Leserbrief des Tages

Lie­ber Herr Klonovsky,
eini­ge neu Zuge­reis­te müs­sen noch etwas an ihrem Inte­gra­ti­ons­er­folg arbei­ten. Der Alge­ri­er Mounir Bou­taa, wohn­haft bei Bor­deaux, hat ges­tern sei­ner Frau in die Bei­ne geschos­sen, sie dann mit Ben­zin über­gos­sen und lebend ver­brannt (s. La Dépêche, Sud-Ouest, Info-Bordeaux…).
Von For­de­run­gen nach Begren­zung des Ara­ber-Zuzugs habe ich dar­auf­hin nichts gehört. Es scheint sich eine Art Rang­lis­te der neu-lin­ken Prin­zi­pi­en zu erge­ben. Ganz unten scheint der alt-lin­ke Femi­nis­mus zu ste­hen. Gilt zwar noch, aber nur wenn böse alte weis­se Män­ner sexis­ti­sche Bemer­kun­gen machen. Von daher: kein Pro­blem für Bou­taa. Sexis­ti­sche Sprü­che wer­den von ihm nicht berichtet.
Höher im Wer­terang ist heu­te wohl das Prin­zip der Ableh­nung fos­si­ler Ener­gien. Bou­taa ist zu tadeln, weil er Ben­zin ver­schwen­det hat.
Am höchs­ten steht aber offen­bar das Prin­zip: Aus­län­der haben immer Recht (war­um fällt mir hier ein Lied aus der DDR ein?); nun war zwar auch sei­ne Frau Aus­län­de­rin, aber ers­tens ist die tot – es ist für also zu spät, Recht zu haben. Zwei­tens ist ja, wie man spä­tes­tens seit Gis­bert Haefs* weiss, der Täter für Links­in­tel­lek­tu­el­le immer das bedau­erns­wer­te­re Opfer.  Jeden­falls solan­ge er Aus­län­der ist.
Des­halb mei­ne For­de­rung: Deut­sche Päs­se für alle Ausländer!
Mit ent­setz­ten Grüssen,
***
* Gehen ein Sozio­lo­ge und ein Psy­cho­lo­ge spa­zie­ren und fin­den einen Ermor­de­ten. „Schreck­lich,” sagt der eine. „Ja,” sagt der ande­re, „dem armen Mann, der das getan hat, muss gehol­fen werden.”
(Quel­le weiss ich nicht mehr, soll Haefs sein.)
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