22. November 2021

Wer nicht glaubt, dass der Mensch von Natur aus gut ist, ist böse. Lin­ke Logik.

***

End­lich: Der Imp­fer schützt das Recht!

Der eins­ti­ge Mao­ist und KBW­ler Kret­sch­mann darf sich der Zustim­mung derer freu­en, die heu­te so dumm und auto­ri­tär sind, wie er es in ihrem Alter war. Sofern das Imper­fekt hier ange­mes­sen ist.

Les extrê­mes se touchent.

Die Pres­se ist all­ge­mein auf Linie. Die Zeit etwa lie­fert sich ein Lef­ze-an-Lef­ze-Ren­nen mit dem Süd­deut­schen Beob­ach­ter.

„Eene-mee­ne-Muh-und-heu­te-spal­test-du!”, hieß es an der Ham­bur­ger Relotiusspitze.

Als Pars pro toto für den Staats­funk genügt die­ses Hetzilein:

Womög­lich war ich vor­ei­lig mit mei­nen inzwi­schen geflü­gel­ten Wor­ten über unstatt­haf­te „Nazi”-Etikettierungen. Sich dar­über auf­zu­re­gen hie­ße frei­lich, sich über den deut­schen Natio­nal­cha­rak­ter zu echauf­fie­ren. Man­che Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker glau­ben, die Genos­sen Jour­na­lis­ten wür­den von einer poli­ti­schen Zen­tra­le gesteu­ert. Nein, die machen das von selbst, nicht direkt aus frei­en Stü­cken, weil sie nicht wis­sen, was das ist, son­dern wie die hier schon öfter zum Ver­gleich hin­zu­ge­zo­ge­ne Sar­di­ne, die ja auch nicht frei ent­schei­det und trotz­dem im Bil­de ist, wo es lang­geht. Und wer sich unter Pro­pa­gan­dis­ten der jeweils aktu­el­len Ein­heits­mei­nung ins Wahr­ge­nom­men­wer­den drän­geln will, muss eben die ande­ren durch Schrill­heit übertreffen.

Die Bun­des­re­gie­rung geht der­weil selbst­kri­tisch mit sich zu Rate.

Die „Zivil­ge­sell­schaft” – bekannt­lich und empi­risch das Gegen­teil einer zivi­li­sier­ten Gesell­schaft – zieht enga­giert mit.

Mensch Clau­di, „Deutsch­land, du mie­ses Stück Schei­ße”, viel­leicht war auch das gar nicht so verkehrt…

***

Zu Risi­ken und Neben­wir­kun­gen fra­gen Sie … – bes­ser nicht.

PS: „Die­se Gra­fik ist mit äußers­ter Vor­sicht zu genie­ßen”, meint Leser ***. „Sie gibt an, wie­vie­le Unge­impf­te bzw. Geimpf­te von jeweils 100.000 verster­ben. Das Pro­blem der Gra­fik liegt in dem gro­ßen Alters­be­reich (von 10 bis 59) und der damit ver­bun­de­nen stark unglei­chen Impf­quo­te (je jün­ger umso eher unge­impft, je älter, umso eher geimpft, das dürf­te man so unter­stel­len kön­nen). Im Ergeb­nis haben Sie in der blau­en Kur­ve wahr­schein­lich viel mehr Men­schen jün­ge­ren Alters (weil die­se häu­fi­ger unge­impft sein dürf­ten) als älte­ren Alters (das Umge­kehr­te gilt für die rote Kur­ve). Hin­zu kommt, daß Sie in der blau­en Kur­ve wohl weni­ger Vor­er­krank­te als Gesun­de haben dürf­ten. Selbst wenn wir unter­stel­len, daß der Covid-Impf­stoff gut wirkt und somit die rote Grup­pe weni­ger Covid-Tote umfaßt, dürf­te es also so sein, daß die Grup­pe der Geimpf­ten (rot) auf­grund ihres höhe­ren Alters und ihrer Vor­er­kran­kun­gen mehr (mit ande­ren Todes­ur­sa­chen als Covid, in der Tabel­le geht es ja nicht nur um Covid-Tote) Tote auf­weist als die Grup­pe der Jün­ge­ren und weni­ger Vor­er­krank­ten, ein­fach weil Jüngere/weniger Vor­er­krank­te gene­rell sel­te­ner sterben.”

PPS: „Cir­cu­la­ti­on ist eine von der Ame­ri­can Heart Asso­cia­ti­on her­aus­ge­ge­be­ne kar­dio­lo­gi­sche, und sehr renom­mier­te Fach­zeit­schrift. In einer am 8. Novem­ber publi­zier­ten Arbeit war­nen die Autoren davor, dass die neu­ar­ti­gen Covid-Impf­stof­fe das Risi­ko für Gefäß- und Herz­er­kran­kun­gen dra­ma­tisch erhöhen.

In ihrer als Früh­warn­sys­tem für koro­na­re Herz­er­kran­kun­gen ent­wi­ckel­ten Aus­wer­tungs­glei­chung von Bio­mar­kern erle­ben sie der­zeit besorg­nis­er­re­gen­de Ergeb­nis­se bei Covid-geimpf­ten Pati­en­ten. Wört­lich: ‚Wir schluss­fol­gern, dass die mRNA-Impf­stof­fe Ent­zün­dun­gen an den Gefäß­wän­den und die T‑Zellen Ein­wan­de­rung in den Herz­mus­kel dra­ma­tisch erhö­hen und dies viel­leicht für die erhöh­ten Throm­bo­sen, Herz­mus­kel­er­kran­kun­gen und ande­ren Gefäß­auf­fäl­lig­kei­ten nach Imp­fung ver­ant­wort­lich zu machen ist.’ ”

(Hier.)

***

Der inzwi­schen wegen sei­ner wenig hilf­rei­chen Ein­las­sun­gen zur Coro­na-Bekämp­fung ent­las­se­ne und offi­zi­ell für ver­rückt („abge­drif­tet”) erklär­te Pro­fes­sor Chris­ti­an Per­ron­ne, lang­jäh­ri­ger Lei­ter der Abtei­lung für Infek­ti­ons­krank­hei­ten an der Uni­ver­si­tät von Ver­sailles, Vor­sit­zen­der des Hohen Rates für öffent­li­che Gesund­heit, der die Regie­rung in Fra­gen der öffent­li­chen Gesund­heit berät, Vor­sit­zen­der einer WHO-Exper­ten­grup­pe und was man für den Auf­stieg zum Quar­tals­ir­ren eben so braucht, hat gesagt:

„Ich war an der Bewäl­ti­gung meh­re­rer Epi­de­mien und Pan­de­mien betei­ligt, und zwar bei ver­schie­de­nen Regie­run­gen, und als ich sah, wie die Epi­de­mie seit Februar/März 2020 bewäl­tigt wur­de, war ich erstaunt. Ich sah, dass es völ­lig ver­rückt war. Des­halb habe ich mich in den Medi­en geäu­ßert, aber jetzt wer­de ich von den Medi­en zen­siert. Ich bin nicht gegen Imp­fun­gen, denn ich habe vie­le Jah­re lang die Impf­po­li­tik in Frank­reich gestal­tet. Aber das Pro­blem ist, dass die Pro­duk­te, die sie als ‚Impf­stof­fe’ für Covid-19 bezeich­nen, in Wirk­lich­keit kei­ne Impf­stof­fe sind.”

Fra­ge: Wenn es kei­ne Impf­stof­fe sind, wie wür­den Sie sie dann nennen?

„Viel­leicht gene­ti­sche Modi­fi­ka­to­ren; ich ken­ne den rich­ti­gen Begriff aus wis­sen­schaft­li­cher Sicht nicht genau. Aber wenn man Boten-RNA inji­ziert, um eine gro­ße Men­ge eines Spike-Pro­te­ins, eines Frag­ments des SARS-CoV-2-Virus, zu pro­du­zie­ren, kann man den Pro­zess nicht kon­trol­lie­ren. Und das Pro­blem ist, dass wir wis­sen, dass die RNA in mensch­li­chen Zel­len zur DNA zurück­keh­ren kann.

Nor­ma­ler­wei­se geht es von der DNA zur RNA – das mag für ein all­ge­mei­nes Publi­kum etwas schwie­rig zu ver­ste­hen sein –, aber es kann auch in die umge­kehr­te Rich­tung gehen, denn wir haben in unse­ren Chro­mo­so­men, in unse­rem Genom, Gene in unse­rer DNA, die von Retro­vi­ren stam­men, die vor Jahr­hun­der­ten oder Jahr­tau­sen­den von Tie­ren ein­ge­führt wur­den, und die­se kön­nen für Enzy­me kodie­ren, die in die umge­kehr­te Rich­tung kodie­ren kön­nen. Wir wis­sen jetzt (es ist offi­zi­ell ver­öf­fent­licht), und jetzt fin­den wir im mensch­li­chen Genom DNA-Sequen­zen, die der RNA des Virus ent­spre­chen. Das ist der Beweis dafür, dass das, was ich im Dezem­ber 2020 in einem offe­nen Brief gesagt habe, dass es gefähr­lich ist, die­se Pro­duk­te zu inji­zie­ren, jetzt bestä­tigt wur­de. Und alle Regie­run­gen machen wei­ter! Für mich ist das ein gro­ßer Fehler.”

***

Zum Ernst der Lage.

Stand 19. Novem­ber waren deutsch­land­weit 19.723 ITS-Bet­ten belegt. Zum sel­ben Zeit­punkt 2020 waren es 21.934. Das heißt, es lie­gen der­zeit 2.211 Men­schen weni­ger auf Inten­siv als letz­tes Jahr zur glei­chen Zeit.
(Quel­len hier und hier.)
Ein biss­chen ver­wun­dert mag man­cher sein, wenn er auf die Zahl der frei­en Inten­siv­bet­ten schaut: 6.273 im ver­gan­ge­nen Jahr gegen 2.455 der­zeit. Aber wir haben ja oft genug vom Inten­siv­bet­ten­ab­bau gele­sen, und irgend­ei­nen Sinn wird er schon haben, aber natür­lich nicht, wie Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker denken.

***

Leser *** emp­fiehlt, ich möge, bevor ich mich „all­zu hef­tig in Tira­den gegen die – bis­lang nur ange­dach­te – Impf­pflicht erge­he”, dar­an erin­nern, „mit welch rigo­ro­sen Metho­den einst eine Impf­pflicht – damals sprach man offen und kor­rekt von Impf­zwang – in dem von Ihnen so wert­ge­schätz­ten deut­schen Kai­ser­reich durch­ge­setzt wur­de. Und der Erfolg hat dem, damals eben­falls hef­tig kri­ti­sier­ten, Impf­zwang mitt­ler­wei­le recht gege­ben.” Er meint die­ses Gesetz.

„Aber”, fährt *** fort, „auch wenn ich einen Impf­zwang eigent­lich in vie­ler­lei Hin­sicht für zumin­dest beden­kens­wert hal­te, gibt es aller­dings eines,  das  mich den­noch über die zahl­rei­chen Impf­geg­ner froh sein lässt. Es ist dies die heu­te in Deutsch­land gras­sie­ren­de orga­ni­sa­to­ri­sche Unfä­hig­keit. Es war für mich als Impf­be­für­wor­ter schon schwer genug, einen Ter­min für die Erst- und Zweit­imp­fung zu bekom­men, bei der dem­nächst anste­hen­den Boos­ter-Imp­fung wird es womög­lich noch schwerer.

In die­sem Sin­ne hof­fe ich aus rein ego­is­ti­schen Moti­ven, dass mög­licht vie­le Impf­geg­ner bei ihrer Hal­tung blei­ben. Und über die Ein­füh­rung einer Impf­pflicht brau­chen Sie sich wohl kei­ne Sor­gen zu machen. Wie soll denn eine Impf­pflicht in einem Land umge­setzt wer­den, das es nicht ein­mal schafft, alle die­je­ni­gen in ange­mes­se­ner Zeit mit Impf­stoff zu ver­sor­gen, die eine Imp­fung wollen?”

Die Pocken­imp­fung habe ich als Kind noch sel­ber bekom­men, ich tra­ge die typi­sche Nar­be auf mei­nem rech­ten Ober­arm. An den Pocken starb unge­fähr jeder drit­te nicht­be­han­del­te Infi­zier­te. Bis zum 19. Novem­ber haben sich in ’schland aufs Gan­ze gerech­net 5.248.291 Per­so­nen mit dem SARS-CoV-2-Erre­ger infi­ziert, von denen 98.739 star­ben – das sind 1,88 Pro­zent der regis­trier­ten Infi­zier­ten. Die Zahl der Men­schen, die sich mit dem Virus infi­zier­ten, aber man­gels Sym­pto­men nicht getes­tet wur­den, liegt erheb­lich höher. Außer­dem ist strit­tig, wie vie­le der Todes­fäl­le tat­säch­lich pri­mär auf Covid-19 zurück­zu­füh­ren sind.

Der Ver­gleich mit der Pocken­imp­fung hinkt also unge­fähr so wie jener klei­ne Teu­fel aus Rheydt, der im heu­ti­gen Hal­tungs­jour­na­lis­mus pos­tum so vie­le Pro­se­ly­ten gemacht hat.

***

Leser *** ergänzt: „Die Pocken konn­ten wirk­sam bekämpft wer­den durch Impf­pflicht, weil sie in der für den Men­schen gefähr­li­chen Vari­an­te nur bei die­sem vor­kom­men. Da es sich bei Sars-CoV2 aber um eine Anthro­po-Zoo­no­se han­delt, hat das Virus ein aus­rei­chen­des Reser­voir in der Tier­welt, um fort­zu­be­stehen und zu mutie­ren. ‚Her­denim­mu­ni­tät’ (für den Men­schen) ist bei Zoo­no­sen dem­nach unmög­lich. Imp­fung kann hier also nur Eigen­schutz sein, man bleibt Über­trä­ger; Impf­so­li­da­ri­tät ist Unsinn. Die ge- und ent­täusch­ten zwei- bis drei­fach (dem­nächst vier‑, fünf- und sechs­fach) Geimpf­ten wol­len das aber nicht wahr­ha­ben (Pro­blem der kogni­ti­ven Dissonanz).”

***

Aus dem deutsch­spra­chi­gen und men­ta­li­täts­ver­wand­ten Süden, genau­er: aus Wien, bekom­me ich fol­gen­den Rundruf:
„Öster­reich nun zum Zen­trum der ‚Revo­lu­ti­on von oben’ unter dem Vor­wand einer Pan­de­mie gewor­den. Wir Öster­rei­cher befin­den uns jetzt im  Mael­strom eines rasant an Fahrt auf­neh­men­den bös­ar­ti­gen Tota­li­ta­ris­mus  mit allen ‚klas­si­schen’ Sym­pto­men plus neu­ar­ti­gen Teu­fe­lei­en. Es  ist  höchs­te  Alarm­stu­fe, und ich  bit­te euch  alle, auf euren Kanä­len die Warn­glo­cken  läu­ten zu las­sen, so laut es geht. Ähn­li­ches wird wahr­schein­lich sehr bald auch in Deutsch­land und ande­ren west­li­chen Län­dern umge­setzt wer­den. Wir sind jetzt der Versuchsballon.
Die  Het­ze gegen die ‚Brun­nen­ver­gif­ter’ läuft gera­de auf Hoch­tou­ren, und sie zeigt eine beängs­ti­gen­de Wir­kung. Die Frus­trier­ten kana­li­sie­ren ihre Wut nun mit Lust auf die Sün­den­bö­cke, um sich nicht ein­ge­ste­hen zu müs­sen, dass sie von der Regie­rung betro­gen wur­den. Poli­ti­ker, Mei­nungs­füh­rer und ein lei­der sehr gro­ßer Teil mei­ner soge­nann­te Lands­leu­te wir­ken, als wären buch­stäb­li­che Teu­fel in sie gefahren.
Der ver­link­te Arti­kel der Kro­nen­zei­tung wur­de wie­der vom Netz genom­men, aber recht­zei­tig archi­viert. Beach­tet die  unfaß­ba­re Ver­schär­fung der Spra­che, und die schmat­zen­de Behag­lich­keit, mit der sich die­se bei­den ‚Exper­ten’ in den kom­men­den Unter­drü­ckungs­sze­na­ri­en suhlen.
Soll­ten die­se Plä­ne umge­setzt wer­den und gelin­gen, ist der Sack zu, für uns alle, für immer.
Media­ler Ter­ror die­ser Art wird nun im Stun­den­takt  in den Medi­en her­aus­ge­bal­lert, kom­bi­niert mit dick auf­ge­tra­ge­nen, emo­tio­na­li­sie­ren­den Bergamo-Meldungen.”
***
Ich zitie­re die­sen Kame­ra­den aus Rest-Kaka­ni­en, weil ich sei­ne Pro­gno­se tei­le. Die Coro­na-Toten sind das eine, ihre poli­ti­sche Instru­men­ta­li­sie­rung für die Gesell­schafts­kon­trol­le und für künf­ti­ge mas­si­ve Grund­rechts­ein­schrän­kun­gen zur Errich­tung der Bra­ve New World ist das ande­re. Man wird irgend­wann sagen: Die armen Men­schen sind für die Unfrei­heit gestorben.
***
Im Grun­de noch zum Vorigen.

Was man uns jahr­zehn­te­lang ver­schwie­gen hat.

Ich geste­he vor Gott und den Men­schen, dass auch ich von Vor­ur­tei­len geschüt­telt und gerührt wor­den bin. Zum Bei­spiel dach­te ich, als ich von der toten Frau auf der A7 hör­te, sofort und spon­tan an eine „Schei­dung auf afgha­nisch” (das beschränkt sich nicht das Land, son­dern meint die Sit­te im Allgemeinen).

Dabei lie­gen der­zeit außer „Mann” und „Mes­ser” über­haupt kei­ne belast­ba­ren Indi­zi­en für eine sol­che ras­sis­ti­sche, ori­en­talo­pho­be, süd­län­der­feind­li­che Unter­stel­lung vor!

Das­sel­be bei die­ser Meldung.

Es besteht kein Grund, irgend­wel­che ande­re Grup­pen zu ver­däch­ti­gen außer den bei­den kon­kret anein­an­der­ge­ra­te­nen, von denen bis­lang noch nicht ein­mal der Impf­sta­tus bekannt ist. Bis die­ser Mecha­nis­mus bei der Mehr­heit sitzt, müs­sen wohl noch vie­le kri­ti­sche Weiß­seins­se­mi­na­re abge­hal­ten werden.

So, wir machen gleich mal einen Test.

Bezäh­men Sie sich!

(Aktu­el­le Bild-Mel­dung. )

PS: Ja, kor­rekt muss es eigent­lich „Spa­zie­ren­ge­hen­de fin­den ehe­ma­li­gen Rad­fah­ren­den” heißen.

***

Was uns nach Über­see führt.

Ich unter­stel­le mal, dass deut­sche Medi­en das Inter­es­se an die­sem Blut­bad schnell ver­lie­ren. White lives don’t matter.

Über­haupt muss ein Qua­li­täts­me­di­um Prio­ri­tä­ten setzen.

(Wie ich gera­de sehe, hat immer­hin Bild den Täter veröffentlicht.)

Auch im Fal­le des eben­falls zu Wis­con­sin in eine Blut­tat ver­wi­ckel­ten Kyle Rit­ten­house wer­den Sie aus deut­schen Medi­en eine völ­lig ande­re Geschich­te hören als jene, die den Geschwo­re­nen zum Frei­spruch des Ange­klag­ten genüg­te. Rit­ten­house hat­te zwei – wei­ße – Män­ner erschos­sen, die ihn aus einem ran­da­lie­ren­den „Black lives matter”-Mob ange­grif­fen hat­ten. Die Zeit-Kor­re­spon­den­tin fuchst, dass er dafür nicht hin­ter Git­ter muss.

Was mag Donald Trump damit zu tun haben, dass Geschwo­re­ne einen Fall anders beur­tei­len, als ihn von Joe Biden bis zur New York Times das gesam­te woke Ame­ri­ka vor­be- bzw. ‑ver­ur­teilt hat­te? Ist der Donald viel­leicht doch ein poli­ti­scher Robin Hood? Dar­über hin­aus ärgert die Zeit-Magd offen­kun­dig bzw. nolens volens, dass Rit­ten­house noch lebt, denn sie schreibt:

Der Teen­ager ist nicht „auf eine Demons­tra­ti­on gegan­gen”, son­dern er woll­te Opfern von ras­sis­ti­schen Aus­schrei­tun­gen hel­fen, aus denen die Lügen­pres­se „Demons­tran­ten” macht. Gott­lob hat­te er sei­ne Knar­re dabei, sonst wäre er min­des­tens schwer ver­letzt wor­den (eine bzw. die ein­zi­ge aus­führ­li­che Schil­de­rung des Tat­her­gangs gibt es hier). Er ist nicht belangt wor­den, weil er aus Not­wehr han­del­te. Und ein Gewehr trug er bei sich, weil das in Wis­con­sin erlaubt und völ­lig legi­tim ist.

PS: Leser ***, Jurist, weist auf die­se Dar­stel­lung des Fal­les Rit­ten­house hin, in wel­cher „auch schon die Pikan­te­rie ange­deu­tet wird, dass der jun­ge Mann sowohl gegen Pres­se- als auch gegen bestimm­te Staats­or­ga­ne Mil­lio­nen­kla­gen auf Scha­dens­er­satz wegen öffent­li­cher Vor­ver­ur­tei­lung erhe­ben kann. Vor allem wird eine Kla­ge gegen Biden selbst inter­es­sant. Ich tip­pe, dass sein Anwalt da erst mal 100 Mil­lio­nen Dol­lar aufruft.”

Der pri­va­te Waf­fen­be­sitz ist im Ernst­fall die letz­te Garan­tie der indi­vi­du­el­len Frei­heit. Der Preis dafür ist hoch, für­wahr (davon abge­se­hen, dass es die meis­ten Schuss­waf­fen­to­ten in den USA durch Sui­zid und bei – in der Regel unter Schwar­zen aus­ge­tra­ge­nen – Ban­den­krie­gen gibt.) Das schließt den Kreis zu Coro­na. Wie beim Gesund­heits­schutz will sich der Staat auch beim Waf­fen­be­sitz sein Mono­pol sichern, und zwar unter dem nie ein­ge­lös­ten, aber unüber­prüf­ba­ren Vor­wand, Leben zu ret­ten. Um den Preis der Freiheit.

***

„Lie­ber Herr Klo­n­ovs­ky, ich habe es bei­na­he geschafft, nicht mehr tae­g­lich in deut­sche Zei­tun­gen zu schau­en, auch nicht mehr in die geschaet­zen Blogs Ach­gut  und Acta diur­na. Die gele­gent­li­chen Rueck­fa­el­le wer­den weni­ger und ich den­ke, dass ich dem­naechst kom­plett ent­wo­ehnt bin. Aller­dings kann ich mich den zuneh­men­den Brie­fen und Anru­fen von Freun­den und Bekann­ten aus Deutsch­land nicht ent­zie­hen, die mit merk­lich wach­sen­der Ver­zweif­lung von den Ent­wick­lun­gen berich­ten. Mehr und mehr Leu­te fra­gen mich, wie sie in die USA aus­wan­dern koen­nen. Dar­un­ter vie­le mit­tel­sta­en­di­sche Unternehmer.

Das Leben hier ist – trotz vie­ler Unzu­la­eng­lich­kei­ten und auch zuneh­men­der Wokeness in den Medi­en – ange­nehm. Sogar im lin­ken Chi­ca­go ist alles offen, der Weih­nachts­markt ist groes­ser als je zuvor, die Thea­ter sind offen. Aus­ser­halb Chi­ca­gos hat sich alles nor­ma­li­siert und kein Mensch kuem­mert sich mehr dar­um, was der ( lin­ke ) Gover­nor sagt. Da er auch kei­ne Macht ueber die Poli­zei hat – die liegt bei der Gemein­de – ver­sucht er auch nicht, irgend­was durch­zu­set­zen. Alles nur poli­ti­sches Gebel­le – ohne beis­sen zu koennen.

Ande­re Bun­des­staa­ten posi­tio­nie­ren sich offen und auch aggres­siv genug gegen Herrn Biden und sei­ne Admi­nis­tra­ti­on. Flo­ri­da hat gera­de Geset­ze erlas­sen, das es Unter­neh­men ver­bie­tet die Richt­li­ni­en (z. B. zur Imp­fung) des White Houses umzu­set­zen. Da hier Lan­des­recht vor dem Bun­des­recht kommt – so haben es die Foun­ding Fathers gewollt – ist auch Herr Biden zahn­los. Das ame­ri­ka­ni­sche Sys­tem der weit­ge­hen­den Sub­si­dia­ri­ta­et bewa­ehrt sich wie­der ein­mal sehr gut.

Natu­er­lich ist der dies­ja­eh­ri­ge Weih­nachts­markt in Chi­ca­go wie­der offen und bei uns hier auf dem Land ist unser dies­ja­eh­ri­ger Weih­nachts­markt groes­ser denn je und es es wer­den 50.000 Besu­cher erwar­tet. Wir haben unter ande­rem auch Hand­ge­schnitz­tes aus dem Erz­ge­bir­ge (Rae­u­cher­ma­enn­chen, Schwib­bo­e­gen, Nuss­kna­cker und v.m). Soll­ten Sie und ihre Fami­lie den Wunsch ver­spue­ren etwas Nor­ma­li­ta­et zu erle­ben, gar einen (guten) Glueh­wein zu trin­ken und heis­se Maro­nen zu essen, dann ist das laend­li­che Ame­ri­ka ein guter Reiseort.

Mit herz­li­chen Gru­es­sen und hap­py Thanksgiving.”

 

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