

***

In Treue fest ste­hen die Grü­nen zu den Amis (das Donald­sche Inter­re­gnum ausgenommen).

Für den wan­ken­den, aber noch nicht wei­chen­den Hege­mon hat es sich gelohnt, die grü­nen Füh­rungs­ka­der mög­lichst oft nach Washing­ton oder zu Besorg­ten­zir­keln wie den Bil­der­ber­gern vor­zu­la­den. Trup­pen und Gerät zu sta­tio­nie­ren, ist old fashio­ned; um Deutsch­land unten und füg­sam zu hal­ten, hat man inzwi­schen die Grünen.

***

Ber­li­ner Sozi­al­psy­cho­lo­gen, Frau­en­be­auf­trag­te, Kli­ma­for­scher, Haupt­stadt­pres­se-Volon­tä­re und Fan­be­auf­trag­te ste­hen vor einem Rät­sel. Die Welt meldet:

Aber war­um? Es gibt Ver­mu­tun­gen, dass die toxi­sche Ver­bin­dung aus Lock­down, Erd­er­wär­mung­s­pa­nik und Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund eines gesamt­ge­sell­schaft­li­chem Rechts­rucks für die­sen Anstieg ver­ant­wort­lich ist.

***

Ein Bei­spiel.

Wisam ist übri­gens ein ara­bi­scher Name, vor allem in der Golf­re­gi­on ver­brei­tet. Dar­auf deu­tet auch die Tat­sa­che hin, dass der Bub sich vier Frau­en nahm.

***

Hans-Georg Maaßen hat ein­mal, da war er noch im Amt, gesagt: Das Pro­blem hin­ter der Straf­tat eines Migran­ten ist die poli­ti­sche Ver­ant­wor­tung dafür. Ein klas­si­scher Hausdurchsuchungskandidat.

***

Die Pro­vinz ist mit­un­ter fast noch kre­ge­ler als die Haupt­stadt, wovon aber selt­sa­mer­wei­se nur die Pro­vinz­pres­se Notiz nimmt.

Stan­gen und Stei­ne flie­gen schließ­lich nicht nur, wenn eine süße Her­mi­ne „Win­gar­di­um Levio­sa” ruft!

Da die Deut­schen aus Kli­ma­ret­tungs­grün­den lei­der gezwun­gen sein und wer­den müs­sen, vom pri­va­ten Auto­mo­bil in den ÖPNV umzu­stei­gen, lei­den vie­le Men­schen – und künf­tig noch mehr – auf den lan­gen Heim­fahr­ten in Bus­sen und Bah­nen an schreck­li­cher Lan­ge­wei­le. In Hagen wird für Abwechs­lung und span­nen­de Unter­hal­tung gesorgt. In der Bun­ten Repu­blik ist an prak­tisch alles gedacht.

***

Kur­ze Durch­sa­ge des Volks­kom­mis­sa­ri­ats für kul­tu­rel­le Berei­che­rung: Es heißt nicht mehr Repla­ce­ment- („Aus­tausch”- bzw. „Ersatz”-) Migra­ti­on, son­dern Resett­le­ment (Neu­an­sied­lung). Die Ver­wen­dung der Begrif­fe „Umvol­kung” oder „Bevöl­ke­rungs­aus­tausch” ist nach wie vor unzu­läs­sig und wird mit ver­schärf­ter Exkom­mu­ni­ka­ti­on geahn­det – jeden­falls so lan­ge, bis der mit ihnen beschrie­be­ne Pro­zess die Ziel­ge­ra­de erreicht.

Wie Gott­fried Curio aus­führt, über­holt die von der Bun­des­re­gie­rung ein­ge­setz­te „Fach­kom­mis­si­on Flucht­ur­sa­chen”, die soeben ihren Bericht vor­ge­stellt hat, in ihren Bevöl­ke­rungs­er­gän­zungs­plä­nen sogar die Grü­nen. Bemer­kens­wert ist, dass zwei, wie man sagt, gestan­de­ne CSU­ler die­sen „total wert­vol­len Bericht” (so Ent­wick­lungs­hil­fe­mi­nis­ter Gerd Mül­ler, einer der bei­den) prä­sen­tier­ten. Wie die Grü­nen in ihrem Wahl­pro­gramm wol­len auch die Unio­ner die ille­ga­le Migra­ti­on been­den, indem sie sie ein­fach für legal erklä­ren. Irgend­ein Nut­zen der Ein­wan­de­rung wird gar nicht mehr erwo­gen – danach zu fra­gen, wäre ja zutiefst men­schen­ver­ach­tend. So schlägt die Kom­mis­si­on etwa vor, lega­le Zuwan­de­rungs­we­ge für Unqua­li­fi­zier­te zu ermög­li­chen. Da alle Men­schen, Eth­ni­en und soge­nann­ten Ras­sen letzt­lich gleich sind, kann das Ergeb­nis für ’schland per­so­nal­un­ab­hän­gig ja nur so aussehen:

Nur Ras­sis­ten – und Ableis­ten – machen Unter­schie­de. Und nun freue dich, Berlin!

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