Das sagt der Arzt

Der ers­te.

„Sehr geehr­ter Herr Klo­n­ovs­ky, in Ihrem Dia­ri­um vom 5.11.21 bemän­gelt ein ‚lang­jäh­rig erfah­re­ner Medi­zi­ner’ u. a., dass ‚Sie als medi­zi­ni­scher Laie glau­ben, viel bes­ser zu wis­sen, was welt­weit unzäh­li­ge Covid-For­scher, Fach- und Kli­nik­ärz­te über die­se sehr uner­freu­li­che Krank­heit [Covid-19] her­aus­ge­fun­den haben.’

Weil mich die­se und wei­te­re Äuße­run­gen Ihres Lesers unan­ge­nehm berührt haben, möch­te ich, eben­falls Arzt, zumin­dest auf des­sen medi­zi­ni­sche Fest­stel­lun­gen eingehen:

(1)  ’ … die mRNA-Imp­fung ist sehr effektiv …’:

Eine Vak­zi­ne, wel­che, wie die ange­spro­che­ne, (a) zu kei­ner ste­ri­len Immu­ni­tät führt, (b) bereits 6–9 Mona­te nach Basis­im­mu­ni­sie­rung einen ekla­tan­ten Abfall der rele­van­ten Anti­kör­per auf bis zu 40 % des Aus­gangs­wer­tes auf­weist und © eine hohe Quo­te von Impf­ver­sa­gern mit Neu­erkran­kung die­ser bereits Geimpf­ten hat, kann allein schon des­halb nicht als beson­ders effek­tiv bezeich­net wer­den (‚Impf­durch­bruch‘ ist doch eine köst­li­che Umschrei­bung für Impf­ver­sa­gen! Das RKI gibt hier für die Kalen­der­wo­chen 29 bis 32 d. J. alters­ab­hän­gig Quo­ten von 14,8 bis 35,7 % an).

Die Ergeb­nis­se der in Isra­el und anders­wo erfol­gen­den Auf­fri­schimp­fun­gen sind eben­so nicht als son­der­lich effek­ti­ve Imp­fung zu bewer­ten (s. Pkt.2), zumal in 6–9 Mona­ten abseh­bar wie­der ein Boost not­wen­dig sein wird (u. s. f.).  Die der­zeit ver­impf­ten Vak­zi­nen basie­ren im Übri­gen sämt­lich noch auf der Sequenz der Virus-Vari­an­te Alpha (Wuhan). Aktu­ell sind ande­re Vari­an­ten vor­der­grün­dig, zumin­dest eine wird von die­sen Impf­stof­fen über­haupt nicht tangiert.

Die appli­zier­ten Nano-Par­ti­kel ver­blei­ben nicht am Injek­ti­ons­ort, son­dern wer­den wei­test­mög­lich abge­schwemmt. Die von ihnen frei­ge­setz­te mRNS kann prin­zi­pi­ell in jeder zur Pro­te­in­bil­dung befä­hig­ten Kör­per­zel­le zur Syn­the­se von Coro­na-Spikes füh­ren. Zel­len, die die­se auf­wei­sen, wer­den vom kör­per­ei­ge­nen Abwehr­sys­tem ange­grif­fen – nicht zu ver­wech­seln mit den auch noch rele­van­ten Auto­im­mun-Schä­di­gun­gen bei Anti­gen-Gemein­schaft. Ers­te Organ­fol­gen sind jeweils, z. T. mit Tod des Impf­lings, bekannt gewor­den. Über­dies sind bereits im Rah­men von Erst-Imp­fun­gen – sel­ten – fol­gen­schwe­re Zyto­kin-Stür­me auf­ge­tre­ten. Inwie­weit eine viel­fa­che Appli­ka­ti­on von gen­ba­sier­ten Vak­zi­nen eine gestei­ger­te Neben­wir­kungs­quo­te hat, wird sich ggf. spä­ter zeigen.

(2)  „ … schützt Erkrank­te mit ca. 80 – 95 %, je nach Alter und Patientengruppe … “:

Der Kol­le­ge ver­säumt bei die­sen Zah­len dar­auf hin­zu­wei­sen, dass es sich hier um rela­ti­ve Erfolgs­zah­len bzw. eine rela­ti­ve Risi­ko­re­duk­ti­on han­delt. Die­se sind eine belieb­te Dar­stel­lung von phar­ma­zeu­ti­schen Her­stel­lern, weil sie dem Unkri­ti­schen eine sehr hohe Wirk­sam­keit des ange­bo­te­nen Pro­dukts suggerieren.

Ein bewusst ein­fach gehal­te­nes Bei­spiel: Ein kau­sal nicht zu behan­deln­der Erre­ger führt zu einer Epi­de­mie; in deren Rah­men ster­ben im Schnitt 2 Per­so­nen von 1000. Nach einer Imp­fung von 1000 noch nicht infi­zier­ten Per­so­nen stirbt von die­sen dann ledig­lich noch 1 Per­son: die Imp­fung der 1000 Per­so­nen hat­te mit­hin einen – rela­ti­ven – Erfolg von 50%. Die Anga­be einer 50%-igen Erfolgs­quo­te macht sich natür­lich bes­ser, als die Abso­lut­an­ga­be, dass nach Imp­fung von 1000 Men­schen nicht mehr 998, son­dern 999 über­le­ben; denn hier mag man­cher sagen, dass die­ses Ergeb­nis einer Imp­fung von 1000 Men­schen doch recht mar­gi­nal ist – oder viel­leicht sogar irrele­vant, wenn die Imp­fung auch bedeut­sa­me­re Neben­wir­kun­gen hät­te: bereits ein Impf­t­o­ter macht im Bei­spiel den gesam­ten Impf­erfolg zunich­te. Das sinn­ge­mäß Glei­che gäl­te natür­lich auch für eine Serie von z. B. Myo­kar­dit­i­den oder Gefäß­er­kran­kun­gen mit Throm­bo­sen oder neu­ro­lo­gi­schen Erkran­kun­gen etc. als Impf­fol­gen. Hin­sicht­lich der ‚real exis­tie­ren­den‘ Covid-19 Vak­zi­nen gilt:

In der Tat besteht beim Pfi­zer/­Bio­N­Tech-Impf­stoff eine rela­ti­ve Erfolgs­quo­te von 95% (RRR = Rela­ti­ve Risi­ko­re­duk­ti­on); die abso­lu­te Risi­ko­re­duk­ti­on (ARR) liegt mit 0,84% jedoch wie­der­um nur im Promillebereich.

Die übri­gen Impf­stof­fe wei­sen ähn­li­che Zah­len auf. Der Publi­ka­ti­on von Olli­a­ro P et al. in einem renom­mier­ten Jour­nal sind die RRR und ARR sämt­li­cher in Euro­pa zuge­las­se­ner Covid-19 Impf­stof­fe zu ent­neh­men (The Lan­cet Micro­be: COMMENT| VOLUME 2, ISSUE 7, E279-E280, JULY 01, 2021. Open Access Publis­hed: April 20, 2021 DOI:  https://doi.org/10.1016/S2666-5247(21)00069–0).

(3)  „ … vor Hos­pi­ta­li­sie­rung, schwe­rem Ver­lauf oder Tod …“:

Olli­a­ro P et al. wei­sen auch dar­auf hin, dass die den Zulas­sungs­be­hör­den vor­ge­leg­ten Her­stel­ler­stu­di­en hin­sicht­lich ihres Designs nicht dar­auf ange­legt waren, z. B. schwe­re Ver­läu­fe incl. Tod zu eva­lu­ie­ren. Im Übri­gen tra­ten (die Covid-19 Erkran­kung ver­läuft bekannt­lich über­wie­gend sym­ptom­los bis mild [u. a. Wil­liam­son EJ et al. Natu­re 2020: 584;430, s. a. Arz­nei­mit­tel­brief 2021: 55; 85]) in den Her­stel­ler­stu­di­en so wenig Fäl­le schwe­rer Covid-19 Erkran­kun­gen auf, dass die betref­fen­den Sub­kol­lek­ti­ve zu klein waren, um die in der geimpf­ten Grup­pe nume­risch etwas sel­te­ner auf­tre­ten­den schwe­ren Ver­läu­fe mit Todes­fäl­len sta­tis­tisch zu bewer­ten und hier einen Zufall aus­zu­schlie­ßen. Bis dato ist offen­sicht­lich noch kei­ne Publi­ka­ti­on in einem Jour­nal mit Peer-Review ver­öf­fent­licht wor­den, die eine sta­tis­tisch signi­fi­kan­te Ver­min­de­rung der töd­li­chen Ver­läu­fe sei­tens einer Covid-19 Vak­zi­ne belegt hätte.

Selbst­ver­ständ­lich ist es mög­lich, dass die der­zei­ti­gen Impf­stof­fe auch einen auf 6–9 Mona­te befris­te­ten Schutz vor schwe­rem Ver­lauf incl. Tod bie­ten; aber die­ses ist eben sta­tis­tisch noch nicht ver­läss­lich, d. h. gemäß den Kri­te­ri­en der ‚Evi­denz­ba­sier­ten Medi­zin‘, nachgewiesen.

Es gibt Hin­wei­se dar­auf, dass die kurz- bis mit­tel­zei­ti­gen Neben­wir­kun­gen der Imp­fun­gen zumin­dest in Deutsch­land wis­sen­schaft­lich unge­nü­gend erfasst wer­den; mög­li­cher­wei­se ist das dann auch künf­tig bei even­tu­el­len Spät­fol­gen der Fall (s.o., Pkt. 1). Ggf. wäre zu befürch­ten, dass weder eine ver­läss­li­che Erken­nung von Impf­schä­den, noch eine Bestim­mung der Impf­ef­fek­ti­vi­tät im Sin­ne einer Nut­zen-Scha­den­kor­re­la­ti­on mög­lich sein wird.

In letz­te­rem Kon­text inter­es­sant ist der Tod von Geimpf­ten und Unge­impf­ten aus jed­we­dem Grund. Hier zei­gen Daten des bri­ti­schen Office for Natio­nal Sta­tis­tics [ons.gov.uk] in der Alters­grup­pe 10–59 Jah­re wäh­rend der klas­si­schen Infek­ti­ons­pe­ri­ode der ers­ten 6 Wochen des Jah­res ein deut­li­ches Über­wie­gen der Unge­impf­ten, wohin­ge­gen ab etwa der 8. Jah­res­wo­che dann die Todes­fäl­le bei den Geimpf­ten deut­lich überwiegen.

(4)  „ … Covid ist kei­ne ‚Grip­pe’, son­dern eine oft schwe­re Erkran­kung, die noch lan­ge nicht vor­über sein wird.“:

Die kli­ni­sche Wer­tig­keit der lau­fen­den Coro­na-Erkran­kun­gen ent­spricht der einer mitt­le­ren Influ­en­za-Epi­de­mie. Covid-19 ver­ur­sacht nur sel­ten eine schwe­re Erkran­kung, s.o., wobei die­se dann in der Tat vor allem bei Älte­ren und Men­schen mit chro­ni­schen Krank­hei­ten recht häu­fig zum Tod führt. Gemäß AGES am 08.11.21 ster­ben von ein­hun­dert über-84-Jäh­ri­gen 27,3 Män­ner und 17,2 Frau­en (https://covid19-dashboard.ages.at/dashboard_Tod.html).

In der Tat wer­den wir noch lan­ge mit ‚Coro­na‘ leben müs­sen: denn Covid-19 wird ende­misch wer­den und als häu­fi­ger mutie­ren­des respi­ra­to­ri­sches Virus mit Imp­fun­gen auch nicht aus­zu­rot­ten sein.

Es gäbe noch so viel anzu­mer­ken (z. B. zu Vor­komm­nis­sen bei den ver­kürz­ten Prü­fun­gen der Impf­stof­fe, zu den Inzi­denz­wer­ten, zur Aus­las­tung der Inten­siv­e­in­hei­ten …), aber es muss ein Ende haben – und es ist im Grun­de ja alles schon ein­mal gesagt worden.”

***

Der zwei­te (zum sel­ben Eintrag).

„Die­se Unge­impf­ten wer­den  ja nicht ihrem Schick­sal über­las­sen, son­dern hos­pi­ta­li­siert. Im Kran­ken­haus dür­fen sich dann Ärz­te und Pfle­ge­per­so­nal um den ‚unfle­xi­blen Unge­impf­ten’ küm­mern, der ein Bett und Equip­ment blo­ckiert. Ihr Leser »Arzt« hat Recht. Wenn ein Deut­scher sich in einer Ideo­lo­gie fest­beißt, ist er für die Ratio ver­lo­ren. Übri­gens, wis­sen Sie, wie vie­le Krebs­pa­ti­en­ten nicht ‚an’, son­dern ‚mit’ dem Krebs ster­ben? Wenn Sie mit einem Leber­kar­zi­nom  im Kran­ken­haus lie­gen und eine Sekun­där­krank­heit ent­wi­ckeln (eine Pneu­mo­nie ist sehr  beliebt), dann ster­ben Sie nach der selt­sa­men Defi­ni­ti­on Ihrer Quer­ge­nos­sen ‚mit’ dem Kar­zi­nom und ‚an’ der Lun­gen­ent­zün­dung. Ohne Ihr Leber­kar­zi­nom hät­ten Sie die Lun­gen­ent­zün­dung aller­dings überlebt.

Kei­ne Imp­fung schützt vor einer Erkran­kung. Sie ist ein Lern­pro­gramm fürs Immun­sys­tem, das eine ihm unbe­kann­te ‚Spra­che’ erler­nen soll. Sie haben ja ein Fai­ble für Mili­ta­ria. Also, stel­len Sie sich vor, Sie sind ein Gene­ra­lis­si­mus, der eine wich­ti­ge Depe­sche erhält, die über die Anzahl,  Bewaff­nung und Stel­lung des Fein­des Aus­kunft gibt. Aber, O Graus, die ist in einer Spra­che geschrie­ben, die Sie nicht ver­ste­hen. Was tun Sie? Sie müs­sen die­se Infor­ma­ti­on unbe­dingt über­set­zen las­sen, damit Sie über­haupt eine Chan­ce haben, gegen den Feind erfolg­reich kämp­fen kön­nen. Die­se Über­set­zung ent­spricht einer Imp­fung: in der Spra­che der Che­mie wird das Immun­sys­tem über den Feind infor­miert. Es kann ihn jetzt erken­nen (che­misch aus­le­sen) und weiß nun, wie es die Abwehr in Stel­lung brin­gen und so vie­le Fein­de wie mög­lich besie­gen kann. Zurück zum Feld­herrr: ganz ohne Ver­lus­te wer­den Sie den Krieg nicht gewin­nen, so wie auch das Immun­sys­tem nicht alle feind­li­chen Viren besie­gen kann, aber doch genü­gend, um einen ‚blan­den Ver­lauf’  der Krank­heit zu ermög­li­chen. Wir wur­den übri­gens als Schul­kin­der alle gegen Pocken geimpft. Alle. Kein Rum­jam­mern, kei­ne ‚Quer­den­ker’. Manch­mal kann man’s doch mit Hegel hal­ten: Frei­heit ist die Ein­sicht in die Notwendigkeit.”

***

Der drit­te.

„Der Arzt-Kol­le­ge, den Sie zitie­ren, soll­te vor­sich­ti­ger mit ‚Wirk­lich­keit’, gera­de der von Coro­na, umge­hen. Eben hat der Wei­ma­rer Bür­ger­meis­ter, der zunächst kei­ne Zah­len ver­öf­fent­li­chen woll­te (könn­te den Fal­schen nüt­zen), nun doch Zah­len her­aus­ge­ge­ben. Viro­lo­ge Stre­eck mahnt an, daß wir nach wie vor ent­schei­den­de Zah­len und damit Ver­hält­nis­se nicht haben, z.B. Infi­zier­te – wie vie­le davon krank? – davon wie vie­le im Kran­ken­haus? – davon wie vie­le auf ITS?

Das ist nur ein – und ganz ele­men­ta­rer – Kri­tik­punkt. Von ande­ren Unge­reimt­hei­ten zu schwei­gen, etwa der Pan­de­mie­dau­er. Pest­pan­de­mien, und wenn, dann waren das Pan­de­mien, dau­er­ten schon mal Jah­re, der dama­li­gen Rei­se­ge­schwin­dig­kei­ten wegen. Ich höre noch unse­ren Epi­de­mio­lo­gen in Leip­zig: ‚Pan­de­mie, mei­ne Damen und Her­ren, das ist, wenn die Lei­chen die Flüs­se hin­ab­trei­ben, alles ande­re heißt Dienstplan.’
Oder der Kon­ta­gio­si­tät. Ich hat­te und habe Berüh­rungs­kon­takt mit min­des­tens drei nach­weis­lich Posi­ti­ven – und bin immer noch nega­tiv. Tut mir leid, Herr Kol­le­ge XY, aber so etwas ist kei­ne Pandemie.
Geht man in die Impf­me­cha­nik direkt hin­ein, bleibt es inter­es­sant. Ganz ein­fach gefragt: Was ist der Sinn, der medi­zi­ni­sche Sinn – die Indi­ka­ti­on – die­ser Imp­fung? Wir hören: Schwe­re Ver­läu­fe wer­den ver­hin­dert. Stimmt das? Wir hören: Die Immu­ni­tät hält län­ger vor (im Ver­gleich zur natür­li­chen Durch­seu­chung, etwa auf einem Dance­floor). Stimmt das? Frag­lich bei inzwi­schen nun der Imp­fung Nr. 3, die’s brin­gen soll. Usw.
In Sach­sen ist nach Aus­kunft des Minis­ter­prä­si­den­ten über die Hälf­te der Pati­en­ten auf Nor­mal­sta­ti­on inzwi­schen geimpft, und fast die Hälf­te der Pati­en­ten auf ITS.”
***
Als Ergän­zung zum Dot­to­re nume­ro uno eine klei­ne gra­fi­sche Auf­be­rei­tung des Sach­ver­halts. Leser *** ver­weist zum pos­tu­lier­ten Impf­schutz von gemit­tel­ten 90 Pro­zent auf den nach­ste­hen­den Aus­zug aus der Video­prä­sen­ta­ti­on von Mar­cel Barz „Die Pan­de­mie in den Roh­da­ten“ (bei 1:11:07 auf der bekann­ten Video­platt­form hier).
Leser *** fol­gert: „Es gibt zwei Mög­lich­kei­ten: Ent­we­der sind des Herrn Sta­tis­tik­kennt­nis­se auf dem Niveau des Vol­kes wie auch des nor­ma­len Arz­tes, sprich er weiß es nicht bes­ser, was ein bezeich­nen­des Licht auf das Volk im all­ge­mei­nen und Ärz­te im beson­dern wirft, oder er ver­brei­tet vor­sätz­lich Propaganda.”
PS: Leser *** wider­spricht: „Ich möch­te Sie dar­auf hin­wei­sen, dass die auf Ihrer Sei­te publi­zier­ten Erkennt­nis­se bzgl. rela­ti­ver und abso­lu­ter Wirk­sam­keit der Covid- Imp­fung abso­lu­ter Käse sind. In dem Zeit­rah­men der Unter­su­chung erkrank­ten 9 Per­so­nen in der geimpf­ten Grup­pe und 169 Per­so­nen in der Pla­ce­bo-Grup­pe. Eine für medi­zi­ni­sche Wirk­sam­keits­stu­di­en her­vor­ra­gen­de rela­ti­ve Infek­ti­ons­ver­mei­dung von 95%.
Die abso­lu­ten Zah­len spie­len kei­ne Rol­le, da die meis­ten der 40000 in die­sem Zeit­rah­men sehr wahr­schein­lich über­haupt nicht mit dem Coro­na­vi­rus in Kon­takt gekom­men sind. Wären die Teil­neh­mer absicht­lich infi­ziert wor­den, sähe die Lage anders aus.”

PPS: „Zwar ist es natür­lich rich­tig, dass die ARR im Fall der Coro­na­imp­fung eine nied­ri­ge Zahl ist, wäh­rend die RRR ein hoher Pro­zent­satz ist”, schreibt Leser ***. „Aber bei­de sind nun mal – unter­stellt man die Kor­rekt­heit des zu Grun­de lie­gen­den Daten­ma­te­ri­als – schlicht rich­tig. Es scheint mir absurd zu behaup­ten, mit der Anga­be der Wirk­sam­keit der Coro­na­imp­fung von irgend­was über 80% wür­de etwas Fal­sches sug­ge­riert. Es ist doch klar, dass die­se 80% einen nied­ri­gen Wert bedeu­ten, wenn sie sich schon von vorn­her­ein auf einen nied­ri­gen Wert bezie­hen! Wer das jetzt ‚auf­deckt’ zeigt mei­nem Emp­fin­den nach, dass er glaubt, es mit Trot­teln zu tun zu haben – vor allem wenn das gan­ze noch so geframed wird, als wür­de man hier in sta­tis­ti­sche Arka­na einführen.

Im Ergeb­nis inter­es­sant ist doch das abso­lu­te Rest­ri­si­ko, und hier ist das Ergeb­nis der Imp­fung ja erst recht beson­ders gut, eben weil das Risi­ko über­haupt von vorn­her­ein nicht beson­ders groß ist – aber kann einem das Risi­ko, an einem Lun­gen­vi­rus zu ver­re­cken, über­haupt klein genug sein? Die Imp­fung müss­te man anders angrei­fen, näm­lich in Gegen­über­stel­lung der damit ein­her­ge­hen­den Risi­ken und die mit dem Covid­ri­si­ko gegen­rech­nen, aber man­gels ent­spre­chen­der Daten­er­he­bung gewinnt man hier vor­erst auch kei­nen Blumentopf.”

PPPS: „Grüß Gott Herr Klo­n­ovs­ky, zum Ein­trag des 5. Novem­ber 2021, den Leser***, Arzt (eher Medi­zi­ner – es gibt heu­te kaum noch Ärz­te) zitie­rend, muss ich noch fol­gen­des loswerden:

Das ewi­ge, beleh­ren­de Geschwa­fel von Leu­ten, die Sta­tis­tik nicht mal buch­sta­bie­ren kön­nen, aber nicht müde wer­den, die RELATIVE Wirk­sam­keit (= Ver­hin­de­rung des Risi­kos einer Erkran­kung) einer Dro­ge zu zitie­ren und an die­sem Wert (80–95% des mRNA Shots) allei­nig deren Schutz­wir­kung fest­stel­len zu wol­len, ist ennervierend.
Ein schwei­fen­der Blick z.B. ins frei zugäng­li­che Lan­cet wür­de die­sen Mit­sas­sen auf­klä­ren, dass es durch­aus sinn­voll ist, ein­mal die ABSOLUTE Wirk­sam­keit einer Dro­ge bei der Ver­hin­de­rung einer Krank­heit in einer Bevöl­ke­rungs­grup­pe zu betrach­ten. Denn dar­in drückt sich u.a. auch das laten­te Ris­kio aus, über­haupt krank zu werden.
Oder wie es der ‚Bist Du noch ganz bei Dros­ten’ Öster­reichs ein­mal aus­ge­drückt hat: 85% der Coro­na-Infi­zier­ten mer­ken es gar nicht und ohne PCR-Test wäre es auch nie­man­dem auf­ge­fal­len. Und von Isra­el oder Island einer­seits und Schwe­den ande­rer­seits ganz zu schweigen.
Danach beträgt die ARR (abso­lu­te risk reduc­tion) mal gera­de spär­li­che ~1%. Anders aus­ge­drückt: 100 Men­schen müs­sen die Dro­ge auf­neh­men, um abso­lut 1 Erkran­kung zu ver­hin­dern. Es gibt tat­säch­lich einen mess­ba­ren Aus­schlag! Er ska­lie­re nun, der Medi­zi­ner: 100.000, 1.000.000, 10.000.000, 50.000.000 usw. Immer unter der Vor­aus­set­zung, dass die Dro­ge tat­säch­lich tut, was von ihr ver­spro­chen wird. So her­um wird eher erklär­lich (ande­re wirt­schaft­li­che, sozio-poli­ti­sche Aspek­te aus­blen­dend), war­um man im Fall der ent­fleuch­ten Pro­te­in­ket­te (‚Gain of Func­tion’ klingt sexy), deren Struk­tur und Funk­ti­on so rich­tig nie­mand kennt, auf eine hohe Durch­imp­fung gesetzt hat und setzt.”

PPPPS: „Der Streit, der sich um die abso­lu­te und die rela­ti­ve Wirk­sam­keit des Impf­stoffs auf Ihrer Sei­te zeigt, lässt sich rela­tiv leicht auf­lö­sen”, meint Leser ***. „1. Die abso­lu­te Wirk­sam­keit bezieht die Wahr­schein­lich­keit einer Expo­si­ti­on mit dem Virus ein. Je klei­ner die­se Wahr­schein­lich­keit einer Expo­si­ti­on ist, umso gerin­ger wird der Anteil der Imp­fung bei die­sen Zah­len. Geht die Wahr­schein­lich­keit der Expo­si­ti­on gegen Null, pas­siert das­sel­be mit der abso­lu­ten Wirk­sam­keit der Imp­fung. Ein Bei­spiel dafür ist das per­fek­te auto­no­me Fah­ren: Sinkt die Wahr­schein­lich­keit eines Unfalls auf nahe­zu Null, sinkt die abso­lu­te Wirk­sam­keit eines Sicher­heits­gur­tes oder eines Air­bags eben­so auf nahe­zu Null.

2. Bei der rela­ti­ven Wirk­sam­keit lässt man die Wahr­schein­lich­keit einer Expo­si­ti­on mit dem Virus außer Betracht. Sie wird als 1 ange­nom­men, also 100%. Sie ent­spricht damit einen Crash­test eines PKWs: Wie hoch ist die Ver­let­zungs­schwe­re mit Siche­rungs­sys­te­men im Ver­gleich zu dem­sel­ben PKW ohne sol­che Systeme?
Ich den­ke, damit soll­ten sich die Anga­ben leicht ein­ord­nen las­sen. Klar ist aus sta­tis­ti­scher Sicht aller­dings, dass allein die rela­ti­ve Anga­be rele­vant für die Bewer­tung der Wirk­sam­keit des Impf­stof­fes ist. Wer wis­sen will, wie hoch die Wahr­schein­lich­keit eines ernst­haf­ten medi­zi­ni­schen Pro­blems für einen per­sön­lich ist, ori­en­tiert sich theo­re­tisch(!) an der abso­lu­ten Wahr­schein­lich­keit. Das Pro­blem ist hier nur, dass man die domi­nie­ren­de Wahr­schein­lich­keit einer per­sön­li­chen Expo­si­ti­on mit dem Virus sehr, sehr schlecht ein­schät­zen kann und dass die sich zeit­lich auch sehr schnell ändern kann. Viel schnel­ler als die (Teil-)Immunisierung mit einem Impfstoff.”
Total
66
Shares
Vorheriger Beitrag

Lektüreempfehlung

Nächster Beitrag

15. November 2021

Ebenfalls lesenswert

11. Dezember 2018

Wenn ich auf mei­nem Hän­di die Wor­te „von Deut­schen” ein­tip­pe, schlägt der gewief­te Satz­fort­set­zungs­au­to­mat als nächs­tes Wort „began­ge­nen” vor……

24. Januar 2019

„Spie­gel-Leser wis­sen Mär.„Wolf­ram Ackner                                      *** Die Lan­des­po­li­zei­di­rek­ti­on Erfurt teilt mit, dass anläss­lich des Fest­akts „100 Jah­re Wei­ma­rer…

8. Mai 2019

Zu schön, um nicht ver­brei­tet zu werden:                                       *** „Droht das Ende der Kra­wat­te?”, fragt die FAZ. War­um…

Lockdown-Werbeblock

Jauch­zet, froh­lo­cket! Die rhe­to­ri­schen Paralym­pics haben ihren ver­dien­ten Sie­ger gefunden: Für alle, die ermes­sen wol­len, wie weit Men­schen…