17. August 2021

Das Vor­ur­teil ist geron­ne­ne Empirie.

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Die Grund­rech­te sind genau des­halb als Abwehr­rech­te gegen den Staat for­mu­liert, weil jeder Staat ver­su­chen wird, sie zu beschnei­den oder ganz abzu­schaf­fen, natür­lich unter den men­schen­freund­lichs­ten Vor­wän­den. Jeder Staat.

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Frü­her erei­fer­te sich die Gesin­nungs­pres­se über Macht­miss­brauch, heu­te über Oppositionsmissbrauch.

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Sie haben die Wahl zwi­schen Kli­ma­wan­del und gele­gent­li­chen Extrem­wet­te­re­rig­nis­sen oder einer grü­nen Regie­rung samt Kli­ma­wan­del und gele­gent­li­chen Extrem­wet­ter­er­eig­nis­sen, wobei ich kon­ze­die­ren will, dass ihnen Letz­te­res dann deut­lich harm­lo­ser vor­kom­men wird.

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Die Rech­ten sind so gefähr­lich, dass sie sich ohne Poli­zei­schutz nir­gend­wo öffent­lich ver­sam­meln kön­nen und kaum ein Ver­an­stal­ter es aus Angst vor lin­ken Ver­gel­tungs­ak­tio­nen wagt, ihnen einen Raum zu ver­mie­ten. Sie ste­hen prak­tisch vor der Machtergreifung.

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Die am Hin­du­kusch unter dem Ein­satz von Blut und Steu­er­mil­lio­nen im Lau­fe von zwan­zig Jah­ren instal­lier­ten „west­li­chen Wer­te” samt Gleich­stel­lung und „Gen­der-Main­strea­ming” …

… sind bin­nen weni­ger Tage voll­kom­men pul­ve­ri­siert wor­den. Nie­mand unter den Ein­hei­mi­schen war bereit, sie zu ver­tei­di­gen. Die­se Lek­ti­on aus dem Afgha­ni­stan-Ein­satz der Bun­des­wehr wird von den Deut­schen aller­dings erst gelernt wer­den, wenn dank der segens­rei­chen Migra­ti­on aus dem Ori­ent in Deutsch­land Ver­gleich­ba­res gesche­hen ist. Die meis­ten Mos­lems kom­men ja nicht hier­her, um zu ver­west­li­chen und dann die west­li­chen Wer­te zu ver­tei­di­gen, im Gegen­teil, sie wol­len ihren Glau­ben und ihre Lebens­art hier wei­ter pfle­gen, nur plus Hartz IV, Gra­tis-Woh­nung, Kin­der­geld usf. Der Tag wird kom­men, da … – Nur noch ein paar tau­send Mal schlafen!

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Man darf sich aus­ma­len, was hier los wäre, wenn ein AfD­ler das gepos­tet hätte.

Man darf sich übri­gens auch aus­ma­len, was hier los wäre, wenn eine AfD-geführ­te Regie­rung die „Bun­des­not­brem­se” gezo­gen und die Grund­rech­te außer Kraft gesetzt hät­te. Die For­mu­lie­rung „faschis­ti­scher Putsch” fie­le unter Kleinkaliber.

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„Aus DM-Abschaf­fung, Recht­schrei­bän­de­rung, der Brüs­se­ler Schul­den­uni­on, aus Grenz­öff­nung und Coro­na-Poli­tik lernt das poli­ti­sche Sys­tem, dass es mit den Deut­schen ohne Rück­sicht auf Tra­di­ti­on, inter­na­tio­na­le Ver­trä­ge und Geset­ze dank einer per­fekt orches­trier­ten und bin­nen Stun­den zu jeder dra­ma­ti­sier­ten Rühr­se­lig­keit ein­satz­be­rei­ten media­len Mani­pu­la­ti­ons­ma­schi­ne anstel­len kann, was immer es will. Drei­ßig-Sekun­den-State­ments und die immer glei­chen zehn Gesich­ter in den Talk­shows genü­gen, die öffent­li­che Mei­nung unter Kon­trol­le zu hal­ten. Alle Spit­zen­po­li­ti­ker wis­sen, von bun­des­re­pu­bli­ka­ni­schen Jour­na­lis­ten haben sie kri­ti­sche Rück­fra­gen nicht mehr zu befürch­ten. Mil­lio­nen Mit­bür­ger wol­len gar nicht mehr mit den Zumu­tun­gen der Rea­li­tät behel­ligt wer­den. Kon­takt zur Wirk­lich­keit und abwei­chen­de Ansich­ten las­sen sie aggres­siv wer­den. Gut­aus­se­hen­de und lächeln­de Fern­seh­men­schen bestä­ti­gen schließ­lich unun­ter­bro­chen die Rich­tig­keit des von Poli­ti­kern Ange­ord­ne­ten, war­um dann nach den Kos­ten oder lang­fris­ti­gen Aus­wir­kun­gen fra­gen? So kann das herr­schen­de Sys­tem sei­ne Macht mit immer neu­en Anord­nun­gen immer wei­ter ausdehnen.”
Lothar Maier/Gerold Otten, „Deutsch­land schafft sich neu”

Apro­pos kei­ne kri­ti­schen Rück­fra­gen zu befürchten:

Kei­ne Kramp-Kar­ren­bau­er, kein Maas, kein Spahn, erst recht kei­ne von der Ley­en und auch kei­ne Mer­kel befän­den sich noch im Amt, wenn die Medi­en unab­hän­gig wären und ihren Job erle­di­gen wür­den. Aber ein Jour­na­list träumt heu­te nicht mehr davon, einen Minis­ter zu stür­zen, son­dern davon, Regie­rungs­spre­cher zu werden.

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MDR-Kan­di­da­ten­check zur Bun­des­tags­wahl, das popu­lis­tischs­te Pro­fil:

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Man kennt sich.

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Für den­je­ni­gen, der ein Glas­kinn hat, wäre „das Herz eines Boxers” eher hinderlich.

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„Die SPD hat uns mit ihrem neu­en Wahl­kampf­spot die Augen für das wah­re Pro­blem unse­res Lan­des geöff­net: Der CDU-Kanz­ler­kan­di­dat Armin Laschet habe ‚erz­ka­tho­li­sche Ver­trau­te’ (Plu­ral!), ‚für die (Plu­ral!) Sex vor der Ehe ein Tabu ist’ ”, notiert Leser *** und fährt fort:

„Die SPD ist ja die Par­tei für Viel­falt, Tole­ranz und Offen­heit – aber bei einer per­sön­li­chen sexu­el­len Ent­halt­sam­keit hört der Spaß auf. Einer von Lasche­ts schlim­men Ver­trau­ten ist Natha­na­el Limin­ski, Staats­se­kre­tär und Chef der Staats­kanz­lei des Lan­des NRW. Des­sen Por­trait wird im SPD-Wahl­kampf­spot an ent­spre­chen­der Stel­le ein­ge­blen­det. Er hat­te 2006 mit 21 Jah­ren in einem öffent­li­chen Gespräch mit einer Por­no-Rap­pe­rin gesagt, dass er in sei­nem Sexu­al­le­ben dem Rat von Papst Bene­dikt fol­ge. So ein sexu­ell per­ver­ser Mensch muss öffent­lich­keits­wirk­sam an den Pran­ger gestellt wer­den. Da hilft es auch nicht, dass Limi­niski für sei­ne gro­ße Jugend­sün­de Buße getan hat und zwei Jah­re vor sei­ner Ehe­schlie­ßung den ers­ten Sohn bekom­men hat. Hät­te Armin Laschet die Por­no-Rap­pe­rin zum Chef der Staats­kanz­lei gemacht, wäre die SPD zufrie­den gewesen.”

Lei­der habe die SPD auf­grund mas­si­vem Drucks von außen den Wahl­kampf­spot nach eini­gem Hin und Her zurück­ge­zo­gen, schreibt Leser *** und schließt mit dem Vor­schlag, die SPD, deren Mit­glie­der im Schnitt 61 Jahr alt sind, möge es jetzt viel­leicht mit dem The­ma „Sex nach der Ehe” versuchen.

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Die Fak­ten­che­cker ste­hen vor einem Rät­sel: Woher rührt die­ser Anstieg?

2014 wur­den wahr­schein­lich noch gar kei­ne Zah­len ermittelt.

 

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