Neudeutscher Trend: Enthauptung

Im Wie­der­ho­lungs­fall gibt es bestimmt eine Gefährderansprache.

PS: Eine kul­tur­sen­si­ble Ver­si­on der Mel­dung kommt von der Ham­bur­ger Relo­ti­us­spit­ze. Das heißt zunächst ein­mal: Pas­siv-Kon­struk­tio­nen! Klingt ein­fach net­ter. Es wur­de ein Kopf abge­trennt. Es flo­gen Stei­ne. Es fie­len Schüs­se. Aber nie­mals: In Hanau wur­den Men­schen erschossen.

Da Spie­gel-Leser ohne­hin mehr wis­sen (als wer eigent­lich?), spart sich das Maga­zin über­dies jeden Hin­weis auf die Her­kunft des Ent­haupters. Frei­lich, auch der gemei­ne Bild-Käu­fer weiß sofort: Kopf ab, eine Kar­tof­fel war das nicht. Aber gera­de Freun­de der Dif­fe­renz, die es nicht allein durch die Der­ri­da-Lek­tü­re, son­dern auch jene der „Vermischtes”-Meldungen in den Regio­nal­ga­zet­ten gewor­den sind, wol­len schon wis­sen, ob es dies­mal ein Soma­li oder viel­leicht ein Afgha­ne war, allein schon um auf dem Lau­fen­den über den Spiel­stand zu bleiben.

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26. Juli 2021

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