3. Juni 2021

Der Bei­trag des feschen grü­nen Star­lets Anna­le­na zum Euro­vi­si­on Ener­gy Con­test – sie­he: „Auf­be­wah­ren für alle Zeit” – sei gar nicht so clow­nesk zu ver­ste­hen, wie ich wäh­ne, meint Leser ***.

„Dahin­ter steckt näm­lich bit­te­rer Ernst. In einem Gespräch zwi­schen der Ener­gie­ak­ti­vis­tin Clau­dia Kem­fert und dem Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler Hans-Wer­ner Sinn hat Frau Kem­fert elo­quen­ter, als Frau Baer­bock es ver­mag, die Sache erklärt. Im Prin­zip han­delt es sich bei ‚Das Netz ist der Spei­cher’ um eine von Algo­rith­men gesteu­er­te Man­gel­wirt­schaft, wie es sie auf Stein­zeit­ni­veau schon in der DDR gab. Bei Man­gel an erneu­er­ba­rer Ener­gie sol­len ‚fle­xi­ble’ Ver­brau­cher abge­schal­tet oder her­un­ter­ge­re­gelt (also z.B. wie bei Frau Baer­bock das Hühn­chen von ‑22 Grad auf ‑20 Grad) wer­den. Frau Kem­fert nann­te die­se Man­gel­op­fer ’nega­ti­ve  Spei­cher’, wenn ich mich recht entsinne.”

Wäh­rend Deutsch­land die kom­men­den Zei­ten des Man­gels sove­rän durch sozia­lis­ti­sches Zusam­men­ku­scheln in bio­gas­be­heiz­ten, von Ener­gie­spar­lam­pen beschie­ne­nen Wohn­blocks meis­te­rin­nen und meis­tern wird, der­weil drau­ßen berit­te­ne Cops den Las­ten­fahr­rad­die­ben nach­stel­len, las­sen sich rück­stän­di­ge­re Län­der nicht von ihrem stur­hei­len Marsch in tech­no­lo­gi­sche Holz­we­ge abhalten.

Chi­ne­si­schen For­schern gelan­gen sogar noch höhe­re Tem­pe­ra­tu­ren, wenn auch nur für kur­ze Zeit.

Der Reak­tor habe für 101 Sekun­den eine Plas­ma­tem­pe­ra­tur von 120 Mil­lio­nen Grad Cel­si­us und für 20 Sekun­den 160 Mil­lio­nen Grad erzeugt – die zehn­fa­che Tem­pe­ra­tur des Son­nen­kerns –, berich­tet die chi­ne­si­sche Glo­bal Times.

Ange­sichts der ohne­hin­ni­gen Erhit­zung der Erde ist das natür­lich völ­lig verantwortungslos.

Deutsch­land, das Pio­nier­land der Atom­phy­sik, ist unter der Regent­schaft einer Phy­si­ke­rin nicht nur aus der Atom­ener­gie­er­zeu­gung, son­dern auch weit­ge­hend aus der For­schung aus­ge­stie­gen. Zwar betei­ligt sich die Bun­des­re­pu­blik finan­zi­ell am EU-Pro­jekt „Iter” – „Inter­na­tio­nal Ther­monu­clear Expe­ri­men­tal Reac­tor” – im süd­fran­zö­si­schen Kern­for­schungs­zen­trum Cadar­a­che, aber mit wenig Elan. Die EU-Kom­mis­si­on hat im Som­mer 2018 für den Zeit­raum 2021 bis 2027 For­schungs­mit­tel für die Euro­päi­sche Atom­ge­mein­schaft vor­ge­schla­gen, davon 700 Mil­lio­nen für „Iter”. Das ist deut­lich weni­ger, als die Bun­des­re­gie­rung im sel­ben Zeit­raum in den „Kampf gegen rechts” inves­tie­ren wird. Für unbe­glei­te­te männ­li­che Flücht­lin­ge hat die Bun­des­re­gie­rung übri­gens allein im Jahr 2017 knapp vier Mil­li­ar­den Euro aus­ge­ge­ben. Damit ist das For­schungs­per­so­nal wenigs­tens für die nähe­re Zukunft gesichert.

Wir schaf­fen das.

 

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