8. Mai 2021

Geben Sie’s zu: Die Über­schrift hat Ihnen einen Schreck eingejagt.

Dass die Kanz­le­rin tat­säch­lich eine Frei­heits­re­de hiel­te, ist ja unge­fähr so wahr­schein­lich wie eine Lob­re­de von Mah­mud Ahma­di­ne­schād auf den Chris­to­pher Street Day – ein Etwas namens Frei­heit ist ihr noch frem­der als die deut­sche Syn­tax. Was die Kanz­le­rin gehal­ten hat, ist im Gegen­teil eine genera­ti­ons­über­grei­fen­de Haf­tungs- und Gei­sel­nah­me­re­de – „ewi­ge Ver­ant­wor­tung” –, denn die­se won­ni­ge Maid mit ihren nero­ni­schen Instink­ten einer­seits, ihrem viel­fach bezeug­ten Humor, ja Mut­ter­witz ande­rer­seits hat bekannt­lich sel­ber kei­ne Kin­der und nicht den Hauch einer Chan­ce auf gene­ti­sche Ewig­keit, wes­halb sie auf allen denk­ba­ren Ebe­nen, auch der geschichts- und sym­bol­po­li­ti­schen, dem ihr zuge­teil­ten Volk wenigs­tens eine erb­li­che Ver­ant­wor­tungs­zu­kunft ver­schaf­fen will, wenn­gleich sie des­sen so keck auf ewig ver­an­schlag­te kol­lek­ti­ve Ver­ant­wor­tungsfähig­keit unlo­gi­scher­wei­se durch ihre Migra­ti­ons­be­schleu­ni­gungs­po­li­tik bereits auf mitt­le­re Sicht stark eige­schränkt hat.

Ein unter­schätz­ter Sati­re­ver­lag hat übri­gens nach 16 Jah­ren dar­auf reagiert, dass die ucker­mär­ki­sche Plau­der­ta­sche stän­dig öffent­lich redet.

Es sind 160 Sei­ten und damit „sage und speie” (Eck­hard Hen­scheid) exakt so vie­le, wie die­ses Bänd­chen deut­scher Mus­ter­re­den auf die Waa­ge bringt. Womög­lich sind aber die Bän­de zwei („Die ganz gro­ßen Reden”), drei („Die erkleck­li­chen mit­tel­gro­ßen Reden”) und vier („Bemer­kens­wer­te klei­ne Reden”) bereits in Arbeit.

Wer nicht die jeweils aktu­el­le poli­ti­sche Situa­ti­on kennt, an die Mer­kel ihre Reden anpass­te, dem wird die Regie­rungs­zeit Mer­kels „ewig” uner­klär­lich bleiben.

Der Droemer-Ver­lag hat es wirk­lich faust­dick hin­ter den Ohren.

Die NSA konn­te es ihm viel­fach bestätigen.

Mal sehen, was die künf­ti­gen Nach­barn in Über­see – Chi­le? – dazu sagen.

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Vive la France!

(Aber teil­ver­flucht sol­len die Frosch­fres­ser den­noch sein, weil sie die Made­moi­sel­le abge­schafft haben!)

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Aus der Rei­he: Ihre Steu­er­gel­der bei der Arbeit.

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„Gruner+Jahr (u.a. stern), wie RTL zu Ber­tels­mann gehö­rend, ist u.a. am Spie­gel, Mad­sack und der SPD-Medi­en­hol­ding DDVG betei­ligt. Bei Mad­sack ist das ‚Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land’ (RND) ange­sie­delt, aus dem sich vie­le Ver­la­ge bedie­nen. RND klingt irgend­wie bes­ser als ‚Nach­rich­ten aus der SPD-Pres­se­stel­le’. Auf jedem Joghurt­be­cher müs­sen alle Inhalts­stof­fe genau ange­ge­ben wer­den. War­um ist das bei Medi­en eigent­lich anders?”

(Leser***)

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Racist!

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Jetzt fan­gen schon Sozis an zu zweifeln.

Aber er schreibt ja, er sei Agnostiker.

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„Im abes­si­ni­schen Recht wird nicht zwi­schen Tot­schlag und Mord unter­schie­den, bei­de Taten gel­ten als Ver­bre­chen gegen die Fami­lie des Toten. Die­se kann zwi­schen Blut­geld und Blut wäh­len. Der Preis schwankt je nach sozia­lem Sta­tus des Getö­te­ten, liegt aber gewöhn­lich bei etwa tau­send Dol­lar (sieb­zig bis acht­zig Pfund Ster­ling). Gele­gent­lich stirbt der Mör­der lie­ber. Kurz vor unse­rer Ankunft gab es einen Fall in Addis Abe­ba, wo im Hin­rich­tungs­schup­pen noch bis zum ers­ten Schuß gescha­chert wur­de: die Ver­wand­ten lenk­ten Dol­lar um Dol­lar ein, wäh­rend der Mör­der sich stand­haft wei­ger­te, sei­ne Kin­der um ihr Erbe zu bringen.”
Eve­lyn Waugh, „Befremd­li­che Völ­ker, selt­sa­me Sit­ten. Expe­di­tio­nen eines eng­li­schen Gen­tle­man”, 1931 (deut­sche Aus­ga­be Frankfurt/M., 2007)

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(Netz­fund)

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