5. November 2021

Let’s go Brandon!

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War­um haben rei­che Män­ner sel­ten bedeu­ten­de Nach­kom­men? Eine Gene­ti­ke­rin lie­fert im Gespräch eine ver­blüf­fend ein­leuch­ten­de Erklä­rung: weil sie sich bevor­zugt mit schö­nen Frau­en paa­ren und Kin­der zeugen.

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Die­ses Bild, das ich neu­lich beim Über­flie­gen des Vesuvs „schoss”, will ich dem Publi­kum nicht vor­ent­hal­ten; ich fin­de, es hat etwas Symbolhaftes.

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Der Kon­ser­va­ti­ve sträubt sich nicht gegen die Ent­wick­lung, son­dern gegen die Regression.

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Einer der bes­se­ren Baer­bock­schen Ver­spre­cher lau­te­te: „Ener­gie­ren”. Sie weiß gar nicht, wie recht sie damit hat.

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Leser ***, Arzt, schreibt: „Ihre geist­rei­chen und tref­fen­den zeit­ge­schicht­li­chen Betrach­tun­gen ver­fol­ge ich oft und mit gro­ßem Inter­es­se. Aller­dings haben Sie sich bezüg­lich einer hoch­kom­ple­xen Erkran­kung wie Covid-19 doch lei­der ziem­lich ver­rannt, wie manch ande­re, durch­aus intel­li­gen­te Zeit­ge­nos­sen, die sich zu sehr einer bestimm­ten Ideo­lo­gie ver­schrie­ben haben.

Die Fak­ten sind: die mRNA-Imp­fung ist sehr effek­tiv und schützt Erkrank­te mit ca. 80 – 95 %, je nach Alter und Pati­en­ten­grup­pe vor Hos­pi­ta­li­sie­rung, schwe­rem Ver­lauf oder Tod. Eine Boos­ter-Imp­fung ist für vie­le Älte­re und Men­schen mit chro­ni­schen Krank­hei­ten sinn­voll und wirk­sam. Und Covid ist kei­ne ‚Grip­pe’, son­dern eine oft schwe­re Erkran­kung, die noch lan­ge nicht vor­über sein wird.

Für einen lang­jäh­rig erfah­re­nen Medi­zi­ner ist es aber erstaun­lich zu lesen, dass Sie als medi­zi­ni­scher Laie glau­ben, viel bes­ser zu wis­sen, was welt­weit unzäh­li­ge Covid-For­scher, Fach- und Kli­nik­ärz­te über die­se sehr uner­freu­li­che Krank­heit her­aus­ge­fun­den haben.

Natür­lich gibt es unter­schied­li­che Sicht­wei­sen, aber die ca. 95.000 Toten allei­ne in Deutsch­land bewei­sen, dass Covid kei­ne ‚Erfin­dung’ irgend­wel­cher Lob­by­grup­pen oder Phar­ma­kon­zer­ne ist. Ich fürch­te aber, dass Sie lei­der schon zu sehr dem sehr deut­schen Hang zur Irra­tio­na­li­tät und frag­wür­di­gen Theo­rie­bil­dung ver­fal­len sind, anstatt Fak­ten- und Ver­nunft-gelei­tet die evi­den­ten Tat­sa­chen zur Kennt­nis zu nehmen.”

Bei­gefügt ist ein Link zu die­sem Artikel:

Ich ver­lie­re mit­un­ter den Über­blick dar­über, was ich hier alles geschrie­ben und ver­linkt habe, bin mir aber recht sicher, dass ich mich weder einer Ideo­lo­gie ver- noch das Virus als harm­los beschrie­ben habe. Die 95.000 Toten sind, das weiß Leser *** sel­ber, kei­ne seriö­se Zahl, weil nicht zwi­schen „an” und „mit” Covid-19 Ver­stor­be­nen dif­fe­ren­ziert wird, aber sei’s drum. Was ich bei der gan­zen Pro­pa­gan­da nicht ver­ste­he (den Grund der Pro­pa­gan­da glau­be ich durch­aus zu ver­ste­hen; dazu gleich): Wenn die Imp­fung so ver­läss­lich schützt, ob nun als drit­te, vier­te, neun­te oder in der „Booster”-Version, dann ist doch alles supi, dann brau­che ich mich bzw. brau­chen sich die Skep­ti­ker doch nicht imp­fen las­sen, denn die Geimpf­ten sel­ber wer­den ja nicht mehr schwer krank – die Imp­fung ist „sehr effek­tiv und schützt vor Hos­pi­ta­li­sie­rung, schwe­rem Ver­lauf oder Tod” –, und wenn sie bis­wei­len oder doch recht oft ande­re anste­cken, so müs­sen die, wenn sie eben­falls geimpft sind, des­glei­chen kei­ne schwe­ren Ver­läu­fe mehr befürch­ten, wäh­rend die unfle­xi­blen Unge­impf­ten eben sehen sol­len, wo sie blei­ben. Wor­in besteht also das Pro­blem? Wovor haben die Geimpf­ten und ihre Wär­ter Angst? War­um wol­len sie unbe­dingt ALLE imp­fen bzw. „boos­tern” und im Ver­wei­ge­rungs­fall sozi­al dis­kri­mi­nie­ren, aus­gren­zen, bestra­fen und spä­ter dann, man wird ja noch träu­men dür­fen, vielleicht …

Weit mehr als Coro­na inter­es­siert mich die Instru­men­ta­li­sie­rung von Coro­na. Das Virus ist nur das klei­ne­re der bei­den Übel. Aus der War­te der Staats­ge­walt ist das eigent­li­che Pro­blem nicht die Anste­ckung, son­dern die Gehor­sam­s­auf­kün­di­gung durch Tei­le der Gesell­schaft, deren Nicht-Unter­wer­fung unter die staat­li­chen Voga­ben. Die hass­erfüll­ten Kam­pa­gnen gegen soge­nann­te Impf­ver­wei­ge­rer grün­den nicht in irgend­ei­ner Sor­ge, son­dern in Macht­gier und Kon­troll­wut. Das­sel­be erle­ben wir des­halb auch gegen­über den soge­nann­ten „Kli­ma­l­eug­nern” (allein der Begriff erzeugt in mir jenen amü­sier­ten Ekel, mit wel­chem man Cior­an zufol­ge die mensch­li­chen Din­ge über­haupt betrach­ten sollte).

Aus der War­te des frei­en Bür­gers ist nicht das Virus die Haupt­ge­fahr (oder der Kli­ma­wan­del), son­dern der Staat, das käl­tes­te aller kal­ten Unge­heu­er, jeder Staat, die ganz iro­nie­frei immer noch so genann­ten west­li­chen Demo­kra­tien ein­ge­schlos­sen, wobei spe­zi­ell der Blick nach Down Under Beleh­rung dar­über erteilt, wie schnell einst­mals mit einem gewis­sen Recht als frei­heit­lich gel­ten­de Län­der in die offe­ne Tyran­nei kip­pen kön­nen. Staa­ten – alle Staa­ten – sind frei­heits­feind­li­che, raff- und macht­gie­ri­ge, nach immer mehr Steu­ern gie­ren­de, qua­si- bis kryp­to­so­zia­lis­ti­sche Groß­or­ga­nis­men, die sich kei­ne Gele­gen­heit ent­ge­hen las­sen, ihre Ein­fluss- und Macht­sphä­re zu ver­grö­ßern; und was sie ein­mal besetzt haben, geben sie nicht frei­wil­lig wie­der her.

Dass die west­li­chen Staa­ten von den Par­tei­en und jene wie­der­um mehr­heit­lich von den Glo­ba­lis­ten geka­pert wor­den sind – in der bekann­ten Alli­anz mit den lin­ken Inter­na­tio­nal­so­zia­lis­ten –, wes­halb ihr gemein­sa­mes Pro­gramm auf die all­mäh­li­che Aus­dün­nung und schließ­li­che Abschaf­fung der euro­päi­schen Natio­nen hin­aus­läuft, rückt jede ihrer angeb­lich huma­ni­tä­ren Maß­nah­men und Inzi­denz-Schreie­rei­en ins Zwie­licht auto­ri­tä­rer Machen­schaf­ten. Was die Bun­des­re­gie­rung nach sech­zehn Mer­kel-Jah­ren auf dem poli­ti­schen Kerb­holz hat, recht­fer­tigt jedes Miss­trau­en gegen den Staat und die poli­ti­sche Klas­se. Nach einem kur­zen frei­heit­li­chen Inter­mez­zo, des­sen Ursa­che im Wesent­li­chen die abschre­cken­de Exis­tenz des sozia­lis­ti­schen Ter­ror­sys­tems war, zu dem der Wes­ten die Alter­na­ti­ve bil­de­te, ste­hen wir am Anfang einer neu­en, smar­ten Tyran­nei, die sich, wie ich hier seit Lan­gem lita­n­eie, nicht auf eine soge­nann­te Pan­de­mie­be­kämp­fung beschrän­ken wird. Mit den tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten der KI und der Gene­tik wird die­se Tyran­nei über Mit­tel gebie­ten, wie sie noch nie einem Herr­schafts­sys­tem zu Diens­ten stan­den. Mit dem Virus (und sei­nen Nach­fol­gern), dem Kli­ma­wan­del, dem Rechts­po­pu­lis­mus und dem Islam ver­fügt sie über Droh­ku­lis­sen, vor deren Hin­ter­grund sie die demo­kra­ti­schen Schäf­chen ins auto­ri­tä­re Gat­ter trei­ben wird.

Noch ein­mal: Wovor haben die Geimpf­ten und ihre Wär­ter Angst? War­um wol­len sie unbe­dingt ALLE imp­fen bzw. „boos­tern” und im Ver­wei­ge­rungs­fall sozi­al dis­kri­mi­nie­ren, aus­gren­zen, bestra­fen? Weil es die Blau­pau­se ist. Über Coro­na soll­ten nicht Ärz­te urtei­len, son­dern Staats- und Ver­fas­sungs­recht­ler. Es han­delt sich nicht oder nicht pri­mär um eine Pan­de­mie, son­dern es ist, wie schon Anfang 2020, direkt nach dem Auf­tau­chen des neu­en und womög­lich men­schen­ge­mach­ten Virus, ein wei­ser Ami twit­ter­te, „the fuck­ing New World Order”. Ich hielt den Mann übri­gens damals für einen Spin­ner. Mer­ke Riva­rol: Wer ein Jahr eher die Wahr­heit weiß als die ande­ren, gilt ein Jahr lang als verrückt.

***

Zum deut­schen Ersatz­gott­ver­trau­en in den Vater Staat fragt Leser ***, „war­um die Deut­schen aus frei­en Stü­cken staats­tra­gend links wäh­len, aber ‚den Kapi­ta­lis­mus’ in bewähr­ter pro­pa­gan­dis­ti­scher Manier für alles Böse ver­ant­wort­lich hal­ten. Viel Grund dazu hat­ten sie in den letz­ten hun­dert Jah­ren näm­lich nicht:

1914: Anläss­lich des Mor­des an einem Habs­bur­ger wer­den zwei Mil­lio­nen in den Tod geschickt.
1919: Die Res­te des Natio­nal­ver­mö­gens wer­den dem alli­ier­ten Aus­land überschrieben.
1923: Der Staat gibt eine Bank­no­te zu 500 Mil­li­ar­den Reichs­mark aus.
1941: Der Staat schickt sei­ne Steu­er­pflich­ti­gen nach Sta­lin­grad, in Luft­schutz­kel­ler und Gaskammern.
1946: Ost-Bau­ern, ‑Unter­neh­mer, ‑Haus­be­sit­zer wer­den von der Bür­de des Besit­zes befreit.
1948: Der Staat zieht 90 Pro­zent der Bank­gut­ha­ben ein, jeder erhält 60 Mark Taschengeld.
1957: Die Ren­ten­kas­sen wer­den geplün­dert, ein „Genera­tio­nen­ver­trag” ist geboren.
1993: Deutsch­land wird Weich­wäh­rungs­ge­biet und bürgt für Schul­den von Mittelmeeranrainern.
2010: Beim Raub­zug auf das Erspar­te kom­men Null­zin­sen und Sub­stanz­steu­ern ins Arsenal.
2011: Deindus­tria­li­sie­rung und Kraft­werks­spren­gun­gen wer­den zum Staats­ziel erklärt.
2015: Staats­gren­zen und Sozi­al­sys­te­me ste­hen offen für alle.
2017: Mil­lio­nen Wäh­ler und deren Ver­tre­ter wer­den geäch­tet, weil sie nicht links sind.
2021: Der Staat über­ant­wor­tet Strom- und Gas­ver­brau­cher einem hof­fent­lich mil­den Winter.
Erklä­rungs­ver­such: Unbe­re­chen­bar­keit als Sta­bi­li­täts­fak­tor. Jeder Deut­sche erlebt wäh­rend sei­nes Daseins sta­tis­tisch drei poli­ti­sche ‚Wen­den’ sowie die dar­aus resul­tie­ren­den ideo­lo­gi­schen Expe­ri­men­te, Kon­fis­ka­tio­nen, Säu­be­run­gen und so wei­ter. Staats­fröm­mig­keit kann über­le­bens­wich­tig sein, sichert auf jeden Fall die bes­se­re Aus­gangs­po­si­ti­on. Ganz anders geht es den Bri­ten. Sie haben die­se Erfah­rung seit der Glo­rious Revo­lu­ti­on 1689 nicht mehr gemacht und zah­len unver­än­dert mit Pfund der Bank of Eng­land. Poli­tik ist dort ein Sport, bei dem man mal einen klei­nen Ein­satz wagt, aber nie aufs Gan­ze geht.”

***

Als das Virus, kaum der Fle­der­maus oder dem Labor ent­wi­chen, in Fern­ost sein Debüt gab, wuss­te Gevat­ter Dros­ten weder von der einen Gefahr, noch war er zur kaschier­ten Eta­blie­rung der ande­ren schon beru­fen worden.

(Hier.) Ein­rah­men!

***

Apro­pos 95.000 an oder mit Covid-19 Gestor­be­ne. Nur mal zum Grö­ßen­ver­gleich. Ich mei­ne: der Probleme.

Die „Umvol­kung” – nur wenn jemand den Begriff ver­wen­det, der dage­gen ist, kommt die Hal­den­wang-Sta­si –, die Umvol­kung geht wei­ter. Sogar ein „Team Umvol­kung” tritt inzwi­schen indi­ge­nen Nazis in den Arsch. Und das ist gut so!

Wie bei jeder Offen­si­ve soll­ten die Waf­fen­gat­tun­gen effek­tiv zusammenarbeiten.

„Offen­bar”, schreibt Lese­rin ***, die mir den Aus­riss sand­te, „ist der Ein­lass ins gelob­te Land für Gäs­te aus aller Welt mitt­ler­wei­le ein­fa­cher als ein Fri­seur­be­such für den unge­impf­ten deut­schen Bürger.”

Bei Afgha­nen war die Feh­ler­quo­te des Bun­des­amts bei der Bewil­li­gung von Asyl beson­ders hoch. In die­sem Fall wohl nicht.

Anstatt auf den recht­ge­lei­te­ten Gast ein­zu­quat­schen, soll­te die­ser Göt­zen­die­ner lie­ber froh sein, dass er noch lebt. Eine Fra­ge wur­de in der spär­li­chen Bericht­erstat­tung über den from­men Die­ner Allahs medi­en­seits nicht gestellt: Wer hat ihn und aus wel­chen Grün­den hereingelassen?

Jede Über­gangs­zeit besitzt ihre typi­schen Vor­fäl­le, hin­ter denen sich die neue Zeit bzw. Ord­nung schon deut­lich abzeichnet.

***

Die Wer­be­in­dus­trie, stets auf dem Qui­vi­ve, prä­sen­tiert der­weil die neu­en Deut­schen schon.

Recht haben die Wer­ber! Gera­de bei den ganz Klei­nen ist die Ablö­sung von Men­schen mit Nazi­hin­ter­grund durch Men­schen mit Dis­kri­mi­nie­rungs­hin­ter­grund so gut wie voll­bracht. Und nun freue dich, Berlin!

***

Gut Umvol­kung will frei­lich Wei­le haben. Der Euro­pa­rat war zu unge­dul­dig. Sind eben kei­ne ech­ten Ori­en­ta­len, die sich gelas­sen mit der Zeit verbünden.

Immer­hin anti­ch­am­brie­ren der­weil 18 fran­zö­si­sche Städ­te in Sachen Umkul­turie­rung. Nur eine Aus­stel­lung? Gewiss, aber war­um in 18 Städ­ten zugleich?

Pas à pas. C’est com­me ça que ça se passe!

***

Wenn eine Mög­lich­keit exis­tier­te, nur 50 Jah­re in die Zukunft zu schau­en, hät­ten die bra­ven Deut­schen das Ver­häng­nis im Hosen­an­zug längst geteert und gefedert.

***

Und jetzt wie­der zum Vorvorigen.

Sie kön­nen näm­lich von Geimpf­ten ange­steckt werden.

Sie begreifen’s nicht: Es gibt kein „voll­stän­dig geimpft”! Never ever!

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Immer noch zum Vorigen.

(Es han­delt sich übri­gens um die­se Lady. God bless you, Win­so­me Sears!)

Statt­des­sen:

Dass die Phi­lo­so­phen von Pla­ton bis Haber­mas einen Hang zu auto­ri­tä­ren Sys­te­men und Dik­ta­to­ren haben – die gro­ße Aus­nah­me war Kant –, darf als bekannt vor­aus­ge­setzt wer­den. Mit den Phi­lo­so­phin­nen ver­hält es sich unge­fähr wie mit den Schach­groß­meis­te­rin­nen – man muss sie mit der Later­ne suchen –, aber wenn man mal eine fin­det, äfft sie die Ker­le nach.

Und das in einem Land, in dem Tritt­brett­fah­rer nicht nur die Bevöl­ke­rungs­mehr­heit stel­len, son­dern mun­ter wei­ter impor­tiert werden!

Das Por­tal, das die­sen auto­ri­tä­ren Dreck ver­brei­tet, nennt sich übri­gens „Libe­ral”. Wie auch sonst? „Natio­nal” wäre ja verboten.

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Wir blei­ben beim Vori­gen immer­dar. Also mir ist klar, war­um das nie­man­den interessiert:

Es ist ein­fach der fal­sche Kon­ti­nent. Nie­mand will die­sen Welt­teil umer­zie­hen und umvol­ken, und außer den Chi­ne­sen will ihn nicht mal jemand ausplündern.

***

Vor etwa einem Jahr haben zwölf „jun­ge Män­ner” – Will­kom­men! – im Ham­bur­ger Stadt­park ein 15-jäh­ri­ges Mäd­chen ver­ge­wal­tigt. Die Par­ty dau­er­te zwei­ein­halb Stun­den. Alle Tat­ver­däch­ti­gen befin­den sich auf frei­em Fuß.

Hat jemand ein Wort vom #auf­schrei- und #metoo-Twit­ter­gelich­ter vernommen?

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Neu­es Wort: „Lock­down­un­ter­bre­chung” (Bernd Zel­ler). Der „Schwan­ger­schafts­un­ter­bre­chung” ebenbürtig.

***

Die Wahr­heits- und Qua­li­täts­pres­se teilt mit.

Der Autor ist Pro­fes­sor für Poli­tik­wis­sen­schaft an der hof­fent­lich bald umbe­nann­ten Zep­pe­lin-Uni­ver­si­tät Fried­richs­ha­fen und treibt sei­ner Selbst­ein­schät­zung nach Wis­sen­schaft. Wo er die fal­schen Wahl­ge­win­ner fin­det, ist so über­ra­schend wie ein Wan­der­witz-State­ment: „Schau­en wir bei­spiels­wei­se nach Sach­sen: Dort hat die AfD bei der Bun­des­tags­wahl zehn von 16 Direkt­man­da­ten gewon­nen. Es scheint also, als ob die AfD groß­flä­chig stark in der Bevöl­ke­rung ver­an­kert ist, dass sie in die­sen Wahl­krei­sen die Mehr­heit reprä­sen­tiert. Aber die­ses Bild ist falsch. Tat­säch­lich sind die Gewin­ner der AfD ver­mut­lich in den meis­ten Fäl­len die ‚fal­schen Gewin­ner’, näm­lich in dem Sinn, dass ihnen eine abso­lu­te Mehr­heit von mehr als 50 Pro­zent der Wäh­ler äußerst ableh­nend gegenübersteht.”

Mehr als 50 Pro­zent der Wäh­ler ste­hen aktu­ell jedem deut­schen Polit­ker ableh­nend gegen­über, auch die Heim­su­chung im Kanz­ler­amt hat­te außer­halb ihre Uni­ons­claque nie die Mehr­heit hin­ter sich. Da unser „Wis­sen­schaft­ler” das weiß, schmug­gelt er ein „äußerst” in die Zei­le. Wie so etwas gemes­sen wird? Dau­men in den Mund (dafür darf die Mas­ke kurz abge­setzt wer­den), Dau­men in den Wind hal­ten, able­sen, fertig.

„Die AfD gewinnt ihre Direkt­man­da­te meist nur mit einer ver­gleichs­wei­se klei­nen rela­ti­ven Mehr­heit. In Leip­zig-Land zum Bei­spiel hat­te sie ledig­lich 24,6 Pro­zent der Erst­stim­men, die CDU 24,4, die SPD 20,0, die FDP 9,8, die Grü­nen 5,0 und die Lin­ke 7,9. Ver­mut­lich hät­te jeder oder fast jeder der unter­le­ge­nen Kan­di­da­ten den AfD-Kan­di­da­ten in einer Stich­wahl geschla­gen. Die­se ‚fal­schen Gewin­ner’ sind gleich ein dop­pel­tes demo­kra­ti­sches Pro­blem: weil sie die Qua­li­tät der poli­ti­schen Reprä­sen­ta­ti­on ver­schlech­tern. Und weil sie den Bun­des­tag indi­rekt unnö­tig aufblähen.”

„Ver­mut­lich hät­te”: Pro­fes­sor Unrat bei der Arbeit. Alle ande­ren Par­tei­en gewin­nen ihre Direkt­man­da­te mit ähn­li­chen Vor­sprün­gen wie die Bay­ern die Meisterschaft.

Übri­gens: Wenn es nach mir gin­ge, bestün­de der Bun­des­tag aus­schließ­lich aus Direkt­kan­di­da­ten. Dann wür­den immer mehr par­tei­lo­se, unab­hän­gi­ge Kan­di­da­ten antre­ten, das Par­la­ment wür­de der Par­tei­en­ma­fia all­mäh­lich ent­wun­den. Aber deren Lakai­en wie Prof. Behn­ke wer­den sich hüten, so etwas vorzuschlagen.

***

Man kann nicht behaup­ten, dass in die­sem Land irgend­et­was schnell vor­an­gin­ge, aber die Ver­wand­lung der Bun­des­re­pu­blik in einen auto­ri­tä­ren Gesin­nungs­staat und eine sozia­lis­ti­sche Erzie­hungs­dik­ta­tur eilt mit Sie­ben­mei­len­st­ei­feln. Immerhin!

Ein BKA-Beam­ter schick­te mir die­se Vor­la­dung zu einer Schu­lung „für BKA-Mit­ar­bei­ter im geho­be­nen Dienst” mit dem süf­fi­san­ten Kom­men­tar: „Die The­men könn­ten auch von Erich Miel­ke stam­men, das Deutsch von Geor­ge Orwell.”

Das Lern­ziel heißt, na wie schon, Umer­zie­hung. Aus neu­tra­len Beam­ten sol­len poli­ti­sier­te Mul­ti­kul­tur-Voll­stre­cker wer­den, nicht über Nacht, inner­halb eines Genera­tio­nen­wech­sels, wie es par­al­lel dazu bei den Juris­ten geschieht. Am Ende haben wir dann Poli­zis­ten, die genau zu dif­fe­ren­zie­ren wis­sen zwi­schen schutz­wür­di­gen und schutz­un­wür­di­gen soge­nann­ten Bürgern.

Zur Gehirn­wä­sche laden auch die Karl-Marx-Städ­ter Ver­kehrs­be­trie­be vor.

Mora­li­sche Erpres­sung als Pflicht­ver­an­stal­tung, ganz wie in der Zone. Apo­dik­ti­sche Behaup­tun­gen und immer­glei­che Phra­sen, ganz wie in der Zone. Eine Dis­kri­mi­nie­rung wird eben mal behaup­tet; wer Zwei­fel dar­an anmel­det, hat sich sel­ber als Ras­sist bzw. homo‑, trans‑, inter‑, queer‑, pan- und din­gens­phob überführt.

Herz­lich, aber „ver­pflich­tend”: Die­ses Papier ist eine rei­ne Macht­de­mons­tra­ti­on der Zeitgeistverwalter.

Wäre ich Mit­ar­bei­ter, ich gäbe zwei­er­lei zu Pro­to­koll. Ers­tens: Für die genann­ten Per­so­nen­krei­se gel­ten bereits deutsch­land­weit glei­che Rech­te, da ist nichts durch­zu­set­zen, schon gar nicht von Mit­ar­bei­tern der Ver­kehrs­be­trie­be.  Zwei­tens: Ich behand­le jeden Kun­den mit der­sel­ben Höf­lich­keit, aber ich inter­es­sie­re mich nicht für sei­ne sexu­el­len Prä­fe­ren­zen und will damit nicht beläs­tigt wer­den. Geschieht dies den­noch, ste­he ich stracks auf und ver­las­se zu mei­nem Schutz den Raum. Allah will es so.

***

DDR-gleich bis in den Tonfall.

Und bis ins Personal.

(Die Sta­si­ak­te die­ses Schwe­sig-kom­pa­ti­blen Spit­zels fin­den Sie hier.)

***

„Wann werd ich es so satt sein,
Daß ich es satt bin auf­zu­schrei­ben, wie
Satt ich es bin?”
Peter Hacks

***

Aber ich will Sie, geneig­ter Leser, nicht ohne ein Hoff­nungs­zei­chen entlassen.

(Netz­fund)

 

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