24. September 2021

Neu­er Begriff, inter­es­sant für „Gene­se­ne” jen­seits des Ablauf­da­tums: „Auf­fri­schungs­in­fek­ti­on” (Bernd Zeller).

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Bekom­men eigent­lich auch unge­impf­te Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te, die in Qua­ran­tä­ne müs­sen, kei­ne Diäten?
(Ich fra­ge für einen Freund.)

Natür­lich wird in die­ser Fra­ge mit zwei­er­lei Maß gemes­sen. Bild mel­det heute:

Andern­orts gel­ten die­sel­ben Dop­pel­stan­dards. News­week meldete:

Biden führt für wei­te Tei­le der US-Gesell­schaft die Impf­pflicht gegen Covid ein, aber die neu­en Impf­man­da­te gel­ten nicht für Mit­glie­der des Kon­gres­ses oder die­je­ni­gen, die für den Kon­gress oder das Bun­des­ge­richts­sys­tem arbei­ten – also Gre­mi­en, die prä­si­dia­le Macht beschnei­den oder Geset­ze für die Bevöl­ke­rung beschlie­ßen können.
In Frank­reich geschieht das Glei­che mit dem „Pass Sani­taire”: An allen öffent­li­chen Orten, wo Men­schen zusam­men­kom­men, ist er ver­pflich­tend – außer im Senat und der Assem­blee Natio­na­le, also dort, wo die Geset­ze zur Pass­pflicht gemacht wurden.

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Zu den Quer­den­kern gesel­len sich nun noch Quertreiber.

Wol­len die­se Leu­te nicht ver­ste­hen, dass unge­impf­te VolksBevöl­ke­rungs­schäd­lin­ge ihre Rech­te auf Gleich­be­hand­lung ver­wirkt haben?

Die­ser Die­ner weni­ger des Hip­po­kra­tes als viel­mehr eines ande­ren Hip­pos hat die Mene­te­kel der Zeit immer­hin erkannt.

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Frü­her nann­te man sie „Agen­ten des Zio­nis­mus” oder „Agen­ten des Wes­tens”. Wenn ich groß bin, will ich auch Agent werden.

Dass der Täter even­tu­ell nicht ganz knus­per im Kopf ist und ihm womög­lich jeder Anlass recht war, um sei­ne Aggres­sio­nen zu stil­len, wür­de in den Qua­li­täts­me­di­en ledig­lich dann the­ma­ti­siert, wenn er sei­ne Tat mit einem zünf­ti­gen „Alla­hu akbar!” unter­malt hätte.

Die Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­rin hat vor kur­zem vor hass­erfüll­ten Zeit­ge­nos­sen gewarnt, die ihren Pan­de­mie­frust los­wer­den wollen.

Zu ande­ren Todes­lis­ten äußer­te sich Frau Lam­brecht bis­lang nicht. Die sind ja auch nur iro­nisch gemeint. Oder ist etwa schon jemand tot?

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„Sehr geehr­ter Herr Klo­n­ovs­ky, in Jün­gers ‚Der Wald­gang’ fin­den sich im Kapi­tel 27 u.a. Betrach­tun­gen über den staat­li­chen Gesund­heits­be­trieb und sei­nen Gefah­ren. Zwei Zita­te, die viel­leicht Ihr Inter­es­se wecken, dort ein­mal nachzuschlagen:
‚Ver­däch­tig und im höchs­ten Maße zur Vor­sicht mah­nend ist der immer grö­ße­re Ein­fluß, den der Staat auf den Gesund­heits­be­trieb zu neh­men beginnt, meist unter sozia­len Vorwänden.’
‚Daß dann die mus­ter­haft geführ­ten Kar­to­the­ken wie­der die Unter­la­gen lie­fern, auf Grund deren man inter­niert, kas­triert oder liqui­diert wer­den kann, das ist zum min­des­ten nicht unmöglich.’
Ich wün­sche Ihnen viel Erfolg bei der Bundestagswahl!”

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Die Wahr­heits- und Qua­li­täts­pres­se teilt mit:

In weni­gen Zei­len bringt der Hal­tungs­jour­na­list Kurb­ju­weit – der Begriff bezieht sich auf sei­ne art­ge­rech­te Hal­tung in der publi­zis­ti­schen Lege­bat­te­rie an der Ham­bur­ger Relo­ti­us­spit­ze – das Wort „schä­big” drei­mal unter. Damit dürf­te er im lum­pen­jour­na­lis­ti­schen Tretauto(ren)rennen einen Tages­sieg errun­gen haben. Wie der alte Aug­stein geschrie­ben haben könn­te: Glück­wunsch, Hetzer!

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Was ist nur aus die­sem Land geworden?

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Beim letz­ten Podi­ums­ge­spräch mit den ande­ren Chem­nit­zer Direkt­kan­di­da­ten, dies­mal aus­ge­tra­gen in einer pro­tes­tan­ti­schen Kir­che, hat­te mich der Mode­ra­tor von Anbe­ginn in sein chris­ten­mensch­li­ches Herz geschlos­sen, er ver­schon­te mich mit Fra­gen zu den per­sön­li­chen Moti­ven mei­ner Kan­di­da­tur, mit wel­chen er die ande­ren trak­tier­te, son­dern ging also­gleich in medi­as res, indem er mir bzw. dem Publi­kum eini­ge mei­ner Apho­ris­men vor­trug und sich Erklä­run­gen dazu erbat. (Als ob ich, der ich ja nur ein Mund­stück Allahs bin, nun genau wüss­te, was Er mir in Sei­ner rät­sel­haf­ten Güte und Weit­sicht einst eingab!)

Er zitier­te die Sen­ten­zen: „Die Poli­ti­cal Cor­rect­ness ist der Abschieds­brief der Wei­ßen an die Welt.” Sowie: „Der Schlacht­ruf des Femi­nis­mus: ‚Arbeit macht frei!’ ” (Ob ich nicht wüss­te, wo die­ser Satz gestan­den habe? Jaja, der Witz und sei­ne Bezie­hung zum Bewuss­ten…) Oder mei­ne Bemer­kung, dass es mitt­ler­wei­le nahe­zu unmög­lich sei, „sich öffent­lich anders als in einer dämo­no­lo­gi­schen Spra­che über Hit­ler und sei­ne Spieß­ge­sel­len zu äußern”. Ein Autor geht natür­lich unter sein Niveau, wenn er sich selbst kom­men­tiert, aber in sol­che Kala­mi­tä­ten kommt unser­eins, da er sich in die Poli­tik wagt! Bezie­hungs­wei­se ver­läuft. Ver­irrt? Ver­steigt. Mode­ra­tor und Audi­to­ri­um erwar­te­ten mit einem gewis­sen Recht Aus­kuft, und so erteil­te ich sie. Zur dritt­ge­nann­ten Bemer­kung, die im Gegen­satz zur zwei­ten kei­ne dre­cki­ge ist, son­dern eine rei­ne Fest­stel­lung, sag­te ich sinn­ge­mäß, dass die deut­sche Geschich­te sich nicht so grund­le­gend von ande­ren Geschich­ten abhe­be, dass man sie aus der His­to­rio­gra­phie in die Dämo­no­lo­gie umla­gern müss­te. Wor­auf der FDP-Kan­di­dat nicht unrou­ti­niert kund­tat, dass die „fabrik­mä­ßi­ge Ermor­dung von sechs Mil­lio­nen Juden sin­gu­lär” sei, ein Ver­bre­chen, das man „mit nichts ver­glei­chen” und „nicht rela­ti­vie­ren” dürfe.

Quod erat demonstrandum.

Auch nach Ras­sis­mus wur­de ich beim Podi­ums­ge­spräch gefragt. Da fiel mir die Ant­wort leicht. Ich gebe sie täglich.

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„Sie sag­ten in einem Gespräch, die BRD kön­ne die abzu­rei­ßen­den Koh­le­kraft­wer­ke ja ver­schen­ken”, schreibt Leser ***. „Ich lege da noch einen drauf. Wir ver­schen­ken die­se Kraft­wer­ke an Schwel­len­län­der, erklä­ren die Betriebs­ge­län­de zu exter­ri­to­ria­len Gebie­ten und schlie­ßen Lie­fer­ver­trä­ge ab. Das hat fol­gen­de Effek­te: Die CO2 Bilanz fällt in die CO2 Bilanz der Schwel­len­län­der, die Schwel­len­län­der kön­nen Devi­sen erwirt­schaf­ten, wir haben Strom, und die Kraft­wer­ke wer­den nicht abgerissen/verschrottet. Das hat eine bes­se­re Umwelt­bi­lanz als die Din­ger hier abzu­rei­ßen und in Indi­en neu aufzubauen.”

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